Tuckermann, Peter: Lutherische JubelJahrs Predigt. Wolfenbüttel, 1617.Derwegen wir solche Zeichen von Luthero nicht sollen wünschen vnd begehren: Wiewol GOtt selbst bey jhm vnd seiner Lehr Zeichen vnd Wunder gethan: Denn ists nicht ein groß Zeichen vnnd Wunder / daß der eine arme elende wehrlose Münch wieder alle Welt sich auffgelehnet / vnd Käyserthumb vnd Pabstumb wieder sich gehabt / vnnd gleichwol erhalten worden? Ists nicht ein groß Zeichen vnd Wunder / daß so viel Land vnd Leute sich der Lehr bequemet / erleuchtet vnd Selig sein worden? Ists nicht ein groß Zeichen vnnd Wunder / daß die Lehr / die nun vber hundert Jahr wieder getrieben / alle Pforten der Hellen nicht vberweltigen haben können? Vnd der gleichen. Das hat GOtt gethan vnd thuts noch / der Zeichen vnd Wunder thut im Himmel vnd auff Erden. Daran lassen wir vns billig genügen. Hieraus können wir nun gleich greiffen / daß vns vnser HErr JEsus Christus durch D. Lutherum / mit seinem heiligen Wort eben so wol / wie den Königischen in einen seligen Stand gesetzt vnnd gebracht habe. Diß dienet vns anfenglich darzu / daß wir vernemen / wir haben abermahl vrsach gnug zur Dancksagung vnd Gebet / denn je grösser die Wolthat ist / die einem wiederfehret / je inbrünstiger man billig dafür dancket / vnd bittet / daß man dabey erhalten werde: Nu ist diß eine solche Wolthat / der alle zeitliche Güter nicht zuvergleichen: Denn für Finsternis haben wir das Derwegen wir solche Zeichen von Luthero nicht sollen wünschen vnd begehren: Wiewol GOtt selbst bey jhm vnd seiner Lehr Zeichen vnd Wunder gethan: Denn ists nicht ein groß Zeichen vnnd Wunder / daß der eine arme elende wehrlose Münch wieder alle Welt sich auffgelehnet / vnd Käyserthumb vnd Pabstumb wieder sich gehabt / vnnd gleichwol erhalten worden? Ists nicht ein groß Zeichen vnd Wunder / daß so viel Land vnd Leute sich der Lehr bequemet / erleuchtet vnd Selig sein worden? Ists nicht ein groß Zeichen vnnd Wunder / daß die Lehr / die nun vber hundert Jahr wieder getrieben / alle Pforten der Hellen nicht vberweltigen haben können? Vnd der gleichen. Das hat GOtt gethan vnd thuts noch / der Zeichen vnd Wunder thut im Himmel vnd auff Erden. Daran lassen wir vns billig genügen. Hieraus können wir nun gleich greiffen / daß vns vnser HErr JEsus Christus durch D. Lutherum / mit seinem heiligen Wort eben so wol / wie den Königischen in einen seligen Stand gesetzt vnnd gebracht habe. Diß dienet vns anfenglich darzu / daß wir vernemen / wir haben abermahl vrsach gnug zur Dancksagung vnd Gebet / denn je grösser die Wolthat ist / die einem wiederfehret / je inbrünstiger man billig dafür dancket / vnd bittet / daß man dabey erhalten werde: Nu ist diß eine solche Wolthat / der alle zeitliche Güter nicht zuvergleichen: Denn für Finsternis haben wir das <TEI> <text> <body> <div> <pb facs="#f0024"/> <p>Derwegen wir solche Zeichen von Luthero nicht sollen wünschen vnd begehren: Wiewol GOtt selbst bey jhm vnd seiner Lehr Zeichen vnd Wunder gethan: Denn ists nicht ein groß Zeichen vnnd Wunder / daß der eine arme elende wehrlose Münch wieder alle Welt sich auffgelehnet / vnd Käyserthumb vnd Pabstumb wieder sich gehabt / vnnd gleichwol erhalten worden? Ists nicht ein groß Zeichen vnd Wunder / daß so viel Land vnd Leute sich der Lehr bequemet / erleuchtet vnd Selig sein worden? Ists nicht ein groß Zeichen vnnd Wunder / daß die Lehr / die nun vber hundert Jahr wieder getrieben / alle Pforten der Hellen nicht vberweltigen haben können? Vnd der gleichen. Das hat GOtt gethan vnd thuts noch / der Zeichen vnd Wunder thut im Himmel vnd auff Erden. Daran lassen wir vns billig genügen.</p> <p>Hieraus können wir nun gleich greiffen / daß vns vnser HErr JEsus Christus durch D. Lutherum / mit seinem heiligen Wort eben so wol / wie den Königischen in einen seligen Stand gesetzt vnnd gebracht habe.</p> <p>Diß dienet vns anfenglich darzu / daß wir vernemen / wir haben abermahl vrsach gnug zur Dancksagung vnd Gebet / denn je grösser die Wolthat ist / die einem wiederfehret / je inbrünstiger man billig dafür dancket / vnd bittet / daß man dabey erhalten werde: Nu ist diß eine solche Wolthat / der alle zeitliche Güter nicht zuvergleichen: Denn für Finsternis haben wir das </p> </div> </body> </text> </TEI> [0024]
Derwegen wir solche Zeichen von Luthero nicht sollen wünschen vnd begehren: Wiewol GOtt selbst bey jhm vnd seiner Lehr Zeichen vnd Wunder gethan: Denn ists nicht ein groß Zeichen vnnd Wunder / daß der eine arme elende wehrlose Münch wieder alle Welt sich auffgelehnet / vnd Käyserthumb vnd Pabstumb wieder sich gehabt / vnnd gleichwol erhalten worden? Ists nicht ein groß Zeichen vnd Wunder / daß so viel Land vnd Leute sich der Lehr bequemet / erleuchtet vnd Selig sein worden? Ists nicht ein groß Zeichen vnnd Wunder / daß die Lehr / die nun vber hundert Jahr wieder getrieben / alle Pforten der Hellen nicht vberweltigen haben können? Vnd der gleichen. Das hat GOtt gethan vnd thuts noch / der Zeichen vnd Wunder thut im Himmel vnd auff Erden. Daran lassen wir vns billig genügen.
Hieraus können wir nun gleich greiffen / daß vns vnser HErr JEsus Christus durch D. Lutherum / mit seinem heiligen Wort eben so wol / wie den Königischen in einen seligen Stand gesetzt vnnd gebracht habe.
Diß dienet vns anfenglich darzu / daß wir vernemen / wir haben abermahl vrsach gnug zur Dancksagung vnd Gebet / denn je grösser die Wolthat ist / die einem wiederfehret / je inbrünstiger man billig dafür dancket / vnd bittet / daß man dabey erhalten werde: Nu ist diß eine solche Wolthat / der alle zeitliche Güter nicht zuvergleichen: Denn für Finsternis haben wir das
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| Zitationshilfe: | Tuckermann, Peter: Lutherische JubelJahrs Predigt. Wolfenbüttel, 1617, S. . In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/tuckermann_lutherische_1617/24>, abgerufen am 06.08.2024. |


