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Tieck, Ludwig: Franz Sternbald's Wanderungen. Bd. 2. Berlin, 1798.

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Ich wandle durch ein duftend, farbend Meer,
Die Herrlichkeit winkt mir von Ort zu Ort.
Ich höre Voglein um mich singen,
Die mit dem Stimmlein klar der Liebsten Grüße
bringen.
So schwingt Gesang sich durch den süßen Duft,
Im Wohllaut zittert warme Frühlingsluft,
Vom Berge her die Winde leutselig spielen
Und scherzend in den Blumenbeeten wühlen.
O süße Frühlingszeit!
Der Blumen Bringerin,
Der Liebe Führerin,
Der Erde Schmückerin,
Wie herrlich Deine Hallen weit und breit!
Du pflegst das Blumenkind,
Hast Liebe an der Hand,
Geschmückt mit Rosenband,
Sie wird von uns erkannt
Und jeder liebend nur auf Küsse sinnt.

Ich wandle durch ein duftend, farbend Meer,
Die Herrlichkeit winkt mir von Ort zu Ort.
Ich höre Voglein um mich ſingen,
Die mit dem Stimmlein klar der Liebſten Grüße
bringen.
So ſchwingt Geſang ſich durch den ſüßen Duft,
Im Wohllaut zittert warme Frühlingsluft,
Vom Berge her die Winde leutſelig ſpielen
Und ſcherzend in den Blumenbeeten wühlen.
O ſüße Frühlingszeit!
Der Blumen Bringerin,
Der Liebe Führerin,
Der Erde Schmückerin,
Wie herrlich Deine Hallen weit und breit!
Du pflegſt das Blumenkind,
Haſt Liebe an der Hand,
Geſchmückt mit Roſenband,
Sie wird von uns erkannt
Und jeder liebend nur auf Küſſe ſinnt.

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[354/0362] Ich wandle durch ein duftend, farbend Meer, Die Herrlichkeit winkt mir von Ort zu Ort. Ich höre Voglein um mich ſingen, Die mit dem Stimmlein klar der Liebſten Grüße bringen. So ſchwingt Geſang ſich durch den ſüßen Duft, Im Wohllaut zittert warme Frühlingsluft, Vom Berge her die Winde leutſelig ſpielen Und ſcherzend in den Blumenbeeten wühlen. O ſüße Frühlingszeit! Der Blumen Bringerin, Der Liebe Führerin, Der Erde Schmückerin, Wie herrlich Deine Hallen weit und breit! Du pflegſt das Blumenkind, Haſt Liebe an der Hand, Geſchmückt mit Roſenband, Sie wird von uns erkannt Und jeder liebend nur auf Küſſe ſinnt.

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Zitationshilfe: Tieck, Ludwig: Franz Sternbald's Wanderungen. Bd. 2. Berlin, 1798, S. 354. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/tieck_sternbald02_1798/362>, abgerufen am 10.08.2022.