Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Abel, Heinrich Kaspar: Wohlerfahrner Leib-Medicus der Studenten. Leipzig, 1699.

Bild:
<< vorherige Seite

Studenten-Kranckheiten
den armen unschuldigen Fisch; Eben
also gehet es manchem unschuldigen
Verliebten/ der noch nicht weiß was
Huren-Liebe ist/ wie uns solches das
Emblema Alciati vor Augen leget. (9)

Das IV. Capitel.
Vom Zorn.

ZOrn entzündet die Geister/ ver-
ändert des Blutes Richtigkeit
(summetrian,) widerstehet der
Weißheit/ und bringet den Leib in Her-
tze-Leyd/ ja er verhindert den Gebrauch
der Vernunfft/ obstat animi judicio,
& rationis opera perturbat. It. ira prae-
sente nihil recte fieri potest
nach dem
Cicerone, welches zuförderst denen Ge-
lehrten eine Regul giebet.

Das V. Capitel.
Von der Sorge.

UNter den Studenten giebts auch
genug Sorge/ der eine hat kei-
ne Gelder/ der andere hat das

seine
(9) V. Hildebrand. l. 6. 2. Mag. Natur. p. m.
288.

Studenten-Kranckheiten
den armen unſchuldigen Fiſch; Eben
alſo gehet es manchem unſchuldigen
Verliebten/ der noch nicht weiß was
Huren-Liebe iſt/ wie uns ſolches das
Emblema Alciati vor Augen leget. (9)

Das IV. Capitel.
Vom Zorn.

ZOrn entzuͤndet die Geiſter/ ver-
aͤndert des Blutes Richtigkeit
(συμμετρίαν,) widerſtehet der
Weißheit/ und bringet den Leib in Her-
tze-Leyd/ ja er verhindert den Gebrauch
der Vernunfft/ obſtat animi judicio,
& rationis opera perturbat. It. ira præ-
ſente nihil rectè fieri poteſt
nach dem
Cicerone, welches zufoͤrderſt denen Ge-
lehrten eine Regul giebet.

Das V. Capitel.
Von der Sorge.

UNter den Studenten giebts auch
genug Sorge/ der eine hat kei-
ne Gelder/ der andere hat das

ſeine
(9) V. Hildebrand. l. 6. 2. Mag. Natur. p. m.
288.
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <p><pb facs="#f0264" n="238"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">Studenten-Kranckheiten</hi></fw><lb/>
den armen un&#x017F;chuldigen Fi&#x017F;ch; Eben<lb/>
al&#x017F;o gehet es manchem un&#x017F;chuldigen<lb/>
Verliebten/ der noch nicht weiß was<lb/>
Huren-Liebe i&#x017F;t/ wie uns &#x017F;olches das<lb/><hi rendition="#aq">Emblema Alciati</hi> vor Augen leget. <note place="foot" n="(9)"><hi rendition="#aq">V. Hildebrand. l. 6. 2. Mag. Natur. p. m.</hi><lb/>
288.</note></p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <head> <hi rendition="#b">Das <hi rendition="#aq">IV.</hi> Capitel.</hi><lb/> <hi rendition="#fr">Vom Zorn.</hi> </head><lb/>
          <p><hi rendition="#in">Z</hi>Orn entzu&#x0364;ndet die Gei&#x017F;ter/ ver-<lb/>
a&#x0364;ndert des Blutes Richtigkeit<lb/>
(&#x03C3;&#x03C5;&#x03BC;&#x03BC;&#x03B5;&#x03C4;&#x03C1;&#x03AF;&#x03B1;&#x03BD;,) wider&#x017F;tehet der<lb/>
Weißheit/ und bringet den Leib in Her-<lb/>
tze-Leyd/ ja er verhindert den Gebrauch<lb/>
der Vernunfft/ <hi rendition="#aq">ob&#x017F;tat animi judicio,<lb/>
&amp; rationis opera perturbat. It. ira præ-<lb/>
&#x017F;ente nihil rectè fieri pote&#x017F;t</hi> nach dem<lb/><hi rendition="#aq">Cicerone,</hi> welches zufo&#x0364;rder&#x017F;t denen Ge-<lb/>
lehrten eine <hi rendition="#aq">Regul</hi> giebet.</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <head> <hi rendition="#b">Das <hi rendition="#aq">V.</hi> Capitel.</hi><lb/> <hi rendition="#fr">Von der Sorge.</hi> </head><lb/>
          <p><hi rendition="#in">U</hi>Nter den Studenten giebts auch<lb/>
genug Sorge/ der eine hat kei-<lb/>
ne Gelder/ der andere hat das<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">&#x017F;eine</fw><lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[238/0264] Studenten-Kranckheiten den armen unſchuldigen Fiſch; Eben alſo gehet es manchem unſchuldigen Verliebten/ der noch nicht weiß was Huren-Liebe iſt/ wie uns ſolches das Emblema Alciati vor Augen leget. (9) Das IV. Capitel. Vom Zorn. ZOrn entzuͤndet die Geiſter/ ver- aͤndert des Blutes Richtigkeit (συμμετρίαν,) widerſtehet der Weißheit/ und bringet den Leib in Her- tze-Leyd/ ja er verhindert den Gebrauch der Vernunfft/ obſtat animi judicio, & rationis opera perturbat. It. ira præ- ſente nihil rectè fieri poteſt nach dem Cicerone, welches zufoͤrderſt denen Ge- lehrten eine Regul giebet. Das V. Capitel. Von der Sorge. UNter den Studenten giebts auch genug Sorge/ der eine hat kei- ne Gelder/ der andere hat das ſeine (9) V. Hildebrand. l. 6. 2. Mag. Natur. p. m. 288.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/abel_leibmedicus_1699
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/abel_leibmedicus_1699/264
Zitationshilfe: Abel, Heinrich Kaspar: Wohlerfahrner Leib-Medicus der Studenten. Leipzig, 1699, S. 238. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/abel_leibmedicus_1699/264>, abgerufen am 25.04.2019.