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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Bin
1905 als Redaktur der "Neuen Vogt-
ländischen Zeitung in Plauen i. V.

S:

Gedichte, 1902. - Media in vita
(Ge.), 1904. - Schiffe, die scheitern,
und andere Erzählungen, 1905. -
Neuestes Seemannsliederbuch, 1905. -
Todesfahrten in fernen Meeren (Aus
d. Tagebuche e. Seemanns), 1907.

*Binder, Helene,

geb. am 3. Juni
1855 in Eisenach, verlebte daselbst
eine glückliche Jugend und trat nach
ihrer Konfirmation zu weiterer Aus-
bildung erst in ein Kindergarten- und
dann zu Köthen in das Lehrerinnen-
seminar, an welchem sie 1873 ihre
Prüfung bestand. Seitdem wirkte sie
als Erzieherin in Deutschland und
England, als Lehrerin in Liegnitz, als
Schulvorsteherin in Homberg u. leitet
seit 1894 eine höhere Privattöchter-
schule in Chemnitz (Sachsen). Jhre
schriftstellerische Tätigkeit gilt vor-
wiegend der Schule und der Schul-
jugend. Unter den 40 und mehr Ar-
beiten, meist Kinderschriften, die sie
bisher veröffentlicht hat, sind hier
hervorzuheben

S:

Osterklänge (Ein
Osterlied), 1892. - Engelsstimmen
(D.), 1893. - Jn Kreuzes Hut ist's
allerweg' gut (Dn.), 1899. - Jn Gottes
Hut (G.), 1895. - Unsere Hoffnung
(Dn.), 1892.

*Binder, Jenö

(d. i. Eugen), geb.
am 21. Oktbr. 1862 in Löcse (Ungarn),
absolvierte das dortige Gymnasium
und bezog darauf die theologische
Akademie in Pozsony (Preßburg), wo
er drei Jahre verbrachte. An der Ber-
liner Universität hörte er dann ein
Jahr lang neben theologischen Vor-
lesungen besonders solche über deutsche
Literaturgeschichte, weilte zwei weitere
Semester in Leipzig u. Jena u. kehrte
dann in die Heimat zurück. Hier war
er zuerst Vikar in Beszterczebanya,
danach Hilfsprofessor am Gymnasium
in Nyicepyhaza, wurde 1889 zum
Pfarrer in Birda gewählt und ist seit
1898 Religionsprofessor am Lyzeum
in Kesmark. Er ist Mitarbeiter an
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Bin
einer Reihe deutscher humoristischer
Blätter u. Übersetzer aus dem Unga-
rischen ins Deutsche.

S:

Freuet euch
des Lebens! (Humor. Ge.), 1907.

Binder, Julius O.,

Pseudon. für
Julius Jsenbeck; s. d.!

*Bindewald, Luise,

pseudon.
Luise Hohndorf, wurde am 6.
Oktbr. 1845 zu Wetzlar als die Tochter
des kgl. preußischen Verkehrsbeamten
Leidener geboren, der später nach
Düsseldorf, Köln u. Barmen versetzt
ward. Als einziges Kind ihrer Eltern
genoß sie eine sorgfältige Erziehung
u. in den höheren Bildungsanstalten
der genannten Städte eine vortreff-
liche Bildung. Nachdem sie die auch
in weiteren Kreisen bekannte höhere
Töchterschule des Dr. Kleinpaul in
Barmen und die sich daran schließende
Fortbildungsklasse absolviert hatte,
reifte in ihr der Entschluß, aus den
bisher erworbenen Kenntnissen gleich-
sam ein greifbares Fazit zu ziehen u.
das Lehrerinnenexamen zu machen,
den sie auch 1864 bei der königl. Re-
gierung in Düsseldorf verwirklichte.
Dann brachte sie zu ihrer weiteren
Ausbildung ein Jahr in einem eng-
lischen Pensionate, sowie auch längere
Zeit in Aachen zu, bis die andauernde
Kränklichkeit der Mutter sie nötigte,
dem Verfolgen weiterer pädagogischen
Zukunftspläne zu entsagen und die
hauswirtschaftliche Tätigkeit im El-
ternhause zu übernehmen. So schmerz-
lich ihr dies anfangs war, so söhnte
sie die bald darauf (1867) erfolgende
Versetzung ihres Vaters nach Jena
mit dem Geschehenen aus; denn das
angenehm wechselvolle Leben der klei-
nen Universitätsstadt, der Verkehr
mit geistreichen Leuten boten ihr eine
Fülle des Neuen und mannigfaltige,
ihre schriftstellerische Neigung mächtig
anfachende Genüsse. Von hier aus
veröffentlichte sie auch, ermutigt durch
den freundlichen Zuspruch von Ottilie
Wildermuth, ihre ersten Schriften.
Später folgte sie ihrem Vater an

*


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Bin
1905 als Redaktur der „Neuen Vogt-
ländiſchen Zeitung in Plauen i. V.

S:

Gedichte, 1902. – Media in vita
(Ge.), 1904. – Schiffe, die ſcheitern,
und andere Erzählungen, 1905. –
Neueſtes Seemannsliederbuch, 1905. –
Todesfahrten in fernen Meeren (Aus
d. Tagebuche e. Seemanns), 1907.

*Binder, Helene,

geb. am 3. Juni
1855 in Eiſenach, verlebte daſelbſt
eine glückliche Jugend und trat nach
ihrer Konfirmation zu weiterer Aus-
bildung erſt in ein Kindergarten- und
dann zu Köthen in das Lehrerinnen-
ſeminar, an welchem ſie 1873 ihre
Prüfung beſtand. Seitdem wirkte ſie
als Erzieherin in Deutſchland und
England, als Lehrerin in Liegnitz, als
Schulvorſteherin in Homberg u. leitet
ſeit 1894 eine höhere Privattöchter-
ſchule in Chemnitz (Sachſen). Jhre
ſchriftſtelleriſche Tätigkeit gilt vor-
wiegend der Schule und der Schul-
jugend. Unter den 40 und mehr Ar-
beiten, meiſt Kinderſchriften, die ſie
bisher veröffentlicht hat, ſind hier
hervorzuheben

S:

Oſterklänge (Ein
Oſterlied), 1892. – Engelsſtimmen
(D.), 1893. – Jn Kreuzes Hut iſt’s
allerweg’ gut (Dn.), 1899. – Jn Gottes
Hut (G.), 1895. – Unſere Hoffnung
(Dn.), 1892.

*Binder, Jenö

(d. i. Eugen), geb.
am 21. Oktbr. 1862 in Löcſe (Ungarn),
abſolvierte das dortige Gymnaſium
und bezog darauf die theologiſche
Akademie in Pozſony (Preßburg), wo
er drei Jahre verbrachte. An der Ber-
liner Univerſität hörte er dann ein
Jahr lang neben theologiſchen Vor-
leſungen beſonders ſolche über deutſche
Literaturgeſchichte, weilte zwei weitere
Semeſter in Leipzig u. Jena u. kehrte
dann in die Heimat zurück. Hier war
er zuerſt Vikar in Beszterczebánya,
danach Hilfsprofeſſor am Gymnaſium
in Nyicepyháza, wurde 1889 zum
Pfarrer in Birda gewählt und iſt ſeit
1898 Religionsprofeſſor am Lyzeum
in Késmárk. Er iſt Mitarbeiter an
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Bin
einer Reihe deutſcher humoriſtiſcher
Blätter u. Überſetzer aus dem Unga-
riſchen ins Deutſche.

S:

Freuet euch
des Lebens! (Humor. Ge.), 1907.

Binder, Julius O.,

Pſeudon. für
Julius Jſenbeck; ſ. d.!

*Bindewald, Luiſe,

pſeudon.
Luiſe Hohndorf, wurde am 6.
Oktbr. 1845 zu Wetzlar als die Tochter
des kgl. preußiſchen Verkehrsbeamten
Leidener geboren, der ſpäter nach
Düſſeldorf, Köln u. Barmen verſetzt
ward. Als einziges Kind ihrer Eltern
genoß ſie eine ſorgfältige Erziehung
u. in den höheren Bildungsanſtalten
der genannten Städte eine vortreff-
liche Bildung. Nachdem ſie die auch
in weiteren Kreiſen bekannte höhere
Töchterſchule des Dr. Kleinpaul in
Barmen und die ſich daran ſchließende
Fortbildungsklaſſe abſolviert hatte,
reifte in ihr der Entſchluß, aus den
bisher erworbenen Kenntniſſen gleich-
ſam ein greifbares Fazit zu ziehen u.
das Lehrerinnenexamen zu machen,
den ſie auch 1864 bei der königl. Re-
gierung in Düſſeldorf verwirklichte.
Dann brachte ſie zu ihrer weiteren
Ausbildung ein Jahr in einem eng-
liſchen Penſionate, ſowie auch längere
Zeit in Aachen zu, bis die andauernde
Kränklichkeit der Mutter ſie nötigte,
dem Verfolgen weiterer pädagogiſchen
Zukunftspläne zu entſagen und die
hauswirtſchaftliche Tätigkeit im El-
ternhauſe zu übernehmen. So ſchmerz-
lich ihr dies anfangs war, ſo ſöhnte
ſie die bald darauf (1867) erfolgende
Verſetzung ihres Vaters nach Jena
mit dem Geſchehenen aus; denn das
angenehm wechſelvolle Leben der klei-
nen Univerſitätsſtadt, der Verkehr
mit geiſtreichen Leuten boten ihr eine
Fülle des Neuen und mannigfaltige,
ihre ſchriftſtelleriſche Neigung mächtig
anfachende Genüſſe. Von hier aus
veröffentlichte ſie auch, ermutigt durch
den freundlichen Zuſpruch von Ottilie
Wildermuth, ihre erſten Schriften.
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[240/0244] Bin Bin 1905 als Redaktur der „Neuen Vogt- ländiſchen Zeitung in Plauen i. V. S: Gedichte, 1902. – Media in vita (Ge.), 1904. – Schiffe, die ſcheitern, und andere Erzählungen, 1905. – Neueſtes Seemannsliederbuch, 1905. – Todesfahrten in fernen Meeren (Aus d. Tagebuche e. Seemanns), 1907. *Binder, Helene, geb. am 3. Juni 1855 in Eiſenach, verlebte daſelbſt eine glückliche Jugend und trat nach ihrer Konfirmation zu weiterer Aus- bildung erſt in ein Kindergarten- und dann zu Köthen in das Lehrerinnen- ſeminar, an welchem ſie 1873 ihre Prüfung beſtand. Seitdem wirkte ſie als Erzieherin in Deutſchland und England, als Lehrerin in Liegnitz, als Schulvorſteherin in Homberg u. leitet ſeit 1894 eine höhere Privattöchter- ſchule in Chemnitz (Sachſen). Jhre ſchriftſtelleriſche Tätigkeit gilt vor- wiegend der Schule und der Schul- jugend. Unter den 40 und mehr Ar- beiten, meiſt Kinderſchriften, die ſie bisher veröffentlicht hat, ſind hier hervorzuheben S: Oſterklänge (Ein Oſterlied), 1892. – Engelsſtimmen (D.), 1893. – Jn Kreuzes Hut iſt’s allerweg’ gut (Dn.), 1899. – Jn Gottes Hut (G.), 1895. – Unſere Hoffnung (Dn.), 1892. *Binder, Jenö (d. i. Eugen), geb. am 21. Oktbr. 1862 in Löcſe (Ungarn), abſolvierte das dortige Gymnaſium und bezog darauf die theologiſche Akademie in Pozſony (Preßburg), wo er drei Jahre verbrachte. An der Ber- liner Univerſität hörte er dann ein Jahr lang neben theologiſchen Vor- leſungen beſonders ſolche über deutſche Literaturgeſchichte, weilte zwei weitere Semeſter in Leipzig u. Jena u. kehrte dann in die Heimat zurück. Hier war er zuerſt Vikar in Beszterczebánya, danach Hilfsprofeſſor am Gymnaſium in Nyicepyháza, wurde 1889 zum Pfarrer in Birda gewählt und iſt ſeit 1898 Religionsprofeſſor am Lyzeum in Késmárk. Er iſt Mitarbeiter an einer Reihe deutſcher humoriſtiſcher Blätter u. Überſetzer aus dem Unga- riſchen ins Deutſche. S: Freuet euch des Lebens! (Humor. Ge.), 1907. Binder, Julius O., Pſeudon. für Julius Jſenbeck; ſ. d.! *Bindewald, Luiſe, pſeudon. Luiſe Hohndorf, wurde am 6. Oktbr. 1845 zu Wetzlar als die Tochter des kgl. preußiſchen Verkehrsbeamten Leidener geboren, der ſpäter nach Düſſeldorf, Köln u. Barmen verſetzt ward. Als einziges Kind ihrer Eltern genoß ſie eine ſorgfältige Erziehung u. in den höheren Bildungsanſtalten der genannten Städte eine vortreff- liche Bildung. Nachdem ſie die auch in weiteren Kreiſen bekannte höhere Töchterſchule des Dr. Kleinpaul in Barmen und die ſich daran ſchließende Fortbildungsklaſſe abſolviert hatte, reifte in ihr der Entſchluß, aus den bisher erworbenen Kenntniſſen gleich- ſam ein greifbares Fazit zu ziehen u. das Lehrerinnenexamen zu machen, den ſie auch 1864 bei der königl. Re- gierung in Düſſeldorf verwirklichte. Dann brachte ſie zu ihrer weiteren Ausbildung ein Jahr in einem eng- liſchen Penſionate, ſowie auch längere Zeit in Aachen zu, bis die andauernde Kränklichkeit der Mutter ſie nötigte, dem Verfolgen weiterer pädagogiſchen Zukunftspläne zu entſagen und die hauswirtſchaftliche Tätigkeit im El- ternhauſe zu übernehmen. So ſchmerz- lich ihr dies anfangs war, ſo ſöhnte ſie die bald darauf (1867) erfolgende Verſetzung ihres Vaters nach Jena mit dem Geſchehenen aus; denn das angenehm wechſelvolle Leben der klei- nen Univerſitätsſtadt, der Verkehr mit geiſtreichen Leuten boten ihr eine Fülle des Neuen und mannigfaltige, ihre ſchriftſtelleriſche Neigung mächtig anfachende Genüſſe. Von hier aus veröffentlichte ſie auch, ermutigt durch den freundlichen Zuſpruch von Ottilie Wildermuth, ihre erſten Schriften. Später folgte ſie ihrem Vater an *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 240. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/244>, abgerufen am 19.03.2019.