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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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ner Brühbrünne-, Kreppel-, Kaffee-
miehl- und warme Brödcher-Zei-
tung".

S:

Vierzehn Jahre an der
Spielbank. Erinnerungen, 1872. -
Die Geheimnisse des grünen Tisches,
1873. 5. A. 1905. - Der General-
direktor (Dr.), 1874. - Die Loreley
(G.), 1875. - Wo ist der Dieb? (P.),
1884. - Die Radikalkur (P.), 1885. -
Lose Blätter (Ge.), 1886. 3. A. 1909.

*Glücksmann, Heinrich,

* am
7. Juli 1864 zu Rakschitz in Mähren,
besuchte die Realschule in Brünn, dann
die Schauspielschule und die Univer-
sität in Wien, trat schon mit 16 Jah-
ren als Schriftsteller auf u. widmete
sich seit 1882 ausschließlich dem Be-
rufe eines solchen. Er war 1882-83
Redakteur der "Fünfkirchener Zei-
tung", 1884-86 Redakteur des "Neuen
Pester Journals" und des "Polit.
Volksblatts" in Budapest und lebt
seitdem als Mitarbeiter hervorragen-
der Tagesblätter u. als Herausgeber
und Chefredakteur der Freimaurer-
zeitung "Der Zirkel" in Wien. Auch
ist er Lektor am "Deutschen Volks-
theater" und betätigt sich seit 1891
vielfach als Redner in literarischen,
künstlerischen und Volksbildungsver-
einen. Außer vielen Übersetzungen
und Bearbeitungen aus dem Unga-
rischen verfaßte er

S:

Weihnachts-
zauber (Dr.), 1888. - Therese (Schsp.),
1888. - Die Ballkönigin (Lsp., n. d.
Ungar. frei bearb.), 1889. - Ungarns
Millenium, 1896. - Die zweite Kreu-
zigung (Magdeburg. Legende), 1902.
- VI. Altschlaraffisches Konzil in
Berolina, 1904. - Der blanke Hans
(Halligenbild. Dr., mit Joseph Mo-
ser), 1909. - Die Herren Beamten
(Gesellschaftsbild, frei n. d. Ungar.
bearb.), 1909. - Das Diplom (Be-
rufsgemälde, desgl.), 1910.

*Glümer, Claire von,

wurde am
18. (nicht 28.) Oktbr. 1825 zu Blan-
kenburg am Harz geboren als die
Tochter Karl Weddo von Glümers,
eines Advokaten, der durch seine Teil-
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nahme an den liberalen Bewegungen
der dreißiger Jahre in Hannover
mißliebig geworden war und sich ge-
zwungen sah, Deutschland zu verlas-
sen. Er lebte mit seiner Familie an
verschiedenen Orten der Schweiz und
Frankreichs, in Zürich, Lyon, Bayon-
ne, Toulouse, in der Bretagne und
Paris, bis er endlich seinen Aufent-
halt zu Weißenburg im Elsaß nahm,
wo Cl. von G. eine Pension besuchte.
Nach dem Tode ihrer Mutter, Char-
lotte von Gl., die durch ihre Tätig-
keit als Romanschriftstellerin wesent-
lich zum Unterhalt der Familie bei-
getragen hatte, kam Claire 1841 nach
Deutschland in das Haus ihres Groß-
vaters zu Wolfenbüttel. Jhr Vater
kehrte nach Ausbruch der Revolution
von 1848 nach Deutschland zurück u.
berief seine Tochter, die seit 1846
Gouvernante in einer hannöverschen
Familie gewesen war, nach Frankfurt
a. M., wo er ihr die Parlamentsbe-
richte für die "Magdeburger Zeitung"
übertrug, die sie auch bis zum Tage
der Kaiserwahl schrieb. Jm Jahre
1851 wandte sie sich nach Dresden.
Als sie hier ihrem wegen Beteiligung
am Maiaufstande zu lebenslänglicher
Gefängnisstrafe verurteilten Bruder
Bodo zu einem Fluchtversuche behilf-
lich gewesen war, wurde sie zu einer
dreimonatigen Gefängnisstrafe ver-
urteilt und dann aus Sachsen ver-
wiesen. Sie lebte nun in Wolfenbüt-
tel, bis sie 1859 nach Begnadigung
ihres Bruders ihren Aufenthalt wie-
der in Dresden nehmen durfte, wo sie
dauernd verblieb. Eine ihr im Jahre
1889 vom Regenten in Braunschweig
verliehene Stelle einer Konventualin
im Stift St. Ägydii zu Braunschweig
lehnte sie ab. Sie starb in Dresden
am 20. Mai 1906.

S:

Fata Morgana
(R.), 1851. - Aus den Pyrenäen; II,
1854. - Mythologie der Deutschen,
1856. - Berühmte Frauen, 1856. -
Erinnerungen an Wilhelmine Schrö-
der-Devrient, 1862, 1885. - Aus der

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Glü
ner Brühbrünne-, Kreppel-, Kaffee-
miehl- und warme Brödcher-Zei-
tung“.

S:

Vierzehn Jahre an der
Spielbank. Erinnerungen, 1872. –
Die Geheimniſſe des grünen Tiſches,
1873. 5. A. 1905. – Der General-
direktor (Dr.), 1874. – Die Loreley
(G.), 1875. – Wo iſt der Dieb? (P.),
1884. – Die Radikalkur (P.), 1885. –
Loſe Blätter (Ge.), 1886. 3. A. 1909.

*Glücksmann, Heinrich,

* am
7. Juli 1864 zu Rakſchitz in Mähren,
beſuchte die Realſchule in Brünn, dann
die Schauſpielſchule und die Univer-
ſität in Wien, trat ſchon mit 16 Jah-
ren als Schriftſteller auf u. widmete
ſich ſeit 1882 ausſchließlich dem Be-
rufe eines ſolchen. Er war 1882–83
Redakteur der „Fünfkirchener Zei-
tung“, 1884–86 Redakteur des „Neuen
Peſter Journals“ und des „Polit.
Volksblatts“ in Budapeſt und lebt
ſeitdem als Mitarbeiter hervorragen-
der Tagesblätter u. als Herausgeber
und Chefredakteur der Freimaurer-
zeitung „Der Zirkel“ in Wien. Auch
iſt er Lektor am „Deutſchen Volks-
theater“ und betätigt ſich ſeit 1891
vielfach als Redner in literariſchen,
künſtleriſchen und Volksbildungsver-
einen. Außer vielen Überſetzungen
und Bearbeitungen aus dem Unga-
riſchen verfaßte er

S:

Weihnachts-
zauber (Dr.), 1888. – Thereſe (Schſp.),
1888. – Die Ballkönigin (Lſp., n. d.
Ungar. frei bearb.), 1889. – Ungarns
Millenium, 1896. – Die zweite Kreu-
zigung (Magdeburg. Legende), 1902.
VI. Altſchlaraffiſches Konzil in
Berolina, 1904. – Der blanke Hans
(Halligenbild. Dr., mit Joſeph Mo-
ſer), 1909. – Die Herren Beamten
(Geſellſchaftsbild, frei n. d. Ungar.
bearb.), 1909. – Das Diplom (Be-
rufsgemälde, desgl.), 1910.

*Glümer, Claire von,

wurde am
18. (nicht 28.) Oktbr. 1825 zu Blan-
kenburg am Harz geboren als die
Tochter Karl Weddo von Glümers,
eines Advokaten, der durch ſeine Teil-
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Glü
nahme an den liberalen Bewegungen
der dreißiger Jahre in Hannover
mißliebig geworden war und ſich ge-
zwungen ſah, Deutſchland zu verlaſ-
ſen. Er lebte mit ſeiner Familie an
verſchiedenen Orten der Schweiz und
Frankreichs, in Zürich, Lyon, Bayon-
ne, Toulouſe, in der Bretagne und
Paris, bis er endlich ſeinen Aufent-
halt zu Weißenburg im Elſaß nahm,
wo Cl. von G. eine Penſion beſuchte.
Nach dem Tode ihrer Mutter, Char-
lotte von Gl., die durch ihre Tätig-
keit als Romanſchriftſtellerin weſent-
lich zum Unterhalt der Familie bei-
getragen hatte, kam Claire 1841 nach
Deutſchland in das Haus ihres Groß-
vaters zu Wolfenbüttel. Jhr Vater
kehrte nach Ausbruch der Revolution
von 1848 nach Deutſchland zurück u.
berief ſeine Tochter, die ſeit 1846
Gouvernante in einer hannöverſchen
Familie geweſen war, nach Frankfurt
a. M., wo er ihr die Parlamentsbe-
richte für die „Magdeburger Zeitung“
übertrug, die ſie auch bis zum Tage
der Kaiſerwahl ſchrieb. Jm Jahre
1851 wandte ſie ſich nach Dresden.
Als ſie hier ihrem wegen Beteiligung
am Maiaufſtande zu lebenslänglicher
Gefängnisſtrafe verurteilten Bruder
Bodo zu einem Fluchtverſuche behilf-
lich geweſen war, wurde ſie zu einer
dreimonatigen Gefängnisſtrafe ver-
urteilt und dann aus Sachſen ver-
wieſen. Sie lebte nun in Wolfenbüt-
tel, bis ſie 1859 nach Begnadigung
ihres Bruders ihren Aufenthalt wie-
der in Dresden nehmen durfte, wo ſie
dauernd verblieb. Eine ihr im Jahre
1889 vom Regenten in Braunſchweig
verliehene Stelle einer Konventualin
im Stift St. Ägydii zu Braunſchweig
lehnte ſie ab. Sie ſtarb in Dresden
am 20. Mai 1906.

S:

Fata Morgana
(R.), 1851. – Aus den Pyrenäen; II,
1854. – Mythologie der Deutſchen,
1856. – Berühmte Frauen, 1856. –
Erinnerungen an Wilhelmine Schrö-
der-Devrient, 1862, 1885. – Aus der

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[385/0389] Glü Glü ner Brühbrünne-, Kreppel-, Kaffee- miehl- und warme Brödcher-Zei- tung“. S: Vierzehn Jahre an der Spielbank. Erinnerungen, 1872. – Die Geheimniſſe des grünen Tiſches, 1873. 5. A. 1905. – Der General- direktor (Dr.), 1874. – Die Loreley (G.), 1875. – Wo iſt der Dieb? (P.), 1884. – Die Radikalkur (P.), 1885. – Loſe Blätter (Ge.), 1886. 3. A. 1909. *Glücksmann, Heinrich, * am 7. Juli 1864 zu Rakſchitz in Mähren, beſuchte die Realſchule in Brünn, dann die Schauſpielſchule und die Univer- ſität in Wien, trat ſchon mit 16 Jah- ren als Schriftſteller auf u. widmete ſich ſeit 1882 ausſchließlich dem Be- rufe eines ſolchen. Er war 1882–83 Redakteur der „Fünfkirchener Zei- tung“, 1884–86 Redakteur des „Neuen Peſter Journals“ und des „Polit. Volksblatts“ in Budapeſt und lebt ſeitdem als Mitarbeiter hervorragen- der Tagesblätter u. als Herausgeber und Chefredakteur der Freimaurer- zeitung „Der Zirkel“ in Wien. Auch iſt er Lektor am „Deutſchen Volks- theater“ und betätigt ſich ſeit 1891 vielfach als Redner in literariſchen, künſtleriſchen und Volksbildungsver- einen. Außer vielen Überſetzungen und Bearbeitungen aus dem Unga- riſchen verfaßte er S: Weihnachts- zauber (Dr.), 1888. – Thereſe (Schſp.), 1888. – Die Ballkönigin (Lſp., n. d. Ungar. frei bearb.), 1889. – Ungarns Millenium, 1896. – Die zweite Kreu- zigung (Magdeburg. Legende), 1902. – VI. Altſchlaraffiſches Konzil in Berolina, 1904. – Der blanke Hans (Halligenbild. Dr., mit Joſeph Mo- ſer), 1909. – Die Herren Beamten (Geſellſchaftsbild, frei n. d. Ungar. bearb.), 1909. – Das Diplom (Be- rufsgemälde, desgl.), 1910. *Glümer, Claire von, wurde am 18. (nicht 28.) Oktbr. 1825 zu Blan- kenburg am Harz geboren als die Tochter Karl Weddo von Glümers, eines Advokaten, der durch ſeine Teil- nahme an den liberalen Bewegungen der dreißiger Jahre in Hannover mißliebig geworden war und ſich ge- zwungen ſah, Deutſchland zu verlaſ- ſen. Er lebte mit ſeiner Familie an verſchiedenen Orten der Schweiz und Frankreichs, in Zürich, Lyon, Bayon- ne, Toulouſe, in der Bretagne und Paris, bis er endlich ſeinen Aufent- halt zu Weißenburg im Elſaß nahm, wo Cl. von G. eine Penſion beſuchte. Nach dem Tode ihrer Mutter, Char- lotte von Gl., die durch ihre Tätig- keit als Romanſchriftſtellerin weſent- lich zum Unterhalt der Familie bei- getragen hatte, kam Claire 1841 nach Deutſchland in das Haus ihres Groß- vaters zu Wolfenbüttel. Jhr Vater kehrte nach Ausbruch der Revolution von 1848 nach Deutſchland zurück u. berief ſeine Tochter, die ſeit 1846 Gouvernante in einer hannöverſchen Familie geweſen war, nach Frankfurt a. M., wo er ihr die Parlamentsbe- richte für die „Magdeburger Zeitung“ übertrug, die ſie auch bis zum Tage der Kaiſerwahl ſchrieb. Jm Jahre 1851 wandte ſie ſich nach Dresden. Als ſie hier ihrem wegen Beteiligung am Maiaufſtande zu lebenslänglicher Gefängnisſtrafe verurteilten Bruder Bodo zu einem Fluchtverſuche behilf- lich geweſen war, wurde ſie zu einer dreimonatigen Gefängnisſtrafe ver- urteilt und dann aus Sachſen ver- wieſen. Sie lebte nun in Wolfenbüt- tel, bis ſie 1859 nach Begnadigung ihres Bruders ihren Aufenthalt wie- der in Dresden nehmen durfte, wo ſie dauernd verblieb. Eine ihr im Jahre 1889 vom Regenten in Braunſchweig verliehene Stelle einer Konventualin im Stift St. Ägydii zu Braunſchweig lehnte ſie ab. Sie ſtarb in Dresden am 20. Mai 1906. S: Fata Morgana (R.), 1851. – Aus den Pyrenäen; II, 1854. – Mythologie der Deutſchen, 1856. – Berühmte Frauen, 1856. – Erinnerungen an Wilhelmine Schrö- der-Devrient, 1862, 1885. – Aus der * 25

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 385. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/389>, abgerufen am 23.02.2019.