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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Steitin ihren wissenschaftlichen Un-
terricht zum Abschluß bringen. Nach
einer sonnigen Jugend verheiratete
sie sich mit dem Großkaufmann Kör-
ner
in Halle a. S.; doch gestaltete
sich die Ehe, der drei Kinder entspros-
sen, so unglücklich, daß sich Frida H.
zu Weihnachten 1899 mit ihren Kin-
dern von ihrem Ehemann trennte u.
nach Mühlberg a. d. Elbe zog, wohin
ihr Vater inzwischen von Halberstadt
versetzt worden war. Jm Jahre 1902
folgte sie ihren Eltern nach Dessau
und wurde in diesem Jahre auch ihre
Ehe auf ihren Antrag gerichtlich ge-
schieden.

S:

Frau Fama (Nn.), 1899.
- Entsühnter Kuß (Nn.), 1905.

*Huldschiner, Richard,

geb. am
11. Juli 1872 in Gleiwitz (Schlesien)
als ein Sohn des Kaufmanns Adolf
H., kam schon im folgenden Jahre
nach Bozen (Tirol), wo sein Vater
in das Bankgeschäft des Großvaters
eintrat. Jn Bozen verbrachte H. seine
erste Jugend; an Bozen hängen seine
schönsten Erinnerungen, und Stoff
und Schauplatz seiner späteren lite-
rarischen Arbeiten sind hauptsächlich
dem Alpenlande entnommen. Da er
als Deutscher auch einmal in Deutsch-
land seine Examina machen sollte,
kam er 1882 auf das Gymnasium in
Gleiwitz und studierte seit 1891 in
München, Berlin, Würzburg u. wie-
der in München Medizin. Jm März
1895 wurde er in München zum
Dr. med. promoviert und im Janr.
1896 als Arzt approbiert. Nachdem
er zu seiner weiteren Ausbildung
dann noch in Wiener und Berliner
Kliniken assistiert hatte, ließ er sich
im Mai 1898 als praktischer Arzt in
Hamburg nieder.

S:

Einsamkeit. Die
Geschichte eines Toren (R.), 1901. -
Fegefeuer (R. a. d. Bergen), 1902. -
Die stille Stadt (R.), 1904. - Arme
Schlucker (Nn.), 1905. - Das adlige
Schützenfest (E.), 1908. - Starken-
berg (R.), 1908. - Die Nachtmahr
(R.), 1910.

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Hül
*Hülgerth, Heribert,

geb. am 17.
Sept. 1847 als der jüngste Sohn eines
kaiserlichen Ökonomie-Verwalters zu
Tscheitsch im südlich. Mähren, wurde
für den Militärdienst bestimmt und
kam mit 11 Jahren in das Kadetten-
institut zu Haimburg, später in die
Militärakademie zu Wiener-Neustadt.
Am 1. Mai 1866 trat er als Leut-
nant in das 31. Feldjägerbataillon
und machte den Krieg gegen Preußen
mit. Von 1876-78 stand er als Ober-
leutnant und Lehrer der Geographie
und Geschichte an der Kadettenschule
zu Essek in Verwendung, wurde 1880
zum Hauptmann befördert und bald
danach zum Lehrer der Rhetorik und
Poetik an die Kadettenschule zu Karl-
stadt in Kroatien berufen. Für seine
Leistungen während der bosnischen
Okkupation wurde er mit dem Mili-
tärverdienstkreuz ausgezeichnet. Seit
1886 wirkte er als Lehrer an der Jn-
fanteriekadettenschule in Wien und
wurde im Jahre 1892 dem Reichs-
kriegsministerium zugeteilt. 1895
wurde er zum Major, 1901 zum
Oberstleutnant befördert, und trat
1903 in den Ruhestand. Er starb in
Wien 1906.

S:

Franz Rakoczy I.
(Tr.), 1882. - Kunterbunt (Für Jä-
ger und Jagdfreunde), 1888. - Ein
Jägergulden (Hum., Sk., Se.), 1891.
- Leutnant Lucullus (Humor. D.),
1894. - Timur-Khan (Der R. eines
Pferdes), 1896. - Simsons letzte
Liebe (D.), 1898. - Waldeszauber
und Jägerlatein (Ge., En. u. Sk.),
1899. - Die neue Jobsiade (Ein komi-
sches Heldengedicht), 1901. - Der
Kostüm-Ball der Hunde (Ein Fa-
schingsbericht aus dem 21. Jahrh.,
1905.

*Hüll, Johannes,

* am 17. Sept.
1828 zu Neustadt a. d. Haardt in der
Pfalz, besuchte zuerst die Volksschule,
dann die Lateinschule seiner Vater-
stadt, später das Gymnasium zu Zwei-
brücken, hörte auch, ohne ein bestimm-
tes Studium zu beabsichtigen, an der

*


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Hul
Steitin ihren wiſſenſchaftlichen Un-
terricht zum Abſchluß bringen. Nach
einer ſonnigen Jugend verheiratete
ſie ſich mit dem Großkaufmann Kör-
ner
in Halle a. S.; doch geſtaltete
ſich die Ehe, der drei Kinder entſproſ-
ſen, ſo unglücklich, daß ſich Frida H.
zu Weihnachten 1899 mit ihren Kin-
dern von ihrem Ehemann trennte u.
nach Mühlberg a. d. Elbe zog, wohin
ihr Vater inzwiſchen von Halberſtadt
verſetzt worden war. Jm Jahre 1902
folgte ſie ihren Eltern nach Deſſau
und wurde in dieſem Jahre auch ihre
Ehe auf ihren Antrag gerichtlich ge-
ſchieden.

S:

Frau Fama (Nn.), 1899.
– Entſühnter Kuß (Nn.), 1905.

*Huldſchiner, Richard,

geb. am
11. Juli 1872 in Gleiwitz (Schleſien)
als ein Sohn des Kaufmanns Adolf
H., kam ſchon im folgenden Jahre
nach Bozen (Tirol), wo ſein Vater
in das Bankgeſchäft des Großvaters
eintrat. Jn Bozen verbrachte H. ſeine
erſte Jugend; an Bozen hängen ſeine
ſchönſten Erinnerungen, und Stoff
und Schauplatz ſeiner ſpäteren lite-
rariſchen Arbeiten ſind hauptſächlich
dem Alpenlande entnommen. Da er
als Deutſcher auch einmal in Deutſch-
land ſeine Examina machen ſollte,
kam er 1882 auf das Gymnaſium in
Gleiwitz und ſtudierte ſeit 1891 in
München, Berlin, Würzburg u. wie-
der in München Medizin. Jm März
1895 wurde er in München zum
Dr. med. promoviert und im Janr.
1896 als Arzt approbiert. Nachdem
er zu ſeiner weiteren Ausbildung
dann noch in Wiener und Berliner
Kliniken aſſiſtiert hatte, ließ er ſich
im Mai 1898 als praktiſcher Arzt in
Hamburg nieder.

S:

Einſamkeit. Die
Geſchichte eines Toren (R.), 1901. –
Fegefeuer (R. a. d. Bergen), 1902. –
Die ſtille Stadt (R.), 1904. – Arme
Schlucker (Nn.), 1905. – Das adlige
Schützenfeſt (E.), 1908. – Starken-
berg (R.), 1908. – Die Nachtmahr
(R.), 1910.

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Hül
*Hülgerth, Heribert,

geb. am 17.
Sept. 1847 als der jüngſte Sohn eines
kaiſerlichen Ökonomie-Verwalters zu
Tſcheitſch im ſüdlich. Mähren, wurde
für den Militärdienſt beſtimmt und
kam mit 11 Jahren in das Kadetten-
inſtitut zu Haimburg, ſpäter in die
Militärakademie zu Wiener-Neuſtadt.
Am 1. Mai 1866 trat er als Leut-
nant in das 31. Feldjägerbataillon
und machte den Krieg gegen Preußen
mit. Von 1876–78 ſtand er als Ober-
leutnant und Lehrer der Geographie
und Geſchichte an der Kadettenſchule
zu Eſſek in Verwendung, wurde 1880
zum Hauptmann befördert und bald
danach zum Lehrer der Rhetorik und
Poetik an die Kadettenſchule zu Karl-
ſtadt in Kroatien berufen. Für ſeine
Leiſtungen während der bosniſchen
Okkupation wurde er mit dem Mili-
tärverdienſtkreuz ausgezeichnet. Seit
1886 wirkte er als Lehrer an der Jn-
fanteriekadettenſchule in Wien und
wurde im Jahre 1892 dem Reichs-
kriegsminiſterium zugeteilt. 1895
wurde er zum Major, 1901 zum
Oberſtleutnant befördert, und trat
1903 in den Ruheſtand. Er ſtarb in
Wien 1906.

S:

Franz Rakoczy I.
(Tr.), 1882. – Kunterbunt (Für Jä-
ger und Jagdfreunde), 1888. – Ein
Jägergulden (Hum., Sk., Se.), 1891.
– Leutnant Lucullus (Humor. D.),
1894. – Timur-Khan (Der R. eines
Pferdes), 1896. – Simſons letzte
Liebe (D.), 1898. – Waldeszauber
und Jägerlatein (Ge., En. u. Sk.),
1899. – Die neue Jobſiade (Ein komi-
ſches Heldengedicht), 1901. – Der
Koſtüm-Ball der Hunde (Ein Fa-
ſchingsbericht aus dem 21. Jahrh.,
1905.

*Hüll, Johannes,

* am 17. Sept.
1828 zu Neuſtadt a. d. Haardt in der
Pfalz, beſuchte zuerſt die Volksſchule,
dann die Lateinſchule ſeiner Vater-
ſtadt, ſpäter das Gymnaſium zu Zwei-
brücken, hörte auch, ohne ein beſtimm-
tes Studium zu beabſichtigen, an der

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[313/0317] Hul Hül Steitin ihren wiſſenſchaftlichen Un- terricht zum Abſchluß bringen. Nach einer ſonnigen Jugend verheiratete ſie ſich mit dem Großkaufmann Kör- ner in Halle a. S.; doch geſtaltete ſich die Ehe, der drei Kinder entſproſ- ſen, ſo unglücklich, daß ſich Frida H. zu Weihnachten 1899 mit ihren Kin- dern von ihrem Ehemann trennte u. nach Mühlberg a. d. Elbe zog, wohin ihr Vater inzwiſchen von Halberſtadt verſetzt worden war. Jm Jahre 1902 folgte ſie ihren Eltern nach Deſſau und wurde in dieſem Jahre auch ihre Ehe auf ihren Antrag gerichtlich ge- ſchieden. S: Frau Fama (Nn.), 1899. – Entſühnter Kuß (Nn.), 1905. *Huldſchiner, Richard, geb. am 11. Juli 1872 in Gleiwitz (Schleſien) als ein Sohn des Kaufmanns Adolf H., kam ſchon im folgenden Jahre nach Bozen (Tirol), wo ſein Vater in das Bankgeſchäft des Großvaters eintrat. Jn Bozen verbrachte H. ſeine erſte Jugend; an Bozen hängen ſeine ſchönſten Erinnerungen, und Stoff und Schauplatz ſeiner ſpäteren lite- rariſchen Arbeiten ſind hauptſächlich dem Alpenlande entnommen. Da er als Deutſcher auch einmal in Deutſch- land ſeine Examina machen ſollte, kam er 1882 auf das Gymnaſium in Gleiwitz und ſtudierte ſeit 1891 in München, Berlin, Würzburg u. wie- der in München Medizin. Jm März 1895 wurde er in München zum Dr. med. promoviert und im Janr. 1896 als Arzt approbiert. Nachdem er zu ſeiner weiteren Ausbildung dann noch in Wiener und Berliner Kliniken aſſiſtiert hatte, ließ er ſich im Mai 1898 als praktiſcher Arzt in Hamburg nieder. S: Einſamkeit. Die Geſchichte eines Toren (R.), 1901. – Fegefeuer (R. a. d. Bergen), 1902. – Die ſtille Stadt (R.), 1904. – Arme Schlucker (Nn.), 1905. – Das adlige Schützenfeſt (E.), 1908. – Starken- berg (R.), 1908. – Die Nachtmahr (R.), 1910. *Hülgerth, Heribert, geb. am 17. Sept. 1847 als der jüngſte Sohn eines kaiſerlichen Ökonomie-Verwalters zu Tſcheitſch im ſüdlich. Mähren, wurde für den Militärdienſt beſtimmt und kam mit 11 Jahren in das Kadetten- inſtitut zu Haimburg, ſpäter in die Militärakademie zu Wiener-Neuſtadt. Am 1. Mai 1866 trat er als Leut- nant in das 31. Feldjägerbataillon und machte den Krieg gegen Preußen mit. Von 1876–78 ſtand er als Ober- leutnant und Lehrer der Geographie und Geſchichte an der Kadettenſchule zu Eſſek in Verwendung, wurde 1880 zum Hauptmann befördert und bald danach zum Lehrer der Rhetorik und Poetik an die Kadettenſchule zu Karl- ſtadt in Kroatien berufen. Für ſeine Leiſtungen während der bosniſchen Okkupation wurde er mit dem Mili- tärverdienſtkreuz ausgezeichnet. Seit 1886 wirkte er als Lehrer an der Jn- fanteriekadettenſchule in Wien und wurde im Jahre 1892 dem Reichs- kriegsminiſterium zugeteilt. 1895 wurde er zum Major, 1901 zum Oberſtleutnant befördert, und trat 1903 in den Ruheſtand. Er ſtarb in Wien 1906. S: Franz Rakoczy I. (Tr.), 1882. – Kunterbunt (Für Jä- ger und Jagdfreunde), 1888. – Ein Jägergulden (Hum., Sk., Se.), 1891. – Leutnant Lucullus (Humor. D.), 1894. – Timur-Khan (Der R. eines Pferdes), 1896. – Simſons letzte Liebe (D.), 1898. – Waldeszauber und Jägerlatein (Ge., En. u. Sk.), 1899. – Die neue Jobſiade (Ein komi- ſches Heldengedicht), 1901. – Der Koſtüm-Ball der Hunde (Ein Fa- ſchingsbericht aus dem 21. Jahrh., 1905. *Hüll, Johannes, * am 17. Sept. 1828 zu Neuſtadt a. d. Haardt in der Pfalz, beſuchte zuerſt die Volksſchule, dann die Lateinſchule ſeiner Vater- ſtadt, ſpäter das Gymnaſium zu Zwei- brücken, hörte auch, ohne ein beſtimm- tes Studium zu beabſichtigen, an der *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 313. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/317>, abgerufen am 20.03.2019.