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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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der Erlöser. - Der Faun. - Die tiefe
Natur). - Die gelbe Nachtigall, 1907.
- Buch der Jugend, 1908. - Stimmen
des Bluts (Nn.), 1909. - Die Rahl
(R.), 1909.

*Baehr, Paul,

geb. am 26. Sept.
1855 zu Thorn als der Sohn des
Fabrikanten Reinhold B., besuchte
das Luisenstädtische Gymnasium in
Berlin u. das Gymnasium zu Span-
dau, trat 1876 in die preußische Ar-
mee ein, wurde 1878 Offizier, mußte
aber 1881 krankheitshalber den Ab-
schied nehmen und lebt nun im Bade
Oeynhausen (Westfal.) als unabhän-
giger Schriftsteller ganz seinen dich-
terischen und wissenschaftlichen Arbei-
ten. Das Vertrauen seiner Mitbürger
übertrug ihm auch das Amt eines
Stadtverordneten-Vorstehers. Für
sein "Neues Buch der Lieder" erhielt
er 1887 den Preis der Augsburger
Schiller-Stiftung.

S:

Gedichte von
P. B., 1881. - Erinnerungsblätter
an Bad Oeynhausen (Ge.), 1883.
4. A. 1888. - Neues Buch der Lie-
der, 1885. 7. A. 1902. - Rheinisch-
westfälisch. Dichterbuch (Anthologie),
1888. - Max von Schenkendorf als
patriotischer Dichter in seinen Lie-
dern, 1888. - Vergleichung der Lyrik
der Befreiungskriege mit der Lyrik
des deutsch-französischen Krieges von
1870-71; 1888.

Bahrs, Karl,

wurde 1800 zu
Einbeck als der Sohn des dortigen
Konrektors geb., der 1801 als Pfarrer
nach Groß-Lafferde versetzt wurde,
und hier verlebte der Sohn, der ver-
wachsen u. kränklich war; d. größten
Teil seines Lebens. Meist vom Vater
vorgebildet, bezog er 1816 das Mar-
tini-Gymnasium in Braunschweig u.
1819 die Universität Göttingen, um
hier nach d. Wunsche des Vaters die
Rechte zu studieren. Ein Beinbruch
trieb ihn 1820 wieder ins elterliche
Haus zurück u. quälte ihn jahrelang;
erst 1823 konnte er wieder die Uni-
versität (Heidelberg) beziehen, wo er,
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wie auch seit 1824 in Jena, neben der
Jurisprudenz das Studium der Phi-
losophie betrieb. Jm Herbst 1825 in
die Heimat zurückgekehrt, gab er die
Rechtswissenschaft gänzlich auf und
wandte sich nun der Literatur zu. Um
literarische Verbindungen anzuknüp-
fen, weilte er ein Jahr lang (1826-27)
in Leipzig. Später kam er mit Karl
Köchy in Verbindung, schrieb mit ihm
das Trauerspiel "Rochester" und be-
teiligte sich seit 1834 an der von
Köchy redigierten Mitternachts-Zei-
tung. Nach dem Eingehen derselben
mit Not und Sorgen ringend, hoffte
B. vergeblich, seine zahlreichen dra-
matischen Arbeiten veröffentlichen zu
können. Der Tod seiner Eltern brachte
ihn in den Besitz eines Vermögens u.
sicherte ihm eine sorgenfreie Lage;
doch starb er bereits am 23. Februar
1840.

S:

Roland u. Maria (Trsp.),
1830. - Novellen; III, 1839.

Baier, Benjamin,

pseud. Fritz
von Paiersbach,
* am 13. April
1830 zu Reichenberg in Böhmen, er-
lernte die Tuchmacherei, machte grö-
ßere Reisen durch ganz Europa und
ließ sich dann in seiner Vaterstadt
nieder, wo er Ende Februar 1881 +.

S:

Jeschkenblumen (Ge. in Reichen-
berger Mundart), 1880.

Baierlein, Joseph,

geb. am 21.
Januar 1839 zu Waldsassen in der
bayerischen Oberpfalz, beendete die
Gymnasial- und juristischen Univer-
sitätsstudien und übernahm dann ein
Amt im subalternen Justizdienst, das
ihm indes so wenig zusagte, daß er
es 1860 aufgab, um nach Jtalien zu
gehen und als Freiwilliger in die
Armee des Königs Franz II. von
Neapel einzutreten. Nach Auflösung
dieser Armee ging B. nach Malta u.
Nordafrika, bereiste später Frank-
reich, Dänemark, Österreich, Nord-
und Südamerika und sammelte auf
allen diesen Reisen die Stoffe, die er
später in seinen Jugendschriften und
belletristischen Werken verarbeitete.

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Bae
der Erlöſer. – Der Faun. – Die tiefe
Natur). – Die gelbe Nachtigall, 1907.
– Buch der Jugend, 1908. – Stimmen
des Bluts (Nn.), 1909. – Die Rahl
(R.), 1909.

*Baehr, Paul,

geb. am 26. Sept.
1855 zu Thorn als der Sohn des
Fabrikanten Reinhold B., beſuchte
das Luiſenſtädtiſche Gymnaſium in
Berlin u. das Gymnaſium zu Span-
dau, trat 1876 in die preußiſche Ar-
mee ein, wurde 1878 Offizier, mußte
aber 1881 krankheitshalber den Ab-
ſchied nehmen und lebt nun im Bade
Oeynhauſen (Weſtfal.) als unabhän-
giger Schriftſteller ganz ſeinen dich-
teriſchen und wiſſenſchaftlichen Arbei-
ten. Das Vertrauen ſeiner Mitbürger
übertrug ihm auch das Amt eines
Stadtverordneten-Vorſtehers. Für
ſein „Neues Buch der Lieder“ erhielt
er 1887 den Preis der Augsburger
Schiller-Stiftung.

S:

Gedichte von
P. B., 1881. – Erinnerungsblätter
an Bad Oeynhauſen (Ge.), 1883.
4. A. 1888. – Neues Buch der Lie-
der, 1885. 7. A. 1902. – Rheiniſch-
weſtfäliſch. Dichterbuch (Anthologie),
1888. – Max von Schenkendorf als
patriotiſcher Dichter in ſeinen Lie-
dern, 1888. – Vergleichung der Lyrik
der Befreiungskriege mit der Lyrik
des deutſch-franzöſiſchen Krieges von
1870–71; 1888.

Bahrs, Karl,

wurde 1800 zu
Einbeck als der Sohn des dortigen
Konrektors geb., der 1801 als Pfarrer
nach Groß-Lafferde verſetzt wurde,
und hier verlebte der Sohn, der ver-
wachſen u. kränklich war; d. größten
Teil ſeines Lebens. Meiſt vom Vater
vorgebildet, bezog er 1816 das Mar-
tini-Gymnaſium in Braunſchweig u.
1819 die Univerſität Göttingen, um
hier nach d. Wunſche des Vaters die
Rechte zu ſtudieren. Ein Beinbruch
trieb ihn 1820 wieder ins elterliche
Haus zurück u. quälte ihn jahrelang;
erſt 1823 konnte er wieder die Uni-
verſität (Heidelberg) beziehen, wo er,
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Bai
wie auch ſeit 1824 in Jena, neben der
Jurisprudenz das Studium der Phi-
loſophie betrieb. Jm Herbſt 1825 in
die Heimat zurückgekehrt, gab er die
Rechtswiſſenſchaft gänzlich auf und
wandte ſich nun der Literatur zu. Um
literariſche Verbindungen anzuknüp-
fen, weilte er ein Jahr lang (1826–27)
in Leipzig. Später kam er mit Karl
Köchy in Verbindung, ſchrieb mit ihm
das Trauerſpiel „Rocheſter“ und be-
teiligte ſich ſeit 1834 an der von
Köchy redigierten Mitternachts-Zei-
tung. Nach dem Eingehen derſelben
mit Not und Sorgen ringend, hoffte
B. vergeblich, ſeine zahlreichen dra-
matiſchen Arbeiten veröffentlichen zu
können. Der Tod ſeiner Eltern brachte
ihn in den Beſitz eines Vermögens u.
ſicherte ihm eine ſorgenfreie Lage;
doch ſtarb er bereits am 23. Februar
1840.

S:

Roland u. Maria (Trſp.),
1830. – Novellen; III, 1839.

Baier, Benjamin,

pſeud. Fritz
von Paiersbach,
* am 13. April
1830 zu Reichenberg in Böhmen, er-
lernte die Tuchmacherei, machte grö-
ßere Reiſen durch ganz Europa und
ließ ſich dann in ſeiner Vaterſtadt
nieder, wo er Ende Februar 1881 †.

S:

Jeſchkenblumen (Ge. in Reichen-
berger Mundart), 1880.

Baierlein, Joſeph,

geb. am 21.
Januar 1839 zu Waldſaſſen in der
bayeriſchen Oberpfalz, beendete die
Gymnaſial- und juriſtiſchen Univer-
ſitätsſtudien und übernahm dann ein
Amt im ſubalternen Juſtizdienſt, das
ihm indes ſo wenig zuſagte, daß er
es 1860 aufgab, um nach Jtalien zu
gehen und als Freiwilliger in die
Armee des Königs Franz II. von
Neapel einzutreten. Nach Auflöſung
dieſer Armee ging B. nach Malta u.
Nordafrika, bereiſte ſpäter Frank-
reich, Dänemark, Öſterreich, Nord-
und Südamerika und ſammelte auf
allen dieſen Reiſen die Stoffe, die er
ſpäter in ſeinen Jugendſchriften und
belletriſtiſchen Werken verarbeitete.

*
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[109/0113] Bae Bai der Erlöſer. – Der Faun. – Die tiefe Natur). – Die gelbe Nachtigall, 1907. – Buch der Jugend, 1908. – Stimmen des Bluts (Nn.), 1909. – Die Rahl (R.), 1909. *Baehr, Paul, geb. am 26. Sept. 1855 zu Thorn als der Sohn des Fabrikanten Reinhold B., beſuchte das Luiſenſtädtiſche Gymnaſium in Berlin u. das Gymnaſium zu Span- dau, trat 1876 in die preußiſche Ar- mee ein, wurde 1878 Offizier, mußte aber 1881 krankheitshalber den Ab- ſchied nehmen und lebt nun im Bade Oeynhauſen (Weſtfal.) als unabhän- giger Schriftſteller ganz ſeinen dich- teriſchen und wiſſenſchaftlichen Arbei- ten. Das Vertrauen ſeiner Mitbürger übertrug ihm auch das Amt eines Stadtverordneten-Vorſtehers. Für ſein „Neues Buch der Lieder“ erhielt er 1887 den Preis der Augsburger Schiller-Stiftung. S: Gedichte von P. B., 1881. – Erinnerungsblätter an Bad Oeynhauſen (Ge.), 1883. 4. A. 1888. – Neues Buch der Lie- der, 1885. 7. A. 1902. – Rheiniſch- weſtfäliſch. Dichterbuch (Anthologie), 1888. – Max von Schenkendorf als patriotiſcher Dichter in ſeinen Lie- dern, 1888. – Vergleichung der Lyrik der Befreiungskriege mit der Lyrik des deutſch-franzöſiſchen Krieges von 1870–71; 1888. Bahrs, Karl, wurde 1800 zu Einbeck als der Sohn des dortigen Konrektors geb., der 1801 als Pfarrer nach Groß-Lafferde verſetzt wurde, und hier verlebte der Sohn, der ver- wachſen u. kränklich war; d. größten Teil ſeines Lebens. Meiſt vom Vater vorgebildet, bezog er 1816 das Mar- tini-Gymnaſium in Braunſchweig u. 1819 die Univerſität Göttingen, um hier nach d. Wunſche des Vaters die Rechte zu ſtudieren. Ein Beinbruch trieb ihn 1820 wieder ins elterliche Haus zurück u. quälte ihn jahrelang; erſt 1823 konnte er wieder die Uni- verſität (Heidelberg) beziehen, wo er, wie auch ſeit 1824 in Jena, neben der Jurisprudenz das Studium der Phi- loſophie betrieb. Jm Herbſt 1825 in die Heimat zurückgekehrt, gab er die Rechtswiſſenſchaft gänzlich auf und wandte ſich nun der Literatur zu. Um literariſche Verbindungen anzuknüp- fen, weilte er ein Jahr lang (1826–27) in Leipzig. Später kam er mit Karl Köchy in Verbindung, ſchrieb mit ihm das Trauerſpiel „Rocheſter“ und be- teiligte ſich ſeit 1834 an der von Köchy redigierten Mitternachts-Zei- tung. Nach dem Eingehen derſelben mit Not und Sorgen ringend, hoffte B. vergeblich, ſeine zahlreichen dra- matiſchen Arbeiten veröffentlichen zu können. Der Tod ſeiner Eltern brachte ihn in den Beſitz eines Vermögens u. ſicherte ihm eine ſorgenfreie Lage; doch ſtarb er bereits am 23. Februar 1840. S: Roland u. Maria (Trſp.), 1830. – Novellen; III, 1839. Baier, Benjamin, pſeud. Fritz von Paiersbach, * am 13. April 1830 zu Reichenberg in Böhmen, er- lernte die Tuchmacherei, machte grö- ßere Reiſen durch ganz Europa und ließ ſich dann in ſeiner Vaterſtadt nieder, wo er Ende Februar 1881 †. S: Jeſchkenblumen (Ge. in Reichen- berger Mundart), 1880. Baierlein, Joſeph, geb. am 21. Januar 1839 zu Waldſaſſen in der bayeriſchen Oberpfalz, beendete die Gymnaſial- und juriſtiſchen Univer- ſitätsſtudien und übernahm dann ein Amt im ſubalternen Juſtizdienſt, das ihm indes ſo wenig zuſagte, daß er es 1860 aufgab, um nach Jtalien zu gehen und als Freiwilliger in die Armee des Königs Franz II. von Neapel einzutreten. Nach Auflöſung dieſer Armee ging B. nach Malta u. Nordafrika, bereiſte ſpäter Frank- reich, Dänemark, Öſterreich, Nord- und Südamerika und ſammelte auf allen dieſen Reiſen die Stoffe, die er ſpäter in ſeinen Jugendſchriften und belletriſtiſchen Werken verarbeitete. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 109. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/113>, abgerufen am 20.03.2019.