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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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spiele, 1904. - Die vernarrte Prinzeß
(Fabelspiel in 3 Bildern), 1904. -
Das höllische Automobil (Nn.), 1905. -
Zwei Stilpe-Komödien (Das Cenacle
der Maulesel - Die Schlangendame),
1905. - Zäpfel Kerns Abenteuer (Eine
deutsche Kasperlegeschichte n. d. Jtal.),
1905. - Der Bräutigam wider Willen
(Kom. nach einer E. von Dostojewski),
1906. - Mit der Kraft (Automobilia),
1906. - Prinz Kuckuck (Leben, Taten,
Meinungen und Höllenfahrt eines
Wollüstlings in einem Zeitroman);
II, 1906. 3. A. 1907. 3. Bd. 1908. -
Der Musenkrieg (Eine Studenten-
komödie f. d. Opernbühne), 1907. -
Felix Schnabels Universitätsjahre,
oder: Der deutsche Student (Ein Bei-
trag zur Sittengesch. d. 19. Jahrh.,
eingeleit. u. mit Bemerkgn. versehen),
1907. - Maultrommel u. Flöte (Neue
Verse), 1907. - Sonderbare Geschich-
ten; 3 Abteilgn., 1908. (Jnhalt:
I. Schmulius Cäsar u. andere Erschei-
nungen. - II. Der Steckenpferdpastor
und andere franz. Geschn. - III. Der
heilige Mime und andere Grotesken
[sämtl. auch sep. 1908.])

*Bieringer, Hans Friedrich,

geb.
am 24. April 1874 in Bielefeld, ver-
lebte seine Jugendzeit daselbst, mußte
1888 insolge eines schweren Ohren-
leidens seine Studien aufgeben und
lebte darauf an verschiedenen Orten,
bis er 1892 als Feuilletonredakteur
in die Redaktion des "Pfälzischen
Kuriers" in Neustadt a. d. H. eintrat,
der er bis 1894 angehörte. Jm Jahre
1895 siedelte er nach München über,
wo er noch jetzt als Publizist lebt.

S:

Die Dornenkrone (R.), 1896.

Bierlein(-Alkmona), Friedrich,


geb. am 8. Novbr. 1877 zu Treucht-
lingen in Bayern als der Sohn eines
einfachen Handwerkers, besuchte sechs
Jahre lang das Gymnasium in Ans-
bach und trat dann, um seiner früh-
zeitig verwitweten Mutter eine Stütze
sein zu können, in den mittleren Post-
dienst. Trotz der Anstrengung in sei-
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nem Berufe arbeitete er fortgesetzt,
oft die Nächte hindurch, an seiner
wissenschaftlichen Fortbildung, lie-
ferte Beiträge für Zeitungen u. Zeit-
schriften, und nach Erscheinen seines
Erstlingswerkes wurde ihm als Lohn
seines Strebens der Nürnberger
Schiller-Preis zuerkannt. Bis 1902
war er Postadjunkt in Gunzenhausen
und wurde dann nach München ver-
setzt. Hier starb er am 2. Oktbr. 1904.

S:

Geschenke des Abends (Gesammelte
Sk.), 1901. - Letzte Grüße (Ge., hrsg.
von Guido Hartmann), 1905.

Biernatzki, Karl Johann Chri-
stoph,

geb. am 31. Dezember 1849 zu
Friedrichstadt in Holstein, wo sein
Vater damals Prediger war, verlebte
seine Kindheit und Jugend in Kassel,
Berlin und Altona, wo er das Gym-
nasium absolvierte, widmete sich in
Erlangen, Leipzig und Kiel dem Stu-
dium der Theologie, machte zwischen-
durch den Feldzug von 1870-71 als
Freiwilliger mit und wurde nach er-
langter Ordination (Dezember 1874)
Adjunkt in Probsteierhagen. Später
wirkte er in gleicher Eigenschaft zu
Olderup und Haddeby und wurde im
Novbr. 1878 Pastor zu Bargum bei
Husum, von wo er 1893 nach Neu-
münster (Holstein) und 1899 auf das
Pastorat Hamberge bei Lübeck versetzt
ward. Er gab 1892-99 die "Schles-
wig-Holsteinischen Blätter für innere
Mission" u. 1896-1900 den "Kalender
des Sonntagsboten für Schleswig-
Holstein" heraus.

S:

Ein Licht auf
meinem Wege (Weihnachtserz.), 1884.

*Biesenbach, Heinrich,

geb. am
10. August 1863 in Düsseldorf, ent-
stammt einer Juristenfamilie und
empfing im elterlichen Hause, in dem
besonders der Humor und die Gast-
freundschaft gepflegt wurde, im Ver-
kehr mit geistreichen Menschen der
verschiedensten Richtungen manche
wertvolle Anregung zur Beschäfti-
gung mit der Malerei und Dichtkunst.
Er besuchte das Gymnasium seiner

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ſpiele, 1904. – Die vernarrte Prinzeß
(Fabelſpiel in 3 Bildern), 1904. –
Das hölliſche Automobil (Nn.), 1905. –
Zwei Stilpe-Komödien (Das Cenacle
der Mauleſel – Die Schlangendame),
1905. – Zäpfel Kerns Abenteuer (Eine
deutſche Kaſperlegeſchichte n. d. Jtal.),
1905. – Der Bräutigam wider Willen
(Kom. nach einer E. von Doſtojewski),
1906. – Mit der Kraft (Automobilia),
1906. – Prinz Kuckuck (Leben, Taten,
Meinungen und Höllenfahrt eines
Wollüſtlings in einem Zeitroman);
II, 1906. 3. A. 1907. 3. Bd. 1908. –
Der Muſenkrieg (Eine Studenten-
komödie f. d. Opernbühne), 1907. –
Felix Schnabels Univerſitätsjahre,
oder: Der deutſche Student (Ein Bei-
trag zur Sittengeſch. d. 19. Jahrh.,
eingeleit. u. mit Bemerkgn. verſehen),
1907. – Maultrommel u. Flöte (Neue
Verſe), 1907. – Sonderbare Geſchich-
ten; 3 Abteilgn., 1908. (Jnhalt:
I. Schmulius Cäſar u. andere Erſchei-
nungen. – II. Der Steckenpferdpaſtor
und andere franz. Geſchn. – III. Der
heilige Mime und andere Grotesken
[ſämtl. auch ſep. 1908.])

*Bieringer, Hans Friedrich,

geb.
am 24. April 1874 in Bielefeld, ver-
lebte ſeine Jugendzeit daſelbſt, mußte
1888 inſolge eines ſchweren Ohren-
leidens ſeine Studien aufgeben und
lebte darauf an verſchiedenen Orten,
bis er 1892 als Feuilletonredakteur
in die Redaktion des „Pfälziſchen
Kuriers“ in Neuſtadt a. d. H. eintrat,
der er bis 1894 angehörte. Jm Jahre
1895 ſiedelte er nach München über,
wo er noch jetzt als Publiziſt lebt.

S:

Die Dornenkrone (R.), 1896.

Bierlein(-Alkmona), Friedrich,


geb. am 8. Novbr. 1877 zu Treucht-
lingen in Bayern als der Sohn eines
einfachen Handwerkers, beſuchte ſechs
Jahre lang das Gymnaſium in Ans-
bach und trat dann, um ſeiner früh-
zeitig verwitweten Mutter eine Stütze
ſein zu können, in den mittleren Poſt-
dienſt. Trotz der Anſtrengung in ſei-
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Bie
nem Berufe arbeitete er fortgeſetzt,
oft die Nächte hindurch, an ſeiner
wiſſenſchaftlichen Fortbildung, lie-
ferte Beiträge für Zeitungen u. Zeit-
ſchriften, und nach Erſcheinen ſeines
Erſtlingswerkes wurde ihm als Lohn
ſeines Strebens der Nürnberger
Schiller-Preis zuerkannt. Bis 1902
war er Poſtadjunkt in Gunzenhauſen
und wurde dann nach München ver-
ſetzt. Hier ſtarb er am 2. Oktbr. 1904.

S:

Geſchenke des Abends (Geſammelte
Sk.), 1901. – Letzte Grüße (Ge., hrsg.
von Guido Hartmann), 1905.

Biernatzki, Karl Johann Chri-
ſtoph,

geb. am 31. Dezember 1849 zu
Friedrichſtadt in Holſtein, wo ſein
Vater damals Prediger war, verlebte
ſeine Kindheit und Jugend in Kaſſel,
Berlin und Altona, wo er das Gym-
naſium abſolvierte, widmete ſich in
Erlangen, Leipzig und Kiel dem Stu-
dium der Theologie, machte zwiſchen-
durch den Feldzug von 1870–71 als
Freiwilliger mit und wurde nach er-
langter Ordination (Dezember 1874)
Adjunkt in Probſteierhagen. Später
wirkte er in gleicher Eigenſchaft zu
Olderup und Haddeby und wurde im
Novbr. 1878 Paſtor zu Bargum bei
Huſum, von wo er 1893 nach Neu-
münſter (Holſtein) und 1899 auf das
Paſtorat Hamberge bei Lübeck verſetzt
ward. Er gab 1892–99 die „Schles-
wig-Holſteiniſchen Blätter für innere
Miſſion“ u. 1896–1900 den „Kalender
des Sonntagsboten für Schleswig-
Holſtein“ heraus.

S:

Ein Licht auf
meinem Wege (Weihnachtserz.), 1884.

*Bieſenbach, Heinrich,

geb. am
10. Auguſt 1863 in Düſſeldorf, ent-
ſtammt einer Juriſtenfamilie und
empfing im elterlichen Hauſe, in dem
beſonders der Humor und die Gaſt-
freundſchaft gepflegt wurde, im Ver-
kehr mit geiſtreichen Menſchen der
verſchiedenſten Richtungen manche
wertvolle Anregung zur Beſchäfti-
gung mit der Malerei und Dichtkunſt.
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[235/0239] Bie Bie ſpiele, 1904. – Die vernarrte Prinzeß (Fabelſpiel in 3 Bildern), 1904. – Das hölliſche Automobil (Nn.), 1905. – Zwei Stilpe-Komödien (Das Cenacle der Mauleſel – Die Schlangendame), 1905. – Zäpfel Kerns Abenteuer (Eine deutſche Kaſperlegeſchichte n. d. Jtal.), 1905. – Der Bräutigam wider Willen (Kom. nach einer E. von Doſtojewski), 1906. – Mit der Kraft (Automobilia), 1906. – Prinz Kuckuck (Leben, Taten, Meinungen und Höllenfahrt eines Wollüſtlings in einem Zeitroman); II, 1906. 3. A. 1907. 3. Bd. 1908. – Der Muſenkrieg (Eine Studenten- komödie f. d. Opernbühne), 1907. – Felix Schnabels Univerſitätsjahre, oder: Der deutſche Student (Ein Bei- trag zur Sittengeſch. d. 19. Jahrh., eingeleit. u. mit Bemerkgn. verſehen), 1907. – Maultrommel u. Flöte (Neue Verſe), 1907. – Sonderbare Geſchich- ten; 3 Abteilgn., 1908. (Jnhalt: I. Schmulius Cäſar u. andere Erſchei- nungen. – II. Der Steckenpferdpaſtor und andere franz. Geſchn. – III. Der heilige Mime und andere Grotesken [ſämtl. auch ſep. 1908.]) *Bieringer, Hans Friedrich, geb. am 24. April 1874 in Bielefeld, ver- lebte ſeine Jugendzeit daſelbſt, mußte 1888 inſolge eines ſchweren Ohren- leidens ſeine Studien aufgeben und lebte darauf an verſchiedenen Orten, bis er 1892 als Feuilletonredakteur in die Redaktion des „Pfälziſchen Kuriers“ in Neuſtadt a. d. H. eintrat, der er bis 1894 angehörte. Jm Jahre 1895 ſiedelte er nach München über, wo er noch jetzt als Publiziſt lebt. S: Die Dornenkrone (R.), 1896. Bierlein(-Alkmona), Friedrich, geb. am 8. Novbr. 1877 zu Treucht- lingen in Bayern als der Sohn eines einfachen Handwerkers, beſuchte ſechs Jahre lang das Gymnaſium in Ans- bach und trat dann, um ſeiner früh- zeitig verwitweten Mutter eine Stütze ſein zu können, in den mittleren Poſt- dienſt. Trotz der Anſtrengung in ſei- nem Berufe arbeitete er fortgeſetzt, oft die Nächte hindurch, an ſeiner wiſſenſchaftlichen Fortbildung, lie- ferte Beiträge für Zeitungen u. Zeit- ſchriften, und nach Erſcheinen ſeines Erſtlingswerkes wurde ihm als Lohn ſeines Strebens der Nürnberger Schiller-Preis zuerkannt. Bis 1902 war er Poſtadjunkt in Gunzenhauſen und wurde dann nach München ver- ſetzt. Hier ſtarb er am 2. Oktbr. 1904. S: Geſchenke des Abends (Geſammelte Sk.), 1901. – Letzte Grüße (Ge., hrsg. von Guido Hartmann), 1905. Biernatzki, Karl Johann Chri- ſtoph, geb. am 31. Dezember 1849 zu Friedrichſtadt in Holſtein, wo ſein Vater damals Prediger war, verlebte ſeine Kindheit und Jugend in Kaſſel, Berlin und Altona, wo er das Gym- naſium abſolvierte, widmete ſich in Erlangen, Leipzig und Kiel dem Stu- dium der Theologie, machte zwiſchen- durch den Feldzug von 1870–71 als Freiwilliger mit und wurde nach er- langter Ordination (Dezember 1874) Adjunkt in Probſteierhagen. Später wirkte er in gleicher Eigenſchaft zu Olderup und Haddeby und wurde im Novbr. 1878 Paſtor zu Bargum bei Huſum, von wo er 1893 nach Neu- münſter (Holſtein) und 1899 auf das Paſtorat Hamberge bei Lübeck verſetzt ward. Er gab 1892–99 die „Schles- wig-Holſteiniſchen Blätter für innere Miſſion“ u. 1896–1900 den „Kalender des Sonntagsboten für Schleswig- Holſtein“ heraus. S: Ein Licht auf meinem Wege (Weihnachtserz.), 1884. *Bieſenbach, Heinrich, geb. am 10. Auguſt 1863 in Düſſeldorf, ent- ſtammt einer Juriſtenfamilie und empfing im elterlichen Hauſe, in dem beſonders der Humor und die Gaſt- freundſchaft gepflegt wurde, im Ver- kehr mit geiſtreichen Menſchen der verſchiedenſten Richtungen manche wertvolle Anregung zur Beſchäfti- gung mit der Malerei und Dichtkunſt. Er beſuchte das Gymnaſium ſeiner *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 235. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/239>, abgerufen am 24.03.2019.