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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Ege
1899 maturierte. Jn Berlin hörte
er durch drei Semester die verschie-
denartigsten Vorlesungen und kehrte
darauf nach Wien zurück, wo er fast
ausschließlich Kunstgeschichte studierte
u. seine Studien im Juni 1905 durch
Promotion zum Dr. phil. zum Ab-
schluß brachte. Bereits 1902 gelangte
ein Einakter "Jm Herbst" am Dres-
dener Hoftheater zur Aufführung.
Weitere Verbreitung auf deutschen
Bühnen fand seine Komödie "Man-
dragola". E. lebt jetzt (1907) in Kal-
tenbach bei Jschl.

S:

Mnesis (Mär-
chenspiel), 1900. - Operette (Szenen
aus dem Leben einer Schauspielerin),
1905. - Mandragola (Kom., freie
Vers-Bearbeitung e. alten Lsp. von
Macchiavelli), 1906.

Egestorff, Georg,

Pseudon. für
Georg Freiherr von Ompteda;
s. d.!

*Egg, Karl,

geb. 1873 in Bayern,
hatte eine arme Jugend zu durch-
leben, arm an Mitteln, arm an geisti-
ger Unterstützung, und so war er
darauf angewiesen, seine eigene per-
sönliche Kraft einzusetzen, um durch
Mühen und Kämpfe sich einen Erfolg
zu erringen. Er wurde Kaufmann u.
lebt als solcher jetzt in Stuttgart.

S:

Der Steinklopfer (Ethisch-sozialer
R.), 1906. - Das Bauernkind (E. a.
d. bayr. Ries), 1907.

Eggebrecht, Albrecht,

Pseud. für
Karl Bonhoff; s. d.!

*Egger, Ludwig,

* am 10. Novbr.
1859 zu Wien als der Sohn des Hof-
arztes Dr. Johann E., verlor seinen
Vater schon im siebenten Jahre und
verlebte infolgedessen eine ziemlich
freudlose Jugend. Er machte seine
Gymnasialstudien teils in Wien, wo
er Sänger an der kaiserlichen Hof-
kapelle war, teils in Kremsmünster,
wohin seine Mutter 1872 übergesie-
delt war, und studierte seit 1878 an
der Wiener Hochschule Philosophie
und Philologie. Nach abgelegten
Prüfungen (1884) wirkte er an ver-
[Spaltenumbruch]

Egg
schiedenen Gymnasien Wiens als Pro-
bandus und Hilfslehrer und wurde
1891 Gymnasiallehrer in Ober-Hol-
labrunn (Niederösterreich) und 1902
in Wien.

S:

Tulun und Severina
(Tr. a. d. Zeit des Ostgotenkönigs
Theodorich), 1891. - Heil Österreich!
(Festsp.), 1908.

*Egger-Schmitzhausen, Marie
Edle von,

pseudon. Paul Maria
Lacroma,
wurde am 21. Juli 1852
als die Tochter des Finanzrats Franz
von Schmitzhausen in Triest geboren.
Schon im folgenden Jahre starb der
Vater, und die Familie zog nach Ve-
nedig, wo die Mutter sich ihrer schwe-
ren Aufgabe, sieben Kinder zu er-
ziehen, mit Geschick und liebevollster
Hingebung entledigte. Am meisten
Mühe machte ihr die äußerst lebhafte
und fast übermütige jüngste Tochter
Marie mit ihrer Abneigung gegen die
deutsche Sprache, obwohl Marie ein
hervorstechendes Sprachentalent be-
saß, da sie unter der Leitung einer
französischen Gouvernante zunächst
fünf Sprachen erlernte. Die Tochter
ahnte damals noch nicht, daß sie ein-
mal als Schriftstellerin in deutscher
Sprache auftreten werde. Nachdem
die Familie von Venedig nach Wien,
Pest, Prag und Pola verzogen war
u. Marie in letztgenannter Stadt den
Unterricht durch Professoren der Ma-
rineschule empfangen hatte, kam sie
in das Jnstitut der Münchener Schul-
schwestern nach Görz, wo sie bis zum
Herbst 1865 verblieb, um sich dann
wieder mit ihrer Mutter zu vereinen,
die inzwischen auch nach Görz über-
gesiedelt war. Hier lernte sie auch
den Advokaten Camillo Ritter von
Egger kennen, mit dem sie am 15.
Febr. 1871 in Triest von dem dortigen
Bischofe, dem langjährigen Freunde
ihres Hauses, ehelich verbunden
ward. Die Dichterin lebt noch jetzt
in Görz und füllt ihre Mußestunden
durch dichterische Tätigkeit aus.

S:


Stürme (R.); III, 1883. - Formosa

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Ege
1899 maturierte. Jn Berlin hörte
er durch drei Semeſter die verſchie-
denartigſten Vorleſungen und kehrte
darauf nach Wien zurück, wo er faſt
ausſchließlich Kunſtgeſchichte ſtudierte
u. ſeine Studien im Juni 1905 durch
Promotion zum Dr. phil. zum Ab-
ſchluß brachte. Bereits 1902 gelangte
ein Einakter „Jm Herbſt“ am Dres-
dener Hoftheater zur Aufführung.
Weitere Verbreitung auf deutſchen
Bühnen fand ſeine Komödie „Man-
dragola“. E. lebt jetzt (1907) in Kal-
tenbach bei Jſchl.

S:

Mneſis (Mär-
chenſpiel), 1900. – Operette (Szenen
aus dem Leben einer Schauſpielerin),
1905. – Mandragola (Kom., freie
Vers-Bearbeitung e. alten Lſp. von
Macchiavelli), 1906.

Egeſtorff, Georg,

Pſeudon. für
Georg Freiherr von Ompteda;
ſ. d.!

*Egg, Karl,

geb. 1873 in Bayern,
hatte eine arme Jugend zu durch-
leben, arm an Mitteln, arm an geiſti-
ger Unterſtützung, und ſo war er
darauf angewieſen, ſeine eigene per-
ſönliche Kraft einzuſetzen, um durch
Mühen und Kämpfe ſich einen Erfolg
zu erringen. Er wurde Kaufmann u.
lebt als ſolcher jetzt in Stuttgart.

S:

Der Steinklopfer (Ethiſch-ſozialer
R.), 1906. – Das Bauernkind (E. a.
d. bayr. Ries), 1907.

Eggebrecht, Albrecht,

Pſeud. für
Karl Bonhoff; ſ. d.!

*Egger, Ludwig,

* am 10. Novbr.
1859 zu Wien als der Sohn des Hof-
arztes Dr. Johann E., verlor ſeinen
Vater ſchon im ſiebenten Jahre und
verlebte infolgedeſſen eine ziemlich
freudloſe Jugend. Er machte ſeine
Gymnaſialſtudien teils in Wien, wo
er Sänger an der kaiſerlichen Hof-
kapelle war, teils in Kremsmünſter,
wohin ſeine Mutter 1872 übergeſie-
delt war, und ſtudierte ſeit 1878 an
der Wiener Hochſchule Philoſophie
und Philologie. Nach abgelegten
Prüfungen (1884) wirkte er an ver-
[Spaltenumbruch]

Egg
ſchiedenen Gymnaſien Wiens als Pro-
bandus und Hilfslehrer und wurde
1891 Gymnaſiallehrer in Ober-Hol-
labrunn (Niederöſterreich) und 1902
in Wien.

S:

Tulun und Severina
(Tr. a. d. Zeit des Oſtgotenkönigs
Theodorich), 1891. – Heil Öſterreich!
(Feſtſp.), 1908.

*Egger-Schmitzhauſen, Marie
Edle von,

pſeudon. Paul Maria
Lacroma,
wurde am 21. Juli 1852
als die Tochter des Finanzrats Franz
von Schmitzhauſen in Trieſt geboren.
Schon im folgenden Jahre ſtarb der
Vater, und die Familie zog nach Ve-
nedig, wo die Mutter ſich ihrer ſchwe-
ren Aufgabe, ſieben Kinder zu er-
ziehen, mit Geſchick und liebevollſter
Hingebung entledigte. Am meiſten
Mühe machte ihr die äußerſt lebhafte
und faſt übermütige jüngſte Tochter
Marie mit ihrer Abneigung gegen die
deutſche Sprache, obwohl Marie ein
hervorſtechendes Sprachentalent be-
ſaß, da ſie unter der Leitung einer
franzöſiſchen Gouvernante zunächſt
fünf Sprachen erlernte. Die Tochter
ahnte damals noch nicht, daß ſie ein-
mal als Schriftſtellerin in deutſcher
Sprache auftreten werde. Nachdem
die Familie von Venedig nach Wien,
Peſt, Prag und Pola verzogen war
u. Marie in letztgenannter Stadt den
Unterricht durch Profeſſoren der Ma-
rineſchule empfangen hatte, kam ſie
in das Jnſtitut der Münchener Schul-
ſchweſtern nach Görz, wo ſie bis zum
Herbſt 1865 verblieb, um ſich dann
wieder mit ihrer Mutter zu vereinen,
die inzwiſchen auch nach Görz über-
geſiedelt war. Hier lernte ſie auch
den Advokaten Camillo Ritter von
Egger kennen, mit dem ſie am 15.
Febr. 1871 in Trieſt von dem dortigen
Biſchofe, dem langjährigen Freunde
ihres Hauſes, ehelich verbunden
ward. Die Dichterin lebt noch jetzt
in Görz und füllt ihre Mußeſtunden
durch dichteriſche Tätigkeit aus.

S:


Stürme (R.); III, 1883. – Formoſa

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[109/0113] Ege Egg 1899 maturierte. Jn Berlin hörte er durch drei Semeſter die verſchie- denartigſten Vorleſungen und kehrte darauf nach Wien zurück, wo er faſt ausſchließlich Kunſtgeſchichte ſtudierte u. ſeine Studien im Juni 1905 durch Promotion zum Dr. phil. zum Ab- ſchluß brachte. Bereits 1902 gelangte ein Einakter „Jm Herbſt“ am Dres- dener Hoftheater zur Aufführung. Weitere Verbreitung auf deutſchen Bühnen fand ſeine Komödie „Man- dragola“. E. lebt jetzt (1907) in Kal- tenbach bei Jſchl. S: Mneſis (Mär- chenſpiel), 1900. – Operette (Szenen aus dem Leben einer Schauſpielerin), 1905. – Mandragola (Kom., freie Vers-Bearbeitung e. alten Lſp. von Macchiavelli), 1906. Egeſtorff, Georg, Pſeudon. für Georg Freiherr von Ompteda; ſ. d.! *Egg, Karl, geb. 1873 in Bayern, hatte eine arme Jugend zu durch- leben, arm an Mitteln, arm an geiſti- ger Unterſtützung, und ſo war er darauf angewieſen, ſeine eigene per- ſönliche Kraft einzuſetzen, um durch Mühen und Kämpfe ſich einen Erfolg zu erringen. Er wurde Kaufmann u. lebt als ſolcher jetzt in Stuttgart. S: Der Steinklopfer (Ethiſch-ſozialer R.), 1906. – Das Bauernkind (E. a. d. bayr. Ries), 1907. Eggebrecht, Albrecht, Pſeud. für Karl Bonhoff; ſ. d.! *Egger, Ludwig, * am 10. Novbr. 1859 zu Wien als der Sohn des Hof- arztes Dr. Johann E., verlor ſeinen Vater ſchon im ſiebenten Jahre und verlebte infolgedeſſen eine ziemlich freudloſe Jugend. Er machte ſeine Gymnaſialſtudien teils in Wien, wo er Sänger an der kaiſerlichen Hof- kapelle war, teils in Kremsmünſter, wohin ſeine Mutter 1872 übergeſie- delt war, und ſtudierte ſeit 1878 an der Wiener Hochſchule Philoſophie und Philologie. Nach abgelegten Prüfungen (1884) wirkte er an ver- ſchiedenen Gymnaſien Wiens als Pro- bandus und Hilfslehrer und wurde 1891 Gymnaſiallehrer in Ober-Hol- labrunn (Niederöſterreich) und 1902 in Wien. S: Tulun und Severina (Tr. a. d. Zeit des Oſtgotenkönigs Theodorich), 1891. – Heil Öſterreich! (Feſtſp.), 1908. *Egger-Schmitzhauſen, Marie Edle von, pſeudon. Paul Maria Lacroma, wurde am 21. Juli 1852 als die Tochter des Finanzrats Franz von Schmitzhauſen in Trieſt geboren. Schon im folgenden Jahre ſtarb der Vater, und die Familie zog nach Ve- nedig, wo die Mutter ſich ihrer ſchwe- ren Aufgabe, ſieben Kinder zu er- ziehen, mit Geſchick und liebevollſter Hingebung entledigte. Am meiſten Mühe machte ihr die äußerſt lebhafte und faſt übermütige jüngſte Tochter Marie mit ihrer Abneigung gegen die deutſche Sprache, obwohl Marie ein hervorſtechendes Sprachentalent be- ſaß, da ſie unter der Leitung einer franzöſiſchen Gouvernante zunächſt fünf Sprachen erlernte. Die Tochter ahnte damals noch nicht, daß ſie ein- mal als Schriftſtellerin in deutſcher Sprache auftreten werde. Nachdem die Familie von Venedig nach Wien, Peſt, Prag und Pola verzogen war u. Marie in letztgenannter Stadt den Unterricht durch Profeſſoren der Ma- rineſchule empfangen hatte, kam ſie in das Jnſtitut der Münchener Schul- ſchweſtern nach Görz, wo ſie bis zum Herbſt 1865 verblieb, um ſich dann wieder mit ihrer Mutter zu vereinen, die inzwiſchen auch nach Görz über- geſiedelt war. Hier lernte ſie auch den Advokaten Camillo Ritter von Egger kennen, mit dem ſie am 15. Febr. 1871 in Trieſt von dem dortigen Biſchofe, dem langjährigen Freunde ihres Hauſes, ehelich verbunden ward. Die Dichterin lebt noch jetzt in Görz und füllt ihre Mußeſtunden durch dichteriſche Tätigkeit aus. S: Stürme (R.); III, 1883. – Formoſa *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 109. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/113>, abgerufen am 17.02.2019.