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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Dür
Bremen, 1904 nach Bremen u. 1907
nach Bremerhaven. Hier ist sie am 13.
Mai 1909 gestorben.

S:

Die Familie
Manstein (E., erschien ohne Wissen
der Verf. unter obigem Pseudon.),
1877. 2. A. 1884. - Schloß Hohen-
fels, 1877. Neue Ausg. 1879. - Jra-
cema (Ein Sang aus den Urwäldern
Brasiliens), 1898.

*Düring, Clara von,

als Schrift-
stellerin bekannt unter ihrem Mäd-
chennamen Clara von Gruner,
wurde am 19. August 1848 in Berlin
geboren. Jhr Vater, der 1885 ver-
storbene Unterstaatssekretär, Wirkl.
Geh. Rat Justus von Gruner, war
ein Sohn des bekannten Freiheits-
kämpfers u. Gouverneurs der Rhein-
provinz. Jm Elternhause genoß Clara
eine sorgfältige Erziehung. Jhr schon
früh für alles Schöne u. Jdeale emp-
fänglicher Geist fand Anregung und
Nahrung in dem Verkehr mit reich-
begabten und hervorragenden Män-
nern, die in dem gastfreien Vater-
hause aus und ein gingen. Auch in
der durch Bande der Freundschaft
eng verbundenen Familie des großen
Gelehrten, Professors Ernst Curtius,
verlebte sie viele dem Erhabenen und
Edlen geweihte Stunden. Jm Jahre
1871 vermählte sie sich mit dem Re-
gierungsassessor Wilhelm von Dü-
ring,
aus dem Hause Horneburg,
der dann später als Landrat nach
Hannöverisch-Münden kam. Hier
lebte die Dichterin viele Jahre, bis
sie 1908 ihren Wohnsitz nach Lüne-
burg verlegte. Jn den ersten Jah-
ren ihrer Ehe widmete sich diese aus-
schließlich den Pflichten gegen ihre
Familie; erst die in dem Nachlaß des
Vaters aufgefundenen, ihr noch un-
bekannten Gedichte der verstorbenen
Mutter gaben ihr die erste Anregung,
ihr Empfinden in ein poetisches Ge-
wand zu kleiden.

S:

Vergiß mein
nicht! (Kleine Lr.), 1892. - Schnee-
flocken (Sing und Sang a. d. Wald-
tal), 1895. - Herzensliebling (Aller-
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Dür
hand von Liebe und Freundschaft;
Ge.), 1895. - Märchen für jung und
alt, 1896. - Herbstlaub (Nn.), 1908.

*Düring-Oetken, Helene von,


pseud. Arthur von Loy, wurde
am 1. Febr. 1841 auf dem Rittergute
ihres Vaters Loy im Oldenburgischen
geboren, und ist eine Enkelin der be-
kannten Dichterin Elise von Hohen-
hausen. Noch ein kleines Kind, ver-
lor sie ihre Mutter durch den Tod,
worauf erst ihre Großmutter u. nach
deren Tode (1857) ihre Tante, die
Schriftstellerin Friederike v. Hohen-
hausen, ihre Erziehung leitete. Die
"Gartenlaube" und das "Familien-
blatt" brachten die ersten novellisti-
schen Arbeiten der Dichterin, die
gegenwärtig in Berlin lebt.

S:

Ber-
liner Novellen aus der Gesellschaft,
1883. - Graf u. Gräfin v. Ortenegg
(R.); II, 1885. - Aus der Wirklichkeit
(Nn. u. Aphor.), 1892. - Neue Novellen
und Märchen, 1902. - Die Probe
(N.), 1907.

Düringer, Philipp Jakob,

geb.
am 23. Juli 1809 zu Mannheim, sollte
nach dem Wunsche seiner Eltern Arzt
werden u. bezog die Universität Hei-
delberg; seine Liebe zur dramatischen
Kunst führte ihn aber schon 1826 der
Bühne zu. Seinen ersten Versuch
machte er in Mannheim, ging 1828
nach Freiburg i. Br., später nach
Frankfurt, Düsseldorf, Wien, Ham-
burg, München, Nürnberg, 1832 nach
Regensburg, erhielt 1835 ein Engage-
ment am Stadttheater in Leipzig,
dessen Regie er 1836 übernahm, führte
von 1843-53 die Oberregie am Hof-
und Nationaltheater in Mannheim
und kam dann als Regisseur an das
königl. Schauspielhaus in Berlin, in
welcher Stellung er bis zu seiner Pen-
sionierung kurz vor seinem Tode
wirkte. Er starb in Koburg am 12.
Mai 1870.

S:

Künstler-Hauche (Ge.),
1834. - Theaterlexikon, ein theore-
tisch-praktisches Handbuch, 1841. -
Albert Lortzing. Sein Leben u. sein

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Dür
Bremen, 1904 nach Bremen u. 1907
nach Bremerhaven. Hier iſt ſie am 13.
Mai 1909 geſtorben.

S:

Die Familie
Manſtein (E., erſchien ohne Wiſſen
der Verf. unter obigem Pſeudon.),
1877. 2. A. 1884. – Schloß Hohen-
fels, 1877. Neue Ausg. 1879. – Jra-
cema (Ein Sang aus den Urwäldern
Braſiliens), 1898.

*Düring, Clara von,

als Schrift-
ſtellerin bekannt unter ihrem Mäd-
chennamen Clara von Gruner,
wurde am 19. Auguſt 1848 in Berlin
geboren. Jhr Vater, der 1885 ver-
ſtorbene Unterſtaatsſekretär, Wirkl.
Geh. Rat Juſtus von Gruner, war
ein Sohn des bekannten Freiheits-
kämpfers u. Gouverneurs der Rhein-
provinz. Jm Elternhauſe genoß Clara
eine ſorgfältige Erziehung. Jhr ſchon
früh für alles Schöne u. Jdeale emp-
fänglicher Geiſt fand Anregung und
Nahrung in dem Verkehr mit reich-
begabten und hervorragenden Män-
nern, die in dem gaſtfreien Vater-
hauſe aus und ein gingen. Auch in
der durch Bande der Freundſchaft
eng verbundenen Familie des großen
Gelehrten, Profeſſors Ernſt Curtius,
verlebte ſie viele dem Erhabenen und
Edlen geweihte Stunden. Jm Jahre
1871 vermählte ſie ſich mit dem Re-
gierungsaſſeſſor Wilhelm von Dü-
ring,
aus dem Hauſe Horneburg,
der dann ſpäter als Landrat nach
Hannöveriſch-Münden kam. Hier
lebte die Dichterin viele Jahre, bis
ſie 1908 ihren Wohnſitz nach Lüne-
burg verlegte. Jn den erſten Jah-
ren ihrer Ehe widmete ſich dieſe aus-
ſchließlich den Pflichten gegen ihre
Familie; erſt die in dem Nachlaß des
Vaters aufgefundenen, ihr noch un-
bekannten Gedichte der verſtorbenen
Mutter gaben ihr die erſte Anregung,
ihr Empfinden in ein poetiſches Ge-
wand zu kleiden.

S:

Vergiß mein
nicht! (Kleine Lr.), 1892. – Schnee-
flocken (Sing und Sang a. d. Wald-
tal), 1895. – Herzensliebling (Aller-
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Dür
hand von Liebe und Freundſchaft;
Ge.), 1895. – Märchen für jung und
alt, 1896. – Herbſtlaub (Nn.), 1908.

*Düring-Oetken, Helene von,


pſeud. Arthur von Loy, wurde
am 1. Febr. 1841 auf dem Rittergute
ihres Vaters Loy im Oldenburgiſchen
geboren, und iſt eine Enkelin der be-
kannten Dichterin Eliſe von Hohen-
hauſen. Noch ein kleines Kind, ver-
lor ſie ihre Mutter durch den Tod,
worauf erſt ihre Großmutter u. nach
deren Tode (1857) ihre Tante, die
Schriftſtellerin Friederike v. Hohen-
hauſen, ihre Erziehung leitete. Die
„Gartenlaube“ und das „Familien-
blatt“ brachten die erſten novelliſti-
ſchen Arbeiten der Dichterin, die
gegenwärtig in Berlin lebt.

S:

Ber-
liner Novellen aus der Geſellſchaft,
1883. – Graf u. Gräfin v. Ortenegg
(R.); II, 1885. – Aus der Wirklichkeit
(Nn. u. Aphor.), 1892. – Neue Novellen
und Märchen, 1902. – Die Probe
(N.), 1907.

Düringer, Philipp Jakob,

geb.
am 23. Juli 1809 zu Mannheim, ſollte
nach dem Wunſche ſeiner Eltern Arzt
werden u. bezog die Univerſität Hei-
delberg; ſeine Liebe zur dramatiſchen
Kunſt führte ihn aber ſchon 1826 der
Bühne zu. Seinen erſten Verſuch
machte er in Mannheim, ging 1828
nach Freiburg i. Br., ſpäter nach
Frankfurt, Düſſeldorf, Wien, Ham-
burg, München, Nürnberg, 1832 nach
Regensburg, erhielt 1835 ein Engage-
ment am Stadttheater in Leipzig,
deſſen Regie er 1836 übernahm, führte
von 1843–53 die Oberregie am Hof-
und Nationaltheater in Mannheim
und kam dann als Regiſſeur an das
königl. Schauſpielhaus in Berlin, in
welcher Stellung er bis zu ſeiner Pen-
ſionierung kurz vor ſeinem Tode
wirkte. Er ſtarb in Koburg am 12.
Mai 1870.

S:

Künſtler-Hauche (Ge.),
1834. – Theaterlexikon, ein theore-
tiſch-praktiſches Handbuch, 1841. –
Albert Lortzing. Sein Leben u. ſein

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[79/0083] Dür Dür Bremen, 1904 nach Bremen u. 1907 nach Bremerhaven. Hier iſt ſie am 13. Mai 1909 geſtorben. S: Die Familie Manſtein (E., erſchien ohne Wiſſen der Verf. unter obigem Pſeudon.), 1877. 2. A. 1884. – Schloß Hohen- fels, 1877. Neue Ausg. 1879. – Jra- cema (Ein Sang aus den Urwäldern Braſiliens), 1898. *Düring, Clara von, als Schrift- ſtellerin bekannt unter ihrem Mäd- chennamen Clara von Gruner, wurde am 19. Auguſt 1848 in Berlin geboren. Jhr Vater, der 1885 ver- ſtorbene Unterſtaatsſekretär, Wirkl. Geh. Rat Juſtus von Gruner, war ein Sohn des bekannten Freiheits- kämpfers u. Gouverneurs der Rhein- provinz. Jm Elternhauſe genoß Clara eine ſorgfältige Erziehung. Jhr ſchon früh für alles Schöne u. Jdeale emp- fänglicher Geiſt fand Anregung und Nahrung in dem Verkehr mit reich- begabten und hervorragenden Män- nern, die in dem gaſtfreien Vater- hauſe aus und ein gingen. Auch in der durch Bande der Freundſchaft eng verbundenen Familie des großen Gelehrten, Profeſſors Ernſt Curtius, verlebte ſie viele dem Erhabenen und Edlen geweihte Stunden. Jm Jahre 1871 vermählte ſie ſich mit dem Re- gierungsaſſeſſor Wilhelm von Dü- ring, aus dem Hauſe Horneburg, der dann ſpäter als Landrat nach Hannöveriſch-Münden kam. Hier lebte die Dichterin viele Jahre, bis ſie 1908 ihren Wohnſitz nach Lüne- burg verlegte. Jn den erſten Jah- ren ihrer Ehe widmete ſich dieſe aus- ſchließlich den Pflichten gegen ihre Familie; erſt die in dem Nachlaß des Vaters aufgefundenen, ihr noch un- bekannten Gedichte der verſtorbenen Mutter gaben ihr die erſte Anregung, ihr Empfinden in ein poetiſches Ge- wand zu kleiden. S: Vergiß mein nicht! (Kleine Lr.), 1892. – Schnee- flocken (Sing und Sang a. d. Wald- tal), 1895. – Herzensliebling (Aller- hand von Liebe und Freundſchaft; Ge.), 1895. – Märchen für jung und alt, 1896. – Herbſtlaub (Nn.), 1908. *Düring-Oetken, Helene von, pſeud. Arthur von Loy, wurde am 1. Febr. 1841 auf dem Rittergute ihres Vaters Loy im Oldenburgiſchen geboren, und iſt eine Enkelin der be- kannten Dichterin Eliſe von Hohen- hauſen. Noch ein kleines Kind, ver- lor ſie ihre Mutter durch den Tod, worauf erſt ihre Großmutter u. nach deren Tode (1857) ihre Tante, die Schriftſtellerin Friederike v. Hohen- hauſen, ihre Erziehung leitete. Die „Gartenlaube“ und das „Familien- blatt“ brachten die erſten novelliſti- ſchen Arbeiten der Dichterin, die gegenwärtig in Berlin lebt. S: Ber- liner Novellen aus der Geſellſchaft, 1883. – Graf u. Gräfin v. Ortenegg (R.); II, 1885. – Aus der Wirklichkeit (Nn. u. Aphor.), 1892. – Neue Novellen und Märchen, 1902. – Die Probe (N.), 1907. Düringer, Philipp Jakob, geb. am 23. Juli 1809 zu Mannheim, ſollte nach dem Wunſche ſeiner Eltern Arzt werden u. bezog die Univerſität Hei- delberg; ſeine Liebe zur dramatiſchen Kunſt führte ihn aber ſchon 1826 der Bühne zu. Seinen erſten Verſuch machte er in Mannheim, ging 1828 nach Freiburg i. Br., ſpäter nach Frankfurt, Düſſeldorf, Wien, Ham- burg, München, Nürnberg, 1832 nach Regensburg, erhielt 1835 ein Engage- ment am Stadttheater in Leipzig, deſſen Regie er 1836 übernahm, führte von 1843–53 die Oberregie am Hof- und Nationaltheater in Mannheim und kam dann als Regiſſeur an das königl. Schauſpielhaus in Berlin, in welcher Stellung er bis zu ſeiner Pen- ſionierung kurz vor ſeinem Tode wirkte. Er ſtarb in Koburg am 12. Mai 1870. S: Künſtler-Hauche (Ge.), 1834. – Theaterlexikon, ein theore- tiſch-praktiſches Handbuch, 1841. – Albert Lortzing. Sein Leben u. ſein *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 79. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/83>, abgerufen am 14.12.2019.