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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Bau
Dr. Tuerk und seiner Gattin, der
als Schriftstellerin unter dem Namen
Emmy Eschricht schreibenden Emmy
Tuerk (s. d.) geboren. Jhre Jugend
verlebte sie in ihrer Vaterstadt, wo
sie eine höhere Privattöchterschule be-
suchte und 1888 das Lehrerinnenexa-
men absolvierte, und hielt sich dann
längere Zeit bei Bekannten in Eng-
land auf. Am 25. Septbr. 1891 ver-
heiratete sie sich mit dem späteren Pre-
mierleutnant Wolf Grafen von B.,
mit dem sie bis 1895 in Hamburg,
dann in Schleswig, und 1899 bis
1906 in Dresden lebte. Nachdem
Gräfin B. zwei Jahre auf Reisen ver-
bracht hatte, wohnt sie seit 1908 in
München.

S:

Jm Doktorhause (R.),
1894. - Selbstverschuldet (2 Geschn.),
1897. - Auf der Grenze (R.), 1898. -
Liebeskämpfe (R.), 1899. - Der gute
Erich (R.), 1899. - Jm engen Kreise
(R.), 1900. - Das goldene Buch der
Sitte (mit ihrem Gatten), 1900. -
Glück (R.), 1900. - Daheim und
draußen (Humor.), 1900. - "a. D."
(R.), 1903. - Auf den Hügeln von
Wales (N.), 1903. - Unsere Menage-
rie und andere Humoresken, 1903. -
Die Entlobten (E.), 1904. - Treibende
Wracks (R.), 1904. - Grete Wolters
(R.), 1905. - "Ahoi!" (3 See-En.),
1906. - Die Entlobten (Lsp.), 1906.
- Eine glückliche Hand (R.), 1906. -
Jm Laufgraben (R.), 1907. - Von
nah und fern (Humor), 1907. -
"Die Rastedts" (Eine heitere Reise-
gesch.), 1907. - Die Schwestern (R.),
1908. - Kinder einer Familie (R.),
1908. - Das goldene Buch des Sports
(mit Major Steinitzer), 1909.

Baudissin, Sophie Gräfin von,


geb. Kaskel, wurde am 27. Juli
1817 (n. a. 1821) in Dresden geboren
u. vermählte sich im Herbst 1840 mit
dem Übersetzer hervorragender, be-
sonders Shakespearescher Dichtungen,
Wolf Graf von B., dem sie bei seiner
reichen Lebensarbeit fördernd zur
Seite stand. Jhr Haus bildete in
[Spaltenumbruch]

Bau
Dresden den Mittelpunkt der ausge-
zeichnetsten Künstler und Gelehrten.
Sie wurde am 4. April 1878 Witwe
und starb in Dresden am 9. Dezbr.
1894. Unter dem Namen Tante
Aurelie
hat sie eine große Anzahl
von Jugendschriften veröffentlicht.
Außerdem schrieb sie:

S:

Wer ist der
Held? (R.), 1883. - Reuchlin (R.); II,
1884. - Jn der Provinz (R.), 1884. -
Deutsch und welsch. Ein Kampf um
Lothringen, 1890. - Von ihren son-
stigen Schriften wären noch zu er-
wähnen: Aus Süd u. Nord (Br. jun-
ger heranwachsender Mädchen), 1862.
- Der Pflegesohn (E. für die reifere
Jgd.), 2. A. 1875. - Erlebtes u. Er-
zähltes für heranwachsende Mädchen,
1863. - Erzählungen für die reifere
weibliche Jugend (Der Opal. - Die
Stieftochter), 4. A. 1892. - Resi (E.
f. d. reifere weibl. Jugd.), 1864.

*Baudissin, Wolf Graf von,

pseu-
don. Günther v. Rosenhagen
u. Freiherr v. Schlicht,
wurde
am 30. Janr. 1867 in Schleswig als
der Sohn des (1871 +) Deichgrafen
und Schriftstellers Adalbert Grafen
von B. (s. d.!) geboren. Er besuchte
die Gymnasien in Schleswig und Al-
tona, trat als Unterprimaner im Mai
1887 in Freiburg i. Br. in die preu-
ßische Armee ein, wurde 1889 Offizier
und stand als solcher in Freiburg i.
Br., Lübeck, Hamburg und seit 1895
in Schleswig in Garnison. Seit dem
1. Jan. 1898 ist er Offizier a la suite
des 84. Jnfanterieregiments u. wid-
met sich nunmehr gänzlich der Schrift-
stellerei. Mit seinen Humoresken (seit
1896) hat er eine ganz neue Art der
militärisch-humoristischen Plauderei
in die Literatur eingeführt, indem er
mit genauester Sachkenntnis und er-
staunlichem Freimut das Leben in
der Offizierswelt so schildert, wie es
in Wirklichkeit sich dem Beobachter
darbietet. Seit dem 25. September
1891 ist B. mit der Schriftstellerin
Eva, geb. Tuerk (s. d.!) vermählt und

*


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Bau
Dr. Tuerk und ſeiner Gattin, der
als Schriftſtellerin unter dem Namen
Emmy Eſchricht ſchreibenden Emmy
Tuerk (ſ. d.) geboren. Jhre Jugend
verlebte ſie in ihrer Vaterſtadt, wo
ſie eine höhere Privattöchterſchule be-
ſuchte und 1888 das Lehrerinnenexa-
men abſolvierte, und hielt ſich dann
längere Zeit bei Bekannten in Eng-
land auf. Am 25. Septbr. 1891 ver-
heiratete ſie ſich mit dem ſpäteren Pre-
mierleutnant Wolf Grafen von B.,
mit dem ſie bis 1895 in Hamburg,
dann in Schleswig, und 1899 bis
1906 in Dresden lebte. Nachdem
Gräfin B. zwei Jahre auf Reiſen ver-
bracht hatte, wohnt ſie ſeit 1908 in
München.

S:

Jm Doktorhauſe (R.),
1894. – Selbſtverſchuldet (2 Geſchn.),
1897. – Auf der Grenze (R.), 1898. –
Liebeskämpfe (R.), 1899. – Der gute
Erich (R.), 1899. – Jm engen Kreiſe
(R.), 1900. – Das goldene Buch der
Sitte (mit ihrem Gatten), 1900. –
Glück (R.), 1900. – Daheim und
draußen (Humor.), 1900. – „a. D.“
(R.), 1903. – Auf den Hügeln von
Wales (N.), 1903. – Unſere Menage-
rie und andere Humoresken, 1903. –
Die Entlobten (E.), 1904. – Treibende
Wracks (R.), 1904. – Grete Wolters
(R.), 1905. – „Ahoi!“ (3 See-En.),
1906. – Die Entlobten (Lſp.), 1906.
– Eine glückliche Hand (R.), 1906. –
Jm Laufgraben (R.), 1907. – Von
nah und fern (Humor), 1907. –
„Die Raſtedts“ (Eine heitere Reiſe-
geſch.), 1907. – Die Schweſtern (R.),
1908. – Kinder einer Familie (R.),
1908. – Das goldene Buch des Sports
(mit Major Steinitzer), 1909.

Baudiſſin, Sophie Gräfin von,


geb. Kaskel, wurde am 27. Juli
1817 (n. a. 1821) in Dresden geboren
u. vermählte ſich im Herbſt 1840 mit
dem Überſetzer hervorragender, be-
ſonders Shakeſpeareſcher Dichtungen,
Wolf Graf von B., dem ſie bei ſeiner
reichen Lebensarbeit fördernd zur
Seite ſtand. Jhr Haus bildete in
[Spaltenumbruch]

Bau
Dresden den Mittelpunkt der ausge-
zeichnetſten Künſtler und Gelehrten.
Sie wurde am 4. April 1878 Witwe
und ſtarb in Dresden am 9. Dezbr.
1894. Unter dem Namen Tante
Aurelie
hat ſie eine große Anzahl
von Jugendſchriften veröffentlicht.
Außerdem ſchrieb ſie:

S:

Wer iſt der
Held? (R.), 1883. – Reuchlin (R.); II,
1884. – Jn der Provinz (R.), 1884. –
Deutſch und welſch. Ein Kampf um
Lothringen, 1890. – Von ihren ſon-
ſtigen Schriften wären noch zu er-
wähnen: Aus Süd u. Nord (Br. jun-
ger heranwachſender Mädchen), 1862.
– Der Pflegeſohn (E. für die reifere
Jgd.), 2. A. 1875. – Erlebtes u. Er-
zähltes für heranwachſende Mädchen,
1863. – Erzählungen für die reifere
weibliche Jugend (Der Opal. – Die
Stieftochter), 4. A. 1892. – Reſi (E.
f. d. reifere weibl. Jugd.), 1864.

*Baudiſſin, Wolf Graf von,

pſeu-
don. Günther v. Roſenhagen
u. Freiherr v. Schlicht,
wurde
am 30. Janr. 1867 in Schleswig als
der Sohn des (1871 †) Deichgrafen
und Schriftſtellers Adalbert Grafen
von B. (ſ. d.!) geboren. Er beſuchte
die Gymnaſien in Schleswig und Al-
tona, trat als Unterprimaner im Mai
1887 in Freiburg i. Br. in die preu-
ßiſche Armee ein, wurde 1889 Offizier
und ſtand als ſolcher in Freiburg i.
Br., Lübeck, Hamburg und ſeit 1895
in Schleswig in Garniſon. Seit dem
1. Jan. 1898 iſt er Offizier à la suite
des 84. Jnfanterieregiments u. wid-
met ſich nunmehr gänzlich der Schrift-
ſtellerei. Mit ſeinen Humoresken (ſeit
1896) hat er eine ganz neue Art der
militäriſch-humoriſtiſchen Plauderei
in die Literatur eingeführt, indem er
mit genaueſter Sachkenntnis und er-
ſtaunlichem Freimut das Leben in
der Offizierswelt ſo ſchildert, wie es
in Wirklichkeit ſich dem Beobachter
darbietet. Seit dem 25. September
1891 iſt B. mit der Schriftſtellerin
Eva, geb. Tuerk (ſ. d.!) vermählt und

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[135/0139] Bau Bau Dr. Tuerk und ſeiner Gattin, der als Schriftſtellerin unter dem Namen Emmy Eſchricht ſchreibenden Emmy Tuerk (ſ. d.) geboren. Jhre Jugend verlebte ſie in ihrer Vaterſtadt, wo ſie eine höhere Privattöchterſchule be- ſuchte und 1888 das Lehrerinnenexa- men abſolvierte, und hielt ſich dann längere Zeit bei Bekannten in Eng- land auf. Am 25. Septbr. 1891 ver- heiratete ſie ſich mit dem ſpäteren Pre- mierleutnant Wolf Grafen von B., mit dem ſie bis 1895 in Hamburg, dann in Schleswig, und 1899 bis 1906 in Dresden lebte. Nachdem Gräfin B. zwei Jahre auf Reiſen ver- bracht hatte, wohnt ſie ſeit 1908 in München. S: Jm Doktorhauſe (R.), 1894. – Selbſtverſchuldet (2 Geſchn.), 1897. – Auf der Grenze (R.), 1898. – Liebeskämpfe (R.), 1899. – Der gute Erich (R.), 1899. – Jm engen Kreiſe (R.), 1900. – Das goldene Buch der Sitte (mit ihrem Gatten), 1900. – Glück (R.), 1900. – Daheim und draußen (Humor.), 1900. – „a. D.“ (R.), 1903. – Auf den Hügeln von Wales (N.), 1903. – Unſere Menage- rie und andere Humoresken, 1903. – Die Entlobten (E.), 1904. – Treibende Wracks (R.), 1904. – Grete Wolters (R.), 1905. – „Ahoi!“ (3 See-En.), 1906. – Die Entlobten (Lſp.), 1906. – Eine glückliche Hand (R.), 1906. – Jm Laufgraben (R.), 1907. – Von nah und fern (Humor), 1907. – „Die Raſtedts“ (Eine heitere Reiſe- geſch.), 1907. – Die Schweſtern (R.), 1908. – Kinder einer Familie (R.), 1908. – Das goldene Buch des Sports (mit Major Steinitzer), 1909. Baudiſſin, Sophie Gräfin von, geb. Kaskel, wurde am 27. Juli 1817 (n. a. 1821) in Dresden geboren u. vermählte ſich im Herbſt 1840 mit dem Überſetzer hervorragender, be- ſonders Shakeſpeareſcher Dichtungen, Wolf Graf von B., dem ſie bei ſeiner reichen Lebensarbeit fördernd zur Seite ſtand. Jhr Haus bildete in Dresden den Mittelpunkt der ausge- zeichnetſten Künſtler und Gelehrten. Sie wurde am 4. April 1878 Witwe und ſtarb in Dresden am 9. Dezbr. 1894. Unter dem Namen Tante Aurelie hat ſie eine große Anzahl von Jugendſchriften veröffentlicht. Außerdem ſchrieb ſie: S: Wer iſt der Held? (R.), 1883. – Reuchlin (R.); II, 1884. – Jn der Provinz (R.), 1884. – Deutſch und welſch. Ein Kampf um Lothringen, 1890. – Von ihren ſon- ſtigen Schriften wären noch zu er- wähnen: Aus Süd u. Nord (Br. jun- ger heranwachſender Mädchen), 1862. – Der Pflegeſohn (E. für die reifere Jgd.), 2. A. 1875. – Erlebtes u. Er- zähltes für heranwachſende Mädchen, 1863. – Erzählungen für die reifere weibliche Jugend (Der Opal. – Die Stieftochter), 4. A. 1892. – Reſi (E. f. d. reifere weibl. Jugd.), 1864. *Baudiſſin, Wolf Graf von, pſeu- don. Günther v. Roſenhagen u. Freiherr v. Schlicht, wurde am 30. Janr. 1867 in Schleswig als der Sohn des (1871 †) Deichgrafen und Schriftſtellers Adalbert Grafen von B. (ſ. d.!) geboren. Er beſuchte die Gymnaſien in Schleswig und Al- tona, trat als Unterprimaner im Mai 1887 in Freiburg i. Br. in die preu- ßiſche Armee ein, wurde 1889 Offizier und ſtand als ſolcher in Freiburg i. Br., Lübeck, Hamburg und ſeit 1895 in Schleswig in Garniſon. Seit dem 1. Jan. 1898 iſt er Offizier à la suite des 84. Jnfanterieregiments u. wid- met ſich nunmehr gänzlich der Schrift- ſtellerei. Mit ſeinen Humoresken (ſeit 1896) hat er eine ganz neue Art der militäriſch-humoriſtiſchen Plauderei in die Literatur eingeführt, indem er mit genaueſter Sachkenntnis und er- ſtaunlichem Freimut das Leben in der Offizierswelt ſo ſchildert, wie es in Wirklichkeit ſich dem Beobachter darbietet. Seit dem 25. September 1891 iſt B. mit der Schriftſtellerin Eva, geb. Tuerk (ſ. d.!) vermählt und *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 135. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/139>, abgerufen am 21.03.2019.