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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Got
Gottscheid, Franz,

geboren am
25. Februar 1856 in Danzig als der
Sohn eines Kaufmanns, widmete sich
in seinem 18. Jahre der Bühne und
betrat in Bromberg zum erstenmal
die Bretter. Er kam dann nach Thorn,
Königsberg, leitete 1890-91 das Sai-
sontheater in Nürnberg, lebte danach
in Danzig, wurde 1897 Direktor des
Stadttheaters in Regensburg und
1901 desjenigen zu Lübeck, wo ihm
1902 die Leitung auf weitere fünf
Jahre übertragen wurde. Als aber
das Lübecker Theater wegen man-
gelnder Feuersicherheit geschlossen
wurde, nahm G. einen Ruf als Di-
rektor des Stadttheaters in St. Gal-
len an, wo er bis 1906 blieb. Seit-
dem leitete er das Stadttheater in
Kiel, seit 1908 das Stadttheater in
Posen, im Sommer 1910 die "Gott-
scheid-Oper" im Schiller-Theater in
Berlin und folgte im Herbst 1910
einem Rufe als Direktor des "Neuen
Posener Stadttheaters" nach Posen.

S:

Die Jdeale (Schsp.), 1890. - Der
Schlosser (Sozial. Lebensbild), 1892.

*Gottwald, Alfred,

pseud. Ado-
lar Sangwitz,
wurde am 23. Mai
1863 zu Landeck in Schlesien geboren,
besuchte das Gymnasium in Jauer u.
trat dann in den subalternen Justiz-
dienst ein. Acht Jahre hielt er in
demselben, meist in Breslau lebend,
aus, dann ging er zum Journalismus
über. Jm Jahre 1893 nahm er eine
Stelle als Redakteur an den "Lusti-
gen Blättern" in Berlin an und lebt
seit 1898 als freier Schriftsteller da-
selbst.

S:

Aus jungen Tagen (Ernste
und heitere Lr.), 1890. - Bismarcks
Humor (Heiteres aus dem Leben und
Wirken des Reichskanzlers), 1898.
2. A. 1899. - Jeehrter Herr Jerichts-
hof (Krim.-Hum.), 1899. 2. A. 1901.

Gottwald, Eduard,

geb. zu
Dresden am 4. Dezbr. 1808, wurde
Schriftsetzer und bereiste als solcher
einen großen Teil von Europa. Seit
1858 ständischer Archivar in Dresden
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Goe
und später mit dem Titel eines säch-
sischen Kommissionsrats beehrt, starb
er daselbst am 30. August 1871.

S:


Erzählungen, 1843. - Historische Er-
zählungen u. Bilder aus dem Leben;
II, 1853. - Neue historische Erzäh-
lungen und Bilder aus dem Leben;
II, 1863. - Neue humoristische Er-
zählungen und Bilder aus dem Leben,
1862. - Historische Erzählungen, 1868.

Gottwald, Heinrich,

geb. am 19.
Febr. 1870 in Wachstedt in Thüring.,
lebt (1904) als Hofschauspieler und
Schriftsteller in Oldenburg.

S:

Meine
Verse, 1904.

Gottwald, Paul,

Pseudon. für
Eduard Pohl; s. d.!

Goetz, Ferdinand,

geboren am
24. Mai 1826 in Leipzig als der Sohn
eines Oberzollinspektors, besuchte das
Thomasgymnasium daselbst und stu-
dierte an der dortigen Universität
Medizin. Als Student gehörte er der
Burschenschaft an und war deshalb
mehrmals in politische Untersuchun-
gen verwickelt. Nach absolviertem
Staatsexamen ließ er sich 1851 in
Geithain und 1855 in seiner Vater-
stadt als praktischer Arzt nieder. Von
1867-70 vertrat er im Norddeut-
schen und 1887-90 im Deutschen
Reichstage den Wahlkreis Leipzig-
Land, 1876-90 war er Mitglied des
Kreisausschusses der königl. Kreis-
hauptmannschaft Leipzig, von 1868
bis 1891 Gemeinderatsmitglied und
Gemeindeältester in seinem Wohn-
ort Leipzig-Lindenau und städtischer
Armen- und Jmpfarzt. Als Förde-
rer des Turnwesens redigierte er
1857-62 die "Deutsche Turnerzei-
tung", wirkte 1866-95 als Geschäfts-
führer der deutschen Turnerschaft u.
ist seit 1895 Vorsitzender der letzteren.

S:

Feuerwehrlieder, 1864. - Aufsätze
und Gedichte; hrsg. von Rud. Lion,
1885. - Liederbuch für die deutsche
Turnerschaft, 1897. 24. A. 1908.

Goetz, Ruth,

geb. am 5. Novbr.
1880 zu Festenberg in Schlesien, lebt

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Got
Gottſcheid, Franz,

geboren am
25. Februar 1856 in Danzig als der
Sohn eines Kaufmanns, widmete ſich
in ſeinem 18. Jahre der Bühne und
betrat in Bromberg zum erſtenmal
die Bretter. Er kam dann nach Thorn,
Königsberg, leitete 1890–91 das Sai-
ſontheater in Nürnberg, lebte danach
in Danzig, wurde 1897 Direktor des
Stadttheaters in Regensburg und
1901 desjenigen zu Lübeck, wo ihm
1902 die Leitung auf weitere fünf
Jahre übertragen wurde. Als aber
das Lübecker Theater wegen man-
gelnder Feuerſicherheit geſchloſſen
wurde, nahm G. einen Ruf als Di-
rektor des Stadttheaters in St. Gal-
len an, wo er bis 1906 blieb. Seit-
dem leitete er das Stadttheater in
Kiel, ſeit 1908 das Stadttheater in
Poſen, im Sommer 1910 die „Gott-
ſcheid-Oper“ im Schiller-Theater in
Berlin und folgte im Herbſt 1910
einem Rufe als Direktor des „Neuen
Poſener Stadttheaters“ nach Poſen.

S:

Die Jdeale (Schſp.), 1890. – Der
Schloſſer (Sozial. Lebensbild), 1892.

*Gottwald, Alfred,

pſeud. Ado-
lar Sangwitz,
wurde am 23. Mai
1863 zu Landeck in Schleſien geboren,
beſuchte das Gymnaſium in Jauer u.
trat dann in den ſubalternen Juſtiz-
dienſt ein. Acht Jahre hielt er in
demſelben, meiſt in Breslau lebend,
aus, dann ging er zum Journalismus
über. Jm Jahre 1893 nahm er eine
Stelle als Redakteur an den „Luſti-
gen Blättern“ in Berlin an und lebt
ſeit 1898 als freier Schriftſteller da-
ſelbſt.

S:

Aus jungen Tagen (Ernſte
und heitere Lr.), 1890. – Bismarcks
Humor (Heiteres aus dem Leben und
Wirken des Reichskanzlers), 1898.
2. A. 1899. – Jeehrter Herr Jerichts-
hof (Krim.-Hum.), 1899. 2. A. 1901.

Gottwald, Eduard,

geb. zu
Dresden am 4. Dezbr. 1808, wurde
Schriftſetzer und bereiſte als ſolcher
einen großen Teil von Europa. Seit
1858 ſtändiſcher Archivar in Dresden
[Spaltenumbruch]

Goe
und ſpäter mit dem Titel eines ſäch-
ſiſchen Kommiſſionsrats beehrt, ſtarb
er daſelbſt am 30. Auguſt 1871.

S:


Erzählungen, 1843. – Hiſtoriſche Er-
zählungen u. Bilder aus dem Leben;
II, 1853. – Neue hiſtoriſche Erzäh-
lungen und Bilder aus dem Leben;
II, 1863. – Neue humoriſtiſche Er-
zählungen und Bilder aus dem Leben,
1862. – Hiſtoriſche Erzählungen, 1868.

Gottwald, Heinrich,

geb. am 19.
Febr. 1870 in Wachſtedt in Thüring.,
lebt (1904) als Hofſchauſpieler und
Schriftſteller in Oldenburg.

S:

Meine
Verſe, 1904.

Gottwald, Paul,

Pſeudon. für
Eduard Pohl; ſ. d.!

Goetz, Ferdinand,

geboren am
24. Mai 1826 in Leipzig als der Sohn
eines Oberzollinſpektors, beſuchte das
Thomasgymnaſium daſelbſt und ſtu-
dierte an der dortigen Univerſität
Medizin. Als Student gehörte er der
Burſchenſchaft an und war deshalb
mehrmals in politiſche Unterſuchun-
gen verwickelt. Nach abſolviertem
Staatsexamen ließ er ſich 1851 in
Geithain und 1855 in ſeiner Vater-
ſtadt als praktiſcher Arzt nieder. Von
1867–70 vertrat er im Norddeut-
ſchen und 1887–90 im Deutſchen
Reichstage den Wahlkreis Leipzig-
Land, 1876–90 war er Mitglied des
Kreisausſchuſſes der königl. Kreis-
hauptmannſchaft Leipzig, von 1868
bis 1891 Gemeinderatsmitglied und
Gemeindeälteſter in ſeinem Wohn-
ort Leipzig-Lindenau und ſtädtiſcher
Armen- und Jmpfarzt. Als Förde-
rer des Turnweſens redigierte er
1857–62 die „Deutſche Turnerzei-
tung“, wirkte 1866–95 als Geſchäfts-
führer der deutſchen Turnerſchaft u.
iſt ſeit 1895 Vorſitzender der letzteren.

S:

Feuerwehrlieder, 1864. – Aufſätze
und Gedichte; hrsg. von Rud. Lion,
1885. – Liederbuch für die deutſche
Turnerſchaft, 1897. 24. A. 1908.

Goetz, Ruth,

geb. am 5. Novbr.
1880 zu Feſtenberg in Schleſien, lebt

* 27
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[417/0421] Got Goe Gottſcheid, Franz, geboren am 25. Februar 1856 in Danzig als der Sohn eines Kaufmanns, widmete ſich in ſeinem 18. Jahre der Bühne und betrat in Bromberg zum erſtenmal die Bretter. Er kam dann nach Thorn, Königsberg, leitete 1890–91 das Sai- ſontheater in Nürnberg, lebte danach in Danzig, wurde 1897 Direktor des Stadttheaters in Regensburg und 1901 desjenigen zu Lübeck, wo ihm 1902 die Leitung auf weitere fünf Jahre übertragen wurde. Als aber das Lübecker Theater wegen man- gelnder Feuerſicherheit geſchloſſen wurde, nahm G. einen Ruf als Di- rektor des Stadttheaters in St. Gal- len an, wo er bis 1906 blieb. Seit- dem leitete er das Stadttheater in Kiel, ſeit 1908 das Stadttheater in Poſen, im Sommer 1910 die „Gott- ſcheid-Oper“ im Schiller-Theater in Berlin und folgte im Herbſt 1910 einem Rufe als Direktor des „Neuen Poſener Stadttheaters“ nach Poſen. S: Die Jdeale (Schſp.), 1890. – Der Schloſſer (Sozial. Lebensbild), 1892. *Gottwald, Alfred, pſeud. Ado- lar Sangwitz, wurde am 23. Mai 1863 zu Landeck in Schleſien geboren, beſuchte das Gymnaſium in Jauer u. trat dann in den ſubalternen Juſtiz- dienſt ein. Acht Jahre hielt er in demſelben, meiſt in Breslau lebend, aus, dann ging er zum Journalismus über. Jm Jahre 1893 nahm er eine Stelle als Redakteur an den „Luſti- gen Blättern“ in Berlin an und lebt ſeit 1898 als freier Schriftſteller da- ſelbſt. S: Aus jungen Tagen (Ernſte und heitere Lr.), 1890. – Bismarcks Humor (Heiteres aus dem Leben und Wirken des Reichskanzlers), 1898. 2. A. 1899. – Jeehrter Herr Jerichts- hof (Krim.-Hum.), 1899. 2. A. 1901. Gottwald, Eduard, geb. zu Dresden am 4. Dezbr. 1808, wurde Schriftſetzer und bereiſte als ſolcher einen großen Teil von Europa. Seit 1858 ſtändiſcher Archivar in Dresden und ſpäter mit dem Titel eines ſäch- ſiſchen Kommiſſionsrats beehrt, ſtarb er daſelbſt am 30. Auguſt 1871. S: Erzählungen, 1843. – Hiſtoriſche Er- zählungen u. Bilder aus dem Leben; II, 1853. – Neue hiſtoriſche Erzäh- lungen und Bilder aus dem Leben; II, 1863. – Neue humoriſtiſche Er- zählungen und Bilder aus dem Leben, 1862. – Hiſtoriſche Erzählungen, 1868. Gottwald, Heinrich, geb. am 19. Febr. 1870 in Wachſtedt in Thüring., lebt (1904) als Hofſchauſpieler und Schriftſteller in Oldenburg. S: Meine Verſe, 1904. Gottwald, Paul, Pſeudon. für Eduard Pohl; ſ. d.! Goetz, Ferdinand, geboren am 24. Mai 1826 in Leipzig als der Sohn eines Oberzollinſpektors, beſuchte das Thomasgymnaſium daſelbſt und ſtu- dierte an der dortigen Univerſität Medizin. Als Student gehörte er der Burſchenſchaft an und war deshalb mehrmals in politiſche Unterſuchun- gen verwickelt. Nach abſolviertem Staatsexamen ließ er ſich 1851 in Geithain und 1855 in ſeiner Vater- ſtadt als praktiſcher Arzt nieder. Von 1867–70 vertrat er im Norddeut- ſchen und 1887–90 im Deutſchen Reichstage den Wahlkreis Leipzig- Land, 1876–90 war er Mitglied des Kreisausſchuſſes der königl. Kreis- hauptmannſchaft Leipzig, von 1868 bis 1891 Gemeinderatsmitglied und Gemeindeälteſter in ſeinem Wohn- ort Leipzig-Lindenau und ſtädtiſcher Armen- und Jmpfarzt. Als Förde- rer des Turnweſens redigierte er 1857–62 die „Deutſche Turnerzei- tung“, wirkte 1866–95 als Geſchäfts- führer der deutſchen Turnerſchaft u. iſt ſeit 1895 Vorſitzender der letzteren. S: Feuerwehrlieder, 1864. – Aufſätze und Gedichte; hrsg. von Rud. Lion, 1885. – Liederbuch für die deutſche Turnerſchaft, 1897. 24. A. 1908. Goetz, Ruth, geb. am 5. Novbr. 1880 zu Feſtenberg in Schleſien, lebt * 27

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 417. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/421>, abgerufen am 23.03.2019.