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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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[f]en u. Funken (Aphor., Denksprüche
[u]nd Epigr.), 1893. - Licht und Leben
[(]Klingende Gedanken, Sinnspr. und
Sat.), 1898.

*Engelhardt, Karl Friedrich
Wilhelm,

geb. am 10. Oktbr. 1851
[z]u Möschwitz bei Plauen im sächsi-
[s]chen Vogtlande als der Sohn eines
Bauern, verlebte seine Kinderjahre
[i]n ländlicher Einsamkeit und besuchte
[d]ie Dorfschule seines Heimatsortes,
worauf er 1867-72 im Seminar zu
Plauen seine Ausbildung als Lehrer
empfing. Nachdem er zuerst im obe-
[r]en Vogtlande als Lehrer gewirkt,
[k]am er ins Erzgebirge nach Oberwie-
[s]enthal und Schlettau u. ist seit 1876
[i]n dem vogtländischen Städtchen
Treuen angestellt. Das Bestreben,
[d]ie auswärts lebenden Vogtländer
[i]mmer wieder an ihre alte Heimat zu
[k]etten und die Sympathien der aus-
wärtigen Welt für das Vogtland zu
gewinnen, hat ihn zum Dialektdichter
gemacht.

S:

Arnscht und Lust (Ge.
[i]n vogtländ. M.), 1892. - Frieden af
[d]er Erd (E. in vogtl. M.), 1892. -
Dinn Neßmillersch Oberschtiebel (E.
[i]n vogtländischer Mundart), 1893. -
Der Eiselsdorfer Beesenreisigmah
(E.), 1895.

Engelhardt-Schnellenstein,
Helene,

siehe Helene Papst!

Engelhart, C.,

Pseud. für Georg
Bötticher;
s. d.!

*Engell-Günther, Juliane,

geb.
am 3. Aug. 1819 zu Sülz in Mecklen-
burg als die Tochter eines städtischen
Beamten, erhielt ihren Unterricht
vorwiegend durch ihre Eltern, ging
1844 nach Berlin, wo sie als Lehrerin
tätig war, und 1849 nach Brasilien,
wo sie sich 1850 mit dem schweizeri-
schen Jngenieur Günther verhei-
[r]atete und einem Erziehungsinstitute
[v]orstand. 1857 kehrte sie nach Europa
[z]urück u. kam über England, Frank-
[r]eich, die Schweiz, Stuttgart u. Mün-
chen 1860 nach Berlin, wo sie bis
1883 lebte. Seitdem hat sie ihren
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Wohnsitz an verschiedenen Orten der
Schweiz gehabt u. + 24. Septbr. 1910.
in Basel.

S:

Der beste Freund (Al-
les f. Kinder bis zum zehnten Jahre
Wissenswerte in V.), 1869. - Weih-
nachtsabende in Brasilien (f. d. Ju-
gend), 1862. - Die Hexe (Dr.), 1882.
- Brasilianische Novellen (Brasilia-
nische Kinder. - Gente seria u. gente
alegre.
- Ein Kolonistenmädchen),
1890. - Schweizer Sagen, 1893. -
Noch einmal die Kreuzersonate (von
pseud. Freifrau Luminica v. X.),
1895. - Faustiana (Splitter a. Goe-
thes Faust in neuer Fassung [in Ver-
sen]), 1901.

*Engelmann, Emil,

wurde am
26. August 1837 zu Kirchheim unter
Teck in Württemberg als der Sohn
eines Apothekers geboren, kam aber
schon 1839 nach Stuttgart, wo sein
Vater eine Fabrik von Neckarschaum-
weinen gegründet hatte. Hier be-
suchte er das Gymnasium, um sich
später dem Studium der Theologie
u. Philosophie zu widmen; doch ver-
anlaßten ihn Familienverhältnisse,
seine Studien zu unterbrechen u. die
kaufmännische Laufbahn zu betreten.
Mit dem 19. Lebensjahre trat er in
das väterliche Geschäft ein, das er
nach des Vaters Tode (1871) selb-
ständig übernahm, und dem er mit
Gewissenhaftigkeit, wenn auch ohne
rechte innere Freude, bis zu seinem
Tode vorstand. Seinem natürlichen
Wesen konnte dieser Beruf nicht zu-
sagen, doch wurde dieser Zwiespalt
durch die Beschäftigung mit der Dicht-
kunst u. durch ein harmonisches Fa-
milienleben gemildert; und als 1885
sein geschäftstüchtiger Bruder an
seine Seite trat, konnte er sich mehr
u. mehr seinen poetischen Neigungen
hingeben. E. starb in Stuttgart am
10. März 1900.

S:

Volksmärchen u.
Göttersagen aus germanischer Vor-
zeit, 1878. Neue Folge, 1882. - Aus
dem Schwabenland (Dialektgedichte),
1881. - Märchenbilder aus germani-

*


[Spaltenumbruch]

Eng
[f]en u. Funken (Aphor., Denkſprüche
[u]nd Epigr.), 1893. – Licht und Leben
[(]Klingende Gedanken, Sinnſpr. und
Sat.), 1898.

*Engelhardt, Karl Friedrich
Wilhelm,

geb. am 10. Oktbr. 1851
[z]u Möſchwitz bei Plauen im ſächſi-
[ſ]chen Vogtlande als der Sohn eines
Bauern, verlebte ſeine Kinderjahre
[i]n ländlicher Einſamkeit und beſuchte
[d]ie Dorfſchule ſeines Heimatsortes,
worauf er 1867–72 im Seminar zu
Plauen ſeine Ausbildung als Lehrer
empfing. Nachdem er zuerſt im obe-
[r]en Vogtlande als Lehrer gewirkt,
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[ſ]enthal und Schlettau u. iſt ſeit 1876
[i]n dem vogtländiſchen Städtchen
Treuen angeſtellt. Das Beſtreben,
[d]ie auswärts lebenden Vogtländer
[i]mmer wieder an ihre alte Heimat zu
[k]etten und die Sympathien der aus-
wärtigen Welt für das Vogtland zu
gewinnen, hat ihn zum Dialektdichter
gemacht.

S:

Arnſcht und Luſt (Ge.
[i]n vogtländ. M.), 1892. – Frieden af
[d]er Erd (E. in vogtl. M.), 1892. –
Dinn Neßmillerſch Oberſchtiebel (E.
[i]n vogtländiſcher Mundart), 1893. –
Der Eiſelsdorfer Beeſenreiſigmah
(E.), 1895.

Engelhardt-Schnellenſtein,
Helene,

ſiehe Helene Papſt!

Engelhart, C.,

Pſeud. für Georg
Bötticher;
ſ. d.!

*Engell-Günther, Juliane,

geb.
am 3. Aug. 1819 zu Sülz in Mecklen-
burg als die Tochter eines ſtädtiſchen
Beamten, erhielt ihren Unterricht
vorwiegend durch ihre Eltern, ging
1844 nach Berlin, wo ſie als Lehrerin
tätig war, und 1849 nach Braſilien,
wo ſie ſich 1850 mit dem ſchweizeri-
ſchen Jngenieur Günther verhei-
[r]atete und einem Erziehungsinſtitute
[v]orſtand. 1857 kehrte ſie nach Europa
[z]urück u. kam über England, Frank-
[r]eich, die Schweiz, Stuttgart u. Mün-
chen 1860 nach Berlin, wo ſie bis
1883 lebte. Seitdem hat ſie ihren
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Eng
Wohnſitz an verſchiedenen Orten der
Schweiz gehabt u. † 24. Septbr. 1910.
in Baſel.

S:

Der beſte Freund (Al-
les f. Kinder bis zum zehnten Jahre
Wiſſenswerte in V.), 1869. – Weih-
nachtsabende in Braſilien (f. d. Ju-
gend), 1862. – Die Hexe (Dr.), 1882.
– Braſilianiſche Novellen (Braſilia-
niſche Kinder. – Gente seria u. gente
alegre.
– Ein Koloniſtenmädchen),
1890. – Schweizer Sagen, 1893. –
Noch einmal die Kreuzerſonate (von
pſeud. Freifrau Luminica v. X.),
1895. – Fauſtiana (Splitter a. Goe-
thes Fauſt in neuer Faſſung [in Ver-
ſen]), 1901.

*Engelmann, Emil,

wurde am
26. Auguſt 1837 zu Kirchheim unter
Teck in Württemberg als der Sohn
eines Apothekers geboren, kam aber
ſchon 1839 nach Stuttgart, wo ſein
Vater eine Fabrik von Neckarſchaum-
weinen gegründet hatte. Hier be-
ſuchte er das Gymnaſium, um ſich
ſpäter dem Studium der Theologie
u. Philoſophie zu widmen; doch ver-
anlaßten ihn Familienverhältniſſe,
ſeine Studien zu unterbrechen u. die
kaufmänniſche Laufbahn zu betreten.
Mit dem 19. Lebensjahre trat er in
das väterliche Geſchäft ein, das er
nach des Vaters Tode (1871) ſelb-
ſtändig übernahm, und dem er mit
Gewiſſenhaftigkeit, wenn auch ohne
rechte innere Freude, bis zu ſeinem
Tode vorſtand. Seinem natürlichen
Weſen konnte dieſer Beruf nicht zu-
ſagen, doch wurde dieſer Zwieſpalt
durch die Beſchäftigung mit der Dicht-
kunſt u. durch ein harmoniſches Fa-
milienleben gemildert; und als 1885
ſein geſchäftstüchtiger Bruder an
ſeine Seite trat, konnte er ſich mehr
u. mehr ſeinen poetiſchen Neigungen
hingeben. E. ſtarb in Stuttgart am
10. März 1900.

S:

Volksmärchen u.
Götterſagen aus germaniſcher Vor-
zeit, 1878. Neue Folge, 1882. – Aus
dem Schwabenland (Dialektgedichte),
1881. – Märchenbilder aus germani-

*
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[149/0153] Eng Eng fen u. Funken (Aphor., Denkſprüche und Epigr.), 1893. – Licht und Leben (Klingende Gedanken, Sinnſpr. und Sat.), 1898. *Engelhardt, Karl Friedrich Wilhelm, geb. am 10. Oktbr. 1851 zu Möſchwitz bei Plauen im ſächſi- ſchen Vogtlande als der Sohn eines Bauern, verlebte ſeine Kinderjahre in ländlicher Einſamkeit und beſuchte die Dorfſchule ſeines Heimatsortes, worauf er 1867–72 im Seminar zu Plauen ſeine Ausbildung als Lehrer empfing. Nachdem er zuerſt im obe- ren Vogtlande als Lehrer gewirkt, kam er ins Erzgebirge nach Oberwie- ſenthal und Schlettau u. iſt ſeit 1876 in dem vogtländiſchen Städtchen Treuen angeſtellt. Das Beſtreben, die auswärts lebenden Vogtländer immer wieder an ihre alte Heimat zu ketten und die Sympathien der aus- wärtigen Welt für das Vogtland zu gewinnen, hat ihn zum Dialektdichter gemacht. S: Arnſcht und Luſt (Ge. in vogtländ. M.), 1892. – Frieden af der Erd (E. in vogtl. M.), 1892. – Dinn Neßmillerſch Oberſchtiebel (E. in vogtländiſcher Mundart), 1893. – Der Eiſelsdorfer Beeſenreiſigmah (E.), 1895. Engelhardt-Schnellenſtein, Helene, ſiehe Helene Papſt! Engelhart, C., Pſeud. für Georg Bötticher; ſ. d.! *Engell-Günther, Juliane, geb. am 3. Aug. 1819 zu Sülz in Mecklen- burg als die Tochter eines ſtädtiſchen Beamten, erhielt ihren Unterricht vorwiegend durch ihre Eltern, ging 1844 nach Berlin, wo ſie als Lehrerin tätig war, und 1849 nach Braſilien, wo ſie ſich 1850 mit dem ſchweizeri- ſchen Jngenieur Günther verhei- ratete und einem Erziehungsinſtitute vorſtand. 1857 kehrte ſie nach Europa zurück u. kam über England, Frank- reich, die Schweiz, Stuttgart u. Mün- chen 1860 nach Berlin, wo ſie bis 1883 lebte. Seitdem hat ſie ihren Wohnſitz an verſchiedenen Orten der Schweiz gehabt u. † 24. Septbr. 1910. in Baſel. S: Der beſte Freund (Al- les f. Kinder bis zum zehnten Jahre Wiſſenswerte in V.), 1869. – Weih- nachtsabende in Braſilien (f. d. Ju- gend), 1862. – Die Hexe (Dr.), 1882. – Braſilianiſche Novellen (Braſilia- niſche Kinder. – Gente seria u. gente alegre. – Ein Koloniſtenmädchen), 1890. – Schweizer Sagen, 1893. – Noch einmal die Kreuzerſonate (von pſeud. Freifrau Luminica v. X.), 1895. – Fauſtiana (Splitter a. Goe- thes Fauſt in neuer Faſſung [in Ver- ſen]), 1901. *Engelmann, Emil, wurde am 26. Auguſt 1837 zu Kirchheim unter Teck in Württemberg als der Sohn eines Apothekers geboren, kam aber ſchon 1839 nach Stuttgart, wo ſein Vater eine Fabrik von Neckarſchaum- weinen gegründet hatte. Hier be- ſuchte er das Gymnaſium, um ſich ſpäter dem Studium der Theologie u. Philoſophie zu widmen; doch ver- anlaßten ihn Familienverhältniſſe, ſeine Studien zu unterbrechen u. die kaufmänniſche Laufbahn zu betreten. Mit dem 19. Lebensjahre trat er in das väterliche Geſchäft ein, das er nach des Vaters Tode (1871) ſelb- ſtändig übernahm, und dem er mit Gewiſſenhaftigkeit, wenn auch ohne rechte innere Freude, bis zu ſeinem Tode vorſtand. Seinem natürlichen Weſen konnte dieſer Beruf nicht zu- ſagen, doch wurde dieſer Zwieſpalt durch die Beſchäftigung mit der Dicht- kunſt u. durch ein harmoniſches Fa- milienleben gemildert; und als 1885 ſein geſchäftstüchtiger Bruder an ſeine Seite trat, konnte er ſich mehr u. mehr ſeinen poetiſchen Neigungen hingeben. E. ſtarb in Stuttgart am 10. März 1900. S: Volksmärchen u. Götterſagen aus germaniſcher Vor- zeit, 1878. Neue Folge, 1882. – Aus dem Schwabenland (Dialektgedichte), 1881. – Märchenbilder aus germani- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 149. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/153>, abgerufen am 19.02.2019.