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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Duk
Verbrügge (R.), 1888. 2. A. 1904.
- Kopf und Herz (R.), 1889. 3. A.
1905. - Kupfer (Lsp.), 1895. - Aus
altem Hause (R.), 1895. 2. Aufl.
1904. - Die Kunst (Nn. und Sk.),
1896. - Freiheit für Cuba (N.), 1898.
- Cuba insurrecta (R.), 1898. 2. A.
1906. - Mittel und Wege. Moderne
Sittenbilder (9 Nn.), 1902. - Zwi-
schen Belt und Sund (Neue Nn.),
1902. - Bruch (R.), 1904. Volksausg.
1906. - Gesammelte Werke; IV, 1904
bis 1906. - Die Perle der Antillen
(N.), 1905.

*Dukmeyer, Friedrich Emil,


wurde am 3. (15. n. St.) Jan. 1864
in Livland auf dem Lande geboren
und verlebte dort auch bis zum ach-
ten Jahre seine Kindheit. Jm Jahre
1872 kam er nach Riga, wo er bis
1883 das damals noch vollständig
deutsche klassische Krons-Gymnasium
besuchte, ging darauf im Jan. 1884
auf die Universität St. Petersburg
und studierte hier bis 1888 offiziell
erst orientalische Sprachen, dann
aber Jurisprudenz, nebenher auch
Geschichte und Literatur. Er war
darauf in St. Petersburg als Schrift-
steller tätig, namentlich auch als
Korrespondent der "Düna-Zeitung"
in Riga, wandte sich Anfang 1890
nach Berlin, wo er sich dem Studium
der dortigen politischen, sozialen und
literarischen Verhältnisse widmete u.
eine Reihe satirischer Streitschriften,
meist antisemitischer Färbung, ver-
öffentlichte, wie "Tolstoi-Prophet
oder Popanz" (1891) -- "Füchse mit
brennenden Schwänzen" (1891) --
"Kritik der reinen u. praktischen Un-
vernunft in der gemeinen Verjudung"
(1892) - "Gastgeschenke für Freund
und Feind" (1893) - "Zur Freiheit
aus Deutschland u. Rußland" (1894).
Vom März 1893 bis zum Herbst 1894
war D. als Sekretär beim k. russi-
schen Generalkonsulat in Berlin an-
gestellt und wurde darauf Oberlehrer
am Gymnasium zu Taschkent in Tur-
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Dul
kestan. Seit 1898 Hofrat, schied er
1900 aus seiner Stellung und siedelte
nach München u. von hier 1902 nach
Berlin über. Seit 1909 hat er seinen
Wohnsitz in Potsdam.

S:

Joseph u.
Arvid (Ge.), 1889. - Pietro Aretino
(Dr.), 1889. - Spurius Carvilius
Ruga (Dr.), 1889. - Mannesworte an
die Treuen und Protestanten der Zeit
(G.), 1892. - Tod dem Verräter!
(Dr.), 1892. - Russisches Leben (Nn.
u. Sk.), 1892. - Der Arbeiterkaiser
(Tr.), 1892. - Die siebente Groß-
macht, oder: Der Schatten (Lsp.),
1896. - Einer für alle (Tr.), 1900. -
Des Sittenmeisters Ärgernisse (Ko-
mödie), 1901. - Der Zorn Jehovas
(Tr.), 1902.

*Dülberg, Franz,

entstammt einer
westfälischen Familie und wurde am
2. Mai 1873 in Berlin geboren, wo
sein Vater Geh. Regierungsrat und
Direktor der Darmstädter Bank war.
Dieser starb bereits 1887. Der Sohn
besuchte das Gymnasium in Berlin
und studierte dann seit 1891 in Bonn,
Leipzig, München und besonders in
Berlin erst Philosophie, dann Rechts-
wissenschaft und schließlich Kunstge-
schichte und promovierte zu Anfang
d. J. 1899 in Berlin mit einer Ar-
beit über "Die Leydener Malerschule
um 1500" zum Dr. phil. Nach län-
geren Reisen, die ihn hauptsächlich
nach Jtalien, Paris, Holland und
Belgien führten, ließ er sich 1901 in
München nieder, kehrte aber 1908
nach Berlin zurück. Er ist Herausgeber
der Tafelwerk-Serie "Frühhollän-
der (II, 1903-04) und Mitarbeiter an
E. A. Seemanns "Zeitschrift für bil-
dende Kunst".

S:

König Schrei (Dr.),
1905. - Korallenkettlein (Dr.), 1906. -
Stefan George (Liter. Studie), 1908.

*Dulk, Albert Friedrich Benno,


wurde am 17. Juni 1819 zu Königs-
berg in Preußen geboren, wo sein
Vater Apotheker und Professor der
Chemie war. Zum Nachfolger des-
selben bestimmt, trat er 1835 als

*


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Duk
Verbrügge (R.), 1888. 2. A. 1904.
– Kopf und Herz (R.), 1889. 3. A.
1905. – Kupfer (Lſp.), 1895. – Aus
altem Hauſe (R.), 1895. 2. Aufl.
1904. – Die Kunſt (Nn. und Sk.),
1896. – Freiheit für Cuba (N.), 1898.
Cuba insurrecta (R.), 1898. 2. A.
1906. – Mittel und Wege. Moderne
Sittenbilder (9 Nn.), 1902. – Zwi-
ſchen Belt und Sund (Neue Nn.),
1902. – Bruch (R.), 1904. Volksausg.
1906. – Geſammelte Werke; IV, 1904
bis 1906. – Die Perle der Antillen
(N.), 1905.

*Dukmeyer, Friedrich Emil,


wurde am 3. (15. n. St.) Jan. 1864
in Livland auf dem Lande geboren
und verlebte dort auch bis zum ach-
ten Jahre ſeine Kindheit. Jm Jahre
1872 kam er nach Riga, wo er bis
1883 das damals noch vollſtändig
deutſche klaſſiſche Krons-Gymnaſium
beſuchte, ging darauf im Jan. 1884
auf die Univerſität St. Petersburg
und ſtudierte hier bis 1888 offiziell
erſt orientaliſche Sprachen, dann
aber Jurisprudenz, nebenher auch
Geſchichte und Literatur. Er war
darauf in St. Petersburg als Schrift-
ſteller tätig, namentlich auch als
Korreſpondent der „Düna-Zeitung“
in Riga, wandte ſich Anfang 1890
nach Berlin, wo er ſich dem Studium
der dortigen politiſchen, ſozialen und
literariſchen Verhältniſſe widmete u.
eine Reihe ſatiriſcher Streitſchriften,
meiſt antiſemitiſcher Färbung, ver-
öffentlichte, wie „Tolſtoi-Prophet
oder Popanz“ (1891) — „Füchſe mit
brennenden Schwänzen“ (1891) —
„Kritik der reinen u. praktiſchen Un-
vernunft in der gemeinen Verjudung“
(1892) – „Gaſtgeſchenke für Freund
und Feind“ (1893) – „Zur Freiheit
aus Deutſchland u. Rußland“ (1894).
Vom März 1893 bis zum Herbſt 1894
war D. als Sekretär beim k. ruſſi-
ſchen Generalkonſulat in Berlin an-
geſtellt und wurde darauf Oberlehrer
am Gymnaſium zu Taſchkent in Tur-
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Dul
keſtan. Seit 1898 Hofrat, ſchied er
1900 aus ſeiner Stellung und ſiedelte
nach München u. von hier 1902 nach
Berlin über. Seit 1909 hat er ſeinen
Wohnſitz in Potsdam.

S:

Joſeph u.
Arvid (Ge.), 1889. – Pietro Aretino
(Dr.), 1889. – Spurius Carvilius
Ruga (Dr.), 1889. – Mannesworte an
die Treuen und Proteſtanten der Zeit
(G.), 1892. – Tod dem Verräter!
(Dr.), 1892. – Ruſſiſches Leben (Nn.
u. Sk.), 1892. – Der Arbeiterkaiſer
(Tr.), 1892. – Die ſiebente Groß-
macht, oder: Der Schatten (Lſp.),
1896. – Einer für alle (Tr.), 1900. –
Des Sittenmeiſters Ärgerniſſe (Ko-
mödie), 1901. – Der Zorn Jehovas
(Tr.), 1902.

*Dülberg, Franz,

entſtammt einer
weſtfäliſchen Familie und wurde am
2. Mai 1873 in Berlin geboren, wo
ſein Vater Geh. Regierungsrat und
Direktor der Darmſtädter Bank war.
Dieſer ſtarb bereits 1887. Der Sohn
beſuchte das Gymnaſium in Berlin
und ſtudierte dann ſeit 1891 in Bonn,
Leipzig, München und beſonders in
Berlin erſt Philoſophie, dann Rechts-
wiſſenſchaft und ſchließlich Kunſtge-
ſchichte und promovierte zu Anfang
d. J. 1899 in Berlin mit einer Ar-
beit über „Die Leydener Malerſchule
um 1500“ zum Dr. phil. Nach län-
geren Reiſen, die ihn hauptſächlich
nach Jtalien, Paris, Holland und
Belgien führten, ließ er ſich 1901 in
München nieder, kehrte aber 1908
nach Berlin zurück. Er iſt Herausgeber
der Tafelwerk-Serie „Frühhollän-
der (II, 1903–04) und Mitarbeiter an
E. A. Seemanns „Zeitſchrift für bil-
dende Kunſt“.

S:

König Schrei (Dr.),
1905. – Korallenkettlein (Dr.), 1906. –
Stefan George (Liter. Studie), 1908.

*Dulk, Albert Friedrich Benno,


wurde am 17. Juni 1819 zu Königs-
berg in Preußen geboren, wo ſein
Vater Apotheker und Profeſſor der
Chemie war. Zum Nachfolger des-
ſelben beſtimmt, trat er 1835 als

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 71. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/75>, abgerufen am 17.02.2019.