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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Gedicht hervor.

S:

Efeuranken (Lr.
u. Bilder), 1902.

Dein, Artur,

Pseud. für Artur
Freiherr von Lüttwitz; s. d.!

Deis, U.,

Pseud. für Ulrich Behm;
s. d.!

*Delbrück, Kurt,

geb. am 11. März
1859 zu Kupfermühle b. Stettin, kam
in seinem dritten Jahre nach Halle,
wo der Vater eine Hauptagentur der
Lebensversicherungsgesellschaft Ger-
mania vertrat, u. vier Jahre später
nach Dresden, wo der Vater 1871
starb. Die Mutter zog nun mit den
Kindern nach Halle zurück, wo ihre
Verwandten wohnten, und hier be-
suchte der Sohn die Latina des Wai-
senhauses, wie er denn auch seine
theologischen Studien daselbst machte.
Nach Erstehung seiner beiden Prü-
fungen trat er im Jan. 1884 in das
Domkandidatenstift in Berlin ein,
wurde im Dezember 1886 Divisions-
pfarrer in Hannover u. kam von hier
1904 als zweiter Pfarrer an die Pau-
luskirche nach Schöneberg b. Berlin.

S:

Käthchen (E.), 1887. 2. A. 1893.
- Wege des Herrn (R.), 1888. - Aus
Studententagen (R.), 1893. - Aus der
Franzosenzeit (Vaterl. Volksschsp.),
1894. - Lydia (Volksschsp.), 1894. -
Die Salzburger (Volksschsp.), 1894.
2. A. 1902. - Über Totengefilde (E.
a. d. J. 1812), 1897. - Festspiel zum
Gedächtnis Kaiser Wilhelms des Gro-
ßen, 1897. 3. A. 1902. - Weihnachts-
festspiel, 1898. - Um hohen Preis
(Schsp.), 1900. - Die neue Zeit. Ein-
führung der Reformation in Hanno-
ver (Volksschsp.), 1901. - Jm heiligen
Feuer (Volksschsp.), 1902. - Lebens-
ströme (R. aus dem modern. Leben),
1909. 2. A. 1910.

Delicz, Jwan,

Pseud. für Marie
von Pistohlkors;
s. d.!

*Delitzsch, Franz Julius,

* am
23. Febr. 1813 in Leipzig, studierte
daselbst seit 1831 Theologie u. mor-
genländische Sprachen, promovierte
1835, habilitierte sich 1842 als Pri-
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Del
vatdozent in Leipzig, wurde 1846 or-
dentlicher Professor der Theologie in
Rostock, 1850 in Erlangen und 1867
in Leipzig. Jm Jahre 1880 wurde er
zum Geh. Kirchenrat ernannt. Er
starb am 4. März 1890.

S:

Schatz-
kästlein geistlicher Sinngedichte und
Reimsprüche, 1842. - Ein Tag in Ka-
pernaum (E.), 1871. - Durch Krank-
heit zur Genesung (E.), 1873.

Delius, Nikolaus,

wurde am 19.
Sept. 1813 zu Bremen als der Sohn
eines Kaufmanns geboren, besuchte
das dortige Gymnasium u. widmete
sich dann auf den Universitäten zu
Bonn und Berlin sprachwissenschaft-
lichen Studien. Nachdem er sich 1838
den Doktorgrad erworben, lebte er
in Bremen, England und Frankreich,
bis er sich 1841 in Berlin als Dozent
habilitierte. Jm Jahre 1846 siedelte
er nach Bonn über, wo er in der ersten
Zeit über Sanskrit, dann aber über
romanische und besonders über eng-
lische Literatur las u. schließlich das
Studium der Werke Shakespeares zu
seiner Lebensaufgabe machte. Man
darf wohl behaupten, daß er durch
seine Arbeiten die Kritik und Erklä-
rung der Werke des englischen Dich-
ters in ganz neue Bahnen gelenkt hat.
Neben seiner großen kritischen Aus-
gabe der "Werke" Shakesperes (VII,
1853-61; mit Nachträgen 1865;
5. Ausg. II, 1882) sind zu nennen
"Maebeth" (mit Varianten, Anmer-
kungen und Übersetzung, 1841), "Die
Tiecksche Shakespere-Kritik" (1846),
"Der Mythus von William Shak-
spere" (1851), "Shakspere-Lexikon"
(1852), "Über das englische Theater
zu Shaksperes Zeit" (1853), "Pseudo-
Shaksperesche Dramen" (II, 1856-74)
und "Abhandlungen zu Shakspere"
(II, 1878-87). Jm Jahre 1855 war
er zum außerordentl. und 1863 zum
ordentl. Professor ernannt worden.
1879 trat er unter Verleihung des
Charakters eines Regierungsrats in
den Ruhestand u. lebte nun in Bonn

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Dei
Gedicht hervor.

S:

Efeuranken (Lr.
u. Bilder), 1902.

Dein, Artur,

Pſeud. für Artur
Freiherr von Lüttwitz; ſ. d.!

Deis, U.,

Pſeud. für Ulrich Behm;
ſ. d.!

*Delbrück, Kurt,

geb. am 11. März
1859 zu Kupfermühle b. Stettin, kam
in ſeinem dritten Jahre nach Halle,
wo der Vater eine Hauptagentur der
Lebensverſicherungsgeſellſchaft Ger-
mania vertrat, u. vier Jahre ſpäter
nach Dresden, wo der Vater 1871
ſtarb. Die Mutter zog nun mit den
Kindern nach Halle zurück, wo ihre
Verwandten wohnten, und hier be-
ſuchte der Sohn die Latina des Wai-
ſenhauſes, wie er denn auch ſeine
theologiſchen Studien daſelbſt machte.
Nach Erſtehung ſeiner beiden Prü-
fungen trat er im Jan. 1884 in das
Domkandidatenſtift in Berlin ein,
wurde im Dezember 1886 Diviſions-
pfarrer in Hannover u. kam von hier
1904 als zweiter Pfarrer an die Pau-
luskirche nach Schöneberg b. Berlin.

S:

Käthchen (E.), 1887. 2. A. 1893.
– Wege des Herrn (R.), 1888. – Aus
Studententagen (R.), 1893. – Aus der
Franzoſenzeit (Vaterl. Volksſchſp.),
1894. – Lydia (Volksſchſp.), 1894. –
Die Salzburger (Volksſchſp.), 1894.
2. A. 1902. – Über Totengefilde (E.
a. d. J. 1812), 1897. – Feſtſpiel zum
Gedächtnis Kaiſer Wilhelms des Gro-
ßen, 1897. 3. A. 1902. – Weihnachts-
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führung der Reformation in Hanno-
ver (Volksſchſp.), 1901. – Jm heiligen
Feuer (Volksſchſp.), 1902. – Lebens-
ſtröme (R. aus dem modern. Leben),
1909. 2. A. 1910.

Delicz, Jwan,

Pſeud. für Marie
von Piſtohlkors;
ſ. d.!

*Delitzſch, Franz Julius,

* am
23. Febr. 1813 in Leipzig, ſtudierte
daſelbſt ſeit 1831 Theologie u. mor-
genländiſche Sprachen, promovierte
1835, habilitierte ſich 1842 als Pri-
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Del
vatdozent in Leipzig, wurde 1846 or-
dentlicher Profeſſor der Theologie in
Roſtock, 1850 in Erlangen und 1867
in Leipzig. Jm Jahre 1880 wurde er
zum Geh. Kirchenrat ernannt. Er
ſtarb am 4. März 1890.

S:

Schatz-
käſtlein geiſtlicher Sinngedichte und
Reimſprüche, 1842. – Ein Tag in Ka-
pernaum (E.), 1871. – Durch Krank-
heit zur Geneſung (E.), 1873.

Delius, Nikolaus,

wurde am 19.
Sept. 1813 zu Bremen als der Sohn
eines Kaufmanns geboren, beſuchte
das dortige Gymnaſium u. widmete
ſich dann auf den Univerſitäten zu
Bonn und Berlin ſprachwiſſenſchaft-
lichen Studien. Nachdem er ſich 1838
den Doktorgrad erworben, lebte er
in Bremen, England und Frankreich,
bis er ſich 1841 in Berlin als Dozent
habilitierte. Jm Jahre 1846 ſiedelte
er nach Bonn über, wo er in der erſten
Zeit über Sanskrit, dann aber über
romaniſche und beſonders über eng-
liſche Literatur las u. ſchließlich das
Studium der Werke Shakeſpeares zu
ſeiner Lebensaufgabe machte. Man
darf wohl behaupten, daß er durch
ſeine Arbeiten die Kritik und Erklä-
rung der Werke des engliſchen Dich-
ters in ganz neue Bahnen gelenkt hat.
Neben ſeiner großen kritiſchen Aus-
gabe der „Werke“ Shakeſperes (VII,
1853–61; mit Nachträgen 1865;
5. Ausg. II, 1882) ſind zu nennen
„Maebeth“ (mit Varianten, Anmer-
kungen und Überſetzung, 1841), „Die
Tieckſche Shakeſpere-Kritik“ (1846),
„Der Mythus von William Shak-
ſpere“ (1851), „Shakſpere-Lexikon“
(1852), „Über das engliſche Theater
zu Shakſperes Zeit“ (1853), „Pſeudo-
Shakſpereſche Dramen“ (II, 1856–74)
und „Abhandlungen zu Shakſpere“
(II, 1878–87). Jm Jahre 1855 war
er zum außerordentl. und 1863 zum
ordentl. Profeſſor ernannt worden.
1879 trat er unter Verleihung des
Charakters eines Regierungsrats in
den Ruheſtand u. lebte nun in Bonn

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[475/0479] Dei Del Gedicht hervor. S: Efeuranken (Lr. u. Bilder), 1902. Dein, Artur, Pſeud. für Artur Freiherr von Lüttwitz; ſ. d.! Deis, U., Pſeud. für Ulrich Behm; ſ. d.! *Delbrück, Kurt, geb. am 11. März 1859 zu Kupfermühle b. Stettin, kam in ſeinem dritten Jahre nach Halle, wo der Vater eine Hauptagentur der Lebensverſicherungsgeſellſchaft Ger- mania vertrat, u. vier Jahre ſpäter nach Dresden, wo der Vater 1871 ſtarb. Die Mutter zog nun mit den Kindern nach Halle zurück, wo ihre Verwandten wohnten, und hier be- ſuchte der Sohn die Latina des Wai- ſenhauſes, wie er denn auch ſeine theologiſchen Studien daſelbſt machte. Nach Erſtehung ſeiner beiden Prü- fungen trat er im Jan. 1884 in das Domkandidatenſtift in Berlin ein, wurde im Dezember 1886 Diviſions- pfarrer in Hannover u. kam von hier 1904 als zweiter Pfarrer an die Pau- luskirche nach Schöneberg b. Berlin. S: Käthchen (E.), 1887. 2. A. 1893. – Wege des Herrn (R.), 1888. – Aus Studententagen (R.), 1893. – Aus der Franzoſenzeit (Vaterl. Volksſchſp.), 1894. – Lydia (Volksſchſp.), 1894. – Die Salzburger (Volksſchſp.), 1894. 2. A. 1902. – Über Totengefilde (E. a. d. J. 1812), 1897. – Feſtſpiel zum Gedächtnis Kaiſer Wilhelms des Gro- ßen, 1897. 3. A. 1902. – Weihnachts- feſtſpiel, 1898. – Um hohen Preis (Schſp.), 1900. – Die neue Zeit. Ein- führung der Reformation in Hanno- ver (Volksſchſp.), 1901. – Jm heiligen Feuer (Volksſchſp.), 1902. – Lebens- ſtröme (R. aus dem modern. Leben), 1909. 2. A. 1910. Delicz, Jwan, Pſeud. für Marie von Piſtohlkors; ſ. d.! *Delitzſch, Franz Julius, * am 23. Febr. 1813 in Leipzig, ſtudierte daſelbſt ſeit 1831 Theologie u. mor- genländiſche Sprachen, promovierte 1835, habilitierte ſich 1842 als Pri- vatdozent in Leipzig, wurde 1846 or- dentlicher Profeſſor der Theologie in Roſtock, 1850 in Erlangen und 1867 in Leipzig. Jm Jahre 1880 wurde er zum Geh. Kirchenrat ernannt. Er ſtarb am 4. März 1890. S: Schatz- käſtlein geiſtlicher Sinngedichte und Reimſprüche, 1842. – Ein Tag in Ka- pernaum (E.), 1871. – Durch Krank- heit zur Geneſung (E.), 1873. Delius, Nikolaus, wurde am 19. Sept. 1813 zu Bremen als der Sohn eines Kaufmanns geboren, beſuchte das dortige Gymnaſium u. widmete ſich dann auf den Univerſitäten zu Bonn und Berlin ſprachwiſſenſchaft- lichen Studien. Nachdem er ſich 1838 den Doktorgrad erworben, lebte er in Bremen, England und Frankreich, bis er ſich 1841 in Berlin als Dozent habilitierte. Jm Jahre 1846 ſiedelte er nach Bonn über, wo er in der erſten Zeit über Sanskrit, dann aber über romaniſche und beſonders über eng- liſche Literatur las u. ſchließlich das Studium der Werke Shakeſpeares zu ſeiner Lebensaufgabe machte. Man darf wohl behaupten, daß er durch ſeine Arbeiten die Kritik und Erklä- rung der Werke des engliſchen Dich- ters in ganz neue Bahnen gelenkt hat. Neben ſeiner großen kritiſchen Aus- gabe der „Werke“ Shakeſperes (VII, 1853–61; mit Nachträgen 1865; 5. Ausg. II, 1882) ſind zu nennen „Maebeth“ (mit Varianten, Anmer- kungen und Überſetzung, 1841), „Die Tieckſche Shakeſpere-Kritik“ (1846), „Der Mythus von William Shak- ſpere“ (1851), „Shakſpere-Lexikon“ (1852), „Über das engliſche Theater zu Shakſperes Zeit“ (1853), „Pſeudo- Shakſpereſche Dramen“ (II, 1856–74) und „Abhandlungen zu Shakſpere“ (II, 1878–87). Jm Jahre 1855 war er zum außerordentl. und 1863 zum ordentl. Profeſſor ernannt worden. 1879 trat er unter Verleihung des Charakters eines Regierungsrats in den Ruheſtand u. lebte nun in Bonn *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 475. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/479>, abgerufen am 26.03.2019.