Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite


[Spaltenumbruch]

Bru
ist die Tochter des Herzogs Ludwig
in Bayern aus seiner ersten Ehe mit
der Schauspielerin Henriette Mandel,
die zu einer Freifrau v. Wallersee
erhoben ward, u. wurde am 24. Nov.
1858 geb. Jhre Erziehung, körperliche
und geistige Ausbildung erhielt sie
vorwiegend in München. Als sie hier
im Alter von etwa 16 Jahren ihrer
Tante, der Kaiserin Elisabeth von
Österreich, vorgestellt wurde, fand
diese ein ganz besonderes Wohlgefal-
len an ihrer Nichte, so daß sie die
junge Dame mit nach Wien nahm, wo
diese in der aristokratischen Gesell-
schaft bald als leuchtender Stern
glänzte. Unter solchem Protektorate
fand sich denn auch bald ein hochari-
stokratischer Freier, und am 20. Okt.
1877 vermählte sich Maria in Gödöllö
mit dem Grafen Georg Larisch aus
der österreich. Linie Larisch-Mönnich.
Die junge Gräfin wurde Palastdame
der Kaiserin, Wanderungs-Ordens-
dame u. Ehrendame des bayerischen
Theresien-Ordens; sie spielte bald eine
große Rolle in der hohen Gesellschaft
u. ihr Haus wurde ein Sammelplatz
der lebenslustigen jungen Kavaliere
und Komtessen. Jn ihrem Hause
lernte Kronprinz Rudolf die junge
Baronesse Vetsera kennen, mit der er
später (1889) gemeinsam in den Tod
ging. Seit diesem Ereignis lebte die
Gräfin Larisch, die man für das Un-
glück mit verantwortlich machen woll-
te, fern von Wien auf ihrem Schlosse
in Österreich-Schlesien, bis sie im
Jahre 1896 nach neunzehnjähriger
Ehe ihren Gatten u. ihre fünf Kinder
verließ u. nach erfolgter Ehescheidung
sich im Mai 1897 mit dem Hofopern-
sänger Otto Brucks in München ver-
heiratete. Letzterer leitete im folgen-
den Jahrzehnt verschiedene Bühnen
und ist seit 1906 Direktor des Stadt-
theaters in Metz.

S:

Ein Königs-
märchen (Aus dem Leben Königs
Ludwig II. von Bayern), 1898. - Eine
arme Königin (R.), 1900.

[Spaltenumbruch]
Bru
Bruger, Karl Heinrich,

* am 7.
Dezbr. 1800 zu Schwerin in Mecklen-
burg, besuchte das dortige Gymna-
sium, an dem sein Vater Konrektor
war, und studierte seit 1819 in Bonn
Theologie und Philosophie. Nachdem
er sich die Würde eines Lic. theol. er-
worben hatte und 1828 in Erlangen
zum Dr. promoviert worden war,
nahm er eine Hauslehrerstelle in einer
vornehmen Familie in Schwerin und
später in Warsow bei Schwerin an,
wurde in diesem Orte 1834 Pastor u.
wirkte hier bis zu seinem Übertritt in
den Ruhestand (1851). Danach sie-
delte er erst nach Grevismühlen und
später nach Schwerin über u. ist hier
am 17. Febr. 1862 +.

S:

Gedichte, 1831.

Brügge, Walter,

Pseud. für F. G.
Ahrens, s. d. im Nachtrage!

Brugger, Hans,

geb. am 1. Juli
1860, Dr. phil., (1892) Sekundar-
lehrer in Langenthal, Kanton Bern,
(1901) Seminarlehrer in Hofwil bei
Bern.

S:

Berns Aufgang, Kiburgs
Niedergang (Schsp.), 1894. - Niko-
laus Manuel (Schsp.), 1897. - Aus
bernischer Volkssage, 1902. - Leuen-
berger und Schybi in Langenthal
1653 (Dram. Bild), 1893.

*Brugger, Marie,

geb. am 23.
März 1860 zu St. Wendel im Reg.-
Bez. Trier, entfaltete schon in ihrer
Jugend viel Talent für Musik und
Poesie, doch war ihr leider keine Ge-
legenheit geboten, dasselbe weiter
auszubilden. Erst nach Jahren, nach-
dem sie sich mit dem Regierungsbau-
meister B. verheiratet hatte, trat sie
mit Gedichten und Liedern in die
Öffentlichkeit. Mehrere derselben sind
von hervorragenden Musikern in Mu-
sik gesetzt worden. Die Dichterin lebte
in München, bis sie 1901 nach Beu-
then in Oberschlesien übersiedelte, wo
ihr Gatte die Stelle eines Stadtbau-
rats bekleidet.

S:

Die heilige Ur-
sula (D.), Köln o. J. - Lieder einer
kleinen Frau, 1898. - Die Friedens-
eiche (Schsp.), 1900.

*


[Spaltenumbruch]

Bru
iſt die Tochter des Herzogs Ludwig
in Bayern aus ſeiner erſten Ehe mit
der Schauſpielerin Henriette Mandel,
die zu einer Freifrau v. Wallerſee
erhoben ward, u. wurde am 24. Nov.
1858 geb. Jhre Erziehung, körperliche
und geiſtige Ausbildung erhielt ſie
vorwiegend in München. Als ſie hier
im Alter von etwa 16 Jahren ihrer
Tante, der Kaiſerin Eliſabeth von
Öſterreich, vorgeſtellt wurde, fand
dieſe ein ganz beſonderes Wohlgefal-
len an ihrer Nichte, ſo daß ſie die
junge Dame mit nach Wien nahm, wo
dieſe in der ariſtokratiſchen Geſell-
ſchaft bald als leuchtender Stern
glänzte. Unter ſolchem Protektorate
fand ſich denn auch bald ein hochari-
ſtokratiſcher Freier, und am 20. Okt.
1877 vermählte ſich Maria in Gödöllö
mit dem Grafen Georg Lariſch aus
der öſterreich. Linie Lariſch-Mönnich.
Die junge Gräfin wurde Palaſtdame
der Kaiſerin, Wanderungs-Ordens-
dame u. Ehrendame des bayeriſchen
Thereſien-Ordens; ſie ſpielte bald eine
große Rolle in der hohen Geſellſchaft
u. ihr Haus wurde ein Sammelplatz
der lebensluſtigen jungen Kavaliere
und Komteſſen. Jn ihrem Hauſe
lernte Kronprinz Rudolf die junge
Baroneſſe Vetſera kennen, mit der er
ſpäter (1889) gemeinſam in den Tod
ging. Seit dieſem Ereignis lebte die
Gräfin Lariſch, die man für das Un-
glück mit verantwortlich machen woll-
te, fern von Wien auf ihrem Schloſſe
in Öſterreich-Schleſien, bis ſie im
Jahre 1896 nach neunzehnjähriger
Ehe ihren Gatten u. ihre fünf Kinder
verließ u. nach erfolgter Eheſcheidung
ſich im Mai 1897 mit dem Hofopern-
ſänger Otto Brucks in München ver-
heiratete. Letzterer leitete im folgen-
den Jahrzehnt verſchiedene Bühnen
und iſt ſeit 1906 Direktor des Stadt-
theaters in Metz.

S:

Ein Königs-
märchen (Aus dem Leben Königs
Ludwig II. von Bayern), 1898. – Eine
arme Königin (R.), 1900.

[Spaltenumbruch]
Bru
Bruger, Karl Heinrich,

* am 7.
Dezbr. 1800 zu Schwerin in Mecklen-
burg, beſuchte das dortige Gymna-
ſium, an dem ſein Vater Konrektor
war, und ſtudierte ſeit 1819 in Bonn
Theologie und Philoſophie. Nachdem
er ſich die Würde eines Lic. theol. er-
worben hatte und 1828 in Erlangen
zum Dr. promoviert worden war,
nahm er eine Hauslehrerſtelle in einer
vornehmen Familie in Schwerin und
ſpäter in Warſow bei Schwerin an,
wurde in dieſem Orte 1834 Paſtor u.
wirkte hier bis zu ſeinem Übertritt in
den Ruheſtand (1851). Danach ſie-
delte er erſt nach Grevismühlen und
ſpäter nach Schwerin über u. iſt hier
am 17. Febr. 1862 †.

S:

Gedichte, 1831.

Brügge, Walter,

Pſeud. für F. G.
Ahrens, ſ. d. im Nachtrage!

Brugger, Hans,

geb. am 1. Juli
1860, Dr. phil., (1892) Sekundar-
lehrer in Langenthal, Kanton Bern,
(1901) Seminarlehrer in Hofwil bei
Bern.

S:

Berns Aufgang, Kiburgs
Niedergang (Schſp.), 1894. – Niko-
laus Manuel (Schſp.), 1897. – Aus
berniſcher Volksſage, 1902. – Leuen-
berger und Schybi in Langenthal
1653 (Dram. Bild), 1893.

*Brugger, Marie,

geb. am 23.
März 1860 zu St. Wendel im Reg.-
Bez. Trier, entfaltete ſchon in ihrer
Jugend viel Talent für Muſik und
Poeſie, doch war ihr leider keine Ge-
legenheit geboten, dasſelbe weiter
auszubilden. Erſt nach Jahren, nach-
dem ſie ſich mit dem Regierungsbau-
meiſter B. verheiratet hatte, trat ſie
mit Gedichten und Liedern in die
Öffentlichkeit. Mehrere derſelben ſind
von hervorragenden Muſikern in Mu-
ſik geſetzt worden. Die Dichterin lebte
in München, bis ſie 1901 nach Beu-
then in Oberſchleſien überſiedelte, wo
ihr Gatte die Stelle eines Stadtbau-
rats bekleidet.

S:

Die heilige Ur-
ſula (D.), Köln o. J. – Lieder einer
kleinen Frau, 1898. – Die Friedens-
eiche (Schſp.), 1900.

*
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="index" n="1">
        <p><pb facs="#f0364" n="360"/><lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Bru</hi></fw><lb/>
i&#x017F;t die Tochter des Herzogs Ludwig<lb/>
in Bayern aus &#x017F;einer er&#x017F;ten Ehe mit<lb/>
der Schau&#x017F;pielerin Henriette Mandel,<lb/>
die zu einer Freifrau v. <hi rendition="#g">Waller&#x017F;ee</hi><lb/>
erhoben ward, u. wurde am 24. Nov.<lb/>
1858 geb. Jhre Erziehung, körperliche<lb/>
und gei&#x017F;tige Ausbildung erhielt &#x017F;ie<lb/>
vorwiegend in München. Als &#x017F;ie hier<lb/>
im Alter von etwa 16 Jahren ihrer<lb/>
Tante, der Kai&#x017F;erin Eli&#x017F;abeth von<lb/>
Ö&#x017F;terreich, vorge&#x017F;tellt wurde, fand<lb/>
die&#x017F;e ein ganz be&#x017F;onderes Wohlgefal-<lb/>
len an ihrer Nichte, &#x017F;o daß &#x017F;ie die<lb/>
junge Dame mit nach Wien nahm, wo<lb/>
die&#x017F;e in der ari&#x017F;tokrati&#x017F;chen Ge&#x017F;ell-<lb/>
&#x017F;chaft bald als leuchtender Stern<lb/>
glänzte. Unter &#x017F;olchem Protektorate<lb/>
fand &#x017F;ich denn auch bald ein hochari-<lb/>
&#x017F;tokrati&#x017F;cher Freier, und am 20. Okt.<lb/>
1877 vermählte &#x017F;ich Maria in Gödöllö<lb/>
mit dem Grafen Georg <hi rendition="#g">Lari&#x017F;ch</hi> aus<lb/>
der ö&#x017F;terreich. Linie Lari&#x017F;ch-Mönnich.<lb/>
Die junge Gräfin wurde Pala&#x017F;tdame<lb/>
der Kai&#x017F;erin, Wanderungs-Ordens-<lb/>
dame u. Ehrendame des bayeri&#x017F;chen<lb/>
There&#x017F;ien-Ordens; &#x017F;ie &#x017F;pielte bald eine<lb/>
große Rolle in der hohen Ge&#x017F;ell&#x017F;chaft<lb/>
u. ihr Haus wurde ein Sammelplatz<lb/>
der lebenslu&#x017F;tigen jungen Kavaliere<lb/>
und Komte&#x017F;&#x017F;en. Jn ihrem Hau&#x017F;e<lb/>
lernte Kronprinz Rudolf die junge<lb/>
Barone&#x017F;&#x017F;e Vet&#x017F;era kennen, mit der er<lb/>
&#x017F;päter (1889) gemein&#x017F;am in den Tod<lb/>
ging. Seit die&#x017F;em Ereignis lebte die<lb/>
Gräfin Lari&#x017F;ch, die man für das Un-<lb/>
glück mit verantwortlich machen woll-<lb/>
te, fern von Wien auf ihrem Schlo&#x017F;&#x017F;e<lb/>
in Ö&#x017F;terreich-Schle&#x017F;ien, bis &#x017F;ie im<lb/>
Jahre 1896 nach neunzehnjähriger<lb/>
Ehe ihren Gatten u. ihre fünf Kinder<lb/>
verließ u. nach erfolgter Ehe&#x017F;cheidung<lb/>
&#x017F;ich im Mai 1897 mit dem Hofopern-<lb/>
&#x017F;änger Otto Brucks in München ver-<lb/>
heiratete. Letzterer leitete im folgen-<lb/>
den Jahrzehnt ver&#x017F;chiedene Bühnen<lb/>
und i&#x017F;t &#x017F;eit 1906 Direktor des Stadt-<lb/>
theaters in Metz. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Ein Königs-<lb/>
märchen (Aus dem Leben Königs<lb/>
Ludwig <hi rendition="#aq">II.</hi> von Bayern), 1898. &#x2013; Eine<lb/>
arme Königin (R.), 1900.</p><lb/>
          <cb/><lb/>
          <fw type="header" place="top"> <hi rendition="#g">Bru</hi> </fw><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head><hi rendition="#b">Bruger,</hi><hi rendition="#g">Karl</hi> Heinrich,</head>
        <p> * am 7.<lb/>
Dezbr. 1800 zu Schwerin in Mecklen-<lb/>
burg, be&#x017F;uchte das dortige Gymna-<lb/>
&#x017F;ium, an dem &#x017F;ein Vater Konrektor<lb/>
war, und &#x017F;tudierte &#x017F;eit 1819 in Bonn<lb/>
Theologie und Philo&#x017F;ophie. Nachdem<lb/>
er &#x017F;ich die Würde eines <hi rendition="#aq">Lic. theol.</hi> er-<lb/>
worben hatte und 1828 in Erlangen<lb/>
zum <hi rendition="#aq">Dr.</hi> promoviert worden war,<lb/>
nahm er eine Hauslehrer&#x017F;telle in einer<lb/>
vornehmen Familie in Schwerin und<lb/>
&#x017F;päter in War&#x017F;ow bei Schwerin an,<lb/>
wurde in die&#x017F;em Orte 1834 Pa&#x017F;tor u.<lb/>
wirkte hier bis zu &#x017F;einem Übertritt in<lb/>
den Ruhe&#x017F;tand (1851). Danach &#x017F;ie-<lb/>
delte er er&#x017F;t nach Grevismühlen und<lb/>
&#x017F;päter nach Schwerin über u. i&#x017F;t hier<lb/>
am 17. Febr. 1862 &#x2020;. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Gedichte, 1831.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head><hi rendition="#b">Brügge,</hi> Walter,</head>
        <p> P&#x017F;eud. für F. G.<lb/><hi rendition="#g">Ahrens,</hi> &#x017F;. d. im Nachtrage!</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head><hi rendition="#b">Brugger,</hi> Hans,</head>
        <p> geb. am 1. Juli<lb/>
1860, <hi rendition="#aq">Dr. phil.,</hi> (1892) Sekundar-<lb/>
lehrer in Langenthal, Kanton Bern,<lb/>
(1901) Seminarlehrer in Hofwil bei<lb/>
Bern. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Berns Aufgang, Kiburgs<lb/>
Niedergang (Sch&#x017F;p.), 1894. &#x2013; Niko-<lb/>
laus Manuel (Sch&#x017F;p.), 1897. &#x2013; Aus<lb/>
berni&#x017F;cher Volks&#x017F;age, 1902. &#x2013; Leuen-<lb/>
berger und Schybi in Langenthal<lb/>
1653 (Dram. Bild), 1893.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<hi rendition="#b">Brugger,</hi> Marie,</head>
        <p> geb. am 23.<lb/>
März 1860 zu St. Wendel im Reg.-<lb/>
Bez. Trier, entfaltete &#x017F;chon in ihrer<lb/>
Jugend viel Talent für Mu&#x017F;ik und<lb/>
Poe&#x017F;ie, doch war ihr leider keine Ge-<lb/>
legenheit geboten, das&#x017F;elbe weiter<lb/>
auszubilden. Er&#x017F;t nach Jahren, nach-<lb/>
dem &#x017F;ie &#x017F;ich mit dem Regierungsbau-<lb/>
mei&#x017F;ter B. verheiratet hatte, trat &#x017F;ie<lb/>
mit Gedichten und Liedern in die<lb/>
Öffentlichkeit. Mehrere der&#x017F;elben &#x017F;ind<lb/>
von hervorragenden Mu&#x017F;ikern in Mu-<lb/>
&#x017F;ik ge&#x017F;etzt worden. Die Dichterin lebte<lb/>
in München, bis &#x017F;ie 1901 nach Beu-<lb/>
then in Ober&#x017F;chle&#x017F;ien über&#x017F;iedelte, wo<lb/>
ihr Gatte die Stelle eines Stadtbau-<lb/>
rats bekleidet. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Die heilige Ur-<lb/>
&#x017F;ula (D.), Köln o. J. &#x2013; Lieder einer<lb/>
kleinen Frau, 1898. &#x2013; Die Friedens-<lb/>
eiche (Sch&#x017F;p.), 1900.</p><lb/>
          <fw type="sig" place="bottom">*</fw><lb/>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[360/0364] Bru Bru iſt die Tochter des Herzogs Ludwig in Bayern aus ſeiner erſten Ehe mit der Schauſpielerin Henriette Mandel, die zu einer Freifrau v. Wallerſee erhoben ward, u. wurde am 24. Nov. 1858 geb. Jhre Erziehung, körperliche und geiſtige Ausbildung erhielt ſie vorwiegend in München. Als ſie hier im Alter von etwa 16 Jahren ihrer Tante, der Kaiſerin Eliſabeth von Öſterreich, vorgeſtellt wurde, fand dieſe ein ganz beſonderes Wohlgefal- len an ihrer Nichte, ſo daß ſie die junge Dame mit nach Wien nahm, wo dieſe in der ariſtokratiſchen Geſell- ſchaft bald als leuchtender Stern glänzte. Unter ſolchem Protektorate fand ſich denn auch bald ein hochari- ſtokratiſcher Freier, und am 20. Okt. 1877 vermählte ſich Maria in Gödöllö mit dem Grafen Georg Lariſch aus der öſterreich. Linie Lariſch-Mönnich. Die junge Gräfin wurde Palaſtdame der Kaiſerin, Wanderungs-Ordens- dame u. Ehrendame des bayeriſchen Thereſien-Ordens; ſie ſpielte bald eine große Rolle in der hohen Geſellſchaft u. ihr Haus wurde ein Sammelplatz der lebensluſtigen jungen Kavaliere und Komteſſen. Jn ihrem Hauſe lernte Kronprinz Rudolf die junge Baroneſſe Vetſera kennen, mit der er ſpäter (1889) gemeinſam in den Tod ging. Seit dieſem Ereignis lebte die Gräfin Lariſch, die man für das Un- glück mit verantwortlich machen woll- te, fern von Wien auf ihrem Schloſſe in Öſterreich-Schleſien, bis ſie im Jahre 1896 nach neunzehnjähriger Ehe ihren Gatten u. ihre fünf Kinder verließ u. nach erfolgter Eheſcheidung ſich im Mai 1897 mit dem Hofopern- ſänger Otto Brucks in München ver- heiratete. Letzterer leitete im folgen- den Jahrzehnt verſchiedene Bühnen und iſt ſeit 1906 Direktor des Stadt- theaters in Metz. S: Ein Königs- märchen (Aus dem Leben Königs Ludwig II. von Bayern), 1898. – Eine arme Königin (R.), 1900. Bruger, Karl Heinrich, * am 7. Dezbr. 1800 zu Schwerin in Mecklen- burg, beſuchte das dortige Gymna- ſium, an dem ſein Vater Konrektor war, und ſtudierte ſeit 1819 in Bonn Theologie und Philoſophie. Nachdem er ſich die Würde eines Lic. theol. er- worben hatte und 1828 in Erlangen zum Dr. promoviert worden war, nahm er eine Hauslehrerſtelle in einer vornehmen Familie in Schwerin und ſpäter in Warſow bei Schwerin an, wurde in dieſem Orte 1834 Paſtor u. wirkte hier bis zu ſeinem Übertritt in den Ruheſtand (1851). Danach ſie- delte er erſt nach Grevismühlen und ſpäter nach Schwerin über u. iſt hier am 17. Febr. 1862 †. S: Gedichte, 1831. Brügge, Walter, Pſeud. für F. G. Ahrens, ſ. d. im Nachtrage! Brugger, Hans, geb. am 1. Juli 1860, Dr. phil., (1892) Sekundar- lehrer in Langenthal, Kanton Bern, (1901) Seminarlehrer in Hofwil bei Bern. S: Berns Aufgang, Kiburgs Niedergang (Schſp.), 1894. – Niko- laus Manuel (Schſp.), 1897. – Aus berniſcher Volksſage, 1902. – Leuen- berger und Schybi in Langenthal 1653 (Dram. Bild), 1893. *Brugger, Marie, geb. am 23. März 1860 zu St. Wendel im Reg.- Bez. Trier, entfaltete ſchon in ihrer Jugend viel Talent für Muſik und Poeſie, doch war ihr leider keine Ge- legenheit geboten, dasſelbe weiter auszubilden. Erſt nach Jahren, nach- dem ſie ſich mit dem Regierungsbau- meiſter B. verheiratet hatte, trat ſie mit Gedichten und Liedern in die Öffentlichkeit. Mehrere derſelben ſind von hervorragenden Muſikern in Mu- ſik geſetzt worden. Die Dichterin lebte in München, bis ſie 1901 nach Beu- then in Oberſchleſien überſiedelte, wo ihr Gatte die Stelle eines Stadtbau- rats bekleidet. S: Die heilige Ur- ſula (D.), Köln o. J. – Lieder einer kleinen Frau, 1898. – Die Friedens- eiche (Schſp.), 1900. *

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/364
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 360. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/364>, abgerufen am 22.03.2019.