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Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der vergleichenden Anatomie. Göttingen, 1805.

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X. Abschnitt. V. d. äussern Bedeckungen.
D) FISCHE.
§. 139.

Wohl alle Fische ohne Ausnahme
sind mit Schuppen bedeckt, die bey vie-
len von denen die sich bloss in hoher
See aufhalten, bloss liegen, hingegen
bey denen die an den Küsten und im
süssen Wasser leben, mit einer Schleim-
haut überzogen sind. Merkwürdig ist
dass die Hautfarbe mancher Fische, na-
mentlich z. B. der Rothbarbe, sich ge-
nau nach der Leber ihrer richtet *).
Die Schuppen selbst werden nicht wie
Haare und Gefieder gewechselt, sondern
perenniren, und sollen jährlich eine
neue Lage zu ihrem blättrigen Gefüge
erhalten, aus deren Zahl sich folglich
das Alter des Thiers erkennen lasse.



Eilfter
*) Santorini obseruat. anatomicae. Venet.
1724. 4. pag. 4.
X. Abschnitt. V. d. äuſsern Bedeckungen.
D) FISCHE.
§. 139.

Wohl alle Fische ohne Ausnahme
sind mit Schuppen bedeckt, die bey vie-
len von denen die sich bloſs in hoher
See aufhalten, bloſs liegen, hingegen
bey denen die an den Küsten und im
süſsen Wasser leben, mit einer Schleim-
haut überzogen sind. Merkwürdig ist
daſs die Hautfarbe mancher Fische, na-
mentlich z. B. der Rothbarbe, sich ge-
nau nach der Leber ihrer richtet *).
Die Schuppen selbst werden nicht wie
Haare und Gefieder gewechselt, sondern
perenniren, und sollen jährlich eine
neue Lage zu ihrem blättrigen Gefüge
erhalten, aus deren Zahl sich folglich
das Alter des Thiers erkennen lasse.



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*) Santorini obseruat. anatomicae. Venet.
1724. 4. pag. 4.
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[204/0226] X. Abschnitt. V. d. äuſsern Bedeckungen. D) FISCHE. §. 139. Wohl alle Fische ohne Ausnahme sind mit Schuppen bedeckt, die bey vie- len von denen die sich bloſs in hoher See aufhalten, bloſs liegen, hingegen bey denen die an den Küsten und im süſsen Wasser leben, mit einer Schleim- haut überzogen sind. Merkwürdig ist daſs die Hautfarbe mancher Fische, na- mentlich z. B. der Rothbarbe, sich ge- nau nach der Leber ihrer richtet *). Die Schuppen selbst werden nicht wie Haare und Gefieder gewechselt, sondern perenniren, und sollen jährlich eine neue Lage zu ihrem blättrigen Gefüge erhalten, aus deren Zahl sich folglich das Alter des Thiers erkennen lasse. Eilfter *) Santorini obseruat. anatomicae. Venet. 1724. 4. pag. 4.

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der vergleichenden Anatomie. Göttingen, 1805, S. 204. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_anatomie_1805/226>, abgerufen am 23.02.2019.