Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brockes, Barthold Heinrich: Jrdisches Vergnügen in Gott. Bd. 2. Hamburg, 1727.

Bild:
<< vorherige Seite
Der 104te Psalm.


1. Lobe den HErrn, meine Sele!
HErr, mein GOtt, Du bist sehr mächtig,
Herrlich, schön geschmückt und prächtig.
2. Nichts, als Licht, ist Dein Gewand;
Selbst der Himmel ist durch Dich, als ein Teppich,
ausgespannt.
3. Oben wölbst Du es mit Wasser, fährst auf Wolken so
geschwinde,
Recht als wie auf einem Wagen, gehst auf Fittigen der
Winde.
4. HErr, durch Den die Engel Winde, Deine Diener
Flammen werden,
5. Der Du fest auf seinen Boden gründest unsern Kreis
der Erden,


Der 104te Psalm.
Lobe den HErrn, meine Sele. HErr, mein GOtt! Du bist
sehr herrlich, Du bist schön und prächtig geschmückt.
2. Licht ist Dein Kleid, das Du an hast, Du breitest aus
den Himmel, wie einen Teppich.
3. Du wölbest es oben mit Wasser, Du fährest auf den
Wolken, wie auf einem Wagen, und gehest auf den Fittigen
des Windes.
4. Der Du machest Deine Engel zu Winden, und Deine Die-
ner zu Feuer-Flammen.
5. Der Du das Erdreich gründest auf seinen Boden, daß
es bleibet immer und ewiglich.
Daß
6. Mit
Der 104te Pſalm.


1. Lobe den HErrn, meine Sele!
HErr, mein GOtt, Du biſt ſehr maͤchtig,
Herrlich, ſchoͤn geſchmuͤckt und praͤchtig.
2. Nichts, als Licht, iſt Dein Gewand;
Selbſt der Himmel iſt durch Dich, als ein Teppich,
ausgeſpannt.
3. Oben woͤlbſt Du es mit Waſſer, faͤhrſt auf Wolken ſo
geſchwinde,
Recht als wie auf einem Wagen, gehſt auf Fittigen der
Winde.
4. HErr, durch Den die Engel Winde, Deine Diener
Flammen werden,
5. Der Du feſt auf ſeinen Boden gruͤndeſt unſern Kreis
der Erden,


Der 104te Pſalm.
Lobe den HErrn, meine Sele. HErr, mein GOtt! Du biſt
ſehr herrlich, Du biſt ſchoͤn und praͤchtig geſchmuͤckt.
2. Licht iſt Dein Kleid, das Du an haſt, Du breiteſt aus
den Himmel, wie einen Teppich.
3. Du woͤlbeſt es oben mit Waſſer, Du faͤhreſt auf den
Wolken, wie auf einem Wagen, und geheſt auf den Fittigen
des Windes.
4. Der Du macheſt Deine Engel zu Winden, und Deine Die-
ner zu Feuer-Flammen.
5. Der Du das Erdreich gruͤndeſt auf ſeinen Boden, daß
es bleibet immer und ewiglich.
Daß
6. Mit
<TEI>
  <text>
    <back>
      <div n="1">
        <pb facs="#f0552" n="516"/>
        <div n="2">
          <head> <hi rendition="#fr">Der 104te P&#x017F;alm.</hi> </head><lb/>
          <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
          <lg xml:id="lg2.1" next="#lg2.2">
            <lg>
              <l>1. <hi rendition="#fr"><hi rendition="#in">L</hi>obe den HErrn, meine Sele!</hi></l><lb/>
              <l>HErr, mein GOtt, Du bi&#x017F;t &#x017F;ehr ma&#x0364;chtig,</l><lb/>
              <l>Herrlich, &#x017F;cho&#x0364;n ge&#x017F;chmu&#x0364;ckt und pra&#x0364;chtig.</l>
            </lg><lb/>
            <lg>
              <l>2. Nichts, als Licht, i&#x017F;t Dein Gewand;</l><lb/>
              <l>Selb&#x017F;t der Himmel i&#x017F;t durch Dich, als ein Teppich,</l><lb/>
              <l> <hi rendition="#et">ausge&#x017F;pannt.</hi> </l>
            </lg><lb/>
            <lg>
              <l>3. Oben wo&#x0364;lb&#x017F;t Du es mit Wa&#x017F;&#x017F;er, fa&#x0364;hr&#x017F;t auf Wolken &#x017F;o</l><lb/>
              <l> <hi rendition="#et">ge&#x017F;chwinde,</hi> </l><lb/>
              <l>Recht als wie auf einem Wagen, geh&#x017F;t auf Fittigen der</l><lb/>
              <l> <hi rendition="#et">Winde.</hi> </l>
            </lg><lb/>
            <lg>
              <l>4. HErr, durch Den die Engel Winde, Deine Diener</l><lb/>
              <l> <hi rendition="#et">Flammen werden,</hi> </l>
            </lg><lb/>
            <lg xml:id="lg2.1.5" next="#lg2.2.5">
              <l>5. Der Du fe&#x017F;t auf &#x017F;einen Boden gru&#x0364;nde&#x017F;t un&#x017F;ern Kreis</l><lb/>
              <l> <hi rendition="#et">der Erden,</hi> </l>
            </lg>
          </lg>
        </div><lb/>
        <fw place="bottom" type="catch">Daß</fw><lb/>
        <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
        <div n="2">
          <head>Der 104te P&#x017F;alm.</head><lb/>
          <lg xml:id="lg2.1a" next="#lg2.2a">
            <lg>
              <l><hi rendition="#in">L</hi>obe den HErrn, meine Sele. HErr, mein GOtt! Du bi&#x017F;t</l><lb/>
              <l>&#x017F;ehr herrlich, Du bi&#x017F;t &#x017F;cho&#x0364;n und pra&#x0364;chtig ge&#x017F;chmu&#x0364;ckt.</l>
            </lg><lb/>
            <lg>
              <l>2. Licht i&#x017F;t Dein Kleid, das Du an ha&#x017F;t, Du breite&#x017F;t aus</l><lb/>
              <l>den Himmel, wie einen Teppich.</l>
            </lg><lb/>
            <lg>
              <l>3. Du wo&#x0364;lbe&#x017F;t es oben mit Wa&#x017F;&#x017F;er, Du fa&#x0364;hre&#x017F;t auf den</l><lb/>
              <l>Wolken, wie auf einem Wagen, und gehe&#x017F;t auf den Fittigen</l><lb/>
              <l>des Windes.</l>
            </lg><lb/>
            <lg>
              <l>4. Der Du mache&#x017F;t Deine Engel zu Winden, und Deine Die-</l><lb/>
              <l>ner zu Feuer-Flammen.</l>
            </lg><lb/>
            <lg>
              <l>5. Der Du das Erdreich gru&#x0364;nde&#x017F;t auf &#x017F;einen Boden, daß</l><lb/>
              <l>es bleibet immer und ewiglich.</l>
            </lg>
          </lg>
        </div><lb/>
        <fw place="bottom" type="catch">6. Mit</fw><lb/>
      </div>
    </back>
  </text>
</TEI>
[516/0552] Der 104te Pſalm. 1. Lobe den HErrn, meine Sele! HErr, mein GOtt, Du biſt ſehr maͤchtig, Herrlich, ſchoͤn geſchmuͤckt und praͤchtig. 2. Nichts, als Licht, iſt Dein Gewand; Selbſt der Himmel iſt durch Dich, als ein Teppich, ausgeſpannt. 3. Oben woͤlbſt Du es mit Waſſer, faͤhrſt auf Wolken ſo geſchwinde, Recht als wie auf einem Wagen, gehſt auf Fittigen der Winde. 4. HErr, durch Den die Engel Winde, Deine Diener Flammen werden, 5. Der Du feſt auf ſeinen Boden gruͤndeſt unſern Kreis der Erden, Daß Der 104te Pſalm. Lobe den HErrn, meine Sele. HErr, mein GOtt! Du biſt ſehr herrlich, Du biſt ſchoͤn und praͤchtig geſchmuͤckt. 2. Licht iſt Dein Kleid, das Du an haſt, Du breiteſt aus den Himmel, wie einen Teppich. 3. Du woͤlbeſt es oben mit Waſſer, Du faͤhreſt auf den Wolken, wie auf einem Wagen, und geheſt auf den Fittigen des Windes. 4. Der Du macheſt Deine Engel zu Winden, und Deine Die- ner zu Feuer-Flammen. 5. Der Du das Erdreich gruͤndeſt auf ſeinen Boden, daß es bleibet immer und ewiglich. 6. Mit

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/brockes_vergnuegen02_1727
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/brockes_vergnuegen02_1727/552
Zitationshilfe: Brockes, Barthold Heinrich: Jrdisches Vergnügen in Gott. Bd. 2. Hamburg, 1727, S. 516. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/brockes_vergnuegen02_1727/552>, abgerufen am 14.12.2018.