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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Realschule. Zum Kaufmann bestimmt,
widmete er sich in Hanau dem Juwe-
lier- u. Goldarbeiterfache; aber von
einer unvertilgbaren Liebe zu Kunst
und Wissenschaft beseelt, benutzte er
jede Gelegenheit, um sich durch Pri-
vatstunden u. unermüdliches Selbst-
studium eine ausgezeichnete Bildung
anzueignen. Er lebte längere Zeit
in Paris und London. Jn letzterer
Stadt ließ er sich naturalisieren,
machte hier unter anderen fördernden
Bekanntschaften auch die von Gott-
fried Kinckel und gab sich mit beson-
derer Vorliebe den Studien im bri-
tischen Museum hin. Endlich erlangte
er die so lang ersehnte väterliche Er-
laubnis, noch studieren zu dürfen u.
zu diesem Zwecke begab er sich 1868
auf die Universität Heidelberg und
später nach Zürich, wo er 1870 pro-
movierte. Gewisse Umstände führten
ihn darauf wieder der kaufmännischen
Tätigkeit zu, doch nur auf kurze Zeit;
dann widmete er sich ausschließlich
literarischer Tätigkeit. F. lebte seit
1871 in Wien, verlegte aber 1886
seinen Wohnsitz nach Berlin.

S:

Sa-
vilia (D.), 1873. - Aus Hellas (Dn.),
1874. - Merlin. Orpheus (2 Ge-
sänge), 1874. - Biblische Sterne (3
Jd.), 1875. - Die Feuerprobe der
Liebe. Angioletta (Dn.), 1876. -
Beim Coiffeur (Schw.), 1878. - Ver-
tauscht (N.), 1878. - Lebensmärchen
(Nn.), 1879. - Geben ist seliger denn
Nehmen (Lsp.), 1879. - Leichtsinnige
Lieder, 1878. - Ersetzter Verlust (N.
in V.), 1880. - Die Vestalin (Ep. G.),
1880. - Der Ausgleich, oder: Jn
Wildbad (Lsp.), 1880. - Falscher Ver-
dacht, oder: Der Betrogene in der
Einbildung (Lsp. n. Moliere), 1879.
- Ein Wiedersehen (Lsp.), 1880. -
Don Juans letztes Liebesabenteuer
(Dr.), 1881. - Gedichte, 1882. - Eine
medicäische Hochzeitsnacht (Tr.), 1882.
- Optimistische Novellen, 1883. - Neue
Lebensmärchen, 1884. - Erlaubt und
unerlaubt (Nn. u. Sk.), 1886. - Aus
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Fri
Höhen und Tiefen (Ernstes u. Pro-
fanes), 1886. - Kirchenraub. Falsche
Freundschaft (2 Nn.), 1887. - Zwei
Ehen (R.), 1888. - Der Todesring.
Der Venusdurchgang (2 Nn.), 1888.
- Lieder des Herzens, 1889. - Hiero-
glyphen des Lebens (Nn. und Sk.),
1890. - Schnell reich! 1891. - Der
letzte Schuß. Die Erzählung des Hen-
kers von Bologna. Ein Kind seiner
Zeit (3 Nn.), 1891. - Die Danaiden
(R.), 1893. - Die Heckenrose (R.),
1893. - Neue Novellen, 1893. - Der
Geiger von Gmünd (M., nach einer
alten Sg. gedichtet), 1894. - Russi-
sche Rache. Der neue Aktäon (2 Nn.),
1894. - Fundgruben (Einakt. Nn.),
1895. - Die Gefahren der Abwesen-
heit (Portugies. Nn.), 1896. - Thea-
ter, 2. A. 1897. - Schönheit (Geschn.),
1897. - Verkehr (N.), 1897. - Stille
Nacht, heilige Nacht und andere No-
vellen, 1897. - Die Zuverlässigen
(Moderner R.), 1898. - Gallier und
Hellenin. Jnez de Castro. Der Alte
von Nervi (3 Nn.), 1898. - Vorleben
(Eine moderne Geschichte), 1898. -
Liebe und Pflicht (N. aus d. Wiener
Gesellsch.), 1899. - Tantalus (Moder-
ner R.), 1901. - Für alle Stationen
(Novelletten); II, 1902. - Wahnsinn!
Andere Blätter. Der Schein trügt
(3 Nn.), 1902. - Spieler (Moderner
R.), 1903. - Die letzte Hand (Moder-
ner R.), 1903. - Ernte ohne Saat
(R.), 1904. - Die vier Liebhaber der
Marquise (Jnternation. Nn.), 3. A.
1905. - Vorurteil (Familiennovellen),
3. A. 1905. - Zwiespalt (R.), 1905.

*Friedmann, Fritz (Friedrich
Karl Edmund),

psd. Erich Hohen-
ziel,
wurde geboren am 19. Oktbr.
1852 zu Berlin als der Sohn eines
Rittergutsbesitzers, absolvierte 1870
das dortige Wilhelms-Gymnasium
und studierte darauf in Berlin und
Heidelberg die Rechte. Nach Erledi-
gung der vorschriftsmäßigen Prüfun-
gen ließ er sich im Januar 1880 als
Rechtsanwalt beim Landgericht I in

*


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Fri
Realſchule. Zum Kaufmann beſtimmt,
widmete er ſich in Hanau dem Juwe-
lier- u. Goldarbeiterfache; aber von
einer unvertilgbaren Liebe zu Kunſt
und Wiſſenſchaft beſeelt, benutzte er
jede Gelegenheit, um ſich durch Pri-
vatſtunden u. unermüdliches Selbſt-
ſtudium eine ausgezeichnete Bildung
anzueignen. Er lebte längere Zeit
in Paris und London. Jn letzterer
Stadt ließ er ſich naturaliſieren,
machte hier unter anderen fördernden
Bekanntſchaften auch die von Gott-
fried Kinckel und gab ſich mit beſon-
derer Vorliebe den Studien im bri-
tiſchen Muſeum hin. Endlich erlangte
er die ſo lang erſehnte väterliche Er-
laubnis, noch ſtudieren zu dürfen u.
zu dieſem Zwecke begab er ſich 1868
auf die Univerſität Heidelberg und
ſpäter nach Zürich, wo er 1870 pro-
movierte. Gewiſſe Umſtände führten
ihn darauf wieder der kaufmänniſchen
Tätigkeit zu, doch nur auf kurze Zeit;
dann widmete er ſich ausſchließlich
literariſcher Tätigkeit. F. lebte ſeit
1871 in Wien, verlegte aber 1886
ſeinen Wohnſitz nach Berlin.

S:

Sa-
vilia (D.), 1873. – Aus Hellas (Dn.),
1874. – Merlin. Orpheus (2 Ge-
ſänge), 1874. – Bibliſche Sterne (3
Jd.), 1875. – Die Feuerprobe der
Liebe. Angioletta (Dn.), 1876. –
Beim Coiffeur (Schw.), 1878. – Ver-
tauſcht (N.), 1878. – Lebensmärchen
(Nn.), 1879. – Geben iſt ſeliger denn
Nehmen (Lſp.), 1879. – Leichtſinnige
Lieder, 1878. – Erſetzter Verluſt (N.
in V.), 1880. – Die Veſtalin (Ep. G.),
1880. – Der Ausgleich, oder: Jn
Wildbad (Lſp.), 1880. – Falſcher Ver-
dacht, oder: Der Betrogene in der
Einbildung (Lſp. n. Molière), 1879.
– Ein Wiederſehen (Lſp.), 1880. –
Don Juans letztes Liebesabenteuer
(Dr.), 1881. – Gedichte, 1882. – Eine
medicäiſche Hochzeitsnacht (Tr.), 1882.
– Optimiſtiſche Novellen, 1883. – Neue
Lebensmärchen, 1884. – Erlaubt und
unerlaubt (Nn. u. Sk.), 1886. – Aus
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Fri
Höhen und Tiefen (Ernſtes u. Pro-
fanes), 1886. – Kirchenraub. Falſche
Freundſchaft (2 Nn.), 1887. – Zwei
Ehen (R.), 1888. – Der Todesring.
Der Venusdurchgang (2 Nn.), 1888.
– Lieder des Herzens, 1889. – Hiero-
glyphen des Lebens (Nn. und Sk.),
1890. – Schnell reich! 1891. – Der
letzte Schuß. Die Erzählung des Hen-
kers von Bologna. Ein Kind ſeiner
Zeit (3 Nn.), 1891. – Die Danaiden
(R.), 1893. – Die Heckenroſe (R.),
1893. – Neue Novellen, 1893. – Der
Geiger von Gmünd (M., nach einer
alten Sg. gedichtet), 1894. – Ruſſi-
ſche Rache. Der neue Aktäon (2 Nn.),
1894. – Fundgruben (Einakt. Nn.),
1895. – Die Gefahren der Abweſen-
heit (Portugieſ. Nn.), 1896. – Thea-
ter, 2. A. 1897. – Schönheit (Geſchn.),
1897. – Verkehr (N.), 1897. – Stille
Nacht, heilige Nacht und andere No-
vellen, 1897. – Die Zuverläſſigen
(Moderner R.), 1898. – Gallier und
Hellenin. Jnez de Caſtro. Der Alte
von Nervi (3 Nn.), 1898. – Vorleben
(Eine moderne Geſchichte), 1898. –
Liebe und Pflicht (N. aus d. Wiener
Geſellſch.), 1899. – Tantalus (Moder-
ner R.), 1901. – Für alle Stationen
(Novelletten); II, 1902. – Wahnſinn!
Andere Blätter. Der Schein trügt
(3 Nn.), 1902. – Spieler (Moderner
R.), 1903. – Die letzte Hand (Moder-
ner R.), 1903. – Ernte ohne Saat
(R.), 1904. – Die vier Liebhaber der
Marquiſe (Jnternation. Nn.), 3. A.
1905. – Vorurteil (Familiennovellen),
3. A. 1905. – Zwieſpalt (R.), 1905.

*Friedmann, Fritz (Friedrich
Karl Edmund),

pſd. Erich Hohen-
ziel,
wurde geboren am 19. Oktbr.
1852 zu Berlin als der Sohn eines
Rittergutsbeſitzers, abſolvierte 1870
das dortige Wilhelms-Gymnaſium
und ſtudierte darauf in Berlin und
Heidelberg die Rechte. Nach Erledi-
gung der vorſchriftsmäßigen Prüfun-
gen ließ er ſich im Januar 1880 als
Rechtsanwalt beim Landgericht I in

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[282/0286] Fri Fri Realſchule. Zum Kaufmann beſtimmt, widmete er ſich in Hanau dem Juwe- lier- u. Goldarbeiterfache; aber von einer unvertilgbaren Liebe zu Kunſt und Wiſſenſchaft beſeelt, benutzte er jede Gelegenheit, um ſich durch Pri- vatſtunden u. unermüdliches Selbſt- ſtudium eine ausgezeichnete Bildung anzueignen. Er lebte längere Zeit in Paris und London. Jn letzterer Stadt ließ er ſich naturaliſieren, machte hier unter anderen fördernden Bekanntſchaften auch die von Gott- fried Kinckel und gab ſich mit beſon- derer Vorliebe den Studien im bri- tiſchen Muſeum hin. Endlich erlangte er die ſo lang erſehnte väterliche Er- laubnis, noch ſtudieren zu dürfen u. zu dieſem Zwecke begab er ſich 1868 auf die Univerſität Heidelberg und ſpäter nach Zürich, wo er 1870 pro- movierte. Gewiſſe Umſtände führten ihn darauf wieder der kaufmänniſchen Tätigkeit zu, doch nur auf kurze Zeit; dann widmete er ſich ausſchließlich literariſcher Tätigkeit. F. lebte ſeit 1871 in Wien, verlegte aber 1886 ſeinen Wohnſitz nach Berlin. S: Sa- vilia (D.), 1873. – Aus Hellas (Dn.), 1874. – Merlin. Orpheus (2 Ge- ſänge), 1874. – Bibliſche Sterne (3 Jd.), 1875. – Die Feuerprobe der Liebe. Angioletta (Dn.), 1876. – Beim Coiffeur (Schw.), 1878. – Ver- tauſcht (N.), 1878. – Lebensmärchen (Nn.), 1879. – Geben iſt ſeliger denn Nehmen (Lſp.), 1879. – Leichtſinnige Lieder, 1878. – Erſetzter Verluſt (N. in V.), 1880. – Die Veſtalin (Ep. G.), 1880. – Der Ausgleich, oder: Jn Wildbad (Lſp.), 1880. – Falſcher Ver- dacht, oder: Der Betrogene in der Einbildung (Lſp. n. Molière), 1879. – Ein Wiederſehen (Lſp.), 1880. – Don Juans letztes Liebesabenteuer (Dr.), 1881. – Gedichte, 1882. – Eine medicäiſche Hochzeitsnacht (Tr.), 1882. – Optimiſtiſche Novellen, 1883. – Neue Lebensmärchen, 1884. – Erlaubt und unerlaubt (Nn. u. Sk.), 1886. – Aus Höhen und Tiefen (Ernſtes u. Pro- fanes), 1886. – Kirchenraub. Falſche Freundſchaft (2 Nn.), 1887. – Zwei Ehen (R.), 1888. – Der Todesring. Der Venusdurchgang (2 Nn.), 1888. – Lieder des Herzens, 1889. – Hiero- glyphen des Lebens (Nn. und Sk.), 1890. – Schnell reich! 1891. – Der letzte Schuß. Die Erzählung des Hen- kers von Bologna. Ein Kind ſeiner Zeit (3 Nn.), 1891. – Die Danaiden (R.), 1893. – Die Heckenroſe (R.), 1893. – Neue Novellen, 1893. – Der Geiger von Gmünd (M., nach einer alten Sg. gedichtet), 1894. – Ruſſi- ſche Rache. Der neue Aktäon (2 Nn.), 1894. – Fundgruben (Einakt. Nn.), 1895. – Die Gefahren der Abweſen- heit (Portugieſ. Nn.), 1896. – Thea- ter, 2. A. 1897. – Schönheit (Geſchn.), 1897. – Verkehr (N.), 1897. – Stille Nacht, heilige Nacht und andere No- vellen, 1897. – Die Zuverläſſigen (Moderner R.), 1898. – Gallier und Hellenin. Jnez de Caſtro. Der Alte von Nervi (3 Nn.), 1898. – Vorleben (Eine moderne Geſchichte), 1898. – Liebe und Pflicht (N. aus d. Wiener Geſellſch.), 1899. – Tantalus (Moder- ner R.), 1901. – Für alle Stationen (Novelletten); II, 1902. – Wahnſinn! Andere Blätter. Der Schein trügt (3 Nn.), 1902. – Spieler (Moderner R.), 1903. – Die letzte Hand (Moder- ner R.), 1903. – Ernte ohne Saat (R.), 1904. – Die vier Liebhaber der Marquiſe (Jnternation. Nn.), 3. A. 1905. – Vorurteil (Familiennovellen), 3. A. 1905. – Zwieſpalt (R.), 1905. *Friedmann, Fritz (Friedrich Karl Edmund), pſd. Erich Hohen- ziel, wurde geboren am 19. Oktbr. 1852 zu Berlin als der Sohn eines Rittergutsbeſitzers, abſolvierte 1870 das dortige Wilhelms-Gymnaſium und ſtudierte darauf in Berlin und Heidelberg die Rechte. Nach Erledi- gung der vorſchriftsmäßigen Prüfun- gen ließ er ſich im Januar 1880 als Rechtsanwalt beim Landgericht I in *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 282. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/286>, abgerufen am 16.02.2019.