Zeiller, Martin: Centvria III. Variarvm Quæstionvm. Bd. 3. Ulm, 1659.Die 55. Frag/ des 3. Hundert. lectaneis p. 36. seq. auch ein bewehrtes/ in centur. 2.quaest. 56. da von der Bluet-Artzney gehandelt wird/ zu lesen. Ein wenig Rosen-Eßig in die Na- sen gezogen/ solle das Bluet auch von stunden an stellen. Jtem Künle/ oder Serpillum, grün/ oder gedörrt/ vor die Nasen gehalten. Man nimt auch ein Bluetstein in die Hand; legt hitzige Sachen an weit: und külende an nahend gelegne Ort. Man helt auch Poley in der Hand; man pflegt etwan auch ein Tüchlein in gar kaltem Waßer zu netzen/ und umb das Gemächt zu schlagen/ da mit die Hitz geschwächt/ und das Bluet dicker werde. Wann das Schweißen vom Hirn kombt/ solle das Angesicht mit Seeblumen: Rosenwaßer/ und Eßig/ gewaschen werden. Jst es von der Leber/ Miltz/ oder Mutter/ solle man külende Sachen/ mit Eßig/ gegen solche Ort halten; item Teschel- kraut mit Wein gekocht/ auff das Genick/ und den Pulß/ thun; oder in der Hand/ auf der Seiten/ da das Bluet heraus lauft/ halten. Die Gemei- ne Leuth halten laulecht Seukoot/ mit Eßig ver- mischt/ für die Nasen. So solle ein grüener Frosch/ gedörrt/ gepulvert/ und in die Naßlöcher gethan/ das Bluet stellen. Kräfftig ist/ wann man Laß- köpf an die Füeß/ Schenckel/ Rucken/ neben dem Miltz/ und der Leber/ setzet. Jn höchster Gefahr aber läst man zur Ader auff dem Arm/ dann dar- durch das Bluet sehr starck herab gezogen wird. Theils nemmen Zwibelsafft mit Eßig vermengt/ und R ij
Die 55. Frag/ des 3. Hundert. lectaneis p. 36. ſeq. auch ein bewehrtes/ in centur. 2.quæſt. 56. da von der Bluet-Artzney gehandelt wird/ zu leſen. Ein wenig Roſen-Eßig in die Na- ſen gezogen/ ſolle das Bluet auch von ſtunden an ſtellen. Jtem Kuͤnle/ oder Serpillum, gruͤn/ oder gedoͤrrt/ vor die Naſen gehalten. Man nimt auch ein Bluetſtein in die Hand; legt hitzige Sachen an weit: und kuͤlende an nahend gelegne Ort. Man helt auch Poley in der Hand; man pflegt etwan auch ein Tuͤchlein in gar kaltem Waßer zu netzen/ und umb das Gemaͤcht zu ſchlagen/ da mit die Hitz geſchwaͤcht/ und das Bluet dicker werde. Wann das Schweißen vom Hirn kombt/ ſolle das Angeſicht mit Seeblumen: Roſenwaßer/ und Eßig/ gewaſchen werden. Jſt es von der Leber/ Miltz/ oder Mutter/ ſolle man kuͤlende Sachen/ mit Eßig/ gegen ſolche Ort halten; item Teſchel- kraut mit Wein gekocht/ auff das Genick/ und den Pulß/ thun; oder in der Hand/ auf der Seiten/ da das Bluet heraus lauft/ halten. Die Gemei- ne Leuth halten laulecht Seukoot/ mit Eßig ver- miſcht/ fuͤr die Naſen. So ſolle ein gruͤener Froſch/ gedoͤrrt/ gepulvert/ und in die Naßloͤcher gethan/ das Bluet ſtellen. Kraͤfftig iſt/ wann man Laß- koͤpf an die Fuͤeß/ Schenckel/ Rucken/ neben dem Miltz/ und der Leber/ ſetzet. Jn hoͤchſter Gefahr aber laͤſt man zur Ader auff dem Arm/ dann dar- durch das Bluet ſehr ſtarck herab gezogen wird. Theils nemmen Zwibelſafft mit Eßig vermengt/ und R ij
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Die 55. Frag/ des 3. Hundert.
lectaneis p. 36. ſeq. auch ein bewehrtes/ in centur. 2.
quæſt. 56. da von der Bluet-Artzney gehandelt
wird/ zu leſen. Ein wenig Roſen-Eßig in die Na-
ſen gezogen/ ſolle das Bluet auch von ſtunden an
ſtellen. Jtem Kuͤnle/ oder Serpillum, gruͤn/ oder
gedoͤrrt/ vor die Naſen gehalten. Man nimt auch
ein Bluetſtein in die Hand; legt hitzige Sachen
an weit: und kuͤlende an nahend gelegne Ort.
Man helt auch Poley in der Hand; man pflegt
etwan auch ein Tuͤchlein in gar kaltem Waßer zu
netzen/ und umb das Gemaͤcht zu ſchlagen/ da mit
die Hitz geſchwaͤcht/ und das Bluet dicker werde.
Wann das Schweißen vom Hirn kombt/ ſolle das
Angeſicht mit Seeblumen: Roſenwaßer/ und
Eßig/ gewaſchen werden. Jſt es von der Leber/
Miltz/ oder Mutter/ ſolle man kuͤlende Sachen/
mit Eßig/ gegen ſolche Ort halten; item Teſchel-
kraut mit Wein gekocht/ auff das Genick/ und den
Pulß/ thun; oder in der Hand/ auf der Seiten/
da das Bluet heraus lauft/ halten. Die Gemei-
ne Leuth halten laulecht Seukoot/ mit Eßig ver-
miſcht/ fuͤr die Naſen. So ſolle ein gruͤener Froſch/
gedoͤrrt/ gepulvert/ und in die Naßloͤcher gethan/
das Bluet ſtellen. Kraͤfftig iſt/ wann man Laß-
koͤpf an die Fuͤeß/ Schenckel/ Rucken/ neben dem
Miltz/ und der Leber/ ſetzet. Jn hoͤchſter Gefahr
aber laͤſt man zur Ader auff dem Arm/ dann dar-
durch das Bluet ſehr ſtarck herab gezogen wird.
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| Zitationshilfe: | Zeiller, Martin: Centvria III. Variarvm Quæstionvm. Bd. 3. Ulm, 1659, S. 259. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/zeiller_centuria03_1659/283>, abgerufen am 06.08.2024. |


