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Vogt, Carl: Zoologische Briefe. Bd. 2. Frankfurt (Main), 1851.

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festen Lande zu überraschen sucht und sie durch Stockschläge auf die
Nase betäubt. Sie nähren sich fast nur von Fischen, einige auch von
Krebsen und Muscheln.

[Abbildung] Fig. 1415. Fig. 1416. Fig. 1417. Fig. 1418.

Schädel des Walrosses (Trichecus rosmarus).
Fig. 1415. Von der Seite. Fig. 1416. Von vorn, um das Verhältniß
der Nasenöffnung zu den Zwischenkiefern und den Stoßzähnen zu zeigen.
Fig. 1417. Von Oben. Fig. 1418. Von Unten; die zwei kleinen Schneide-
zähnchen stehen an der inneren Seite der Eckzähne.

Die Familie der Walrosse (Trichechida) bildet das Mittelglied
zwischen den eigentliche Robben nnd den Seekühen, so wie namentlich
den fossilen Gattungen, welche wir denselben angereiht haben, so daß
diese Familie in dieser Reihe etwa die Stelle einnimmt, welche die
Dickhäuter in der ersten Reihe der Säugethiere behaupten. Es sind

[Abbildung] Fig. 1419.

Das Walroß (Trichecus rosmarus).

große, plumpe Thiere, die ein Gewicht von zwanzig und mehr Cent-
nern erreichen und sich von der folgenden Familie wesentlich durch

feſten Lande zu überraſchen ſucht und ſie durch Stockſchläge auf die
Naſe betäubt. Sie nähren ſich faſt nur von Fiſchen, einige auch von
Krebſen und Muſcheln.

[Abbildung] Fig. 1415. Fig. 1416. Fig. 1417. Fig. 1418.

Schädel des Walroſſes (Trichecus rosmarus).
Fig. 1415. Von der Seite. Fig. 1416. Von vorn, um das Verhältniß
der Naſenöffnung zu den Zwiſchenkiefern und den Stoßzähnen zu zeigen.
Fig. 1417. Von Oben. Fig. 1418. Von Unten; die zwei kleinen Schneide-
zähnchen ſtehen an der inneren Seite der Eckzähne.

Die Familie der Walroſſe (Trichechida) bildet das Mittelglied
zwiſchen den eigentliche Robben nnd den Seekühen, ſo wie namentlich
den foſſilen Gattungen, welche wir denſelben angereiht haben, ſo daß
dieſe Familie in dieſer Reihe etwa die Stelle einnimmt, welche die
Dickhäuter in der erſten Reihe der Säugethiere behaupten. Es ſind

[Abbildung] Fig. 1419.

Das Walroß (Trichecus rosmarus).

große, plumpe Thiere, die ein Gewicht von zwanzig und mehr Cent-
nern erreichen und ſich von der folgenden Familie weſentlich durch

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[488/0494] feſten Lande zu überraſchen ſucht und ſie durch Stockſchläge auf die Naſe betäubt. Sie nähren ſich faſt nur von Fiſchen, einige auch von Krebſen und Muſcheln. [Abbildung Fig. 1415. Fig. 1416. Fig. 1417. Fig. 1418. Schädel des Walroſſes (Trichecus rosmarus). Fig. 1415. Von der Seite. Fig. 1416. Von vorn, um das Verhältniß der Naſenöffnung zu den Zwiſchenkiefern und den Stoßzähnen zu zeigen. Fig. 1417. Von Oben. Fig. 1418. Von Unten; die zwei kleinen Schneide- zähnchen ſtehen an der inneren Seite der Eckzähne. ] Die Familie der Walroſſe (Trichechida) bildet das Mittelglied zwiſchen den eigentliche Robben nnd den Seekühen, ſo wie namentlich den foſſilen Gattungen, welche wir denſelben angereiht haben, ſo daß dieſe Familie in dieſer Reihe etwa die Stelle einnimmt, welche die Dickhäuter in der erſten Reihe der Säugethiere behaupten. Es ſind [Abbildung Fig. 1419. Das Walroß (Trichecus rosmarus).] große, plumpe Thiere, die ein Gewicht von zwanzig und mehr Cent- nern erreichen und ſich von der folgenden Familie weſentlich durch

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Zitationshilfe: Vogt, Carl: Zoologische Briefe. Bd. 2. Frankfurt (Main), 1851, S. 488. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/vogt_briefe02_1851/494>, abgerufen am 12.08.2022.