Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Szentiványi, Márton: Fünffzig Motiva, Oder Bewegende Ursachen/ Und Betrachtungen. 2. Aufl. [s. l.], 1755.

Bild:
<< vorherige Seite

lich ist, daß ist, die glückselige Ewigkeit zu erlangen: haben wir dann den wahren Glauben nicht, so wird uns diese, nemlich, die unglückseligste Ewigkeit deren Verdambten ohnfehlbahr betreffen! Nun folgen die

Grund-Regulen Der rechten Vernunfft, deren sich der Mensch in erwählung hochwichtiger Sachen zu gebrauchen hat.

1. In einer jeden freyen und willkühriger Wählung ist das bessere deme vorzuziehen, was nicht so gut; und um so viel mehr dem bösen; das gewisse vor dem Ungewissen und Zweiffelhafftigen; das Wahre vor dem Falschen; das Ewige vor dem Zeitlichen; daß der rechten Vernunfft gemäß vor deme, so der Vernunfft zu wider, auszuwählen.

2. Zu einem erwünschten Zweck, Ziehl und End zu gelangen muß man die darzu behörige dienlich und taugliche Mittel; die gewissere vor denen ungewisseren, ja auch die aller sicherste brauchen.

lich ist, daß ist, die glückselige Ewigkeit zu erlangen: haben wir dann den wahren Glauben nicht, so wird uns diese, nemlich, die unglückseligste Ewigkeit deren Verdambten ohnfehlbahr betreffen! Nun folgen die

Grund-Regulen Der rechten Vernunfft, deren sich der Mensch in erwählung hochwichtiger Sachen zu gebrauchen hat.

1. In einer jeden freyen und willkühriger Wählung ist das bessere deme vorzuziehen, was nicht so gut; und um so viel mehr dem bösen; das gewisse vor dem Ungewissen und Zweiffelhafftigen; das Wahre vor dem Falschen; das Ewige vor dem Zeitlichen; daß der rechten Vernunfft gemäß vor deme, so der Vernunfft zu wider, auszuwählen.

2. Zu einem erwünschten Zweck, Ziehl und End zu gelangen muß man die darzu behörige dienlich und taugliche Mittel; die gewissere vor denen ungewisseren, ja auch die aller sicherste brauchen.

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div>
        <p><pb facs="#f0016" n="12"/>
lich ist, daß                      ist, die glückselige Ewigkeit zu erlangen: haben wir dann den wahren Glauben                      nicht, so wird uns diese, nemlich, die unglückseligste Ewigkeit deren Verdambten                      ohnfehlbahr betreffen! Nun folgen die</p>
      </div>
      <div>
        <head>Grund-Regulen Der rechten Vernunfft, deren sich der Mensch in erwählung                      hochwichtiger Sachen zu gebrauchen hat.<lb/></head>
        <p>1. In einer jeden freyen und willkühriger Wählung ist das bessere deme                      vorzuziehen, was nicht so gut; und um so viel mehr dem bösen; das gewisse vor                      dem Ungewissen und Zweiffelhafftigen; das Wahre vor dem Falschen; das Ewige vor                      dem Zeitlichen; daß der rechten Vernunfft gemäß vor deme, so der Vernunfft zu                      wider, auszuwählen.</p>
        <p>2. Zu einem erwünschten Zweck, Ziehl und End zu gelangen muß man die darzu                      behörige dienlich und taugliche Mittel; die gewissere vor denen ungewisseren, ja                      auch die aller sicherste brauchen.</p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[12/0016] lich ist, daß ist, die glückselige Ewigkeit zu erlangen: haben wir dann den wahren Glauben nicht, so wird uns diese, nemlich, die unglückseligste Ewigkeit deren Verdambten ohnfehlbahr betreffen! Nun folgen die Grund-Regulen Der rechten Vernunfft, deren sich der Mensch in erwählung hochwichtiger Sachen zu gebrauchen hat. 1. In einer jeden freyen und willkühriger Wählung ist das bessere deme vorzuziehen, was nicht so gut; und um so viel mehr dem bösen; das gewisse vor dem Ungewissen und Zweiffelhafftigen; das Wahre vor dem Falschen; das Ewige vor dem Zeitlichen; daß der rechten Vernunfft gemäß vor deme, so der Vernunfft zu wider, auszuwählen. 2. Zu einem erwünschten Zweck, Ziehl und End zu gelangen muß man die darzu behörige dienlich und taugliche Mittel; die gewissere vor denen ungewisseren, ja auch die aller sicherste brauchen.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Obrigkeitskritik und Fürstenberatung: Die Oberhofprediger in Braunschweig-Wolfenbüttel 1568-1714: Bereitstellung der Texttranskription und Auszeichnung in XML/TEI. (2013-02-15T13:54:31Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme entsprechen muss.
Wolfenbütteler Digitale Bibliothek: Bereitstellung der Bilddigitalisate (2013-02-15T13:54:31Z)
Marcus Baumgarten, Frederike Neuber, Frank Wiegand: Konvertierung nach XML gemäß DTA-Basisformat, Tagging der Titelblätter, Korrekturen der Transkription. (2013-02-15T13:54:31Z)

Weitere Informationen:

Anmerkungen zur Transkription:

  • Langes s (ſ) wird als rundes s (s) wiedergegeben.
  • Rundes r (ꝛ) wird als normales r (r) wiedergegeben bzw. in der Kombination ꝛc. als et (etc.) aufgelöst.
  • Die Majuskel J im Frakturdruck wird in der Transkription je nach Lautwert als I bzw. J wiedergegeben.
  • Übergeschriebenes „e“ über „a“, „o“ und „u“ wird als „ä“, „ö“, „ü“ transkribiert.
  • Ligaturen werden aufgelöst.
  • Silbentrennungen über Zeilengrenzen hinweg werden aufgelöst.
  • Silbentrennungen über Seitengrenzen hinweg werden beibehalten.
  • Kolumnentitel, Bogensignaturen und Kustoden werden nicht erfasst.
  • Griechische Schrift wird nicht transkribiert, sondern im XML mit <foreign xml:lang="el"><gap reason="fm"/></foreign> vermerkt.



Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/szentivanyi_motiva_1755
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/szentivanyi_motiva_1755/16
Zitationshilfe: Szentiványi, Márton: Fünffzig Motiva, Oder Bewegende Ursachen/ Und Betrachtungen. 2. Aufl. [s. l.], 1755, S. 12. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/szentivanyi_motiva_1755/16>, abgerufen am 13.05.2021.