Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Zeiller, Martin: Centuria Variarum Quæstionum. Bd. 1. Ulm, 1658.

Bild:
<< vorherige Seite

Die XCI. Frag.
stehen/ wann man sagt/ den Freunden soll alles ge-
mein seyn? 10. Ob die Freundschafft auß Mangel/
oder Vberfluß entstehe? 11. Wie diese Rede zuver-
stehen? Liebe daß du auch einmal hassen könnest. 12.
Ob die Brüderschafften/ so beym Trunck gemacht
werden/ seyen zu loben? 13. Ob ein Freund von einem
Freund nothwendig wieder müsse geltebt werden?
14. Ob Freundschafft zumachen/ mit denen/ so an
Reichthumb/ und Hoheit/ oder Würden/ uns über-
treffen? 15. Ob die Freundschafft der Schwä-
gerschafft vorzuziehen? 16. Ob nicht der König
David wider das Recht und Endursach einer wah-
ren Freundschafft gehandelt/ in dem er die jenigen
Gütter/ so er seines allerbesten Freunds/ deß Jona-
thae Sohn/ dem Mephiboseth/ geschenckt/ auff fal-
sches Angeben deß Sibae/ demselben wieder genom-
men? 17. Wann einer auß den Freunden gestor-
ben/ wie man sich gegen desselben hinterlassenen
Söhnen zu verhalten? Und andere Fragen mehr.
Dieweil du aber deren nicht gedenckest/ so laß ich es
auch hiebey verbleiben. Und mögen von denselben
die jenige/ so von der Sitten-Lehr geschrieben/ und
darunter Thomas Sagittarius, exercit. Eth. exot.
10. und Henric. Velstenius, disp. Ethic. 14. gele-
sen/ und darzu deß D. Schuppii schöner Tractat/
Freund in der Noth/ genommen werden.

Die
Y 2

Die XCI. Frag.
ſtehen/ wann man ſagt/ den Freunden ſoll alles ge-
mein ſeyn? 10. Ob die Freundſchafft auß Mangel/
oder Vberfluß entſtehe? 11. Wie dieſe Rede zuver-
ſtehen? Liebe daß du auch einmal haſſen koͤnneſt. 12.
Ob die Bruͤderſchafften/ ſo beym Trunck gemacht
werdẽ/ ſeyen zu loben? 13. Ob ein Freund von einem
Freund nothwendig wieder muͤſſe geltebt werden?
14. Ob Freundſchafft zumachen/ mit denen/ ſo an
Reichthumb/ und Hoheit/ oder Wuͤrden/ uns uͤber-
treffen? 15. Ob die Freundſchafft der Schwaͤ-
gerſchafft vorzuziehen? 16. Ob nicht der Koͤnig
David wider das Recht und Endurſach einer wah-
ren Freundſchafft gehandelt/ in dem er die jenigen
Guͤtter/ ſo er ſeines allerbeſten Freunds/ deß Jona-
thæ Sohn/ dem Mephiboſeth/ geſchenckt/ auff fal-
ſches Angeben deß Sibæ/ demſelben wieder genom-
men? 17. Wann einer auß den Freunden geſtor-
ben/ wie man ſich gegen deſſelben hinterlaſſenen
Soͤhnen zu verhalten? Und andere Fragen mehr.
Dieweil du aber deren nicht gedenckeſt/ ſo laß ich es
auch hiebey verbleiben. Und moͤgen von denſelben
die jenige/ ſo von der Sitten-Lehr geſchrieben/ und
darunter Thomas Sagittarius, exercit. Eth. exot.
10. und Henric. Velſtenius, diſp. Ethic. 14. gele-
ſen/ und darzu deß D. Schuppii ſchoͤner Tractat/
Freund in der Noth/ genommen werden.

Die
Y 2
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <p><pb facs="#f0355" n="339"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">Die <hi rendition="#aq"><hi rendition="#g">XCI.</hi></hi> Frag.</hi></fw><lb/>
&#x017F;tehen/ wann man &#x017F;agt/ den Freunden &#x017F;oll alles ge-<lb/>
mein &#x017F;eyn? 10. Ob die Freund&#x017F;chafft auß Mangel/<lb/>
oder Vberfluß ent&#x017F;tehe? 11. Wie die&#x017F;e Rede zuver-<lb/>
&#x017F;tehen? Liebe daß du auch einmal ha&#x017F;&#x017F;en ko&#x0364;nne&#x017F;t. 12.<lb/>
Ob die Bru&#x0364;der&#x017F;chafften/ &#x017F;o beym Trunck gemacht<lb/>
werde&#x0303;/ &#x017F;eyen zu loben? 13. Ob ein Freund von einem<lb/>
Freund nothwendig wieder mu&#x0364;&#x017F;&#x017F;e geltebt werden?<lb/>
14. Ob Freund&#x017F;chafft zumachen/ mit denen/ &#x017F;o an<lb/>
Reichthumb/ und Hoheit/ oder Wu&#x0364;rden/ uns u&#x0364;ber-<lb/>
treffen? 15. Ob die Freund&#x017F;chafft der Schwa&#x0364;-<lb/>
ger&#x017F;chafft vorzuziehen? 16. Ob nicht der Ko&#x0364;nig<lb/>
David wider das Recht und Endur&#x017F;ach einer wah-<lb/>
ren Freund&#x017F;chafft gehandelt/ in dem er die jenigen<lb/>
Gu&#x0364;tter/ &#x017F;o er &#x017F;eines allerbe&#x017F;ten Freunds/ deß Jona-<lb/>
th<hi rendition="#aq">æ</hi> Sohn/ dem Mephibo&#x017F;eth/ ge&#x017F;chenckt/ auff fal-<lb/>
&#x017F;ches Angeben deß Sib<hi rendition="#aq">æ</hi>/ dem&#x017F;elben wieder genom-<lb/>
men? 17. Wann einer auß den Freunden ge&#x017F;tor-<lb/>
ben/ wie man &#x017F;ich gegen de&#x017F;&#x017F;elben hinterla&#x017F;&#x017F;enen<lb/>
So&#x0364;hnen zu verhalten? Und andere Fragen mehr.<lb/>
Dieweil du aber deren nicht gedencke&#x017F;t/ &#x017F;o laß ich es<lb/>
auch hiebey verbleiben. Und mo&#x0364;gen von den&#x017F;elben<lb/>
die jenige/ &#x017F;o von der Sitten-Lehr ge&#x017F;chrieben/ und<lb/>
darunter <hi rendition="#aq">Thomas Sagittarius, exercit. Eth. exot.</hi><lb/>
10. und <hi rendition="#aq">Henric. Vel&#x017F;tenius, di&#x017F;p. Ethic.</hi> 14. gele-<lb/>
&#x017F;en/ und darzu deß <hi rendition="#aq">D. Schuppii</hi> &#x017F;cho&#x0364;ner Tractat/<lb/>
Freund in der Noth/ genommen werden.</p>
      </div><lb/>
      <fw place="bottom" type="sig">Y 2</fw>
      <fw place="bottom" type="catch"> <hi rendition="#b">Die</hi> </fw><lb/>
    </body>
  </text>
</TEI>
[339/0355] Die XCI. Frag. ſtehen/ wann man ſagt/ den Freunden ſoll alles ge- mein ſeyn? 10. Ob die Freundſchafft auß Mangel/ oder Vberfluß entſtehe? 11. Wie dieſe Rede zuver- ſtehen? Liebe daß du auch einmal haſſen koͤnneſt. 12. Ob die Bruͤderſchafften/ ſo beym Trunck gemacht werdẽ/ ſeyen zu loben? 13. Ob ein Freund von einem Freund nothwendig wieder muͤſſe geltebt werden? 14. Ob Freundſchafft zumachen/ mit denen/ ſo an Reichthumb/ und Hoheit/ oder Wuͤrden/ uns uͤber- treffen? 15. Ob die Freundſchafft der Schwaͤ- gerſchafft vorzuziehen? 16. Ob nicht der Koͤnig David wider das Recht und Endurſach einer wah- ren Freundſchafft gehandelt/ in dem er die jenigen Guͤtter/ ſo er ſeines allerbeſten Freunds/ deß Jona- thæ Sohn/ dem Mephiboſeth/ geſchenckt/ auff fal- ſches Angeben deß Sibæ/ demſelben wieder genom- men? 17. Wann einer auß den Freunden geſtor- ben/ wie man ſich gegen deſſelben hinterlaſſenen Soͤhnen zu verhalten? Und andere Fragen mehr. Dieweil du aber deren nicht gedenckeſt/ ſo laß ich es auch hiebey verbleiben. Und moͤgen von denſelben die jenige/ ſo von der Sitten-Lehr geſchrieben/ und darunter Thomas Sagittarius, exercit. Eth. exot. 10. und Henric. Velſtenius, diſp. Ethic. 14. gele- ſen/ und darzu deß D. Schuppii ſchoͤner Tractat/ Freund in der Noth/ genommen werden. Die Y 2

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/zeiller_centuria01_1658
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/zeiller_centuria01_1658/355
Zitationshilfe: Zeiller, Martin: Centuria Variarum Quæstionum. Bd. 1. Ulm, 1658, S. 339. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/zeiller_centuria01_1658/355>, abgerufen am 24.02.2024.