Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Weigel, Erhard: concentrirte Wasserkunst und Unmaszgeblicher Vorschlag zur Rettung in Feuers-Gefahr. Jena, 1672.

Bild:
<< vorherige Seite
Das II. Capitel
Wie allen oberzehlten Mängeln
zu helffen.
Der I. Vorschlag.

Auf alle und iede Häuser/ Scheunen/ Ställe/ etc.
welche so weit von einander entlegen/ daß man
von einem zum andern giesen oder schrüzen kan/ were
ein so genanter Wasser Platz am obersten Theil des
Daches mit zwey oder 4. Laden nach vorgestellten
Modell anzuordnen. Dergleichen ieder armer
Mann zu ersparung der Unkosten/ aus 6. oder 12.
Brettern und etlichen wenig Nageln/ unten mit ei-
ner höltzern Wellen an stat der eisern Bänder/ selbst
machen kan.

Dieser Wasser Platz dienet
1. Zur Lust.

Jn dem man denselben als einen Altan gebrau-
chen/ und bey schönen Wetter sich darauff wohl
ümbsehen kan/ und geschicht doch dem Hauß dadurch
wie man sonst gemeiniglich erfähret/ nicht der ge-
ringste Schade. So gibt auch dieser Wasserplatz
dem Dach keine frembde Gestalt/ davor sich man-
cher scheuen möchte: denn eusserlich solcher nicht

anders
A 3
Das II. Capitel
Wie allen oberzehlten Maͤngeln
zu helffen.
Der I. Vorſchlag.

Auf alle und iede Haͤuſer/ Scheunen/ Staͤlle/ ꝛc.
welche ſo weit von einander entlegen/ daß man
von einem zum andern gieſen oder ſchruͤzen kan/ were
ein ſo genanter Waſſer Platz am oberſten Theil des
Daches mit zwey oder 4. Laden nach vorgeſtellten
Modell anzuordnen. Dergleichen ieder armer
Mann zu erſparung der Unkoſten/ aus 6. oder 12.
Brettern und etlichen wenig Nageln/ unten mit ei-
ner hoͤltzern Wellen an ſtat der eiſern Baͤnder/ ſelbſt
machen kan.

Dieſer Waſſer Platz dienet
1. Zur Luſt.

Jn dem man denſelben als einen Altan gebrau-
chen/ und bey ſchoͤnen Wetter ſich darauff wohl
uͤmbſehen kan/ und geſchicht doch dem Hauß dadurch
wie man ſonſt gemeiniglich erfaͤhret/ nicht der ge-
ringſte Schade. So gibt auch dieſer Waſſerplatz
dem Dach keine frembde Geſtalt/ davor ſich man-
cher ſcheuen moͤchte: denn euſſerlich ſolcher nicht

anders
A 3
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <pb facs="#f0013" n="5."/>
        <div n="2">
          <head><hi rendition="#b">Das <hi rendition="#aq">II.</hi> Capitel</hi><lb/>
Wie allen oberzehlten Ma&#x0364;ngeln<lb/>
zu helffen.</head><lb/>
          <div n="3">
            <head> <hi rendition="#b">Der <hi rendition="#aq">I.</hi> Vor&#x017F;chlag.</hi> </head><lb/>
            <p><hi rendition="#in">A</hi>uf alle und iede Ha&#x0364;u&#x017F;er/ Scheunen/ Sta&#x0364;lle/ &#xA75B;c.<lb/>
welche &#x017F;o weit von einander entlegen/ daß man<lb/>
von einem zum andern gie&#x017F;en oder &#x017F;chru&#x0364;zen kan/ were<lb/>
ein &#x017F;o genanter Wa&#x017F;&#x017F;er Platz am ober&#x017F;ten Theil des<lb/>
Daches mit zwey oder 4. Laden nach vorge&#x017F;tellten<lb/>
Modell anzuordnen. Dergleichen ieder armer<lb/>
Mann zu er&#x017F;parung der Unko&#x017F;ten/ aus 6. oder 12.<lb/>
Brettern und etlichen wenig Nageln/ unten mit ei-<lb/>
ner ho&#x0364;ltzern Wellen an &#x017F;tat der ei&#x017F;ern Ba&#x0364;nder/ &#x017F;elb&#x017F;t<lb/>
machen kan.</p><lb/>
            <div n="4">
              <head> <hi rendition="#b">Die&#x017F;er Wa&#x017F;&#x017F;er Platz dienet<lb/>
1. Zur Lu&#x017F;t.</hi> </head><lb/>
              <p><hi rendition="#in">J</hi>n dem man den&#x017F;elben als einen Altan gebrau-<lb/>
chen/ und bey &#x017F;cho&#x0364;nen Wetter &#x017F;ich darauff wohl<lb/>
u&#x0364;mb&#x017F;ehen kan/ und ge&#x017F;chicht doch dem Hauß dadurch<lb/>
wie man &#x017F;on&#x017F;t gemeiniglich erfa&#x0364;hret/ nicht der ge-<lb/>
ring&#x017F;te Schade. So gibt auch die&#x017F;er Wa&#x017F;&#x017F;erplatz<lb/>
dem Dach keine frembde Ge&#x017F;talt/ davor &#x017F;ich man-<lb/>
cher &#x017F;cheuen mo&#x0364;chte: denn eu&#x017F;&#x017F;erlich &#x017F;olcher nicht<lb/>
<fw place="bottom" type="sig">A 3</fw><fw place="bottom" type="catch">anders</fw><lb/></p>
            </div>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[5./0013] Das II. Capitel Wie allen oberzehlten Maͤngeln zu helffen. Der I. Vorſchlag. Auf alle und iede Haͤuſer/ Scheunen/ Staͤlle/ ꝛc. welche ſo weit von einander entlegen/ daß man von einem zum andern gieſen oder ſchruͤzen kan/ were ein ſo genanter Waſſer Platz am oberſten Theil des Daches mit zwey oder 4. Laden nach vorgeſtellten Modell anzuordnen. Dergleichen ieder armer Mann zu erſparung der Unkoſten/ aus 6. oder 12. Brettern und etlichen wenig Nageln/ unten mit ei- ner hoͤltzern Wellen an ſtat der eiſern Baͤnder/ ſelbſt machen kan. Dieſer Waſſer Platz dienet 1. Zur Luſt. Jn dem man denſelben als einen Altan gebrau- chen/ und bey ſchoͤnen Wetter ſich darauff wohl uͤmbſehen kan/ und geſchicht doch dem Hauß dadurch wie man ſonſt gemeiniglich erfaͤhret/ nicht der ge- ringſte Schade. So gibt auch dieſer Waſſerplatz dem Dach keine frembde Geſtalt/ davor ſich man- cher ſcheuen moͤchte: denn euſſerlich ſolcher nicht anders A 3

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/weigel_wasserkunst_1672
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/weigel_wasserkunst_1672/13
Zitationshilfe: Weigel, Erhard: concentrirte Wasserkunst und Unmaszgeblicher Vorschlag zur Rettung in Feuers-Gefahr. Jena, 1672, S. 5.. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/weigel_wasserkunst_1672/13>, abgerufen am 01.07.2022.