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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Beck
feuerchen am Wittstrauch (Oberhess.
Dorfgesch.), 1896. - Karthäusersch
Anndort (desgl.), 1896. - Der Wild-
hirt (desgl.) 1897.

Becker, Julius,

Dichter, Kom-
ponist und musikalischer Schriftsteller,
wurde am 5. Febr. 1811 zu Freiberg
in Sachsen geboren. Schon frühzeitig
entwickelten sich seine musikalischen
Anlagen; er verlor indes seine gute
Stimme und ging nun nach Leipzig
(1835), um sich philosophischen Stu-
dien zu widmen und eine höhere mu-
sikalische Bildung zu erlangen. Seit
1837 beteiligte er sich als Mitarbeiter
und später als Mitredakteur an der
"Neuen Zeitschrift für Musik", für
welche er bis 1846 zahlreiche Beiträge
lieferte. Auch schuf er eine Menge
Lieder-Kompositionen, eine Oper und
eine Symphonie. Seit dem Jahre
1846 lebte er in stiller Zurückgezogen-
heit in Lößnitz bei Dresden, wo er am
26. (n. a. am 16.) Februar 1859 starb.

S:

Die Neuromantiker (R.); II, 1840.
- Kleebein und Compagnie (Humor.
R.), 1841. - Gedichte, 1862.

*Becker, Julius Maria,

geb. am
29. März 1887 in Aschaffenburg,
absolvierte 1906 das Lehrerseminar
in Würzburg, wirkte ein Jahr lang
an der dortigen Knabenrettungs-
anstalt, dem Vinzentinum, und erhielt
dann eine Stelle an der Volksschule
in seiner Vaterstadt. Gleichzeitig ist
er als Mitarbeiter an verschiedenen
Blättern schriftstellerisch tätig.

S:


Julfest (Ge.), 1908.

Becker, Käthe,

bekannt unter ihrem
Mädchennamen Käthe Sturm-
fels,
wurde am 25. Novbr. 1878 in
Seligenstadt in Hessen geboren, lebt,
seit 1907 verheiratet, in Darmstadt.
Außer den beiden Schriften zur
Frauenfrage "Was ist der Frau er-
laubt, wenn sie liebt?" (1.-20. A.
1907) und "Krank am Weibe. Eine
Streitschrift. Mit einem Geleitwort
von Dagobert v. Gerhardt-Amyntor"
(1909) veröffentlichte sie

S:

Die
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Beck
Schwester der schönen Margarete (R.),
1907. - Liebe Mädchen (3 Nn.), 1910.

*Becker, Käthe,

wurde am 27.
Dezember 1849 zu Lambsheim in der
bayerischen Rheinpfalz als die Tochter
eines Gutsbesitzers geboren und ver-
lebte dort in der herrlichen Natur
eine glückliche Kindheit. Bis zum 13.
Jahre besuchte sie die Volksschule da-
selbst, kam dann auf zwei Jahre in
ein Mädchenpensionat im idyllischen
Schwabenländchen, worauf sie wie-
der ins Elternhaus zurückkehrte. Jm
Jahre 1873 vermählte sie sich mit dem
praktischen Arzte Becker und lebt mit
ihm zu Frankenthal in der Pfalz in
den glücklichsten Verhältnissen.

S:


Beate (E. in V.), 1892. - Elsbeth
(E. in V.), 1896.

Becker, Marie Luise,

siehe Marie
Luise Kirchbach!

Becker, Nikolaus,

wurde am
8. Okt. 1809 zu Bonn geboren. Seine
Mutter, Cäcilia Dumont, Tochter des
letzten Bürgermeisters der freien
Reichsstadt Köln, wurde bald Witwe.
Nachdem der Knabe, ihr einziges Kind,
in Bonn den ersten Schulunterricht
genossen, ward er nach Düren auf
das Gymnasium geschickt, worauf er
sich seit 1833 in Bonn dem Studium
der Rechte widmete. Dann arbeitete
er als Auskultator beim Landgerichte
in Köln und seit 1840 in Geilen-
kirchen. Hier dichtete er sein gegen
Alphons de Lamartine gerichtetes Lied
der "deutsche Rhein", das er im
"Rheinischen Jahrbuch" veröffent-
lichte, und womit er die auf die Rhein-
ufer gerichtete Eroberungslust der
Franzosen in einfachen Strophen so
treffend zurückwies, daß sein Gedicht
in kurzer Zeit in aller Deutschen
Munde lebte und der unbekannte und
unscheinbare Dichter zu einer euro-
päischen Berühmtheit wurde. König
Friedrich Wilhelm IV. von Preußen
und König Ludwig von Bayern ehrten
ihn durch Geschenke. Über 70 Kom-
positionen des Liedes erschienen in

*


[Spaltenumbruch]

Beck
feuerchen am Wittſtrauch (Oberheſſ.
Dorfgeſch.), 1896. – Karthäuſerſch
Anndort (desgl.), 1896. – Der Wild-
hirt (desgl.) 1897.

Becker, Julius,

Dichter, Kom-
poniſt und muſikaliſcher Schriftſteller,
wurde am 5. Febr. 1811 zu Freiberg
in Sachſen geboren. Schon frühzeitig
entwickelten ſich ſeine muſikaliſchen
Anlagen; er verlor indes ſeine gute
Stimme und ging nun nach Leipzig
(1835), um ſich philoſophiſchen Stu-
dien zu widmen und eine höhere mu-
ſikaliſche Bildung zu erlangen. Seit
1837 beteiligte er ſich als Mitarbeiter
und ſpäter als Mitredakteur an der
„Neuen Zeitſchrift für Muſik“, für
welche er bis 1846 zahlreiche Beiträge
lieferte. Auch ſchuf er eine Menge
Lieder-Kompoſitionen, eine Oper und
eine Symphonie. Seit dem Jahre
1846 lebte er in ſtiller Zurückgezogen-
heit in Lößnitz bei Dresden, wo er am
26. (n. a. am 16.) Februar 1859 ſtarb.

S:

Die Neuromantiker (R.); II, 1840.
– Kleebein und Compagnie (Humor.
R.), 1841. – Gedichte, 1862.

*Becker, Julius Maria,

geb. am
29. März 1887 in Aſchaffenburg,
abſolvierte 1906 das Lehrerſeminar
in Würzburg, wirkte ein Jahr lang
an der dortigen Knabenrettungs-
anſtalt, dem Vinzentinum, und erhielt
dann eine Stelle an der Volksſchule
in ſeiner Vaterſtadt. Gleichzeitig iſt
er als Mitarbeiter an verſchiedenen
Blättern ſchriftſtelleriſch tätig.

S:


Julfeſt (Ge.), 1908.

Becker, Käthe,

bekannt unter ihrem
Mädchennamen Käthe Sturm-
fels,
wurde am 25. Novbr. 1878 in
Seligenſtadt in Heſſen geboren, lebt,
ſeit 1907 verheiratet, in Darmſtadt.
Außer den beiden Schriften zur
Frauenfrage „Was iſt der Frau er-
laubt, wenn ſie liebt?“ (1.–20. A.
1907) und „Krank am Weibe. Eine
Streitſchrift. Mit einem Geleitwort
von Dagobert v. Gerhardt-Amyntor“
(1909) veröffentlichte ſie

S:

Die
[Spaltenumbruch]

Beck
Schweſter der ſchönen Margarete (R.),
1907. – Liebe Mädchen (3 Nn.), 1910.

*Becker, Käthe,

wurde am 27.
Dezember 1849 zu Lambsheim in der
bayeriſchen Rheinpfalz als die Tochter
eines Gutsbeſitzers geboren und ver-
lebte dort in der herrlichen Natur
eine glückliche Kindheit. Bis zum 13.
Jahre beſuchte ſie die Volksſchule da-
ſelbſt, kam dann auf zwei Jahre in
ein Mädchenpenſionat im idylliſchen
Schwabenländchen, worauf ſie wie-
der ins Elternhaus zurückkehrte. Jm
Jahre 1873 vermählte ſie ſich mit dem
praktiſchen Arzte Becker und lebt mit
ihm zu Frankenthal in der Pfalz in
den glücklichſten Verhältniſſen.

S:


Beate (E. in V.), 1892. – Elsbeth
(E. in V.), 1896.

Becker, Marie Luiſe,

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Luiſe Kirchbach!

Becker, Nikolaus,

wurde am
8. Okt. 1809 zu Bonn geboren. Seine
Mutter, Cäcilia Dumont, Tochter des
letzten Bürgermeiſters der freien
Reichsſtadt Köln, wurde bald Witwe.
Nachdem der Knabe, ihr einziges Kind,
in Bonn den erſten Schulunterricht
genoſſen, ward er nach Düren auf
das Gymnaſium geſchickt, worauf er
ſich ſeit 1833 in Bonn dem Studium
der Rechte widmete. Dann arbeitete
er als Auskultator beim Landgerichte
in Köln und ſeit 1840 in Geilen-
kirchen. Hier dichtete er ſein gegen
Alphons de Lamartine gerichtetes Lied
der „deutſche Rhein“, das er im
„Rheiniſchen Jahrbuch“ veröffent-
lichte, und womit er die auf die Rhein-
ufer gerichtete Eroberungsluſt der
Franzoſen in einfachen Strophen ſo
treffend zurückwies, daß ſein Gedicht
in kurzer Zeit in aller Deutſchen
Munde lebte und der unbekannte und
unſcheinbare Dichter zu einer euro-
päiſchen Berühmtheit wurde. König
Friedrich Wilhelm IV. von Preußen
und König Ludwig von Bayern ehrten
ihn durch Geſchenke. Über 70 Kom-
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*
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[162/0166] Beck Beck feuerchen am Wittſtrauch (Oberheſſ. Dorfgeſch.), 1896. – Karthäuſerſch Anndort (desgl.), 1896. – Der Wild- hirt (desgl.) 1897. Becker, Julius, Dichter, Kom- poniſt und muſikaliſcher Schriftſteller, wurde am 5. Febr. 1811 zu Freiberg in Sachſen geboren. Schon frühzeitig entwickelten ſich ſeine muſikaliſchen Anlagen; er verlor indes ſeine gute Stimme und ging nun nach Leipzig (1835), um ſich philoſophiſchen Stu- dien zu widmen und eine höhere mu- ſikaliſche Bildung zu erlangen. Seit 1837 beteiligte er ſich als Mitarbeiter und ſpäter als Mitredakteur an der „Neuen Zeitſchrift für Muſik“, für welche er bis 1846 zahlreiche Beiträge lieferte. Auch ſchuf er eine Menge Lieder-Kompoſitionen, eine Oper und eine Symphonie. Seit dem Jahre 1846 lebte er in ſtiller Zurückgezogen- heit in Lößnitz bei Dresden, wo er am 26. (n. a. am 16.) Februar 1859 ſtarb. S: Die Neuromantiker (R.); II, 1840. – Kleebein und Compagnie (Humor. R.), 1841. – Gedichte, 1862. *Becker, Julius Maria, geb. am 29. März 1887 in Aſchaffenburg, abſolvierte 1906 das Lehrerſeminar in Würzburg, wirkte ein Jahr lang an der dortigen Knabenrettungs- anſtalt, dem Vinzentinum, und erhielt dann eine Stelle an der Volksſchule in ſeiner Vaterſtadt. Gleichzeitig iſt er als Mitarbeiter an verſchiedenen Blättern ſchriftſtelleriſch tätig. S: Julfeſt (Ge.), 1908. Becker, Käthe, bekannt unter ihrem Mädchennamen Käthe Sturm- fels, wurde am 25. Novbr. 1878 in Seligenſtadt in Heſſen geboren, lebt, ſeit 1907 verheiratet, in Darmſtadt. Außer den beiden Schriften zur Frauenfrage „Was iſt der Frau er- laubt, wenn ſie liebt?“ (1.–20. A. 1907) und „Krank am Weibe. Eine Streitſchrift. Mit einem Geleitwort von Dagobert v. Gerhardt-Amyntor“ (1909) veröffentlichte ſie S: Die Schweſter der ſchönen Margarete (R.), 1907. – Liebe Mädchen (3 Nn.), 1910. *Becker, Käthe, wurde am 27. Dezember 1849 zu Lambsheim in der bayeriſchen Rheinpfalz als die Tochter eines Gutsbeſitzers geboren und ver- lebte dort in der herrlichen Natur eine glückliche Kindheit. Bis zum 13. Jahre beſuchte ſie die Volksſchule da- ſelbſt, kam dann auf zwei Jahre in ein Mädchenpenſionat im idylliſchen Schwabenländchen, worauf ſie wie- der ins Elternhaus zurückkehrte. Jm Jahre 1873 vermählte ſie ſich mit dem praktiſchen Arzte Becker und lebt mit ihm zu Frankenthal in der Pfalz in den glücklichſten Verhältniſſen. S: Beate (E. in V.), 1892. – Elsbeth (E. in V.), 1896. Becker, Marie Luiſe, ſiehe Marie Luiſe Kirchbach! Becker, Nikolaus, wurde am 8. Okt. 1809 zu Bonn geboren. Seine Mutter, Cäcilia Dumont, Tochter des letzten Bürgermeiſters der freien Reichsſtadt Köln, wurde bald Witwe. Nachdem der Knabe, ihr einziges Kind, in Bonn den erſten Schulunterricht genoſſen, ward er nach Düren auf das Gymnaſium geſchickt, worauf er ſich ſeit 1833 in Bonn dem Studium der Rechte widmete. Dann arbeitete er als Auskultator beim Landgerichte in Köln und ſeit 1840 in Geilen- kirchen. Hier dichtete er ſein gegen Alphons de Lamartine gerichtetes Lied der „deutſche Rhein“, das er im „Rheiniſchen Jahrbuch“ veröffent- lichte, und womit er die auf die Rhein- ufer gerichtete Eroberungsluſt der Franzoſen in einfachen Strophen ſo treffend zurückwies, daß ſein Gedicht in kurzer Zeit in aller Deutſchen Munde lebte und der unbekannte und unſcheinbare Dichter zu einer euro- päiſchen Berühmtheit wurde. König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und König Ludwig von Bayern ehrten ihn durch Geſchenke. Über 70 Kom- poſitionen des Liedes erſchienen in *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 162. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/166>, abgerufen am 20.03.2019.