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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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deutschen Dramatiker und Shake-
speares, als auch auf den Besuch des
Baseler Stadttheaters und folgerich-
tig zur dramatischen Dichtkunst, und
seitdem er in Kaiserstuhl eine neue
Stätte seiner amtlichen Wirksamkeit
gefunden, bildete das Theater in
Zürich Anziehungspunkt und Quelle
für eigenes Schaffen. Seit 1907 ist
F. Lehrer in Aarau.

S:

Bertha Stei-
ger (Tr.), 1898. - Kardinal Schin-
ner (Dr.), 1900. - Festspiel zur aar-
gauischen Zentenarfeier, 1903. - Ar-
nold von Melchthal (Festdrama),
1907. - Das Schloß am Meer (Dr.),
1907.

*Fischer, Hans R.,

geb. am 15.
April 1863 in Jauer (Schlesien), wuchs
in ärmlichen Verhältnissen auf, hat
sich aber aus einer Jugend voll Kampf
und Not mit staunenswerter Tatkraft
emporgearbeitet. Seine Kindheit ver-
brachte er als Waise teils im städti-
tischen Armenhanse in Breslau, teils
bei Pflegeleuten und mußte schon da-
mals durch harte Arbeit sein Brot
mit verdienen helfen. Unter solchen
Umständen konnte er nicht einmal die
Volksschule bis zum Abschluß besuchen;
gleichfalls eignete er sich durch uner-
müdlichen Selbstunterricht eine um-
fassende Bildung an. Seit 1883 in
Berlin lebend, machte er sich bald
durch seine "lebensvollen u. tief emp-
fundenen Schilderungen" von dem
Elend der Armen und Unglücklichen
in der Großstadt bekannt. Nach eini-
gen Jahren siedelte er nach Mainz
über, wo er bis 1898 Redakteur des
"Mainzer Anzeigers" war. Von 1899
bis zum Herbst 1903 lebte er als Re-
dakteur des "Westfälischen Anzeigers"
in Hamm i. W., ging dann als Re-
dakteur am "Hannoverschen Kurier"
nach Hannover und wandte sich 1905
nach Berlin, wo er als freier Schrift-
steller u. Journalist lebte, bis er 1907
als Chefredakteur der "Neuen hessi-
schen Volksblätter" nach Darmstadt
übersiedelte. Außer einem gelungenen
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Lebensbilde des ehemaligen Kultus-
ministers "Adalbert Falck" (1900) ver-
öffentlichte er

S:

Unter den Armen
u. Elenden Berlins (Streifzüge durch
die Tiefen der Weltstadt), 1887. -
Was Berlin verschlingt (Soziale Bil-
der a. d. Reichshauptstadt), 1890. -
Berliner Zigeunerleben (Bilder aus
der Welt der Schriftsteller, Künstler
und des Proletariats), 1890.

*Fischer, Hans W.,

geb. am 18.
Dezember 1876 in Schweidnitz (Schle-
sien), studierte Philologie und Ge-
schichte und wurde 1898 in Jena zum
Dr. phil. promoviert. Er lebte da-
nach viel auf Reisen und ließ sich 1901
als Schriftsteller in Berlin nieder.
Jn den Jahren 1905-06 gab er die
Zeitschrift "Funken" heraus, und seit
1906 leitete er die Herausgabe der
"Kulturhistorischen Liebhaberbiblio-
thek". Von 1907-09 hatte er seinen
Wohnsitz in Roda (Sachsen-Alten-
burg). Außer mehreren soziologischen
u. kritischen Arbeiten ("Soziale Ana-
tomie", 1906 -- "Christus in der La-
terna magica", 1907 -- "Alte deutsche
Schwänke", 1907 -- "Deutsche Hoch-
zeitsgedichte", hrsg. 1907) veröffent-
lichte er

S:

Sehnen und Leben (Ge.),
1900. - Das Buch des Widerspruchs
(Ge.), 1907.

Fischer, Hans,

pseudon. Kurt
Aram,
geb. am 28. Januar 1869
in Lennep, lebte (1901) in Marburg
in Hessen, (1904) in München-Schwa-
bing, wo er an der Herausgabe der
Halbmonatsschrift "März" beteiligt
war, und ist seit 1908 Feuilleton-Re-
dakteur am "Berlin. Tagebl." in Ber-
lin.

S:

Wetterleuchten (Dr. Charak-
terbild), 1897. - Die Agrarkommission
(Komödie), 1899. - Gedichte, 1899. -
Ananian (Dr.), 1900. - Unter Wolken
(Ein Herbst- und Ehestandsroman),
1900. - Die vornehme Tochter (Geschn.
u. Sk.), 1902. - Schloß Ewich (R.),
1905. - Pastorengeschichten und an-
deres, 1906. - Der Zahnarzt (R.),
1907. - Jugendsünden (R.), 1908.

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deutſchen Dramatiker und Shake-
ſpeares, als auch auf den Beſuch des
Baſeler Stadttheaters und folgerich-
tig zur dramatiſchen Dichtkunſt, und
ſeitdem er in Kaiſerſtuhl eine neue
Stätte ſeiner amtlichen Wirkſamkeit
gefunden, bildete das Theater in
Zürich Anziehungspunkt und Quelle
für eigenes Schaffen. Seit 1907 iſt
F. Lehrer in Aarau.

S:

Bertha Stei-
ger (Tr.), 1898. – Kardinal Schin-
ner (Dr.), 1900. – Feſtſpiel zur aar-
gauiſchen Zentenarfeier, 1903. – Ar-
nold von Melchthal (Feſtdrama),
1907. – Das Schloß am Meer (Dr.),
1907.

*Fiſcher, Hans R.,

geb. am 15.
April 1863 in Jauer (Schleſien), wuchs
in ärmlichen Verhältniſſen auf, hat
ſich aber aus einer Jugend voll Kampf
und Not mit ſtaunenswerter Tatkraft
emporgearbeitet. Seine Kindheit ver-
brachte er als Waiſe teils im ſtädti-
tiſchen Armenhanſe in Breslau, teils
bei Pflegeleuten und mußte ſchon da-
mals durch harte Arbeit ſein Brot
mit verdienen helfen. Unter ſolchen
Umſtänden konnte er nicht einmal die
Volksſchule bis zum Abſchluß beſuchen;
gleichfalls eignete er ſich durch uner-
müdlichen Selbſtunterricht eine um-
faſſende Bildung an. Seit 1883 in
Berlin lebend, machte er ſich bald
durch ſeine „lebensvollen u. tief emp-
fundenen Schilderungen“ von dem
Elend der Armen und Unglücklichen
in der Großſtadt bekannt. Nach eini-
gen Jahren ſiedelte er nach Mainz
über, wo er bis 1898 Redakteur des
„Mainzer Anzeigers“ war. Von 1899
bis zum Herbſt 1903 lebte er als Re-
dakteur des „Weſtfäliſchen Anzeigers“
in Hamm i. W., ging dann als Re-
dakteur am „Hannoverſchen Kurier“
nach Hannover und wandte ſich 1905
nach Berlin, wo er als freier Schrift-
ſteller u. Journaliſt lebte, bis er 1907
als Chefredakteur der „Neuen heſſi-
ſchen Volksblätter“ nach Darmſtadt
überſiedelte. Außer einem gelungenen
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Fiſ
Lebensbilde des ehemaligen Kultus-
miniſters „Adalbert Falck“ (1900) ver-
öffentlichte er

S:

Unter den Armen
u. Elenden Berlins (Streifzüge durch
die Tiefen der Weltſtadt), 1887. –
Was Berlin verſchlingt (Soziale Bil-
der a. d. Reichshauptſtadt), 1890. –
Berliner Zigeunerleben (Bilder aus
der Welt der Schriftſteller, Künſtler
und des Proletariats), 1890.

*Fiſcher, Hans W.,

geb. am 18.
Dezember 1876 in Schweidnitz (Schle-
ſien), ſtudierte Philologie und Ge-
ſchichte und wurde 1898 in Jena zum
Dr. phil. promoviert. Er lebte da-
nach viel auf Reiſen und ließ ſich 1901
als Schriftſteller in Berlin nieder.
Jn den Jahren 1905–06 gab er die
Zeitſchrift „Funken“ heraus, und ſeit
1906 leitete er die Herausgabe der
„Kulturhiſtoriſchen Liebhaberbiblio-
thek“. Von 1907–09 hatte er ſeinen
Wohnſitz in Roda (Sachſen-Alten-
burg). Außer mehreren ſoziologiſchen
u. kritiſchen Arbeiten („Soziale Ana-
tomie“, 1906 — „Chriſtus in der La-
terna magica“, 1907 — „Alte deutſche
Schwänke“, 1907 — „Deutſche Hoch-
zeitsgedichte“, hrsg. 1907) veröffent-
lichte er

S:

Sehnen und Leben (Ge.),
1900. – Das Buch des Widerſpruchs
(Ge.), 1907.

Fiſcher, Hans,

pſeudon. Kurt
Aram,
geb. am 28. Januar 1869
in Lennep, lebte (1901) in Marburg
in Heſſen, (1904) in München-Schwa-
bing, wo er an der Herausgabe der
Halbmonatsſchrift „März“ beteiligt
war, und iſt ſeit 1908 Feuilleton-Re-
dakteur am „Berlin. Tagebl.“ in Ber-
lin.

S:

Wetterleuchten (Dr. Charak-
terbild), 1897. – Die Agrarkommiſſion
(Komödie), 1899. – Gedichte, 1899. –
Ananian (Dr.), 1900. – Unter Wolken
(Ein Herbſt- und Eheſtandsroman),
1900. – Die vornehme Tochter (Geſchn.
u. Sk.), 1902. – Schloß Ewich (R.),
1905. – Paſtorengeſchichten und an-
deres, 1906. – Der Zahnarzt (R.),
1907. – Jugendſünden (R.), 1908.

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[217/0221] Fiſ Fiſ deutſchen Dramatiker und Shake- ſpeares, als auch auf den Beſuch des Baſeler Stadttheaters und folgerich- tig zur dramatiſchen Dichtkunſt, und ſeitdem er in Kaiſerſtuhl eine neue Stätte ſeiner amtlichen Wirkſamkeit gefunden, bildete das Theater in Zürich Anziehungspunkt und Quelle für eigenes Schaffen. Seit 1907 iſt F. Lehrer in Aarau. S: Bertha Stei- ger (Tr.), 1898. – Kardinal Schin- ner (Dr.), 1900. – Feſtſpiel zur aar- gauiſchen Zentenarfeier, 1903. – Ar- nold von Melchthal (Feſtdrama), 1907. – Das Schloß am Meer (Dr.), 1907. *Fiſcher, Hans R., geb. am 15. April 1863 in Jauer (Schleſien), wuchs in ärmlichen Verhältniſſen auf, hat ſich aber aus einer Jugend voll Kampf und Not mit ſtaunenswerter Tatkraft emporgearbeitet. Seine Kindheit ver- brachte er als Waiſe teils im ſtädti- tiſchen Armenhanſe in Breslau, teils bei Pflegeleuten und mußte ſchon da- mals durch harte Arbeit ſein Brot mit verdienen helfen. Unter ſolchen Umſtänden konnte er nicht einmal die Volksſchule bis zum Abſchluß beſuchen; gleichfalls eignete er ſich durch uner- müdlichen Selbſtunterricht eine um- faſſende Bildung an. Seit 1883 in Berlin lebend, machte er ſich bald durch ſeine „lebensvollen u. tief emp- fundenen Schilderungen“ von dem Elend der Armen und Unglücklichen in der Großſtadt bekannt. Nach eini- gen Jahren ſiedelte er nach Mainz über, wo er bis 1898 Redakteur des „Mainzer Anzeigers“ war. Von 1899 bis zum Herbſt 1903 lebte er als Re- dakteur des „Weſtfäliſchen Anzeigers“ in Hamm i. W., ging dann als Re- dakteur am „Hannoverſchen Kurier“ nach Hannover und wandte ſich 1905 nach Berlin, wo er als freier Schrift- ſteller u. Journaliſt lebte, bis er 1907 als Chefredakteur der „Neuen heſſi- ſchen Volksblätter“ nach Darmſtadt überſiedelte. Außer einem gelungenen Lebensbilde des ehemaligen Kultus- miniſters „Adalbert Falck“ (1900) ver- öffentlichte er S: Unter den Armen u. Elenden Berlins (Streifzüge durch die Tiefen der Weltſtadt), 1887. – Was Berlin verſchlingt (Soziale Bil- der a. d. Reichshauptſtadt), 1890. – Berliner Zigeunerleben (Bilder aus der Welt der Schriftſteller, Künſtler und des Proletariats), 1890. *Fiſcher, Hans W., geb. am 18. Dezember 1876 in Schweidnitz (Schle- ſien), ſtudierte Philologie und Ge- ſchichte und wurde 1898 in Jena zum Dr. phil. promoviert. Er lebte da- nach viel auf Reiſen und ließ ſich 1901 als Schriftſteller in Berlin nieder. Jn den Jahren 1905–06 gab er die Zeitſchrift „Funken“ heraus, und ſeit 1906 leitete er die Herausgabe der „Kulturhiſtoriſchen Liebhaberbiblio- thek“. Von 1907–09 hatte er ſeinen Wohnſitz in Roda (Sachſen-Alten- burg). Außer mehreren ſoziologiſchen u. kritiſchen Arbeiten („Soziale Ana- tomie“, 1906 — „Chriſtus in der La- terna magica“, 1907 — „Alte deutſche Schwänke“, 1907 — „Deutſche Hoch- zeitsgedichte“, hrsg. 1907) veröffent- lichte er S: Sehnen und Leben (Ge.), 1900. – Das Buch des Widerſpruchs (Ge.), 1907. Fiſcher, Hans, pſeudon. Kurt Aram, geb. am 28. Januar 1869 in Lennep, lebte (1901) in Marburg in Heſſen, (1904) in München-Schwa- bing, wo er an der Herausgabe der Halbmonatsſchrift „März“ beteiligt war, und iſt ſeit 1908 Feuilleton-Re- dakteur am „Berlin. Tagebl.“ in Ber- lin. S: Wetterleuchten (Dr. Charak- terbild), 1897. – Die Agrarkommiſſion (Komödie), 1899. – Gedichte, 1899. – Ananian (Dr.), 1900. – Unter Wolken (Ein Herbſt- und Eheſtandsroman), 1900. – Die vornehme Tochter (Geſchn. u. Sk.), 1902. – Schloß Ewich (R.), 1905. – Paſtorengeſchichten und an- deres, 1906. – Der Zahnarzt (R.), 1907. – Jugendſünden (R.), 1908. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 217. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/221>, abgerufen am 21.02.2019.