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Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 7. Aufl. Göttingen, 1803.

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§. 111.

Was die äußern Sinne der Fische betrifft,
so muß der Geruch bey vielen überaus scharf
seyn, da sie den versteckten Köder in weiter
Entfernung auswittern.

Ueber ihr Gehör ist man nun ziemlich ins
Reine, da man weiß, daß sie nicht nur den
Sinn, und zwar in auffallender Schärfe, -
sondern auch selbst ähnliche Organe, wie die
im innern Ohr anderer rothblütigen Thiere,
besitzen.

Die auffallendsten Sonderbarkeiten zeigen
sich aber im Baue des Auges der Fische*),
das sich z. B. durch den gänzlichen Mangel des
so genannten Strahlenbandes (corpus ciliare)
auszeichnet u. dergl. m.

§. 112.

Ueber die Naturtriebe u. a. Seelenkräfte
der Fische läßt sich vor der Hand aus Mangel
an richtigen Beobachtungen wenig sagen. Doch
weiß man, daß manche, wie z. B. die Forellen,
überaus kirre werden**); andere, z. B. alte
Karpfen, sehr listig und verschlagen sind u. s. w.

*) S. Haller in den Mem. de l'acad. des sc. de Paris
v. J. 1762, S. 76 u. f. und Dess. opera minora,
vol. III. p. 250 sq.
**) Baster opusc. subseciva. T. I. L. II. p. 88.
§. 111.

Was die äußern Sinne der Fische betrifft,
so muß der Geruch bey vielen überaus scharf
seyn, da sie den versteckten Köder in weiter
Entfernung auswittern.

Ueber ihr Gehör ist man nun ziemlich ins
Reine, da man weiß, daß sie nicht nur den
Sinn, und zwar in auffallender Schärfe, –
sondern auch selbst ähnliche Organe, wie die
im innern Ohr anderer rothblütigen Thiere,
besitzen.

Die auffallendsten Sonderbarkeiten zeigen
sich aber im Baue des Auges der Fische*),
das sich z. B. durch den gänzlichen Mangel des
so genannten Strahlenbandes (corpus ciliare)
auszeichnet u. dergl. m.

§. 112.

Ueber die Naturtriebe u. a. Seelenkräfte
der Fische läßt sich vor der Hand aus Mangel
an richtigen Beobachtungen wenig sagen. Doch
weiß man, daß manche, wie z. B. die Forellen,
überaus kirre werden**); andere, z. B. alte
Karpfen, sehr listig und verschlagen sind u. s. w.

*) S. Haller in den Mém. de l'acad. des sc. de Paris
v. J. 1762, S. 76 u. f. und Dess. opera minora,
vol. III. p. 250 sq.
**) Baster opusc. subseciva. T. I. L. II. p. 88.
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[254/0274] §. 111. Was die äußern Sinne der Fische betrifft, so muß der Geruch bey vielen überaus scharf seyn, da sie den versteckten Köder in weiter Entfernung auswittern. Ueber ihr Gehör ist man nun ziemlich ins Reine, da man weiß, daß sie nicht nur den Sinn, und zwar in auffallender Schärfe, – sondern auch selbst ähnliche Organe, wie die im innern Ohr anderer rothblütigen Thiere, besitzen. Die auffallendsten Sonderbarkeiten zeigen sich aber im Baue des Auges der Fische *), das sich z. B. durch den gänzlichen Mangel des so genannten Strahlenbandes (corpus ciliare) auszeichnet u. dergl. m. §. 112. Ueber die Naturtriebe u. a. Seelenkräfte der Fische läßt sich vor der Hand aus Mangel an richtigen Beobachtungen wenig sagen. Doch weiß man, daß manche, wie z. B. die Forellen, überaus kirre werden **); andere, z. B. alte Karpfen, sehr listig und verschlagen sind u. s. w. *) S. Haller in den Mém. de l'acad. des sc. de Paris v. J. 1762, S. 76 u. f. und Dess. opera minora, vol. III. p. 250 sq. **) Baster opusc. subseciva. T. I. L. II. p. 88.

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 7. Aufl. Göttingen, 1803, S. 254. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1803/274>, abgerufen am 17.11.2018.