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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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definitiv in ein Gymnasiallehramt
ein. Er war längere Zeit Oberlehrer
am Realgymnasium in Mülheim am
Rhein u. kam von hier 1891 an das
Gymnasium zu Elberfeld, an dem er,
und zwar seit 1893 als Professor, bis
Ostern 1896 tätig war. Dann folgte
er einem Rufe als Direktor des Gym-
nasiums und Realgymnasiums nach
Mülheim am Rhein, und seit Be-
ginn des Jahres 1906 leitet er das
Wilhelms-Gymnasium in Kassel.

S:


Die Wiederkehr des Elias (Erzähl.),
1889.

*Goldschmidt, Hermann,

geb.
1841 in Böhmisch-Leipa, widmete sich
erst dem kaufmännischen Berufe und
ging 1872 zur Journalistik über. Er
war Mitarbeiter des "Tagesboten"
sowie Korrespondent der "Neuen
Freien Presse" und der "Deutschen
Zeitung" in Prag, bis er 1877 nach
Wien übersiedelte und hier das "Jn-
ternationale Zeitungsbureau" grün-
dete.

S:

Erlebtes und Erzähltes
(Ge.), 1869. - Novellen, 1868.

*Goldschmidt, Hermann,

pseud.
Hermann Faber, wurde am 18.
Juli 1860 zu Frankfurt a. M. gebo-
ren, besuchte daselbst das Gymnasium
und widmete sich 1880-84 in Heidel-
berg, Leipzig u. Marburg dem Stu-
dium der Rechte. Nachdem er sich die
Würde eines Dr. jur. erworben, dar-
auf in seiner Vaterstadt als Referen-
dar tätig gewesen war und 1888 sein
Assessorexamen abgelegt hatte, schied
er aus dem Staatsdienste und lebt
seitdem entweder auf Reisen oder da-
heim in Frankfurt seinem Berufe als
Schriftsteller.

S:

Ein Weg zum Frie-
den (R.), 1890. - Fortuna (Schsp.),
1890. - Der freie Wille (Schsp.), 1892.
- Goldene Lüge (Dr.), 1893. - Hans
der Träumer (Lsp.), 1895. - Ewige
Liebe (Schsp.), 1898. - Ein glückliches
Paar (Lustsp.), 1899. - Frau Lilli
(Schsp.), 1901. - Maria und Eva
(Dr.), 1903. - Ein Junggeselle (E.),
1906. - Der dramatische Dichter und
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unsere Zeit, 1909. - Zwischen Abend
und Morgen (R.), 1909.

Goldschmidt, Jonas,

wurde
als der Sohn eines jüdischen Kauf-
manns zu Oldenburg am 28. März
1806 geboren. Er besuchte das dor-
tige Gymnasium und, nachdem er zum
Christentum übergetreten, studierte
er in Göttingen, später in Wien die
Arzneiwissenschaft, worauf er sich
1828 in seiner Vaterstadt als prak-
tischer Arzt niederließ. Als Stabs-
arzt und danach als Oberstabsarzt
hatte er eine bedeutende Praxis,
machte 1866 den Krieg gegen Öster-
reich mit und trat nach Beendigung
desselben als Geh. Obermedizinalrat
in den Ruhestand, ohne indessen seine
Privatpraxis aufzugeben. Er starb
in hohem Alter, 1903.

S:

Kleine
Lebensbilder aus der Mappe eines
Arztes; II, 1843-44. - Der Olden-
burger in Sprache und Sprichwort,
1847.

*Goldschmidt, Kurt Walter,

geb.
am 2. Juli 1877 in Breslau, hat dort
seine gesamte Jugend- u. Bildungs-
zeit verbracht. Er besuchte das Elisa-
beth-Gymnasium, das er 1895 absol-
vierte, und studierte dann eine Zeit-
lang Jurisprudenz, hörte aber, da
diese ihn nicht zu fesseln und auszu-
füllen vermochte, eine große Anzahl
von Vorlesungen aus den verschie-
densten wissenschaftlichen Gebieten
(Philosophie, Literatur- und Kunst-
geschichte, Geschichte, Staatswissen-
schaften), bis er nach vier Semestern
endgültig zur philosophischen Fakul-
tät übertrat. Noch als Student be-
tätigte er sich als Schriftsteller und
Mitarbeiter an verschiedenen Zeit-
schriften, und diese Tätigkeit setzte er
auch nach Beendigung seiner Studien
in Berlin fort, wohin er im Oktober
1901 übersiedelte. Hier ist er auch
seit 1907 Dozent für Literatur und
Philosophie an der "Freien Hoch-
schule".

S:

Chaos und Kosmos (Aus-
gewählte Ge.), 1907. - Zur Kritik

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Gol
definitiv in ein Gymnaſiallehramt
ein. Er war längere Zeit Oberlehrer
am Realgymnaſium in Mülheim am
Rhein u. kam von hier 1891 an das
Gymnaſium zu Elberfeld, an dem er,
und zwar ſeit 1893 als Profeſſor, bis
Oſtern 1896 tätig war. Dann folgte
er einem Rufe als Direktor des Gym-
naſiums und Realgymnaſiums nach
Mülheim am Rhein, und ſeit Be-
ginn des Jahres 1906 leitet er das
Wilhelms-Gymnaſium in Kaſſel.

S:


Die Wiederkehr des Elias (Erzähl.),
1889.

*Goldſchmidt, Hermann,

geb.
1841 in Böhmiſch-Leipa, widmete ſich
erſt dem kaufmänniſchen Berufe und
ging 1872 zur Journaliſtik über. Er
war Mitarbeiter des „Tagesboten“
ſowie Korreſpondent der „Neuen
Freien Preſſe“ und der „Deutſchen
Zeitung“ in Prag, bis er 1877 nach
Wien überſiedelte und hier das „Jn-
ternationale Zeitungsbureau“ grün-
dete.

S:

Erlebtes und Erzähltes
(Ge.), 1869. – Novellen, 1868.

*Goldſchmidt, Hermann,

pſeud.
Hermann Faber, wurde am 18.
Juli 1860 zu Frankfurt a. M. gebo-
ren, beſuchte daſelbſt das Gymnaſium
und widmete ſich 1880–84 in Heidel-
berg, Leipzig u. Marburg dem Stu-
dium der Rechte. Nachdem er ſich die
Würde eines Dr. jur. erworben, dar-
auf in ſeiner Vaterſtadt als Referen-
dar tätig geweſen war und 1888 ſein
Aſſeſſorexamen abgelegt hatte, ſchied
er aus dem Staatsdienſte und lebt
ſeitdem entweder auf Reiſen oder da-
heim in Frankfurt ſeinem Berufe als
Schriftſteller.

S:

Ein Weg zum Frie-
den (R.), 1890. – Fortuna (Schſp.),
1890. – Der freie Wille (Schſp.), 1892.
– Goldene Lüge (Dr.), 1893. – Hans
der Träumer (Lſp.), 1895. – Ewige
Liebe (Schſp.), 1898. – Ein glückliches
Paar (Luſtſp.), 1899. – Frau Lilli
(Schſp.), 1901. – Maria und Eva
(Dr.), 1903. – Ein Junggeſelle (E.),
1906. – Der dramatiſche Dichter und
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Gol
unſere Zeit, 1909. – Zwiſchen Abend
und Morgen (R.), 1909.

Goldſchmidt, Jonas,

wurde
als der Sohn eines jüdiſchen Kauf-
manns zu Oldenburg am 28. März
1806 geboren. Er beſuchte das dor-
tige Gymnaſium und, nachdem er zum
Chriſtentum übergetreten, ſtudierte
er in Göttingen, ſpäter in Wien die
Arzneiwiſſenſchaft, worauf er ſich
1828 in ſeiner Vaterſtadt als prak-
tiſcher Arzt niederließ. Als Stabs-
arzt und danach als Oberſtabsarzt
hatte er eine bedeutende Praxis,
machte 1866 den Krieg gegen Öſter-
reich mit und trat nach Beendigung
desſelben als Geh. Obermedizinalrat
in den Ruheſtand, ohne indeſſen ſeine
Privatpraxis aufzugeben. Er ſtarb
in hohem Alter, 1903.

S:

Kleine
Lebensbilder aus der Mappe eines
Arztes; II, 1843–44. – Der Olden-
burger in Sprache und Sprichwort,
1847.

*Goldſchmidt, Kurt Walter,

geb.
am 2. Juli 1877 in Breslau, hat dort
ſeine geſamte Jugend- u. Bildungs-
zeit verbracht. Er beſuchte das Eliſa-
beth-Gymnaſium, das er 1895 abſol-
vierte, und ſtudierte dann eine Zeit-
lang Jurisprudenz, hörte aber, da
dieſe ihn nicht zu feſſeln und auszu-
füllen vermochte, eine große Anzahl
von Vorleſungen aus den verſchie-
denſten wiſſenſchaftlichen Gebieten
(Philoſophie, Literatur- und Kunſt-
geſchichte, Geſchichte, Staatswiſſen-
ſchaften), bis er nach vier Semeſtern
endgültig zur philoſophiſchen Fakul-
tät übertrat. Noch als Student be-
tätigte er ſich als Schriftſteller und
Mitarbeiter an verſchiedenen Zeit-
ſchriften, und dieſe Tätigkeit ſetzte er
auch nach Beendigung ſeiner Studien
in Berlin fort, wohin er im Oktober
1901 überſiedelte. Hier iſt er auch
ſeit 1907 Dozent für Literatur und
Philoſophie an der „Freien Hoch-
ſchule“.

S:

Chaos und Kosmos (Aus-
gewählte Ge.), 1907. – Zur Kritik

*
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[394/0398] Gol Gol definitiv in ein Gymnaſiallehramt ein. Er war längere Zeit Oberlehrer am Realgymnaſium in Mülheim am Rhein u. kam von hier 1891 an das Gymnaſium zu Elberfeld, an dem er, und zwar ſeit 1893 als Profeſſor, bis Oſtern 1896 tätig war. Dann folgte er einem Rufe als Direktor des Gym- naſiums und Realgymnaſiums nach Mülheim am Rhein, und ſeit Be- ginn des Jahres 1906 leitet er das Wilhelms-Gymnaſium in Kaſſel. S: Die Wiederkehr des Elias (Erzähl.), 1889. *Goldſchmidt, Hermann, geb. 1841 in Böhmiſch-Leipa, widmete ſich erſt dem kaufmänniſchen Berufe und ging 1872 zur Journaliſtik über. Er war Mitarbeiter des „Tagesboten“ ſowie Korreſpondent der „Neuen Freien Preſſe“ und der „Deutſchen Zeitung“ in Prag, bis er 1877 nach Wien überſiedelte und hier das „Jn- ternationale Zeitungsbureau“ grün- dete. S: Erlebtes und Erzähltes (Ge.), 1869. – Novellen, 1868. *Goldſchmidt, Hermann, pſeud. Hermann Faber, wurde am 18. Juli 1860 zu Frankfurt a. M. gebo- ren, beſuchte daſelbſt das Gymnaſium und widmete ſich 1880–84 in Heidel- berg, Leipzig u. Marburg dem Stu- dium der Rechte. Nachdem er ſich die Würde eines Dr. jur. erworben, dar- auf in ſeiner Vaterſtadt als Referen- dar tätig geweſen war und 1888 ſein Aſſeſſorexamen abgelegt hatte, ſchied er aus dem Staatsdienſte und lebt ſeitdem entweder auf Reiſen oder da- heim in Frankfurt ſeinem Berufe als Schriftſteller. S: Ein Weg zum Frie- den (R.), 1890. – Fortuna (Schſp.), 1890. – Der freie Wille (Schſp.), 1892. – Goldene Lüge (Dr.), 1893. – Hans der Träumer (Lſp.), 1895. – Ewige Liebe (Schſp.), 1898. – Ein glückliches Paar (Luſtſp.), 1899. – Frau Lilli (Schſp.), 1901. – Maria und Eva (Dr.), 1903. – Ein Junggeſelle (E.), 1906. – Der dramatiſche Dichter und unſere Zeit, 1909. – Zwiſchen Abend und Morgen (R.), 1909. Goldſchmidt, Jonas, wurde als der Sohn eines jüdiſchen Kauf- manns zu Oldenburg am 28. März 1806 geboren. Er beſuchte das dor- tige Gymnaſium und, nachdem er zum Chriſtentum übergetreten, ſtudierte er in Göttingen, ſpäter in Wien die Arzneiwiſſenſchaft, worauf er ſich 1828 in ſeiner Vaterſtadt als prak- tiſcher Arzt niederließ. Als Stabs- arzt und danach als Oberſtabsarzt hatte er eine bedeutende Praxis, machte 1866 den Krieg gegen Öſter- reich mit und trat nach Beendigung desſelben als Geh. Obermedizinalrat in den Ruheſtand, ohne indeſſen ſeine Privatpraxis aufzugeben. Er ſtarb in hohem Alter, 1903. S: Kleine Lebensbilder aus der Mappe eines Arztes; II, 1843–44. – Der Olden- burger in Sprache und Sprichwort, 1847. *Goldſchmidt, Kurt Walter, geb. am 2. Juli 1877 in Breslau, hat dort ſeine geſamte Jugend- u. Bildungs- zeit verbracht. Er beſuchte das Eliſa- beth-Gymnaſium, das er 1895 abſol- vierte, und ſtudierte dann eine Zeit- lang Jurisprudenz, hörte aber, da dieſe ihn nicht zu feſſeln und auszu- füllen vermochte, eine große Anzahl von Vorleſungen aus den verſchie- denſten wiſſenſchaftlichen Gebieten (Philoſophie, Literatur- und Kunſt- geſchichte, Geſchichte, Staatswiſſen- ſchaften), bis er nach vier Semeſtern endgültig zur philoſophiſchen Fakul- tät übertrat. Noch als Student be- tätigte er ſich als Schriftſteller und Mitarbeiter an verſchiedenen Zeit- ſchriften, und dieſe Tätigkeit ſetzte er auch nach Beendigung ſeiner Studien in Berlin fort, wohin er im Oktober 1901 überſiedelte. Hier iſt er auch ſeit 1907 Dozent für Literatur und Philoſophie an der „Freien Hoch- ſchule“. S: Chaos und Kosmos (Aus- gewählte Ge.), 1907. – Zur Kritik *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 394. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/398>, abgerufen am 22.02.2019.