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Beck, Ludwig: Die Geschichte des Eisens. Bd. 1: Von der ältesten Zeit bis um das Jahr 1500 n. Chr. Braunschweig, 1884.

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Büchsenmeister.
schmiede. Letztere werden häufig als eine besondere Zunft genannt.
Diese Büchsenschmiede besorgten die kleinen Geschütze und Handfeuer-
waffen. 1475 nahm Herzog Albrecht von Sachsen den Büchsenschmied
Conrad in Dienst. Es wurden diesem Eisen und Kohlen geliefert, er
erhielt Wohnung im Schloss und 12 Schock Groschen jährlich und
ausserdem eine Vergütung für jeden verarbeiteten Zentner Eisen.



Verzeichnis berühmter Büchsenmeister und
Geschützgiesser bis um das Jahr 1500
.
1344 befindet sich im Gefolge des Erzbischofs von Mainz "ein Feuer-
schütze".
1356. Meister Sänger in Nürnberg erhält Löhnung für Geschütz
und Pulver.
1372. Johann von Aarau giesst in Augsburg drei Geschütze (Gassarius).
1373. Meister Walther in Augsburg.
1374 wird ein neuer Meister in Speier genannt (Lehmann, Chronik
von Speier).
1375. Heinrich Schütz in Augsburg.
1379. Walther von Arle in Passau 1).
1380. Meister Ulrich in Regensburg.
1382. Büchsenmeister Tannegger und sein Tochtermann in
Konstanz 2).
1388. Ulrich Grünewald in Nürnberg 3).
Ulrich Beham in Memmingen.
1403. Johann von Oppenheim in Hagenau.
1405. Meister Martin bei Herzog Ludwig von Bayern.
1414. Abraham von Memmingen, zugleich als Schriftsteller be-
rühmt.
1421. Meister Danz in München.
1421. Paul Vorschtel zu Nürnberg.
1423. Peter Haudnaber, im Dienste der Stadt Nürnberg.
1424. Meister Conrad von Ulm zu Nürnberg.
1425 (bis 1436). Meister Nicolaus in Nürnberg wird des Studiums
halber nach Regensburg und Landshut geschickt.

1) Würdinger.
2) Mone VI, 176.
3) Würdinger I, 105.

Büchsenmeister.
schmiede. Letztere werden häufig als eine besondere Zunft genannt.
Diese Büchsenschmiede besorgten die kleinen Geschütze und Handfeuer-
waffen. 1475 nahm Herzog Albrecht von Sachsen den Büchsenschmied
Conrad in Dienst. Es wurden diesem Eisen und Kohlen geliefert, er
erhielt Wohnung im Schloſs und 12 Schock Groschen jährlich und
auſserdem eine Vergütung für jeden verarbeiteten Zentner Eisen.



Verzeichnis berühmter Büchsenmeister und
Geschützgieſser bis um das Jahr 1500
.
1344 befindet sich im Gefolge des Erzbischofs von Mainz „ein Feuer-
schütze“.
1356. Meister Sänger in Nürnberg erhält Löhnung für Geschütz
und Pulver.
1372. Johann von Aarau gieſst in Augsburg drei Geschütze (Gassarius).
1373. Meister Walther in Augsburg.
1374 wird ein neuer Meister in Speier genannt (Lehmann, Chronik
von Speier).
1375. Heinrich Schütz in Augsburg.
1379. Walther von Arle in Passau 1).
1380. Meister Ulrich in Regensburg.
1382. Büchsenmeister Tannegger und sein Tochtermann in
Konstanz 2).
1388. Ulrich Grünewald in Nürnberg 3).
Ulrich Beham in Memmingen.
1403. Johann von Oppenheim in Hagenau.
1405. Meister Martin bei Herzog Ludwig von Bayern.
1414. Abraham von Memmingen, zugleich als Schriftsteller be-
rühmt.
1421. Meister Danz in München.
1421. Paul Vorschtel zu Nürnberg.
1423. Peter Haudnaber, im Dienste der Stadt Nürnberg.
1424. Meister Conrad von Ulm zu Nürnberg.
1425 (bis 1436). Meister Nicolaus in Nürnberg wird des Studiums
halber nach Regensburg und Landshut geschickt.

1) Würdinger.
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[930/0952] Büchsenmeister. schmiede. Letztere werden häufig als eine besondere Zunft genannt. Diese Büchsenschmiede besorgten die kleinen Geschütze und Handfeuer- waffen. 1475 nahm Herzog Albrecht von Sachsen den Büchsenschmied Conrad in Dienst. Es wurden diesem Eisen und Kohlen geliefert, er erhielt Wohnung im Schloſs und 12 Schock Groschen jährlich und auſserdem eine Vergütung für jeden verarbeiteten Zentner Eisen. Verzeichnis berühmter Büchsenmeister und Geschützgieſser bis um das Jahr 1500. 1344 befindet sich im Gefolge des Erzbischofs von Mainz „ein Feuer- schütze“. 1356. Meister Sänger in Nürnberg erhält Löhnung für Geschütz und Pulver. 1372. Johann von Aarau gieſst in Augsburg drei Geschütze (Gassarius). 1373. Meister Walther in Augsburg. 1374 wird ein neuer Meister in Speier genannt (Lehmann, Chronik von Speier). 1375. Heinrich Schütz in Augsburg. 1379. Walther von Arle in Passau 1). 1380. Meister Ulrich in Regensburg. 1382. Büchsenmeister Tannegger und sein Tochtermann in Konstanz 2). 1388. Ulrich Grünewald in Nürnberg 3). Ulrich Beham in Memmingen. 1403. Johann von Oppenheim in Hagenau. 1405. Meister Martin bei Herzog Ludwig von Bayern. 1414. Abraham von Memmingen, zugleich als Schriftsteller be- rühmt. 1421. Meister Danz in München. 1421. Paul Vorschtel zu Nürnberg. 1423. Peter Haudnaber, im Dienste der Stadt Nürnberg. 1424. Meister Conrad von Ulm zu Nürnberg. 1425 (bis 1436). Meister Nicolaus in Nürnberg wird des Studiums halber nach Regensburg und Landshut geschickt. 1) Würdinger. 2) Mone VI, 176. 3) Würdinger I, 105.

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Zitationshilfe: Beck, Ludwig: Die Geschichte des Eisens. Bd. 1: Von der ältesten Zeit bis um das Jahr 1500 n. Chr. Braunschweig, 1884, S. 930. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/beck_eisen01_1884/952>, abgerufen am 18.07.2019.