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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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And
Andre, Hugo,

Pseud. für Andre
Hugo Elm; s. d.!

Andre, Viktor,

geb. am 14. Aug.
1862 in Neuzelle, lebte (1886) in Dres-
den, seit 1887 in Wiesbaden, (1889)
als Redakteur am "Neuen Dresdener
Tageblatt" in Dresden, (1891) als
Rittergutsbesitzer in Ober-Lichtenau,
Kreis Lauban in Schlesien.

S:

Das
stärkere Geschlecht (Nn.), 1890. - Gas-
pards Nachfolger (E.), 1891. - Der
Weg zur Erkenntnis (Schsp.), 1886.
2. A. 1888.

Andrea, Antonia,

Pseudon. für
Antonia Carel; s. d.!

Andrea, Silvia,

Pseud. für Jo-
hanna Garbald-Gredig;
s. d.!

*Andreae, Frieda

(eigentl. So-
phie Friederike), wurde am 15. März
1840 als die älteste von neun Ge-
schwistern auf einer hessischen Staats-
domäne bei Frankfurt a. M. geboren,
erhielt bis zum 13. Jahre häuslichen
Unterricht durch Erzieherinnen und
besuchte dann noch etliche Jahre, im
Hause der Großmutter wohnend, die
Musterschule in Frankfurt. Jns El-
ternhaus zurückgekehrt, widmete sie
sich mit Eifer den häuslichen Pflichten.
Später zog sie mit ihrer Familie nach
einer kleinen Universitätsstadt, und
hier wurde die Bekanntschaft mit
einem geistvollen älteren Manne die
Veranlassung, daß sie sich als Schrift-
stellerin versuchte. Seit 1884 lebt sie
in Augsburg und seit 1886 in Mün-
chen.

S:

Camilla (E.), 1879. - Jm
Hinterhaus (E.), 1881. - Der Muhme
Erbstück (E.), 1884. - Dunkle Gottes-
wege (E.), 1884. - Ein Geschwister-
paar (E.), 1885. - Eva (E.), 1885.
- Schwester Barbara (E.), 1886. -
Sünde ist der Leute Verderben (E.),
1891. - Wie die Saat, so die Ernte
(4 En.), 1893. - Der Sieg der Liebe
(E.), 1892. - Land oder Stadt (2 En.),
1893. - Jm Schatten des Heiligtums.
Der Findling (2 En.), 1903. - Gold-
körner (En.); III, 1903-05. - Blumen
und Sterne (En.); II, 1904-06.

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And
Andreae, Katy,

siehe K. Jacoby!

*Andreae, Percy,

geb. am 31.
Oktbr. 1858 in London, kam im Jahre
1869 in die Schule der Herrnhuter-
Gemeinde zu Neuwied, wo er die
deutsche Sprache erlernte, besuchte seit
1872 das Realgymnasium in Darm-
stadt und studierte von 1874-77 an
der technischen Hochschule Chemie.
Um sich gänzlich der schriftstellerischen
Laufbahn zu widmen, hörte er zu-
nächst ein Jahr lang in Straßburg
philosophische und geschichtliche Vor-
lesungen, lebte dann vier Jahre teils
in Genf, teils in London, ging 1882
nach Bremen und 1883 nach Berlin,
um hier seine Studien zu vollenden,
wurde im Jan. 1888 in Berlin zum
Dr. phil. promoviert und ging dann
nach England zurück, um sich dort der
Universitätslaufbahn zu widmen.

S:

Geist und Purpur (Tr.), 1880.
- Das Märchen vom Pendle-Wald
(Schsp.), 1881. - Der Held (Schsp.),
1883.

*Andreä, Johann Georg Fried-
rich Wilhelm, *

zu Lamspringe bei
Hildesheim am 28. Novbr. 1882, war
der Sohn eines Lehrers, besuchte das
Gymnasium Andreanum in Hildes-
heim u. studierte darauf in Göttingen
Philologie, erwarb sich daselbst auch
die Würde eines Dr. phil. Nachdem
er mehrere Hauslehrerstellen beklei-
det, gründete er 1856 in Hannover
eine Privattöchterschule, die er bis
1863 leitete, ging dann nach Leipzig,
wo er für die Firma F. A. Brockhaus
literarisch tätig war, und übernahm
1866 eine Stelle als Lehrer an der
höheren Handelsschule in Hildesheim.
Nach einigen Jahren gab er dieselbe
auf und beschäftigte sich dann aus-
schließlich mit schriftstellerischen Ar-
beiten. Er starb am 6. Febr. 1872.

S:

Heinrich der Vogelsteller (O.),
1864. - Leibniz (R.); II, 1863. - Die
Sturmvögel (R.); II, 1865. - Die
Louisiade, oder: Napoleon III. (Kom.
Heldenged.), 1870.

*

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And
André, Hugo,

Pſeud. für André
Hugo Elm; ſ. d.!

André, Viktor,

geb. am 14. Aug.
1862 in Neuzelle, lebte (1886) in Dres-
den, ſeit 1887 in Wiesbaden, (1889)
als Redakteur am „Neuen Dresdener
Tageblatt“ in Dresden, (1891) als
Rittergutsbeſitzer in Ober-Lichtenau,
Kreis Lauban in Schleſien.

S:

Das
ſtärkere Geſchlecht (Nn.), 1890. – Gas-
pards Nachfolger (E.), 1891. – Der
Weg zur Erkenntnis (Schſp.), 1886.
2. A. 1888.

Andrea, Antonia,

Pſeudon. für
Antonia Carel; ſ. d.!

Andrea, Silvia,

Pſeud. für Jo-
hanna Garbald-Gredig;
ſ. d.!

*Andreae, Frieda

(eigentl. So-
phie Friederike), wurde am 15. März
1840 als die älteſte von neun Ge-
ſchwiſtern auf einer heſſiſchen Staats-
domäne bei Frankfurt a. M. geboren,
erhielt bis zum 13. Jahre häuslichen
Unterricht durch Erzieherinnen und
beſuchte dann noch etliche Jahre, im
Hauſe der Großmutter wohnend, die
Muſterſchule in Frankfurt. Jns El-
ternhaus zurückgekehrt, widmete ſie
ſich mit Eifer den häuslichen Pflichten.
Später zog ſie mit ihrer Familie nach
einer kleinen Univerſitätsſtadt, und
hier wurde die Bekanntſchaft mit
einem geiſtvollen älteren Manne die
Veranlaſſung, daß ſie ſich als Schrift-
ſtellerin verſuchte. Seit 1884 lebt ſie
in Augsburg und ſeit 1886 in Mün-
chen.

S:

Camilla (E.), 1879. – Jm
Hinterhaus (E.), 1881. – Der Muhme
Erbſtück (E.), 1884. – Dunkle Gottes-
wege (E.), 1884. – Ein Geſchwiſter-
paar (E.), 1885. – Eva (E.), 1885.
‒ Schweſter Barbara (E.), 1886. –
Sünde iſt der Leute Verderben (E.),
1891. – Wie die Saat, ſo die Ernte
(4 En.), 1893. – Der Sieg der Liebe
(E.), 1892. – Land oder Stadt (2 En.),
1893. – Jm Schatten des Heiligtums.
Der Findling (2 En.), 1903. – Gold-
körner (En.); III, 1903–05. – Blumen
und Sterne (En.); II, 1904–06.

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And
Andreae, Katy,

ſiehe K. Jacoby!

*Andreae, Percy,

geb. am 31.
Oktbr. 1858 in London, kam im Jahre
1869 in die Schule der Herrnhuter-
Gemeinde zu Neuwied, wo er die
deutſche Sprache erlernte, beſuchte ſeit
1872 das Realgymnaſium in Darm-
ſtadt und ſtudierte von 1874–77 an
der techniſchen Hochſchule Chemie.
Um ſich gänzlich der ſchriftſtelleriſchen
Laufbahn zu widmen, hörte er zu-
nächſt ein Jahr lang in Straßburg
philoſophiſche und geſchichtliche Vor-
leſungen, lebte dann vier Jahre teils
in Genf, teils in London, ging 1882
nach Bremen und 1883 nach Berlin,
um hier ſeine Studien zu vollenden,
wurde im Jan. 1888 in Berlin zum
Dr. phil. promoviert und ging dann
nach England zurück, um ſich dort der
Univerſitätslaufbahn zu widmen.

S:

Geiſt und Purpur (Tr.), 1880.
– Das Märchen vom Pendle-Wald
(Schſp.), 1881. – Der Held (Schſp.),
1883.

*Andreä, Johann Georg Fried-
rich Wilhelm, *

zu Lamſpringe bei
Hildesheim am 28. Novbr. 1882, war
der Sohn eines Lehrers, beſuchte das
Gymnaſium Andreanum in Hildes-
heim u. ſtudierte darauf in Göttingen
Philologie, erwarb ſich daſelbſt auch
die Würde eines Dr. phil. Nachdem
er mehrere Hauslehrerſtellen beklei-
det, gründete er 1856 in Hannover
eine Privattöchterſchule, die er bis
1863 leitete, ging dann nach Leipzig,
wo er für die Firma F. A. Brockhaus
literariſch tätig war, und übernahm
1866 eine Stelle als Lehrer an der
höheren Handelsſchule in Hildesheim.
Nach einigen Jahren gab er dieſelbe
auf und beſchäftigte ſich dann aus-
ſchließlich mit ſchriftſtelleriſchen Ar-
beiten. Er ſtarb am 6. Febr. 1872.

S:

Heinrich der Vogelſteller (O.),
1864. – Leibniz (R.); II, 1863. – Die
Sturmvögel (R.); II, 1865. – Die
Louiſiade, oder: Napoleon III. (Kom.
Heldenged.), 1870.

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[61/0065] And And André, Hugo, Pſeud. für André Hugo Elm; ſ. d.! André, Viktor, geb. am 14. Aug. 1862 in Neuzelle, lebte (1886) in Dres- den, ſeit 1887 in Wiesbaden, (1889) als Redakteur am „Neuen Dresdener Tageblatt“ in Dresden, (1891) als Rittergutsbeſitzer in Ober-Lichtenau, Kreis Lauban in Schleſien. S: Das ſtärkere Geſchlecht (Nn.), 1890. – Gas- pards Nachfolger (E.), 1891. – Der Weg zur Erkenntnis (Schſp.), 1886. 2. A. 1888. Andrea, Antonia, Pſeudon. für Antonia Carel; ſ. d.! Andrea, Silvia, Pſeud. für Jo- hanna Garbald-Gredig; ſ. d.! *Andreae, Frieda (eigentl. So- phie Friederike), wurde am 15. März 1840 als die älteſte von neun Ge- ſchwiſtern auf einer heſſiſchen Staats- domäne bei Frankfurt a. M. geboren, erhielt bis zum 13. Jahre häuslichen Unterricht durch Erzieherinnen und beſuchte dann noch etliche Jahre, im Hauſe der Großmutter wohnend, die Muſterſchule in Frankfurt. Jns El- ternhaus zurückgekehrt, widmete ſie ſich mit Eifer den häuslichen Pflichten. Später zog ſie mit ihrer Familie nach einer kleinen Univerſitätsſtadt, und hier wurde die Bekanntſchaft mit einem geiſtvollen älteren Manne die Veranlaſſung, daß ſie ſich als Schrift- ſtellerin verſuchte. Seit 1884 lebt ſie in Augsburg und ſeit 1886 in Mün- chen. S: Camilla (E.), 1879. – Jm Hinterhaus (E.), 1881. – Der Muhme Erbſtück (E.), 1884. – Dunkle Gottes- wege (E.), 1884. – Ein Geſchwiſter- paar (E.), 1885. – Eva (E.), 1885. ‒ Schweſter Barbara (E.), 1886. – Sünde iſt der Leute Verderben (E.), 1891. – Wie die Saat, ſo die Ernte (4 En.), 1893. – Der Sieg der Liebe (E.), 1892. – Land oder Stadt (2 En.), 1893. – Jm Schatten des Heiligtums. Der Findling (2 En.), 1903. – Gold- körner (En.); III, 1903–05. – Blumen und Sterne (En.); II, 1904–06. Andreae, Katy, ſiehe K. Jacoby! *Andreae, Percy, geb. am 31. Oktbr. 1858 in London, kam im Jahre 1869 in die Schule der Herrnhuter- Gemeinde zu Neuwied, wo er die deutſche Sprache erlernte, beſuchte ſeit 1872 das Realgymnaſium in Darm- ſtadt und ſtudierte von 1874–77 an der techniſchen Hochſchule Chemie. Um ſich gänzlich der ſchriftſtelleriſchen Laufbahn zu widmen, hörte er zu- nächſt ein Jahr lang in Straßburg philoſophiſche und geſchichtliche Vor- leſungen, lebte dann vier Jahre teils in Genf, teils in London, ging 1882 nach Bremen und 1883 nach Berlin, um hier ſeine Studien zu vollenden, wurde im Jan. 1888 in Berlin zum Dr. phil. promoviert und ging dann nach England zurück, um ſich dort der Univerſitätslaufbahn zu widmen. S: Geiſt und Purpur (Tr.), 1880. – Das Märchen vom Pendle-Wald (Schſp.), 1881. – Der Held (Schſp.), 1883. *Andreä, Johann Georg Fried- rich Wilhelm, * zu Lamſpringe bei Hildesheim am 28. Novbr. 1882, war der Sohn eines Lehrers, beſuchte das Gymnaſium Andreanum in Hildes- heim u. ſtudierte darauf in Göttingen Philologie, erwarb ſich daſelbſt auch die Würde eines Dr. phil. Nachdem er mehrere Hauslehrerſtellen beklei- det, gründete er 1856 in Hannover eine Privattöchterſchule, die er bis 1863 leitete, ging dann nach Leipzig, wo er für die Firma F. A. Brockhaus literariſch tätig war, und übernahm 1866 eine Stelle als Lehrer an der höheren Handelsſchule in Hildesheim. Nach einigen Jahren gab er dieſelbe auf und beſchäftigte ſich dann aus- ſchließlich mit ſchriftſtelleriſchen Ar- beiten. Er ſtarb am 6. Febr. 1872. S: Heinrich der Vogelſteller (O.), 1864. – Leibniz (R.); II, 1863. – Die Sturmvögel (R.); II, 1865. – Die Louiſiade, oder: Napoleon III. (Kom. Heldenged.), 1870. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 61. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/65>, abgerufen am 21.03.2019.