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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Ber
1895. - Auf Reisen (Nn.), 1896. -
Wilde Rosen (Nn.), 1901. - Auf fernen
Wolkensäumen wohnt das Glück (R.),
1908.

Berger, A.,

Pseud. für Adolf
Landsberger;
s. d.!

*Berger, Alfred

Maria Julius,
Freiherr von, wurde am 30. April
1853 zu Wien geboren. Sein Vater,
damals Hof- u. Gerichtsadvokat, nach-
mals Reichstagsabgeordneter und
Minister. Dr. Joh. Nep. Berger, + am
9. Dezbr. 1870. Der Sohn besuchte
das Gymnasium bei den Schotten in
Wien und begann nach abgelegter
Maturitätsprüfung 1871 an der Hoch-
schule daselbst seine rechts- u. staats-
wissenschaftlichen Studien, die er im
Sommer 1875 beendete, worauf er
1876 zum Doktor promovierte. Jm
Jahre 1885 habilitierte er sich als
Privatdozent für Philosophie an der
Wiener Universität u. wurde daneben
im Herbst 1887 Sekretär des Hofburg-
theaters, legte aber im Januar 1890
dieses Amt nieder. Jm Jahre 1896
erfolgte seine Ernennung zum außer-
ordentl. Professor. Bei Umwandlung
der Generalintendanz der Wiener Hof-
theater in eine Generaldirektion wurde
B. dem neu ernannten Generaldirek-
tor Wlassak als "literarischer Beirat"
beigegeben (Anfang d. J. 1899), doch
nahm er noch in demselben Jahre die
Direktion d. neuen "Deutschen Schau-
spielhauses" in Hamburg an.

S:


Önone (Tr.), 1874. - Gedichte, 1878.
- Dramaturgische Vorträge, 1890.
2. A. 1894. - Gesammelte Gedichte,
1891. - Ein Traumbild (Szenischer
Prolog zur Grillparzer-Feier), 1891.
- Epilog zur Mozart-Feier, 1891. -
Studien und Kritiken, 1896. - Habs-
burg (Märchenspiel), 1898. - Über
Drama und Theater (5 Vorträge),
1900. - Jm Vaterhaus (mit seinem
Bruder Dr. Wilh. Frhrn. v. Berger);
II, 1991. (Jm Vaterhaus 1853-70.
Jugenderinnergn. v. Alfred v. B. -
II. Mein Vater und ich 1849-70.
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Ber
Jugenderinnergn. v. Wilh. v. B.). -
Wie das Wintermärchen entstand
(Dichtung und Wahrheit aus Shake-
speares Leben), 1903. - Semmelweis
u. andere Geschichten (Nn.) 2. A. 1904.

Berger, Fritz,

Pseud. für Alfred
Streit;
s. d.!

Berger, Heinrich,

* am 25. Jan.
1856 zu Bickenbach im Großherzogtum
Hessen, erhielt seine Bildung in einem
Jnstitut zu Pfungstadt, im Lehrer-
seminar zu Bensheim und auf dem
Polytechnikum in Darmstadt. Von
1876-77 bekleidete er eine Lehrerstelle
an der Realschule in Guntershausen,
ging dann nach Hamburg, wo er bis
1881 an Talmud Tora, einer höheren
Bürgerschule, tätig war und danach
bis 1887 eine höhere Töchterschule
leitete. Seitdem ist er Direktor eines
Jnstituts und Pensionats in Mainz.

S:

Hohe Kreise (N.), 1892. - Sittah
(R.), 1896.

*Berger, Friedrich August Hein-
rich,

geb. am 4. September 1866 in
Elsterwerda (Prov. Sachsen), besuchte
die Bürgerschule daselbst, dann das
Gymnasium in Torgau u. später das
in Waren (Mecklenburg), dessen geist-
voller Direktor Karl Holle einen be-
deutenden Einfluß auf ihn gewann.
Er studierte danach 1886-91 in Greifs-
wald, Leipzig und Erlangen Medizin
und Naturwissenschaften und ließ sich
dann als praktischer Arzt in Ziegel-
hausen im Neckartale nieder. Jm
Jahre 1895 wurde er königl. Kreis-
arzt in Neustadt am Rübenberg (Han-
nover) u. als solcher 1900 nach Han-
nover, 1906 nach Remscheid (Westfal.)
und 1908 nach Krefeld versetzt. Seine
großen Reisen, die er 1897 nach Ruß-
land, der Türkei u. den Sonnenländern
u. 1904 nach den Vereinigten Staaten
von Nordamerika unternahm, boten
ihm manchen Stoff, den er in seinen
Gedichten und Schriften verarbeitet
hat.

S:

Aus dem Hamsterkasten (Er-
innergn.), 1902 (Jnhalt: Der Feld-,
Wald- und Wiesenarzt. - Der Kreis-

*


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Ber
1895. – Auf Reiſen (Nn.), 1896. –
Wilde Roſen (Nn.), 1901. – Auf fernen
Wolkenſäumen wohnt das Glück (R.),
1908.

Berger, A.,

Pſeud. für Adolf
Landsberger;
ſ. d.!

*Berger, Alfred

Maria Julius,
Freiherr von, wurde am 30. April
1853 zu Wien geboren. Sein Vater,
damals Hof- u. Gerichtsadvokat, nach-
mals Reichstagsabgeordneter und
Miniſter. Dr. Joh. Nep. Berger, † am
9. Dezbr. 1870. Der Sohn beſuchte
das Gymnaſium bei den Schotten in
Wien und begann nach abgelegter
Maturitätsprüfung 1871 an der Hoch-
ſchule daſelbſt ſeine rechts- u. ſtaats-
wiſſenſchaftlichen Studien, die er im
Sommer 1875 beendete, worauf er
1876 zum Doktor promovierte. Jm
Jahre 1885 habilitierte er ſich als
Privatdozent für Philoſophie an der
Wiener Univerſität u. wurde daneben
im Herbſt 1887 Sekretär des Hofburg-
theaters, legte aber im Januar 1890
dieſes Amt nieder. Jm Jahre 1896
erfolgte ſeine Ernennung zum außer-
ordentl. Profeſſor. Bei Umwandlung
der Generalintendanz der Wiener Hof-
theater in eine Generaldirektion wurde
B. dem neu ernannten Generaldirek-
tor Wlaſſak als „literariſcher Beirat“
beigegeben (Anfang d. J. 1899), doch
nahm er noch in demſelben Jahre die
Direktion d. neuen „Deutſchen Schau-
ſpielhauſes“ in Hamburg an.

S:


Önone (Tr.), 1874. – Gedichte, 1878.
– Dramaturgiſche Vorträge, 1890.
2. A. 1894. – Geſammelte Gedichte,
1891. – Ein Traumbild (Szeniſcher
Prolog zur Grillparzer-Feier), 1891.
– Epilog zur Mozart-Feier, 1891. –
Studien und Kritiken, 1896. – Habs-
burg (Märchenſpiel), 1898. – Über
Drama und Theater (5 Vorträge),
1900. – Jm Vaterhaus (mit ſeinem
Bruder Dr. Wilh. Frhrn. v. Berger);
II, 1991. (Jm Vaterhaus 1853–70.
Jugenderinnergn. v. Alfred v. B. –
II. Mein Vater und ich 1849–70.
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Ber
Jugenderinnergn. v. Wilh. v. B.). –
Wie das Wintermärchen entſtand
(Dichtung und Wahrheit aus Shake-
ſpeares Leben), 1903. – Semmelweis
u. andere Geſchichten (Nn.) 2. A. 1904.

Berger, Fritz,

Pſeud. für Alfred
Streit;
ſ. d.!

Berger, Heinrich,

* am 25. Jan.
1856 zu Bickenbach im Großherzogtum
Heſſen, erhielt ſeine Bildung in einem
Jnſtitut zu Pfungſtadt, im Lehrer-
ſeminar zu Bensheim und auf dem
Polytechnikum in Darmſtadt. Von
1876–77 bekleidete er eine Lehrerſtelle
an der Realſchule in Guntershauſen,
ging dann nach Hamburg, wo er bis
1881 an Talmud Tora, einer höheren
Bürgerſchule, tätig war und danach
bis 1887 eine höhere Töchterſchule
leitete. Seitdem iſt er Direktor eines
Jnſtituts und Penſionats in Mainz.

S:

Hohe Kreiſe (N.), 1892. – Sittah
(R.), 1896.

*Berger, Friedrich Auguſt Hein-
rich,

geb. am 4. September 1866 in
Elſterwerda (Prov. Sachſen), beſuchte
die Bürgerſchule daſelbſt, dann das
Gymnaſium in Torgau u. ſpäter das
in Waren (Mecklenburg), deſſen geiſt-
voller Direktor Karl Holle einen be-
deutenden Einfluß auf ihn gewann.
Er ſtudierte danach 1886–91 in Greifs-
wald, Leipzig und Erlangen Medizin
und Naturwiſſenſchaften und ließ ſich
dann als praktiſcher Arzt in Ziegel-
hauſen im Neckartale nieder. Jm
Jahre 1895 wurde er königl. Kreis-
arzt in Neuſtadt am Rübenberg (Han-
nover) u. als ſolcher 1900 nach Han-
nover, 1906 nach Remſcheid (Weſtfal.)
und 1908 nach Krefeld verſetzt. Seine
großen Reiſen, die er 1897 nach Ruß-
land, der Türkei u. den Sonnenländern
u. 1904 nach den Vereinigten Staaten
von Nordamerika unternahm, boten
ihm manchen Stoff, den er in ſeinen
Gedichten und Schriften verarbeitet
hat.

S:

Aus dem Hamſterkaſten (Er-
innergn.), 1902 (Jnhalt: Der Feld-,
Wald- und Wieſenarzt. – Der Kreis-

*
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[192/0196] Ber Ber 1895. – Auf Reiſen (Nn.), 1896. – Wilde Roſen (Nn.), 1901. – Auf fernen Wolkenſäumen wohnt das Glück (R.), 1908. Berger, A., Pſeud. für Adolf Landsberger; ſ. d.! *Berger, Alfred Maria Julius, Freiherr von, wurde am 30. April 1853 zu Wien geboren. Sein Vater, damals Hof- u. Gerichtsadvokat, nach- mals Reichstagsabgeordneter und Miniſter. Dr. Joh. Nep. Berger, † am 9. Dezbr. 1870. Der Sohn beſuchte das Gymnaſium bei den Schotten in Wien und begann nach abgelegter Maturitätsprüfung 1871 an der Hoch- ſchule daſelbſt ſeine rechts- u. ſtaats- wiſſenſchaftlichen Studien, die er im Sommer 1875 beendete, worauf er 1876 zum Doktor promovierte. Jm Jahre 1885 habilitierte er ſich als Privatdozent für Philoſophie an der Wiener Univerſität u. wurde daneben im Herbſt 1887 Sekretär des Hofburg- theaters, legte aber im Januar 1890 dieſes Amt nieder. Jm Jahre 1896 erfolgte ſeine Ernennung zum außer- ordentl. Profeſſor. Bei Umwandlung der Generalintendanz der Wiener Hof- theater in eine Generaldirektion wurde B. dem neu ernannten Generaldirek- tor Wlaſſak als „literariſcher Beirat“ beigegeben (Anfang d. J. 1899), doch nahm er noch in demſelben Jahre die Direktion d. neuen „Deutſchen Schau- ſpielhauſes“ in Hamburg an. S: Önone (Tr.), 1874. – Gedichte, 1878. – Dramaturgiſche Vorträge, 1890. 2. A. 1894. – Geſammelte Gedichte, 1891. – Ein Traumbild (Szeniſcher Prolog zur Grillparzer-Feier), 1891. – Epilog zur Mozart-Feier, 1891. – Studien und Kritiken, 1896. – Habs- burg (Märchenſpiel), 1898. – Über Drama und Theater (5 Vorträge), 1900. – Jm Vaterhaus (mit ſeinem Bruder Dr. Wilh. Frhrn. v. Berger); II, 1991. (Jm Vaterhaus 1853–70. Jugenderinnergn. v. Alfred v. B. – II. Mein Vater und ich 1849–70. Jugenderinnergn. v. Wilh. v. B.). – Wie das Wintermärchen entſtand (Dichtung und Wahrheit aus Shake- ſpeares Leben), 1903. – Semmelweis u. andere Geſchichten (Nn.) 2. A. 1904. Berger, Fritz, Pſeud. für Alfred Streit; ſ. d.! Berger, Heinrich, * am 25. Jan. 1856 zu Bickenbach im Großherzogtum Heſſen, erhielt ſeine Bildung in einem Jnſtitut zu Pfungſtadt, im Lehrer- ſeminar zu Bensheim und auf dem Polytechnikum in Darmſtadt. Von 1876–77 bekleidete er eine Lehrerſtelle an der Realſchule in Guntershauſen, ging dann nach Hamburg, wo er bis 1881 an Talmud Tora, einer höheren Bürgerſchule, tätig war und danach bis 1887 eine höhere Töchterſchule leitete. Seitdem iſt er Direktor eines Jnſtituts und Penſionats in Mainz. S: Hohe Kreiſe (N.), 1892. – Sittah (R.), 1896. *Berger, Friedrich Auguſt Hein- rich, geb. am 4. September 1866 in Elſterwerda (Prov. Sachſen), beſuchte die Bürgerſchule daſelbſt, dann das Gymnaſium in Torgau u. ſpäter das in Waren (Mecklenburg), deſſen geiſt- voller Direktor Karl Holle einen be- deutenden Einfluß auf ihn gewann. Er ſtudierte danach 1886–91 in Greifs- wald, Leipzig und Erlangen Medizin und Naturwiſſenſchaften und ließ ſich dann als praktiſcher Arzt in Ziegel- hauſen im Neckartale nieder. Jm Jahre 1895 wurde er königl. Kreis- arzt in Neuſtadt am Rübenberg (Han- nover) u. als ſolcher 1900 nach Han- nover, 1906 nach Remſcheid (Weſtfal.) und 1908 nach Krefeld verſetzt. Seine großen Reiſen, die er 1897 nach Ruß- land, der Türkei u. den Sonnenländern u. 1904 nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika unternahm, boten ihm manchen Stoff, den er in ſeinen Gedichten und Schriften verarbeitet hat. S: Aus dem Hamſterkaſten (Er- innergn.), 1902 (Jnhalt: Der Feld-, Wald- und Wieſenarzt. – Der Kreis- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 192. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/196>, abgerufen am 23.03.2019.