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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Die
Jnnern Brasiliens; später führte er
die Geschäfte als österreichischer Kon-
sul in Montevideo und wurde 1869
zum norddeutschen Bundeskonsul in
Rio de la Plata und 1872 zum deut-
schen Konsul für die Republik Uru-
guay ernannt, welches Amt er bis
1879 bekleidete. D. ist einer der Haupt-
begründer der "Akklimatisationsge-
sellschaft" in Montevideo und das
tätigste Mitglied ihres Direktoriums.

S:

Cisatlantisch (Übertraggn. aus
span., portugies. und südamerikan.
Dichtern), 1861. - Schwarzweißrot
1869 (Jnhalt: Lieder. - Don Qui-
jote. Satir. G. - Aus Brasilien.
Skizzen).

*Diehm, Fritz,

geb. am 24. Jan.
1857 zu Karlsruhe in Baden als
Sohn eines Buchdruckers, besuchte in
Ettlingen, wohin seine Eltern über-
gesiedelt waren, die Volksschule und
höhere Bürgerschule, später durch
anderthalb Jahre das Fathsche Jn-
stitut u. endlich das Realgymnasium
in Karlsruhe, das er als Abiturient
verließ. Er trat zunächst als Eleve in
den Reichspostdienst, ging aber nach
anderthalb Jahren zur badischen Fi-
nanzverwaltung über. Nach bestan-
denem Kameralassistenten-Examen
kam er im Frühjahr 1881 zum badi-
schen evangel. Oberkirchenrat, wo er
seit 1882 als Revident und seit 1892
als Revisor tätig ist. Jm J. 1902
verlieh ihm der Großherzog den Titel
Rechnungsrat.

S:

An die Sonn'!
(Humorist.-didakt. Epistel), 1904. -
"Do greif zu!" (Humor. Ge. in badi-
scher Mdt.), 1905. - Schneeflocke
(desgl.), 1904. - Das Sonnenbad
(Eine Aufklärungsschrift in poetisch.
Form), 1905. - Vexierspiegel für
Sittenmenschen (Sat.), 1904. - Der
Karlsruher Stephans-Brunnen (6
Dn.), 1905. - Scherz-Raketen (Hum.
Ge. in badischer Mdt.); II, 1902-03.
- Was d' Spaßvögel pfeife (Neuer
Mundart-Humor), 1906. - D'Kar-
line im Dame-Sonnebad (Humorist.
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Die
D.), 1908. - Jns Licht hinein (D.),
1908.

Diel, Johannes Baptista,

* am
16. Nov. 1843 zu Bonn, verlebte den
größten Teil seiner Kindheit bei sei-
nem Oheim, einem Pfarrer zu Wür-
ges bei Camberg (Nassau), besuchte
seit seinem zehnten Jahre das Gym-
nasium in Bonn und das Konvikt in
Fulda u. trat am 25. Oktbr. 1862 zu
Münster in das Noviziat des Jesui-
tenordens. Nach den üblichen zwei
Prüfungsjahren begann er das Stu-
dium der Humanität und Rhetorik,
wurde 1866 nach Maria-Laach ge-
sandt, um Philosophie zu studieren,
und 1870 auf die Akademie zu Mün-
ster, um Geschichte und Literatur zu
treiben. Jm Herbst 1871 begann er
in Maria-Laach das Studium der
Theologie, mußte im Dezember 1872
mit seinen Ordensbrüdern das Land
verlassen u. ging nach England. Das
rauhe Klima brachte seinen schwäch-
lichen Körper dem Tode nahe; er
wurde im Dezember 1874 nach Aix
in der Provence gesandt, wo er 1875
die Priesterweihe empfing, starb aber
schon auf einer Reise am 1. August
1876 in Toulouse.

S:

Nachgelassene
Schriften; gesammelt und herausg.
v. W. Kreiten; II, 1882-83 [Jnhalt:
I. Gedichte. - Skanderbeg (Tr.). II.
Novellen (Der Zigeunerknabe. - Aus
den westfälischen Forsten. - Köhlers
Töchterlein. - Musikantenleben. -
Regentropfen. - Johannes Jodocus.
- Der Steinmetz von Köln, sep. 6. A.
1902].

*Diemar, Admine von,

wurde am
28. Novbr. 1848 in Schlawe (Pom-
mern) als die Tochter eines Offiziers
geboren, der bald darauf seinen Ab-
schied nahm und nach Muskau (Ober-
lausitz) übersiedelte. Da aber die
Schulverhältnisse nicht die gewünsch-
ten waren, so zog die Familie nach
Freienwalde a. Oder, wo Adamine
die höhere Töchterschule des Fräul.
Wangemann besuchte. Die roman-

* 2*


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Die
Jnnern Braſiliens; ſpäter führte er
die Geſchäfte als öſterreichiſcher Kon-
ſul in Montevideo und wurde 1869
zum norddeutſchen Bundeskonſul in
Rio de la Plata und 1872 zum deut-
ſchen Konſul für die Republik Uru-
guay ernannt, welches Amt er bis
1879 bekleidete. D. iſt einer der Haupt-
begründer der „Akklimatiſationsge-
ſellſchaft“ in Montevideo und das
tätigſte Mitglied ihres Direktoriums.

S:

Cisatlantiſch (Übertraggn. aus
ſpan., portugieſ. und ſüdamerikan.
Dichtern), 1861. – Schwarzweißrot
1869 (Jnhalt: Lieder. – Don Qui-
jote. Satir. G. – Aus Braſilien.
Skizzen).

*Diehm, Fritz,

geb. am 24. Jan.
1857 zu Karlsruhe in Baden als
Sohn eines Buchdruckers, beſuchte in
Ettlingen, wohin ſeine Eltern über-
geſiedelt waren, die Volksſchule und
höhere Bürgerſchule, ſpäter durch
anderthalb Jahre das Fathſche Jn-
ſtitut u. endlich das Realgymnaſium
in Karlsruhe, das er als Abiturient
verließ. Er trat zunächſt als Eleve in
den Reichspoſtdienſt, ging aber nach
anderthalb Jahren zur badiſchen Fi-
nanzverwaltung über. Nach beſtan-
denem Kameralaſſiſtenten-Examen
kam er im Frühjahr 1881 zum badi-
ſchen evangel. Oberkirchenrat, wo er
ſeit 1882 als Revident und ſeit 1892
als Reviſor tätig iſt. Jm J. 1902
verlieh ihm der Großherzog den Titel
Rechnungsrat.

S:

An die Sonn’!
(Humoriſt.-didakt. Epiſtel), 1904. –
„Do greif zu!“ (Humor. Ge. in badi-
ſcher Mdt.), 1905. – Schneeflocke
(desgl.), 1904. – Das Sonnenbad
(Eine Aufklärungsſchrift in poetiſch.
Form), 1905. – Vexierſpiegel für
Sittenmenſchen (Sat.), 1904. – Der
Karlsruher Stephans-Brunnen (6
Dn.), 1905. – Scherz-Raketen (Hum.
Ge. in badiſcher Mdt.); II, 1902–03.
– Was d’ Spaßvögel pfeife (Neuer
Mundart-Humor), 1906. – D’Kar-
line im Dame-Sonnebad (Humoriſt.
[Spaltenumbruch]

Die
D.), 1908. – Jns Licht hinein (D.),
1908.

Diel, Johannes Baptiſta,

* am
16. Nov. 1843 zu Bonn, verlebte den
größten Teil ſeiner Kindheit bei ſei-
nem Oheim, einem Pfarrer zu Wür-
ges bei Camberg (Naſſau), beſuchte
ſeit ſeinem zehnten Jahre das Gym-
naſium in Bonn und das Konvikt in
Fulda u. trat am 25. Oktbr. 1862 zu
Münſter in das Noviziat des Jeſui-
tenordens. Nach den üblichen zwei
Prüfungsjahren begann er das Stu-
dium der Humanität und Rhetorik,
wurde 1866 nach Maria-Laach ge-
ſandt, um Philoſophie zu ſtudieren,
und 1870 auf die Akademie zu Mün-
ſter, um Geſchichte und Literatur zu
treiben. Jm Herbſt 1871 begann er
in Maria-Laach das Studium der
Theologie, mußte im Dezember 1872
mit ſeinen Ordensbrüdern das Land
verlaſſen u. ging nach England. Das
rauhe Klima brachte ſeinen ſchwäch-
lichen Körper dem Tode nahe; er
wurde im Dezember 1874 nach Aix
in der Provence geſandt, wo er 1875
die Prieſterweihe empfing, ſtarb aber
ſchon auf einer Reiſe am 1. Auguſt
1876 in Toulouſe.

S:

Nachgelaſſene
Schriften; geſammelt und herausg.
v. W. Kreiten; II, 1882–83 [Jnhalt:
I. Gedichte. – Skanderbeg (Tr.). II.
Novellen (Der Zigeunerknabe. – Aus
den weſtfäliſchen Forſten. – Köhlers
Töchterlein. – Muſikantenleben. –
Regentropfen. – Johannes Jodocus.
– Der Steinmetz von Köln, ſep. 6. A.
1902].

*Diemar, Admine von,

wurde am
28. Novbr. 1848 in Schlawe (Pom-
mern) als die Tochter eines Offiziers
geboren, der bald darauf ſeinen Ab-
ſchied nahm und nach Muskau (Ober-
lauſitz) überſiedelte. Da aber die
Schulverhältniſſe nicht die gewünſch-
ten waren, ſo zog die Familie nach
Freienwalde a. Oder, wo Adamine
die höhere Töchterſchule des Fräul.
Wangemann beſuchte. Die roman-

* 2*
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[19/0023] Die Die Jnnern Braſiliens; ſpäter führte er die Geſchäfte als öſterreichiſcher Kon- ſul in Montevideo und wurde 1869 zum norddeutſchen Bundeskonſul in Rio de la Plata und 1872 zum deut- ſchen Konſul für die Republik Uru- guay ernannt, welches Amt er bis 1879 bekleidete. D. iſt einer der Haupt- begründer der „Akklimatiſationsge- ſellſchaft“ in Montevideo und das tätigſte Mitglied ihres Direktoriums. S: Cisatlantiſch (Übertraggn. aus ſpan., portugieſ. und ſüdamerikan. Dichtern), 1861. – Schwarzweißrot 1869 (Jnhalt: Lieder. – Don Qui- jote. Satir. G. – Aus Braſilien. Skizzen). *Diehm, Fritz, geb. am 24. Jan. 1857 zu Karlsruhe in Baden als Sohn eines Buchdruckers, beſuchte in Ettlingen, wohin ſeine Eltern über- geſiedelt waren, die Volksſchule und höhere Bürgerſchule, ſpäter durch anderthalb Jahre das Fathſche Jn- ſtitut u. endlich das Realgymnaſium in Karlsruhe, das er als Abiturient verließ. Er trat zunächſt als Eleve in den Reichspoſtdienſt, ging aber nach anderthalb Jahren zur badiſchen Fi- nanzverwaltung über. Nach beſtan- denem Kameralaſſiſtenten-Examen kam er im Frühjahr 1881 zum badi- ſchen evangel. Oberkirchenrat, wo er ſeit 1882 als Revident und ſeit 1892 als Reviſor tätig iſt. Jm J. 1902 verlieh ihm der Großherzog den Titel Rechnungsrat. S: An die Sonn’! (Humoriſt.-didakt. Epiſtel), 1904. – „Do greif zu!“ (Humor. Ge. in badi- ſcher Mdt.), 1905. – Schneeflocke (desgl.), 1904. – Das Sonnenbad (Eine Aufklärungsſchrift in poetiſch. Form), 1905. – Vexierſpiegel für Sittenmenſchen (Sat.), 1904. – Der Karlsruher Stephans-Brunnen (6 Dn.), 1905. – Scherz-Raketen (Hum. Ge. in badiſcher Mdt.); II, 1902–03. – Was d’ Spaßvögel pfeife (Neuer Mundart-Humor), 1906. – D’Kar- line im Dame-Sonnebad (Humoriſt. D.), 1908. – Jns Licht hinein (D.), 1908. Diel, Johannes Baptiſta, * am 16. Nov. 1843 zu Bonn, verlebte den größten Teil ſeiner Kindheit bei ſei- nem Oheim, einem Pfarrer zu Wür- ges bei Camberg (Naſſau), beſuchte ſeit ſeinem zehnten Jahre das Gym- naſium in Bonn und das Konvikt in Fulda u. trat am 25. Oktbr. 1862 zu Münſter in das Noviziat des Jeſui- tenordens. Nach den üblichen zwei Prüfungsjahren begann er das Stu- dium der Humanität und Rhetorik, wurde 1866 nach Maria-Laach ge- ſandt, um Philoſophie zu ſtudieren, und 1870 auf die Akademie zu Mün- ſter, um Geſchichte und Literatur zu treiben. Jm Herbſt 1871 begann er in Maria-Laach das Studium der Theologie, mußte im Dezember 1872 mit ſeinen Ordensbrüdern das Land verlaſſen u. ging nach England. Das rauhe Klima brachte ſeinen ſchwäch- lichen Körper dem Tode nahe; er wurde im Dezember 1874 nach Aix in der Provence geſandt, wo er 1875 die Prieſterweihe empfing, ſtarb aber ſchon auf einer Reiſe am 1. Auguſt 1876 in Toulouſe. S: Nachgelaſſene Schriften; geſammelt und herausg. v. W. Kreiten; II, 1882–83 [Jnhalt: I. Gedichte. – Skanderbeg (Tr.). II. Novellen (Der Zigeunerknabe. – Aus den weſtfäliſchen Forſten. – Köhlers Töchterlein. – Muſikantenleben. – Regentropfen. – Johannes Jodocus. – Der Steinmetz von Köln, ſep. 6. A. 1902]. *Diemar, Admine von, wurde am 28. Novbr. 1848 in Schlawe (Pom- mern) als die Tochter eines Offiziers geboren, der bald darauf ſeinen Ab- ſchied nahm und nach Muskau (Ober- lauſitz) überſiedelte. Da aber die Schulverhältniſſe nicht die gewünſch- ten waren, ſo zog die Familie nach Freienwalde a. Oder, wo Adamine die höhere Töchterſchule des Fräul. Wangemann beſuchte. Die roman- * 2*

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 19. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/23>, abgerufen am 23.03.2019.