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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Bro
fahren zu werden und infolgedessen
zu erblinden. Er starb am 18. Aug.
1904. -- Br. war der letzte der Grün-
der des "German Athenaeum" in
London, das er mit fünf anderen
Journalisten und Künstlern 1869 in
einer kleinen Nebenstraße von Tot-
tenham Court-road gegründet hatte.

S:

Gedichte, 1850. - Nordlandfahr-
ten; III, 1882. - Ein Abenteuer im
Tiergarten (Lstsp., Manuskr.) - Aus
der Gesellschaft (Lstsp., Manuskr.).

Bronner, Benno,

Pseudon. für
Wilhelm Molitor; s. d.!

*Bronner, Ferdinand,

pseudon.
Franz Adamus, geb. am 15. Okt.
1867 zu Auschwitz in österr. Schlesien
als der Sohn eines Forstbeamten, be-
suchte das Gymnasium in Bielitz und
die Universitäten zu Wien u. Berlin,
wo er sich hauptsächlich germanisti-
schen u. philosophischen Studien zu-
wandie. Sein Aufenthalt in Berlin
(1889-90) brachte ihm eine Fülle lite-
rarischer Anregungen, seine sich daran
schließenden Wanderjahre, die ihn
nach Böhmen u. Ungarn, nach Nord-
u. Süddeutschland, Belgien u. Eng-
land führten, gewährten ihm tiefe
Blicke in das Leben der Menschen.
Nach Wien zurückgekehrt, erwarb er
sich die Würde eines Dr. phil. u. be-
gann 1894 seine Lehrtätigkeit an
einem Gymnasium daselbst. 1896
wurde er als Professor an die Ober-
realschule in Jägerndorf versetzt, doch
kehrte er schon 1899 an eins der Wie-
ner Gymnasien zurück.

S:

Aus Zeit
und Ewigkeit (Ge.), 1893. - Goethes
römische Elegien und ihre Quellen,
1894. - Jahrhundertwende (Dramen-
zyklus); III, 1899-1905. (Jnhalt:
I. Familie Wawroch. Österr. Dr., 3.
A. 1900. - II. Schmelz der Nibelunge.
Komödie, 1905. - III. Neues Leben.
Unser Kinder Land. Dr., 1902.)

*Bronner, Franz Joseph,

geb.
am 28. August 1860 in Höchstedt
(Bayern), widmete sich dem Berufe
eines Lehrers, wirkte als solcher län-
[Spaltenumbruch]

Bro
gere Zeit in Traunstein und kam von
hier 1899 nach Jngolstadt. Nach sei-
ner Pensionierung (1907) siedelte er
nach München über.

S:

Kriewige
G'schicht'n aus dem Gebirg, 1894.
- Bayerisch Land und Volk in Wort
und Bild; II, 1897-98. - Der Pilgrim,
oder: Sylvester in der Gebirgshütte
(Dram. M.), 1898.

Brook, A.,

Pseudon. für Johanna
Antonie Brökel; s. d.!

*Brook, Marie,

psendon. Marie
Prigge-Brook,
wurde am 24.
Februar 1860 in Aachen geboren und
verlebte dort eine sonnige Kindheit.
Jm Jahre 1877 verheiratete sie sich
und verließ das Vaterhaus. Ein häu-
figer Wechsel des Wohnorts u. weite
u. schöne Reisen drängten sich in den
Jahren ihrer kurzen Ehe. Früh ver-
witwet u. auf sich allein gestellt, lebte
sie in der Folge teils auf Reisen, teils
an verschiedenen Orten der Erziehung
ihrer zwei Söhne, daneben immer
dem Drange nachgebend, ihre geisti-
gen Kräfte, die sie in ihrem kleinen
Haushalte nicht verwerten konnte,
nutzbar zu machen. Doch erst nach
Genesung von einer längeren Krank-
heit betätigte sie sich als Schriftstel-
lerin, indem sie zunächst ihre Reise-
eindrücke und sonstige Skizzen und
Novellen feuilletonistisch verwertete.
Die Schriftstellerin lebt jetzt in
Schöneberg bei Berlin.

S:

Kleine
Herzensgeschichten, 1898. - Ein ver-
lorenes Leben (N.), 1900. - Seine
Tochter. Jhre Schuld (2 Nn.), 1900.
- Spätes Glück (N.), 1900. - Um des
Kindes willen (R.), 1901. - Familie
Turbilius (R.), 1904. - Jhre Schuld
(Krim.-N., sep.), 1905.

Brown, Pauline,

wurde am
24. Dezember 1800 zu Sagan als die
Tochter des herzogl. Kammerherrn
und Hofmarschalls des Herzogs von
Sagan, Friedr. Paul Förster, ge-
boren, und verlebte, da ihre Mutter
schon ein Jahr später starb, und sie
unter der Mißgunst ihrer älteren Ge-

*


[Spaltenumbruch]

Bro
fahren zu werden und infolgedeſſen
zu erblinden. Er ſtarb am 18. Aug.
1904. — Br. war der letzte der Grün-
der des „German Athenaeum“ in
London, das er mit fünf anderen
Journaliſten und Künſtlern 1869 in
einer kleinen Nebenſtraße von Tot-
tenham Court-road gegründet hatte.

S:

Gedichte, 1850. – Nordlandfahr-
ten; III, 1882. – Ein Abenteuer im
Tiergarten (Lſtſp., Manuſkr.) – Aus
der Geſellſchaft (Lſtſp., Manuſkr.).

Bronner, Benno,

Pſeudon. für
Wilhelm Molitor; ſ. d.!

*Bronner, Ferdinand,

pſeudon.
Franz Adamus, geb. am 15. Okt.
1867 zu Auſchwitz in öſterr. Schleſien
als der Sohn eines Forſtbeamten, be-
ſuchte das Gymnaſium in Bielitz und
die Univerſitäten zu Wien u. Berlin,
wo er ſich hauptſächlich germaniſti-
ſchen u. philoſophiſchen Studien zu-
wandie. Sein Aufenthalt in Berlin
(1889–90) brachte ihm eine Fülle lite-
rariſcher Anregungen, ſeine ſich daran
ſchließenden Wanderjahre, die ihn
nach Böhmen u. Ungarn, nach Nord-
u. Süddeutſchland, Belgien u. Eng-
land führten, gewährten ihm tiefe
Blicke in das Leben der Menſchen.
Nach Wien zurückgekehrt, erwarb er
ſich die Würde eines Dr. phil. u. be-
gann 1894 ſeine Lehrtätigkeit an
einem Gymnaſium daſelbſt. 1896
wurde er als Profeſſor an die Ober-
realſchule in Jägerndorf verſetzt, doch
kehrte er ſchon 1899 an eins der Wie-
ner Gymnaſien zurück.

S:

Aus Zeit
und Ewigkeit (Ge.), 1893. – Goethes
römiſche Elegien und ihre Quellen,
1894. – Jahrhundertwende (Dramen-
zyklus); III, 1899–1905. (Jnhalt:
I. Familie Wawroch. Öſterr. Dr., 3.
A. 1900. – II. Schmelz der Nibelunge.
Komödie, 1905. – III. Neues Leben.
Unſer Kinder Land. Dr., 1902.)

*Bronner, Franz Joſeph,

geb.
am 28. Auguſt 1860 in Höchſtedt
(Bayern), widmete ſich dem Berufe
eines Lehrers, wirkte als ſolcher län-
[Spaltenumbruch]

Bro
gere Zeit in Traunſtein und kam von
hier 1899 nach Jngolſtadt. Nach ſei-
ner Penſionierung (1907) ſiedelte er
nach München über.

S:

Kriewige
G’ſchicht’n aus dem Gebirg, 1894.
– Bayeriſch Land und Volk in Wort
und Bild; II, 1897–98. – Der Pilgrim,
oder: Sylveſter in der Gebirgshütte
(Dram. M.), 1898.

Brook, A.,

Pſeudon. für Johanna
Antonie Brökel; ſ. d.!

*Brook, Marie,

pſendon. Marie
Prigge-Brook,
wurde am 24.
Februar 1860 in Aachen geboren und
verlebte dort eine ſonnige Kindheit.
Jm Jahre 1877 verheiratete ſie ſich
und verließ das Vaterhaus. Ein häu-
figer Wechſel des Wohnorts u. weite
u. ſchöne Reiſen drängten ſich in den
Jahren ihrer kurzen Ehe. Früh ver-
witwet u. auf ſich allein geſtellt, lebte
ſie in der Folge teils auf Reiſen, teils
an verſchiedenen Orten der Erziehung
ihrer zwei Söhne, daneben immer
dem Drange nachgebend, ihre geiſti-
gen Kräfte, die ſie in ihrem kleinen
Haushalte nicht verwerten konnte,
nutzbar zu machen. Doch erſt nach
Geneſung von einer längeren Krank-
heit betätigte ſie ſich als Schriftſtel-
lerin, indem ſie zunächſt ihre Reiſe-
eindrücke und ſonſtige Skizzen und
Novellen feuilletoniſtiſch verwertete.
Die Schriftſtellerin lebt jetzt in
Schöneberg bei Berlin.

S:

Kleine
Herzensgeſchichten, 1898. – Ein ver-
lorenes Leben (N.), 1900. – Seine
Tochter. Jhre Schuld (2 Nn.), 1900.
– Spätes Glück (N.), 1900. – Um des
Kindes willen (R.), 1901. – Familie
Turbilius (R.), 1904. – Jhre Schuld
(Krim.-N., ſep.), 1905.

Brown, Pauline,

wurde am
24. Dezember 1800 zu Sagan als die
Tochter des herzogl. Kammerherrn
und Hofmarſchalls des Herzogs von
Sagan, Friedr. Paul Förſter, ge-
boren, und verlebte, da ihre Mutter
ſchon ein Jahr ſpäter ſtarb, und ſie
unter der Mißgunſt ihrer älteren Ge-

*
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[357/0361] Bro Bro fahren zu werden und infolgedeſſen zu erblinden. Er ſtarb am 18. Aug. 1904. — Br. war der letzte der Grün- der des „German Athenaeum“ in London, das er mit fünf anderen Journaliſten und Künſtlern 1869 in einer kleinen Nebenſtraße von Tot- tenham Court-road gegründet hatte. S: Gedichte, 1850. – Nordlandfahr- ten; III, 1882. – Ein Abenteuer im Tiergarten (Lſtſp., Manuſkr.) – Aus der Geſellſchaft (Lſtſp., Manuſkr.). Bronner, Benno, Pſeudon. für Wilhelm Molitor; ſ. d.! *Bronner, Ferdinand, pſeudon. Franz Adamus, geb. am 15. Okt. 1867 zu Auſchwitz in öſterr. Schleſien als der Sohn eines Forſtbeamten, be- ſuchte das Gymnaſium in Bielitz und die Univerſitäten zu Wien u. Berlin, wo er ſich hauptſächlich germaniſti- ſchen u. philoſophiſchen Studien zu- wandie. Sein Aufenthalt in Berlin (1889–90) brachte ihm eine Fülle lite- rariſcher Anregungen, ſeine ſich daran ſchließenden Wanderjahre, die ihn nach Böhmen u. Ungarn, nach Nord- u. Süddeutſchland, Belgien u. Eng- land führten, gewährten ihm tiefe Blicke in das Leben der Menſchen. Nach Wien zurückgekehrt, erwarb er ſich die Würde eines Dr. phil. u. be- gann 1894 ſeine Lehrtätigkeit an einem Gymnaſium daſelbſt. 1896 wurde er als Profeſſor an die Ober- realſchule in Jägerndorf verſetzt, doch kehrte er ſchon 1899 an eins der Wie- ner Gymnaſien zurück. S: Aus Zeit und Ewigkeit (Ge.), 1893. – Goethes römiſche Elegien und ihre Quellen, 1894. – Jahrhundertwende (Dramen- zyklus); III, 1899–1905. (Jnhalt: I. Familie Wawroch. Öſterr. Dr., 3. A. 1900. – II. Schmelz der Nibelunge. Komödie, 1905. – III. Neues Leben. Unſer Kinder Land. Dr., 1902.) *Bronner, Franz Joſeph, geb. am 28. Auguſt 1860 in Höchſtedt (Bayern), widmete ſich dem Berufe eines Lehrers, wirkte als ſolcher län- gere Zeit in Traunſtein und kam von hier 1899 nach Jngolſtadt. Nach ſei- ner Penſionierung (1907) ſiedelte er nach München über. S: Kriewige G’ſchicht’n aus dem Gebirg, 1894. – Bayeriſch Land und Volk in Wort und Bild; II, 1897–98. – Der Pilgrim, oder: Sylveſter in der Gebirgshütte (Dram. M.), 1898. Brook, A., Pſeudon. für Johanna Antonie Brökel; ſ. d.! *Brook, Marie, pſendon. Marie Prigge-Brook, wurde am 24. Februar 1860 in Aachen geboren und verlebte dort eine ſonnige Kindheit. Jm Jahre 1877 verheiratete ſie ſich und verließ das Vaterhaus. Ein häu- figer Wechſel des Wohnorts u. weite u. ſchöne Reiſen drängten ſich in den Jahren ihrer kurzen Ehe. Früh ver- witwet u. auf ſich allein geſtellt, lebte ſie in der Folge teils auf Reiſen, teils an verſchiedenen Orten der Erziehung ihrer zwei Söhne, daneben immer dem Drange nachgebend, ihre geiſti- gen Kräfte, die ſie in ihrem kleinen Haushalte nicht verwerten konnte, nutzbar zu machen. Doch erſt nach Geneſung von einer längeren Krank- heit betätigte ſie ſich als Schriftſtel- lerin, indem ſie zunächſt ihre Reiſe- eindrücke und ſonſtige Skizzen und Novellen feuilletoniſtiſch verwertete. Die Schriftſtellerin lebt jetzt in Schöneberg bei Berlin. S: Kleine Herzensgeſchichten, 1898. – Ein ver- lorenes Leben (N.), 1900. – Seine Tochter. Jhre Schuld (2 Nn.), 1900. – Spätes Glück (N.), 1900. – Um des Kindes willen (R.), 1901. – Familie Turbilius (R.), 1904. – Jhre Schuld (Krim.-N., ſep.), 1905. Brown, Pauline, wurde am 24. Dezember 1800 zu Sagan als die Tochter des herzogl. Kammerherrn und Hofmarſchalls des Herzogs von Sagan, Friedr. Paul Förſter, ge- boren, und verlebte, da ihre Mutter ſchon ein Jahr ſpäter ſtarb, und ſie unter der Mißgunſt ihrer älteren Ge- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 357. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/361>, abgerufen am 24.03.2019.