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Blumenbach, Johann Friedrich: Geschichte und Beschreibung der Knochen des menschlichen Körpers. 2. Aufl. Göttingen, 1807.

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Hier sind sie durch die große incisura
ethmoidea
wie ausgeschnitten, in welcher das
Siebchen mit dem Hanenkamme zu liegen
kommt, und wo sich vorn nach der crista
frontali
(§. 22.) zu, gemeiniglich ein paar
Grübchen zur Aufnahme der kleinen Flügel-
ansätze des Hanenkammes finden.

§. 25.

Endlich die foramina am Stirnbein.

Erstens das supraorbitale am Rand der
Augenhöhle (§. 18.) gegen die glabella zu;
zum Durchgang des Stirnnerven vom ersten
Aste des 5ten Paares, und kleiner Blutge-
fäße. Oft ist statt dessen, wenigstens auf der
einen Seite eine bloße Kerbe. Zuweilen aber
auch mehr als Ein Loch beysammen.

Dann zwey oder drey for. orbitalia inte-
riora s. ethmoidea
am innern Rande der pars
orbitalis
. Das vordre ist mehrentheils ein
for proprium, (das nämlich den Knochen
selbst durchbohrt), und dient zum Durchgang
des Nasennerven von dem gedachten Aste des
5ten P. - Die hintern sind meist for. com-
munia
, (die nämlich erst durch die Verbin-
dung zweyer an einander stoßenden Knochen
gebildet werden) und sind für arter. ethmoi-
deas
bestimmt.

Hier sind sie durch die große incisura
ethmoidea
wie ausgeschnitten, in welcher das
Siebchen mit dem Hanenkamme zu liegen
kommt, und wo sich vorn nach der crista
frontali
(§. 22.) zu, gemeiniglich ein paar
Grübchen zur Aufnahme der kleinen Flügel-
ansätze des Hanenkammes finden.

§. 25.

Endlich die foramina am Stirnbein.

Erstens das supraorbitale am Rand der
Augenhöhle (§. 18.) gegen die glabella zu;
zum Durchgang des Stirnnerven vom ersten
Aste des 5ten Paares, und kleiner Blutge-
fäße. Oft ist statt dessen, wenigstens auf der
einen Seite eine bloße Kerbe. Zuweilen aber
auch mehr als Ein Loch beysammen.

Dann zwey oder drey for. orbitalia inte-
riora s. ethmoidea
am innern Rande der pars
orbitalis
. Das vordre ist mehrentheils ein
for proprium, (das nämlich den Knochen
selbst durchbohrt), und dient zum Durchgang
des Nasennerven von dem gedachten Aste des
5ten P. – Die hintern sind meist for. com-
munia
, (die nämlich erst durch die Verbin-
dung zweyer an einander stoßenden Knochen
gebildet werden) und sind für arter. ethmoi-
deas
bestimmt.

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[116/0142] Hier sind sie durch die große incisura ethmoidea wie ausgeschnitten, in welcher das Siebchen mit dem Hanenkamme zu liegen kommt, und wo sich vorn nach der crista frontali (§. 22.) zu, gemeiniglich ein paar Grübchen zur Aufnahme der kleinen Flügel- ansätze des Hanenkammes finden. §. 25. Endlich die foramina am Stirnbein. Erstens das supraorbitale am Rand der Augenhöhle (§. 18.) gegen die glabella zu; zum Durchgang des Stirnnerven vom ersten Aste des 5ten Paares, und kleiner Blutge- fäße. Oft ist statt dessen, wenigstens auf der einen Seite eine bloße Kerbe. Zuweilen aber auch mehr als Ein Loch beysammen. Dann zwey oder drey for. orbitalia inte- riora s. ethmoidea am innern Rande der pars orbitalis. Das vordre ist mehrentheils ein for proprium, (das nämlich den Knochen selbst durchbohrt), und dient zum Durchgang des Nasennerven von dem gedachten Aste des 5ten P. – Die hintern sind meist for. com- munia, (die nämlich erst durch die Verbin- dung zweyer an einander stoßenden Knochen gebildet werden) und sind für arter. ethmoi- deas bestimmt.

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Geschichte und Beschreibung der Knochen des menschlichen Körpers. 2. Aufl. Göttingen, 1807, S. 116. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_knochen_1807/142>, abgerufen am 22.07.2019.