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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Vaters (1888) nach Deutschland und
besuchte in Greifswald u. Gießen die
Schule, die er mit dem Reifezeugnis
verließ, um sich in Straßburg i. E.
der militärischen Laufbahn zu wid-
men. Aber nur kurze Zeit fand er
Gefallen daran, verließ darum im
Frühjahr 1897 den Dienst und ging
nach Hamburg, wo er zunächst auf
Wunsch seiner Verwandten auf einem
behördlichen Bureau arbeitete. Dann
wurde er Schriftsteller, trat als
Feuilletonist in die Redaktion des
"Altonaer Tageblatts" ein, redigierte
kurze Zeit eine von ihm gegründete
Hamburger Zeitschrift für Kunst,
"Mäcen", bezog dann aber im Früh-
jahr 1900 die Universität Rostock,
an der er Philosophie, Literatur und
Geschichte studierte und sich 1902 die
Würde eines Dr. phil. erwarb. Nach-
dem er im Dezember 1903 sein Ober-
lehrerexamen abgelegt u. seine prak-
tische Vorbildung in Bonn, Saar-
brücken, Düsseldorf und Barmen
erlangt hatte, wurde er 1906 als
Oberlehrer an die Oberrealschule in
Altona (Elbe) berufen.

S:

Verhäng-
nis? (Milit. Sittenbild a. einer großen
Garnison), 1898. 4. A. 1904. - Vi-
deant
(Dr.), 1899. - Per aspera ad
astra
(Schsp.), 1902. - Napoleon I. im
deutschen Drama (Beitrag z. Technik
des histor. Dr.), 1903. - An ihren
Früchten ... (R. a. einer Großstadt),
1904.

Gaiger, Jsidor,

geb. 1828 als der
Sohn eines ungarischen Gutsbesitzers,
kam, etwa 20 Jahre alt, nach Prag
und widmete sich dort, gegen den
Willen der Eltern, der schriftstelleri-
schen Laufbahn. Er rief eine belle-
tristische Zeitschrift, das "Österrei-
chische Morgenblatt", ins Leben, die
aber trotz ihrer vorzüglichen Bedie-
nung in den politischen Wirren jener
Zeit bald wieder einging. Dann ging
G. nach Wien, wo er als Feuilletonist
und Publizist viele Jahre tätig war,
und wohin er auch, nachdem er seit
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1875 einige Jahre in Berlin geweilt,
wieder zurückkehrte. Zu Anfang des
Jahres 1879 mußte er in die Landes-
irrenanstalt zu Budapest gebracht
werden, wo er am 25. Novbr. 1880
starb.

S:

Herr von Heiter im Warte-
saal (Lsp.), 1866. - Ungarns letzter
Paladin, oder: Die Möven der Re-
volution (Hist. R.); II, 1868. - Unter
geistlichem Fluche (R.), 1870. - Fer-
dinand Lassalle (R.); II, 1873. - Von
der Walstatt der Liebe (En.), 1875.

Gaillard, Karl,

* am 13. Januar
1813 zu Potsdam, erhielt, früh vater-
los geworden, unter der treuen Pflege
und vernünftigen Leitung einer ge-
mütvollen Mutter seine Erziehung in
Berlin, besuchte hier auch ein Gym-
nasium und trat 1829 als Lehrling
in die Challiersche Buchhandlung ein,
deren Mitbesitzer er später wurde.
Als solcher redigierte er von 1844-47
die "Berliner Musikzeitung". Nach
dem Jahre 1848 wandte er sich mehr
den materiellen, gesellschaftlichen und
städtischen Angelegenheiten, vorwie-
gend aber den Jnteressen der deut-
schen Auswanderer zu, starb aber
schon am 10. Jan. 1851.

S:

Dom-
baulieder (mit Ph. Kaufmann), 1840.
- Ottavio Ghalfagna, oder: Die Rose
von Santa Croce (Tr.), 1844. - Tho-
mas Antello (Tr.), 1845. - Bilder
aus Tscherkessien (Dn.), 1845. - Cola
Rienzi (Tr.), 1846. - Ungedruckt blie-
ben: Karl der Neunte und die Par-
teien (Tr.). - Der Freie und der
Sklave (Tr.).

Gaisenberg, Albrecht von,

Pseu-
don. für Albrecht Romann; s. d.!

Galen, Philipp,

Pseud. für Karl
Ernst Philipp Lange; s. d.!

Galen-Gube, E.,

Pseudon. für
Else Gube; s. d.!

*Galetzki, Friedrich Wilhelm
Theodor von,

pseud. Theo Kern,
entstammt einer altadeligen polni-
schen Familie und wurde am 6. (18.
n. St.) Novbr. 1869 in Kaluga (Ruß-
land) geboren, wo sein Vater Major

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Gai
Vaters (1888) nach Deutſchland und
beſuchte in Greifswald u. Gießen die
Schule, die er mit dem Reifezeugnis
verließ, um ſich in Straßburg i. E.
der militäriſchen Laufbahn zu wid-
men. Aber nur kurze Zeit fand er
Gefallen daran, verließ darum im
Frühjahr 1897 den Dienſt und ging
nach Hamburg, wo er zunächſt auf
Wunſch ſeiner Verwandten auf einem
behördlichen Bureau arbeitete. Dann
wurde er Schriftſteller, trat als
Feuilletoniſt in die Redaktion des
„Altonaer Tageblatts“ ein, redigierte
kurze Zeit eine von ihm gegründete
Hamburger Zeitſchrift für Kunſt,
„Mäcen“, bezog dann aber im Früh-
jahr 1900 die Univerſität Roſtock,
an der er Philoſophie, Literatur und
Geſchichte ſtudierte und ſich 1902 die
Würde eines Dr. phil. erwarb. Nach-
dem er im Dezember 1903 ſein Ober-
lehrerexamen abgelegt u. ſeine prak-
tiſche Vorbildung in Bonn, Saar-
brücken, Düſſeldorf und Barmen
erlangt hatte, wurde er 1906 als
Oberlehrer an die Oberrealſchule in
Altona (Elbe) berufen.

S:

Verhäng-
nis? (Milit. Sittenbild a. einer großen
Garniſon), 1898. 4. A. 1904. – Vi-
deant
(Dr.), 1899. – Per aspera ad
astra
(Schſp.), 1902. – Napoleon I. im
deutſchen Drama (Beitrag z. Technik
des hiſtor. Dr.), 1903. – An ihren
Früchten ... (R. a. einer Großſtadt),
1904.

Gaiger, Jſidor,

geb. 1828 als der
Sohn eines ungariſchen Gutsbeſitzers,
kam, etwa 20 Jahre alt, nach Prag
und widmete ſich dort, gegen den
Willen der Eltern, der ſchriftſtelleri-
ſchen Laufbahn. Er rief eine belle-
triſtiſche Zeitſchrift, das „Öſterrei-
chiſche Morgenblatt“, ins Leben, die
aber trotz ihrer vorzüglichen Bedie-
nung in den politiſchen Wirren jener
Zeit bald wieder einging. Dann ging
G. nach Wien, wo er als Feuilletoniſt
und Publiziſt viele Jahre tätig war,
und wohin er auch, nachdem er ſeit
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Gal
1875 einige Jahre in Berlin geweilt,
wieder zurückkehrte. Zu Anfang des
Jahres 1879 mußte er in die Landes-
irrenanſtalt zu Budapeſt gebracht
werden, wo er am 25. Novbr. 1880
ſtarb.

S:

Herr von Heiter im Warte-
ſaal (Lſp.), 1866. – Ungarns letzter
Paladin, oder: Die Möven der Re-
volution (Hiſt. R.); II, 1868. – Unter
geiſtlichem Fluche (R.), 1870. – Fer-
dinand Laſſalle (R.); II, 1873. – Von
der Walſtatt der Liebe (En.), 1875.

Gaillard, Karl,

* am 13. Januar
1813 zu Potsdam, erhielt, früh vater-
los geworden, unter der treuen Pflege
und vernünftigen Leitung einer ge-
mütvollen Mutter ſeine Erziehung in
Berlin, beſuchte hier auch ein Gym-
naſium und trat 1829 als Lehrling
in die Challierſche Buchhandlung ein,
deren Mitbeſitzer er ſpäter wurde.
Als ſolcher redigierte er von 1844–47
die „Berliner Muſikzeitung“. Nach
dem Jahre 1848 wandte er ſich mehr
den materiellen, geſellſchaftlichen und
ſtädtiſchen Angelegenheiten, vorwie-
gend aber den Jntereſſen der deut-
ſchen Auswanderer zu, ſtarb aber
ſchon am 10. Jan. 1851.

S:

Dom-
baulieder (mit Ph. Kaufmann), 1840.
– Ottavio Ghalfagna, oder: Die Roſe
von Santa Croce (Tr.), 1844. – Tho-
mas Antello (Tr.), 1845. – Bilder
aus Tſcherkeſſien (Dn.), 1845. – Cola
Rienzi (Tr.), 1846. – Ungedruckt blie-
ben: Karl der Neunte und die Par-
teien (Tr.). – Der Freie und der
Sklave (Tr.).

Gaiſenberg, Albrecht von,

Pſeu-
don. für Albrecht Romann; ſ. d.!

Galen, Philipp,

Pſeud. für Karl
Ernſt Philipp Lange; ſ. d.!

Galen-Gube, E.,

Pſeudon. für
Elſe Gube; ſ. d.!

*Galetzki, Friedrich Wilhelm
Theodor von,

pſeud. Theo Kern,
entſtammt einer altadeligen polni-
ſchen Familie und wurde am 6. (18.
n. St.) Novbr. 1869 in Kaluga (Ruß-
land) geboren, wo ſein Vater Major

*
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[313/0317] Gai Gal Vaters (1888) nach Deutſchland und beſuchte in Greifswald u. Gießen die Schule, die er mit dem Reifezeugnis verließ, um ſich in Straßburg i. E. der militäriſchen Laufbahn zu wid- men. Aber nur kurze Zeit fand er Gefallen daran, verließ darum im Frühjahr 1897 den Dienſt und ging nach Hamburg, wo er zunächſt auf Wunſch ſeiner Verwandten auf einem behördlichen Bureau arbeitete. Dann wurde er Schriftſteller, trat als Feuilletoniſt in die Redaktion des „Altonaer Tageblatts“ ein, redigierte kurze Zeit eine von ihm gegründete Hamburger Zeitſchrift für Kunſt, „Mäcen“, bezog dann aber im Früh- jahr 1900 die Univerſität Roſtock, an der er Philoſophie, Literatur und Geſchichte ſtudierte und ſich 1902 die Würde eines Dr. phil. erwarb. Nach- dem er im Dezember 1903 ſein Ober- lehrerexamen abgelegt u. ſeine prak- tiſche Vorbildung in Bonn, Saar- brücken, Düſſeldorf und Barmen erlangt hatte, wurde er 1906 als Oberlehrer an die Oberrealſchule in Altona (Elbe) berufen. S: Verhäng- nis? (Milit. Sittenbild a. einer großen Garniſon), 1898. 4. A. 1904. – Vi- deant (Dr.), 1899. – Per aspera ad astra (Schſp.), 1902. – Napoleon I. im deutſchen Drama (Beitrag z. Technik des hiſtor. Dr.), 1903. – An ihren Früchten ... (R. a. einer Großſtadt), 1904. Gaiger, Jſidor, geb. 1828 als der Sohn eines ungariſchen Gutsbeſitzers, kam, etwa 20 Jahre alt, nach Prag und widmete ſich dort, gegen den Willen der Eltern, der ſchriftſtelleri- ſchen Laufbahn. Er rief eine belle- triſtiſche Zeitſchrift, das „Öſterrei- chiſche Morgenblatt“, ins Leben, die aber trotz ihrer vorzüglichen Bedie- nung in den politiſchen Wirren jener Zeit bald wieder einging. Dann ging G. nach Wien, wo er als Feuilletoniſt und Publiziſt viele Jahre tätig war, und wohin er auch, nachdem er ſeit 1875 einige Jahre in Berlin geweilt, wieder zurückkehrte. Zu Anfang des Jahres 1879 mußte er in die Landes- irrenanſtalt zu Budapeſt gebracht werden, wo er am 25. Novbr. 1880 ſtarb. S: Herr von Heiter im Warte- ſaal (Lſp.), 1866. – Ungarns letzter Paladin, oder: Die Möven der Re- volution (Hiſt. R.); II, 1868. – Unter geiſtlichem Fluche (R.), 1870. – Fer- dinand Laſſalle (R.); II, 1873. – Von der Walſtatt der Liebe (En.), 1875. Gaillard, Karl, * am 13. Januar 1813 zu Potsdam, erhielt, früh vater- los geworden, unter der treuen Pflege und vernünftigen Leitung einer ge- mütvollen Mutter ſeine Erziehung in Berlin, beſuchte hier auch ein Gym- naſium und trat 1829 als Lehrling in die Challierſche Buchhandlung ein, deren Mitbeſitzer er ſpäter wurde. Als ſolcher redigierte er von 1844–47 die „Berliner Muſikzeitung“. Nach dem Jahre 1848 wandte er ſich mehr den materiellen, geſellſchaftlichen und ſtädtiſchen Angelegenheiten, vorwie- gend aber den Jntereſſen der deut- ſchen Auswanderer zu, ſtarb aber ſchon am 10. Jan. 1851. S: Dom- baulieder (mit Ph. Kaufmann), 1840. – Ottavio Ghalfagna, oder: Die Roſe von Santa Croce (Tr.), 1844. – Tho- mas Antello (Tr.), 1845. – Bilder aus Tſcherkeſſien (Dn.), 1845. – Cola Rienzi (Tr.), 1846. – Ungedruckt blie- ben: Karl der Neunte und die Par- teien (Tr.). – Der Freie und der Sklave (Tr.). Gaiſenberg, Albrecht von, Pſeu- don. für Albrecht Romann; ſ. d.! Galen, Philipp, Pſeud. für Karl Ernſt Philipp Lange; ſ. d.! Galen-Gube, E., Pſeudon. für Elſe Gube; ſ. d.! *Galetzki, Friedrich Wilhelm Theodor von, pſeud. Theo Kern, entſtammt einer altadeligen polni- ſchen Familie und wurde am 6. (18. n. St.) Novbr. 1869 in Kaluga (Ruß- land) geboren, wo ſein Vater Major *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 313. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/317>, abgerufen am 17.11.2018.