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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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eines ersten Staatsschreibers des
Kantons Zürich annahm. Gleichzei-
tig wurde er zum Mitglied des Großen
Rats ernannt. Jm Jahre 1876 legte
er sein Amt nieder, um sich hinfort
ganz seiner literarischen Tätigkeit zu
widmen. Er starb am 15. Juli 1890.

S:

Gedichte, 1846. - Neuere Gedichte,
1851. 2. A. 1854. - Gesammelte Ge-
dichte, 1883. 3. A. 1888. - Der grüne
Heinrich (R.); IV, 1854. 3. A. 1884.
- Die Leute von Seldwyla (En.),
1856. 5. A. 1887. - Sieben Legenden,
1872. 4. A. 1888. - Romeo u. Julie
auf dem Dorfe (E.), 1876. 5. A. 1903.
- Züricher Novellen; II, 1878. 5. A.
1889. - Das Sinngedicht (Nn.), 1881.
5. A. 1889. - Martin Salander (R.),
1886. 5. Aufl. 1887. - Gesammelte
Werke; X, 1889-90. - Nachgelassene
Schriften und Dichtungen, 1892. -
Gottfried Kellers Leben. Seine Briefe
und Tagebücher; hrsg. von Jakob
Baechthold; III, 1893-96. - Das
Fähnlein der sieben Aufrechten (E.),
1902. - Theodor Storm und Gott-
fried Keller: Briefwechsel; hrsg. und
erläutert von Albert Köster, 1904.

*Keller, Heinrich,

geb. am 5. Dez.
1866, absolvierte die Gymnasialstu-
dien in Wien u. bezog 1885 die dor-
tige Universität, an der er sich dem
Studium der Medizin widmete. Jm
Jahre 1891 wurde er zum Dr. med.
promoviert, wirkte dann als Assi-
stenzarzt bei hervorragenden Medi-
zinern und etablierte sich 1895 als
praktischer Arzt in Wien.

S:

Ballast
(Ein Tendenzroman, der sich mit der
Judenfrage befaßt), 1903. - Das Ge-
spenst unserer Zeit (Soz. R.), 1904. -
Jm Dienste der Menschheit (R.), 1905.
- Streber (R.), 1906. - Ketten (R.),
1907. - Unterlehrer Straub (R.),
1908. - Leni und Ernst (Eine Kinder-
gesch. f. Eltern), 1909. 2. A. 1909. -

*Keller, Paul,

geb. am 6. Juli 1873
in Arnsdorf, Kr. Schweidnitz (Schle-
sien), besuchte die Präparandenanstalt
in Landeck und das Lehrerseminar in
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Kel
Breslau, wirkte zuerst als Lehrer auf
dem Lande, dann als Lehrer an der
königlichen Präparandenanstalt in
Schweidnitz und war seit 1895 städti-
scher Lehrer in Breslau. Jm Jahre
1908 schied er aus dem Schuldienst
und lebt nun als freier Schriftsteller
in Breslau, unternimmt von hier aus
auch hin und wieder Vortragsreisen.
Seit 1908 gibt er die Zeitschrift für
Humor und Kunst "Der Guckkasten"
heraus.

S:

Gold und Myrrhe (Er-
zählungen und Skizzen aus dem Er-
zieherleben), 1898. 12. A. 1910. Neue
Folge, 1899. 10. Aufl. 1910. - Wald-
winter (R.), 1902. 30. A. 1910. - Jn
deiner Kammer (Geschn.), 1903. 3. A.
1906. - Die Heimat (R. a. d. schlesi-
schen Bergen), 1903. 18. A. 1910. -
Das letzte Märchen (Jd.), 1905. 18. A.
1910. - Das Niklasschiff (Neue En.),
1. und 2. A. 1907. - Der Sohn der
Hagar (R.), 23. A. 1910. - Die alte
Krone (R. a. Wendenland), 1909. 16.
A. 1910. - Die fünf Waldstädte (Ein
Buch für Menschen, die jung sind),
1.-3. A. 1910.

Keller, Richard Vincenz,

geb.
am 6. Aug. 1885 zu Niedersommer,
Kt. Thurgau der Schweiz, lebt (1903)
als Zeichner in Plauen i. Vogtlande.

S:

Blätter aus meinem Skizzenbuch
(Nn.), 1903.

Keller, Richard,

siehe Richard
Jordan!

Keller, Samuel,

pseudon. Ernst
Schrill,
wurde am 3. März 1856
(a. St.) in St. Petersburg geboren.
Sein Vater Johannes K., aus dem
Kanton Schaffhausen gebürtig, war
Lehrer daselbst u. hatte das Unglück,
sein Augenlicht zu verlieren. Er zog
sich daher nach Arensburg auf der
Jnsel Oesel zurück, und hier absol-
vierte Samuel 1875 das Gymnasium,
worauf er in Dorpat Theologie stu-
dierte und 1879 graduierter Student
ward. Nachdem er kurze Zeit Pastor-
adjunkt zu St. Johannis in St. Pe-
tersburg gewesen, ward er 1880 Pre-

*


[Spaltenumbruch]

Kel
eines erſten Staatsſchreibers des
Kantons Zürich annahm. Gleichzei-
tig wurde er zum Mitglied des Großen
Rats ernannt. Jm Jahre 1876 legte
er ſein Amt nieder, um ſich hinfort
ganz ſeiner literariſchen Tätigkeit zu
widmen. Er ſtarb am 15. Juli 1890.

S:

Gedichte, 1846. – Neuere Gedichte,
1851. 2. A. 1854. – Geſammelte Ge-
dichte, 1883. 3. A. 1888. – Der grüne
Heinrich (R.); IV, 1854. 3. A. 1884.
– Die Leute von Seldwyla (En.),
1856. 5. A. 1887. – Sieben Legenden,
1872. 4. A. 1888. – Romeo u. Julie
auf dem Dorfe (E.), 1876. 5. A. 1903.
– Züricher Novellen; II, 1878. 5. A.
1889. – Das Sinngedicht (Nn.), 1881.
5. A. 1889. – Martin Salander (R.),
1886. 5. Aufl. 1887. – Geſammelte
Werke; X, 1889–90. – Nachgelaſſene
Schriften und Dichtungen, 1892. –
Gottfried Kellers Leben. Seine Briefe
und Tagebücher; hrsg. von Jakob
Baechthold; III, 1893–96. – Das
Fähnlein der ſieben Aufrechten (E.),
1902. – Theodor Storm und Gott-
fried Keller: Briefwechſel; hrsg. und
erläutert von Albert Köſter, 1904.

*Keller, Heinrich,

geb. am 5. Dez.
1866, abſolvierte die Gymnaſialſtu-
dien in Wien u. bezog 1885 die dor-
tige Univerſität, an der er ſich dem
Studium der Medizin widmete. Jm
Jahre 1891 wurde er zum Dr. med.
promoviert, wirkte dann als Aſſi-
ſtenzarzt bei hervorragenden Medi-
zinern und etablierte ſich 1895 als
praktiſcher Arzt in Wien.

S:

Ballaſt
(Ein Tendenzroman, der ſich mit der
Judenfrage befaßt), 1903. – Das Ge-
ſpenſt unſerer Zeit (Soz. R.), 1904. –
Jm Dienſte der Menſchheit (R.), 1905.
– Streber (R.), 1906. – Ketten (R.),
1907. – Unterlehrer Straub (R.),
1908. – Leni und Ernſt (Eine Kinder-
geſch. f. Eltern), 1909. 2. A. 1909. –

*Keller, Paul,

geb. am 6. Juli 1873
in Arnsdorf, Kr. Schweidnitz (Schle-
ſien), beſuchte die Präparandenanſtalt
in Landeck und das Lehrerſeminar in
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Kel
Breslau, wirkte zuerſt als Lehrer auf
dem Lande, dann als Lehrer an der
königlichen Präparandenanſtalt in
Schweidnitz und war ſeit 1895 ſtädti-
ſcher Lehrer in Breslau. Jm Jahre
1908 ſchied er aus dem Schuldienſt
und lebt nun als freier Schriftſteller
in Breslau, unternimmt von hier aus
auch hin und wieder Vortragsreiſen.
Seit 1908 gibt er die Zeitſchrift für
Humor und Kunſt „Der Guckkaſten“
heraus.

S:

Gold und Myrrhe (Er-
zählungen und Skizzen aus dem Er-
zieherleben), 1898. 12. A. 1910. Neue
Folge, 1899. 10. Aufl. 1910. – Wald-
winter (R.), 1902. 30. A. 1910. – Jn
deiner Kammer (Geſchn.), 1903. 3. A.
1906. – Die Heimat (R. a. d. ſchleſi-
ſchen Bergen), 1903. 18. A. 1910. –
Das letzte Märchen (Jd.), 1905. 18. A.
1910. – Das Niklasſchiff (Neue En.),
1. und 2. A. 1907. – Der Sohn der
Hagar (R.), 23. A. 1910. – Die alte
Krone (R. a. Wendenland), 1909. 16.
A. 1910. – Die fünf Waldſtädte (Ein
Buch für Menſchen, die jung ſind),
1.–3. A. 1910.

Keller, Richard Vincenz,

geb.
am 6. Aug. 1885 zu Niederſommer,
Kt. Thurgau der Schweiz, lebt (1903)
als Zeichner in Plauen i. Vogtlande.

S:

Blätter aus meinem Skizzenbuch
(Nn.), 1903.

Keller, Richard,

ſiehe Richard
Jordan!

Keller, Samuel,

pſeudon. Ernſt
Schrill,
wurde am 3. März 1856
(a. St.) in St. Petersburg geboren.
Sein Vater Johannes K., aus dem
Kanton Schaffhauſen gebürtig, war
Lehrer daſelbſt u. hatte das Unglück,
ſein Augenlicht zu verlieren. Er zog
ſich daher nach Arensburg auf der
Jnſel Oeſel zurück, und hier abſol-
vierte Samuel 1875 das Gymnaſium,
worauf er in Dorpat Theologie ſtu-
dierte und 1879 graduierter Student
ward. Nachdem er kurze Zeit Paſtor-
adjunkt zu St. Johannis in St. Pe-
tersburg geweſen, ward er 1880 Pre-

*
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[436/0440] Kel Kel eines erſten Staatsſchreibers des Kantons Zürich annahm. Gleichzei- tig wurde er zum Mitglied des Großen Rats ernannt. Jm Jahre 1876 legte er ſein Amt nieder, um ſich hinfort ganz ſeiner literariſchen Tätigkeit zu widmen. Er ſtarb am 15. Juli 1890. S: Gedichte, 1846. – Neuere Gedichte, 1851. 2. A. 1854. – Geſammelte Ge- dichte, 1883. 3. A. 1888. – Der grüne Heinrich (R.); IV, 1854. 3. A. 1884. – Die Leute von Seldwyla (En.), 1856. 5. A. 1887. – Sieben Legenden, 1872. 4. A. 1888. – Romeo u. Julie auf dem Dorfe (E.), 1876. 5. A. 1903. – Züricher Novellen; II, 1878. 5. A. 1889. – Das Sinngedicht (Nn.), 1881. 5. A. 1889. – Martin Salander (R.), 1886. 5. Aufl. 1887. – Geſammelte Werke; X, 1889–90. – Nachgelaſſene Schriften und Dichtungen, 1892. – Gottfried Kellers Leben. Seine Briefe und Tagebücher; hrsg. von Jakob Baechthold; III, 1893–96. – Das Fähnlein der ſieben Aufrechten (E.), 1902. – Theodor Storm und Gott- fried Keller: Briefwechſel; hrsg. und erläutert von Albert Köſter, 1904. *Keller, Heinrich, geb. am 5. Dez. 1866, abſolvierte die Gymnaſialſtu- dien in Wien u. bezog 1885 die dor- tige Univerſität, an der er ſich dem Studium der Medizin widmete. Jm Jahre 1891 wurde er zum Dr. med. promoviert, wirkte dann als Aſſi- ſtenzarzt bei hervorragenden Medi- zinern und etablierte ſich 1895 als praktiſcher Arzt in Wien. S: Ballaſt (Ein Tendenzroman, der ſich mit der Judenfrage befaßt), 1903. – Das Ge- ſpenſt unſerer Zeit (Soz. R.), 1904. – Jm Dienſte der Menſchheit (R.), 1905. – Streber (R.), 1906. – Ketten (R.), 1907. – Unterlehrer Straub (R.), 1908. – Leni und Ernſt (Eine Kinder- geſch. f. Eltern), 1909. 2. A. 1909. – *Keller, Paul, geb. am 6. Juli 1873 in Arnsdorf, Kr. Schweidnitz (Schle- ſien), beſuchte die Präparandenanſtalt in Landeck und das Lehrerſeminar in Breslau, wirkte zuerſt als Lehrer auf dem Lande, dann als Lehrer an der königlichen Präparandenanſtalt in Schweidnitz und war ſeit 1895 ſtädti- ſcher Lehrer in Breslau. Jm Jahre 1908 ſchied er aus dem Schuldienſt und lebt nun als freier Schriftſteller in Breslau, unternimmt von hier aus auch hin und wieder Vortragsreiſen. Seit 1908 gibt er die Zeitſchrift für Humor und Kunſt „Der Guckkaſten“ heraus. S: Gold und Myrrhe (Er- zählungen und Skizzen aus dem Er- zieherleben), 1898. 12. A. 1910. Neue Folge, 1899. 10. Aufl. 1910. – Wald- winter (R.), 1902. 30. A. 1910. – Jn deiner Kammer (Geſchn.), 1903. 3. A. 1906. – Die Heimat (R. a. d. ſchleſi- ſchen Bergen), 1903. 18. A. 1910. – Das letzte Märchen (Jd.), 1905. 18. A. 1910. – Das Niklasſchiff (Neue En.), 1. und 2. A. 1907. – Der Sohn der Hagar (R.), 23. A. 1910. – Die alte Krone (R. a. Wendenland), 1909. 16. A. 1910. – Die fünf Waldſtädte (Ein Buch für Menſchen, die jung ſind), 1.–3. A. 1910. Keller, Richard Vincenz, geb. am 6. Aug. 1885 zu Niederſommer, Kt. Thurgau der Schweiz, lebt (1903) als Zeichner in Plauen i. Vogtlande. S: Blätter aus meinem Skizzenbuch (Nn.), 1903. Keller, Richard, ſiehe Richard Jordan! Keller, Samuel, pſeudon. Ernſt Schrill, wurde am 3. März 1856 (a. St.) in St. Petersburg geboren. Sein Vater Johannes K., aus dem Kanton Schaffhauſen gebürtig, war Lehrer daſelbſt u. hatte das Unglück, ſein Augenlicht zu verlieren. Er zog ſich daher nach Arensburg auf der Jnſel Oeſel zurück, und hier abſol- vierte Samuel 1875 das Gymnaſium, worauf er in Dorpat Theologie ſtu- dierte und 1879 graduierter Student ward. Nachdem er kurze Zeit Paſtor- adjunkt zu St. Johannis in St. Pe- tersburg geweſen, ward er 1880 Pre- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 436. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/440>, abgerufen am 21.03.2019.