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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Eltern, und ward in der Musik und
Malerei von trefflichen Lehrern aus-
gebildet. Jnfolge der Versetzung des
Vaters siedelte die Familie nach Düs-
seldorf und später nach Aachen über,
wo der Vater als Obersekretär am
Landgerichte 1867 starb. Die Toch-
ter weilt noch jetzt in Aachen und ist
daselbst als Schriftstellerin tätig.
Besuchsreisen zu Verwandten nach
Spanien haben ihr auch genaue
Kenntnis dieses Landes verschafft.

S:

Jn der Schule des Lebens (N.),
1880. - Vergangene Zeiten (N.), 1884.
- Gelegenheitsgedichte für Kinder,
1886. 2. A. u. d. T.: Glückwünsche
und Gelegenheitsgedichte für Kinder,
1902. - Der heilige Kreuzweg in 14
Gesängen, 1890. - Licht und Schatten
(N.), 1891. - Jm Wirtshaus "Zum
schwarzen Schaf" (Lsp.), 2. A. 1897.

*Feld, Leo,

ursprünglich Leo
Hirschfeld,
wurde am 14. Febr.
1869 in Augsburg geboren, kam aber
schon als kleines Kind nach Wien,
das seine eigentliche Heimat wurde
und auch geblieben ist. Er erhielt
dort seine Bildung in der Volksschule,
auf dem Gymnasium und der Uni-
versität u. erwarb sich auch die Würde
eines Doktors der Philosophie. Schon
als Student schrieb er Feuilletons
für Wiener Zeitschriften; später fand
er in seiner Laufbahn als Schriftstel-
ler durch J. J. David und Hermann
Bahr freundliche Förderung, u. seine
dramatische Erstlingsarbeit wurde
sogar mit dem Bauernfeld-Preise ge-
krönt. Vorübergehend hielt er sich in
Berlin, wo er Wolzogen das "Über-
brettl" gründen half, und in Braun-
schweig auf, wo er eine Zeitlang als
Dramaturg und Regisseur tätig war,
um das praktische Theaterleben in
unmittelbarer Nähe kennen zu lernen.

S:

Charlotte Wolter (Biogr.), 1897.
- Die Lumpen (Komödie), 1898. -
Fräulein Lehrerin (Volksst., mit Vik-
tor Leon), 1905. - Der Stein von
Pisa (Lsp.), 1906. - Der Traumgörge
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(O. mit e. Nachspiel, Mus. von Alex.
von Zemlinsky), 1907. - Der Herzog
von Orleans (Lsp.), 1909. -- Aufge-
führt wurden noch: Erste Liebe (Lsp.,
1900) - Der Arzt (Schsp., 1903) -
Der Götterliebling (Schsp., 1907).

*Feldegg, Ferdinand Fellner,


Ritter v., der Sohn des k. k. Feldmar-
schall-Leutnants Joseph Ritter v. F.,
wurde am 10. März 1855 in Piacenza
(Jtalien) geboren u. bezog nach absol-
vierter Mittelschule 1873 die deutsche
Technische Hochschule in Prag, wo er
bis 1879 Baukunst studierte. Jn dieser
Studienzeit beschäftigte er sich neben-
her eingehend mit der Philosophie u.
pflegte dabei seine eigenen Gedanken
niederzuschreiben. Zehn Jahre spä-
ter veröffentlichte er dann "Das Ge-
fühl als Fundament der Weltord-
nung" (1890), dem ein Jahr später
die "Grundlegung einer Kosmobio-
logie" (1891) folgte. Nach Beendi-
gung seiner technischen Studien war
F. 1879 in die Akademie der bilden-
den Künste in Wien eingetreten und
durch drei Jahre Schüler Theophil
Hansens gewesen, über den er dann
mit Georg Niemann das Werk schrieb
"Theophilos Hansen u. seine Werke"
(1893). Jm Jahre 1884 wurde F.
zum Professor der Baukunde an der
k. k. Staatsgewerbeschule in Wien er-
nannt und redigiert hier auch seit
1894 die Zeitschrift "Der Architeki".

S:

Der neue Faust (Dr.), 1903. -
Der Schleier der Maja (3 ernste Sze-
nen), 1904. - Letzte Stunden (8 Ge-
schicht. a. d. Liebesleben) und: Das
Geschlecht Edelmaier (Sat.), 1904. -
Benedek (Österreichisches Soldaten-
drama), 1905. - Mit seinem Gott
allein (Schsp.), 1908. - "Retter"
(Vier Lebensbilder), 1908.

*Feldegg, Marie Fellner von,


pseud. E. Wahlheim, geb. am 19.
Mai 1860 in Wien als Tochter des
Sektionsrats im Handelsministerium
Joseph Fellner Ritter von F., erhielt
dort ihre Erziehung und Ausbildung

* 13


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Fel
Eltern, und ward in der Muſik und
Malerei von trefflichen Lehrern aus-
gebildet. Jnfolge der Verſetzung des
Vaters ſiedelte die Familie nach Düſ-
ſeldorf und ſpäter nach Aachen über,
wo der Vater als Oberſekretär am
Landgerichte 1867 ſtarb. Die Toch-
ter weilt noch jetzt in Aachen und iſt
daſelbſt als Schriftſtellerin tätig.
Beſuchsreiſen zu Verwandten nach
Spanien haben ihr auch genaue
Kenntnis dieſes Landes verſchafft.

S:

Jn der Schule des Lebens (N.),
1880. – Vergangene Zeiten (N.), 1884.
– Gelegenheitsgedichte für Kinder,
1886. 2. A. u. d. T.: Glückwünſche
und Gelegenheitsgedichte für Kinder,
1902. – Der heilige Kreuzweg in 14
Geſängen, 1890. – Licht und Schatten
(N.), 1891. – Jm Wirtshaus „Zum
ſchwarzen Schaf“ (Lſp.), 2. A. 1897.

*Feld, Leo,

urſprünglich Leo
Hirſchfeld,
wurde am 14. Febr.
1869 in Augsburg geboren, kam aber
ſchon als kleines Kind nach Wien,
das ſeine eigentliche Heimat wurde
und auch geblieben iſt. Er erhielt
dort ſeine Bildung in der Volksſchule,
auf dem Gymnaſium und der Uni-
verſität u. erwarb ſich auch die Würde
eines Doktors der Philoſophie. Schon
als Student ſchrieb er Feuilletons
für Wiener Zeitſchriften; ſpäter fand
er in ſeiner Laufbahn als Schriftſtel-
ler durch J. J. David und Hermann
Bahr freundliche Förderung, u. ſeine
dramatiſche Erſtlingsarbeit wurde
ſogar mit dem Bauernfeld-Preiſe ge-
krönt. Vorübergehend hielt er ſich in
Berlin, wo er Wolzogen das „Über-
brettl“ gründen half, und in Braun-
ſchweig auf, wo er eine Zeitlang als
Dramaturg und Regiſſeur tätig war,
um das praktiſche Theaterleben in
unmittelbarer Nähe kennen zu lernen.

S:

Charlotte Wolter (Biogr.), 1897.
– Die Lumpen (Komödie), 1898. –
Fräulein Lehrerin (Volksſt., mit Vik-
tor Léon), 1905. – Der Stein von
Piſa (Lſp.), 1906. – Der Traumgörge
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Fel
(O. mit e. Nachſpiel, Muſ. von Alex.
von Zemlinsky), 1907. – Der Herzog
von Orleans (Lſp.), 1909. — Aufge-
führt wurden noch: Erſte Liebe (Lſp.,
1900) – Der Arzt (Schſp., 1903) –
Der Götterliebling (Schſp., 1907).

*Feldegg, Ferdinand Fellner,


Ritter v., der Sohn des k. k. Feldmar-
ſchall-Leutnants Joſeph Ritter v. F.,
wurde am 10. März 1855 in Piacenza
(Jtalien) geboren u. bezog nach abſol-
vierter Mittelſchule 1873 die deutſche
Techniſche Hochſchule in Prag, wo er
bis 1879 Baukunſt ſtudierte. Jn dieſer
Studienzeit beſchäftigte er ſich neben-
her eingehend mit der Philoſophie u.
pflegte dabei ſeine eigenen Gedanken
niederzuſchreiben. Zehn Jahre ſpä-
ter veröffentlichte er dann „Das Ge-
fühl als Fundament der Weltord-
nung“ (1890), dem ein Jahr ſpäter
die „Grundlegung einer Kosmobio-
logie“ (1891) folgte. Nach Beendi-
gung ſeiner techniſchen Studien war
F. 1879 in die Akademie der bilden-
den Künſte in Wien eingetreten und
durch drei Jahre Schüler Theophil
Hanſens geweſen, über den er dann
mit Georg Niemann das Werk ſchrieb
„Theophilos Hanſen u. ſeine Werke“
(1893). Jm Jahre 1884 wurde F.
zum Profeſſor der Baukunde an der
k. k. Staatsgewerbeſchule in Wien er-
nannt und redigiert hier auch ſeit
1894 die Zeitſchrift „Der Architeki“.

S:

Der neue Fauſt (Dr.), 1903. –
Der Schleier der Maja (3 ernſte Sze-
nen), 1904. – Letzte Stunden (8 Ge-
ſchicht. a. d. Liebesleben) und: Das
Geſchlecht Edelmaier (Sat.), 1904. –
Benedek (Öſterreichiſches Soldaten-
drama), 1905. – Mit ſeinem Gott
allein (Schſp.), 1908. – „Retter“
(Vier Lebensbilder), 1908.

*Feldegg, Marie Fellner von,


pſeud. E. Wahlheim, geb. am 19.
Mai 1860 in Wien als Tochter des
Sektionsrats im Handelsminiſterium
Joſeph Fellner Ritter von F., erhielt
dort ihre Erziehung und Ausbildung

* 13
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[193/0197] Fel Fel Eltern, und ward in der Muſik und Malerei von trefflichen Lehrern aus- gebildet. Jnfolge der Verſetzung des Vaters ſiedelte die Familie nach Düſ- ſeldorf und ſpäter nach Aachen über, wo der Vater als Oberſekretär am Landgerichte 1867 ſtarb. Die Toch- ter weilt noch jetzt in Aachen und iſt daſelbſt als Schriftſtellerin tätig. Beſuchsreiſen zu Verwandten nach Spanien haben ihr auch genaue Kenntnis dieſes Landes verſchafft. S: Jn der Schule des Lebens (N.), 1880. – Vergangene Zeiten (N.), 1884. – Gelegenheitsgedichte für Kinder, 1886. 2. A. u. d. T.: Glückwünſche und Gelegenheitsgedichte für Kinder, 1902. – Der heilige Kreuzweg in 14 Geſängen, 1890. – Licht und Schatten (N.), 1891. – Jm Wirtshaus „Zum ſchwarzen Schaf“ (Lſp.), 2. A. 1897. *Feld, Leo, urſprünglich Leo Hirſchfeld, wurde am 14. Febr. 1869 in Augsburg geboren, kam aber ſchon als kleines Kind nach Wien, das ſeine eigentliche Heimat wurde und auch geblieben iſt. Er erhielt dort ſeine Bildung in der Volksſchule, auf dem Gymnaſium und der Uni- verſität u. erwarb ſich auch die Würde eines Doktors der Philoſophie. Schon als Student ſchrieb er Feuilletons für Wiener Zeitſchriften; ſpäter fand er in ſeiner Laufbahn als Schriftſtel- ler durch J. J. David und Hermann Bahr freundliche Förderung, u. ſeine dramatiſche Erſtlingsarbeit wurde ſogar mit dem Bauernfeld-Preiſe ge- krönt. Vorübergehend hielt er ſich in Berlin, wo er Wolzogen das „Über- brettl“ gründen half, und in Braun- ſchweig auf, wo er eine Zeitlang als Dramaturg und Regiſſeur tätig war, um das praktiſche Theaterleben in unmittelbarer Nähe kennen zu lernen. S: Charlotte Wolter (Biogr.), 1897. – Die Lumpen (Komödie), 1898. – Fräulein Lehrerin (Volksſt., mit Vik- tor Léon), 1905. – Der Stein von Piſa (Lſp.), 1906. – Der Traumgörge (O. mit e. Nachſpiel, Muſ. von Alex. von Zemlinsky), 1907. – Der Herzog von Orleans (Lſp.), 1909. — Aufge- führt wurden noch: Erſte Liebe (Lſp., 1900) – Der Arzt (Schſp., 1903) – Der Götterliebling (Schſp., 1907). *Feldegg, Ferdinand Fellner, Ritter v., der Sohn des k. k. Feldmar- ſchall-Leutnants Joſeph Ritter v. F., wurde am 10. März 1855 in Piacenza (Jtalien) geboren u. bezog nach abſol- vierter Mittelſchule 1873 die deutſche Techniſche Hochſchule in Prag, wo er bis 1879 Baukunſt ſtudierte. Jn dieſer Studienzeit beſchäftigte er ſich neben- her eingehend mit der Philoſophie u. pflegte dabei ſeine eigenen Gedanken niederzuſchreiben. Zehn Jahre ſpä- ter veröffentlichte er dann „Das Ge- fühl als Fundament der Weltord- nung“ (1890), dem ein Jahr ſpäter die „Grundlegung einer Kosmobio- logie“ (1891) folgte. Nach Beendi- gung ſeiner techniſchen Studien war F. 1879 in die Akademie der bilden- den Künſte in Wien eingetreten und durch drei Jahre Schüler Theophil Hanſens geweſen, über den er dann mit Georg Niemann das Werk ſchrieb „Theophilos Hanſen u. ſeine Werke“ (1893). Jm Jahre 1884 wurde F. zum Profeſſor der Baukunde an der k. k. Staatsgewerbeſchule in Wien er- nannt und redigiert hier auch ſeit 1894 die Zeitſchrift „Der Architeki“. S: Der neue Fauſt (Dr.), 1903. – Der Schleier der Maja (3 ernſte Sze- nen), 1904. – Letzte Stunden (8 Ge- ſchicht. a. d. Liebesleben) und: Das Geſchlecht Edelmaier (Sat.), 1904. – Benedek (Öſterreichiſches Soldaten- drama), 1905. – Mit ſeinem Gott allein (Schſp.), 1908. – „Retter“ (Vier Lebensbilder), 1908. *Feldegg, Marie Fellner von, pſeud. E. Wahlheim, geb. am 19. Mai 1860 in Wien als Tochter des Sektionsrats im Handelsminiſterium Joſeph Fellner Ritter von F., erhielt dort ihre Erziehung und Ausbildung * 13

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 193. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/197>, abgerufen am 20.03.2019.