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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Chi
heim u. Schomberg die Herausgabe
der Werke Anzengrubers. Als Schil-
derer des Wiener Volkslebens steht
C. unübertroffen da, und in der Frau
Sopherl vom Naschmarkt hat er die
Berliner Frau Wilhelmine Buchholz
Julius Stindes glücklich wiederge-
geben. Seit 1893 gehört er wieder
der Redaktion des "Wiener Tagbl."
u. seit 1890 der Redaktion der "Öster-
reich. Volkszeitung" an und gibt seit
1897 das illustrierte Familienblatt
"Wiener Bilder" heraus.

S:

Einer
vom alten Schlag (Volksst. mit C.
Karlweiß), 1886. - Aus dem Klein-
leben der Großstadt, 1886. 2. A. 1897.
- Wiener vom Grund (Bilder), 1888.
3. A. 1901. - Bei uns z'Haus (Genre-
bilder), 1888. 3. A. 1902. - Wo die
alten Häuser stehn (Bilder u. Humo-
resk.), 1889. 2. A. 1903. - Die Frau
Sopherl vom Naschmarkt (P., mit L.
Krenn), 1890. - Einer von d. Burg-
musik (P., mit L. Krenn), 1892. -
Klein-Bürger von Groß-Wien (Ern-
stes und Heiteres), 1892. - Der letzte
Kreuzer (P., mit L. Krenn), 1893. -
Wiener Typen (Humorist. Bilder),
1893. - Wiener vom alten Schlag
(Heitere u. ernste Bilder a. d. Volks-
leben Wiens), 1895. - Eine, die's ver-
steht (Lokalpolitische Standreden der
Frau Sopherl vom Naschmarkt), 1895.
- Der Weltuntergang (Eine Phan-
tasie a. d. J. 1900), 1897. - Wiener
Bilder (Ernstes und Heiteres a. dem
Wiener Volksleben), 1900. - Wiener
Leut' von gestern und heut, 1900. -
Aus'm Herzen heraus (Wiener Volks-
stück), 1901. - Ludwig Ganghofer
(Ein Lebensbild), 1905. - Seltsame
Reisen des Herrn Adabei u. anderes,
1908. - Aus Alt- und Neu-Wien (Sk.
a. d. Wiener Volksleben), 1910.

Chillonius,

Pseud. für Joseph
von Doblhoff;
s. d.!

Chop, Karl,

* am 2. März 1825 zu
Sondershausen in Schwarzburg als
der Sohn des fürstl. Staatsministers,
studierte nach gründlicher Vorbildung
[Spaltenumbruch]

Cho
von 1845-48 in Leipzig die Rechte u.
ließ sich dann in seiner Vaterstadt als
Rechtsanwalt u. Notar nieder. Seine
freie Zeit widmete er philosophischen,
literarischen und besonders natur-
wissenschaftlichen Studien, war auch
Vorstand der meteorologischen Sta-
tion in Sondershausen. Er starb da-
selbst am 31. Dezbr. 1882.

S:

Poesie
u. Verbrechen (Eine Glosse in Prosa),
1854.

*Chop, Max,

pseud. M. Charles,
wurde am 17. Mai 1862 zu Greußen
im Fürstentum Schwarzburg-Son-
dershausen als der Sohn des Amts-
gerichtsrats A. Chop und Neffe des
obengenannten Schriftstellers Karl
C. geboren, absolvierte das Gymna-
sium in Sondershausen und studierte
1882-85 in Jena u. Leipzig die Rechte
und Finanzwissenschaften, trat aber
auch schon damals als Kritiker und
Publizist an die Öffentlichkeit. Nach-
dem er die erste juristische Prüfung
abgelegt, lebte er 1886-88 in Berlin,
um in Abgeschiedenheit an seinem
großen Werke "Zeitgenössische Ton-
dichter. Studien und Skizzen" (III,
1888-91) zu schaffen, und ging im
Sommer 1888 nach Neu-Ruppin, wo
er die "Märkische Zeitung" erwarb
und bis 1902 herausgab und redi-
gierte. Seitdem lebt er als Schrift-
steller und Mitarbeiter an Zeitschrif-
ten für Musikpflege in Berlin u. gab
hier 1903-06 die "Deutsche Armee-
Musiker-Zeitung" und seitdem die
"Deutsche Musikdirigenten-Zeitung"
heraus. C. hat bei Franz Lißt und
Max von Erdmannsdörfer Musik stu-
diert und ist selbst Klavier- und Gei-
genvirtuos. Als Schriftsteller auf
dem Gebiet der Musik ist er sehr frucht-
bar, und seine Studien über August
Bungert (1903), Franz Lißt, Richard
Wagner, Bizet, Verdi u. ihre Werke
gehören zu den gründlichsten Arbei-
ten dieser Art. Von seinen "Erläu-
terungen zu Meisterwerken der Ton-
kunst" sind bisher 16 Bdchn. (1905 bis

* 27


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Chi
heim u. Schomberg die Herausgabe
der Werke Anzengrubers. Als Schil-
derer des Wiener Volkslebens ſteht
C. unübertroffen da, und in der Frau
Sopherl vom Naſchmarkt hat er die
Berliner Frau Wilhelmine Buchholz
Julius Stindes glücklich wiederge-
geben. Seit 1893 gehört er wieder
der Redaktion des „Wiener Tagbl.“
u. ſeit 1890 der Redaktion der „Öſter-
reich. Volkszeitung“ an und gibt ſeit
1897 das illuſtrierte Familienblatt
„Wiener Bilder“ heraus.

S:

Einer
vom alten Schlag (Volksſt. mit C.
Karlweiß), 1886. – Aus dem Klein-
leben der Großſtadt, 1886. 2. A. 1897.
– Wiener vom Grund (Bilder), 1888.
3. A. 1901. – Bei uns z’Haus (Genre-
bilder), 1888. 3. A. 1902. – Wo die
alten Häuſer ſtehn (Bilder u. Humo-
resk.), 1889. 2. A. 1903. – Die Frau
Sopherl vom Naſchmarkt (P., mit L.
Krenn), 1890. – Einer von d. Burg-
muſik (P., mit L. Krenn), 1892. –
Klein-Bürger von Groß-Wien (Ern-
ſtes und Heiteres), 1892. – Der letzte
Kreuzer (P., mit L. Krenn), 1893. –
Wiener Typen (Humoriſt. Bilder),
1893. – Wiener vom alten Schlag
(Heitere u. ernſte Bilder a. d. Volks-
leben Wiens), 1895. – Eine, die’s ver-
ſteht (Lokalpolitiſche Standreden der
Frau Sopherl vom Naſchmarkt), 1895.
– Der Weltuntergang (Eine Phan-
taſie a. d. J. 1900), 1897. – Wiener
Bilder (Ernſtes und Heiteres a. dem
Wiener Volksleben), 1900. – Wiener
Leut’ von geſtern und heut, 1900. –
Aus’m Herzen heraus (Wiener Volks-
ſtück), 1901. – Ludwig Ganghofer
(Ein Lebensbild), 1905. – Seltſame
Reiſen des Herrn Adabei u. anderes,
1908. – Aus Alt- und Neu-Wien (Sk.
a. d. Wiener Volksleben), 1910.

Chillonius,

Pſeud. für Joſeph
von Doblhoff;
ſ. d.!

Chop, Karl,

* am 2. März 1825 zu
Sondershauſen in Schwarzburg als
der Sohn des fürſtl. Staatsminiſters,
ſtudierte nach gründlicher Vorbildung
[Spaltenumbruch]

Cho
von 1845–48 in Leipzig die Rechte u.
ließ ſich dann in ſeiner Vaterſtadt als
Rechtsanwalt u. Notar nieder. Seine
freie Zeit widmete er philoſophiſchen,
literariſchen und beſonders natur-
wiſſenſchaftlichen Studien, war auch
Vorſtand der meteorologiſchen Sta-
tion in Sondershauſen. Er ſtarb da-
ſelbſt am 31. Dezbr. 1882.

S:

Poeſie
u. Verbrechen (Eine Gloſſe in Proſa),
1854.

*Chop, Max,

pſeud. M. Charles,
wurde am 17. Mai 1862 zu Greußen
im Fürſtentum Schwarzburg-Son-
dershauſen als der Sohn des Amts-
gerichtsrats A. Chop und Neffe des
obengenannten Schriftſtellers Karl
C. geboren, abſolvierte das Gymna-
ſium in Sondershauſen und ſtudierte
1882–85 in Jena u. Leipzig die Rechte
und Finanzwiſſenſchaften, trat aber
auch ſchon damals als Kritiker und
Publiziſt an die Öffentlichkeit. Nach-
dem er die erſte juriſtiſche Prüfung
abgelegt, lebte er 1886–88 in Berlin,
um in Abgeſchiedenheit an ſeinem
großen Werke „Zeitgenöſſiſche Ton-
dichter. Studien und Skizzen“ (III,
1888–91) zu ſchaffen, und ging im
Sommer 1888 nach Neu-Ruppin, wo
er die „Märkiſche Zeitung“ erwarb
und bis 1902 herausgab und redi-
gierte. Seitdem lebt er als Schrift-
ſteller und Mitarbeiter an Zeitſchrif-
ten für Muſikpflege in Berlin u. gab
hier 1903–06 die „Deutſche Armee-
Muſiker-Zeitung“ und ſeitdem die
„Deutſche Muſikdirigenten-Zeitung“
heraus. C. hat bei Franz Liſzt und
Max von Erdmannsdörfer Muſik ſtu-
diert und iſt ſelbſt Klavier- und Gei-
genvirtuos. Als Schriftſteller auf
dem Gebiet der Muſik iſt er ſehr frucht-
bar, und ſeine Studien über Auguſt
Bungert (1903), Franz Liſzt, Richard
Wagner, Bizet, Verdi u. ihre Werke
gehören zu den gründlichſten Arbei-
ten dieſer Art. Von ſeinen „Erläu-
terungen zu Meiſterwerken der Ton-
kunſt“ ſind bisher 16 Bdchn. (1905 bis

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[417/0421] Chi Cho heim u. Schomberg die Herausgabe der Werke Anzengrubers. Als Schil- derer des Wiener Volkslebens ſteht C. unübertroffen da, und in der Frau Sopherl vom Naſchmarkt hat er die Berliner Frau Wilhelmine Buchholz Julius Stindes glücklich wiederge- geben. Seit 1893 gehört er wieder der Redaktion des „Wiener Tagbl.“ u. ſeit 1890 der Redaktion der „Öſter- reich. Volkszeitung“ an und gibt ſeit 1897 das illuſtrierte Familienblatt „Wiener Bilder“ heraus. S: Einer vom alten Schlag (Volksſt. mit C. Karlweiß), 1886. – Aus dem Klein- leben der Großſtadt, 1886. 2. A. 1897. – Wiener vom Grund (Bilder), 1888. 3. A. 1901. – Bei uns z’Haus (Genre- bilder), 1888. 3. A. 1902. – Wo die alten Häuſer ſtehn (Bilder u. Humo- resk.), 1889. 2. A. 1903. – Die Frau Sopherl vom Naſchmarkt (P., mit L. Krenn), 1890. – Einer von d. Burg- muſik (P., mit L. Krenn), 1892. – Klein-Bürger von Groß-Wien (Ern- ſtes und Heiteres), 1892. – Der letzte Kreuzer (P., mit L. Krenn), 1893. – Wiener Typen (Humoriſt. Bilder), 1893. – Wiener vom alten Schlag (Heitere u. ernſte Bilder a. d. Volks- leben Wiens), 1895. – Eine, die’s ver- ſteht (Lokalpolitiſche Standreden der Frau Sopherl vom Naſchmarkt), 1895. – Der Weltuntergang (Eine Phan- taſie a. d. J. 1900), 1897. – Wiener Bilder (Ernſtes und Heiteres a. dem Wiener Volksleben), 1900. – Wiener Leut’ von geſtern und heut, 1900. – Aus’m Herzen heraus (Wiener Volks- ſtück), 1901. – Ludwig Ganghofer (Ein Lebensbild), 1905. – Seltſame Reiſen des Herrn Adabei u. anderes, 1908. – Aus Alt- und Neu-Wien (Sk. a. d. Wiener Volksleben), 1910. Chillonius, Pſeud. für Joſeph von Doblhoff; ſ. d.! Chop, Karl, * am 2. März 1825 zu Sondershauſen in Schwarzburg als der Sohn des fürſtl. Staatsminiſters, ſtudierte nach gründlicher Vorbildung von 1845–48 in Leipzig die Rechte u. ließ ſich dann in ſeiner Vaterſtadt als Rechtsanwalt u. Notar nieder. Seine freie Zeit widmete er philoſophiſchen, literariſchen und beſonders natur- wiſſenſchaftlichen Studien, war auch Vorſtand der meteorologiſchen Sta- tion in Sondershauſen. Er ſtarb da- ſelbſt am 31. Dezbr. 1882. S: Poeſie u. Verbrechen (Eine Gloſſe in Proſa), 1854. *Chop, Max, pſeud. M. Charles, wurde am 17. Mai 1862 zu Greußen im Fürſtentum Schwarzburg-Son- dershauſen als der Sohn des Amts- gerichtsrats A. Chop und Neffe des obengenannten Schriftſtellers Karl C. geboren, abſolvierte das Gymna- ſium in Sondershauſen und ſtudierte 1882–85 in Jena u. Leipzig die Rechte und Finanzwiſſenſchaften, trat aber auch ſchon damals als Kritiker und Publiziſt an die Öffentlichkeit. Nach- dem er die erſte juriſtiſche Prüfung abgelegt, lebte er 1886–88 in Berlin, um in Abgeſchiedenheit an ſeinem großen Werke „Zeitgenöſſiſche Ton- dichter. Studien und Skizzen“ (III, 1888–91) zu ſchaffen, und ging im Sommer 1888 nach Neu-Ruppin, wo er die „Märkiſche Zeitung“ erwarb und bis 1902 herausgab und redi- gierte. Seitdem lebt er als Schrift- ſteller und Mitarbeiter an Zeitſchrif- ten für Muſikpflege in Berlin u. gab hier 1903–06 die „Deutſche Armee- Muſiker-Zeitung“ und ſeitdem die „Deutſche Muſikdirigenten-Zeitung“ heraus. C. hat bei Franz Liſzt und Max von Erdmannsdörfer Muſik ſtu- diert und iſt ſelbſt Klavier- und Gei- genvirtuos. Als Schriftſteller auf dem Gebiet der Muſik iſt er ſehr frucht- bar, und ſeine Studien über Auguſt Bungert (1903), Franz Liſzt, Richard Wagner, Bizet, Verdi u. ihre Werke gehören zu den gründlichſten Arbei- ten dieſer Art. Von ſeinen „Erläu- terungen zu Meiſterwerken der Ton- kunſt“ ſind bisher 16 Bdchn. (1905 bis * 27

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 417. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/421>, abgerufen am 17.11.2018.