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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Ket
von der Universität Marburg zum
Ehrendoktor der Rechte ernannt wur-
de. Jm Herbst 1901 trat er in den
Ruhestand und siedelte nach Berlin
über. Jn dem Vororte Steglitz ist er
am 29. Dezbr. 1908 +.

S:

Don Jose
von Tavora (Dr.), 1852. - Gedichte,
1854. 2. A. 1896. - König Saul (Dr.),
1860. - Der Artillerist in der Küche
(Schw.), 1874. 2. A. 1903. - Preu-
ßens erstes Schwurgericht (Schsp.),
1874. Neue A. u. d. T.: Friedrichs
des Großen Schwurgericht, 1883. -
Er hat eine Schwarze geheiratet (Lsp.),
1874. - Carolina Brocchi (Schsp.),
1876. - Nach zehn Jahren (Schau-
spiel), 1877. - Nur keinen Studierten
(Schw.), 1877. - Der Tugendpreis
(Lsp.), 1886. - Vier Einakter (Die
Saturnalien. - Des lieben Friedens
willen. - Sie müssen sich operieren
lassen. - Die Tagewähler), 1905. -
Neumann oder Schulze? (Schw.),
1909.

Kettenburg, Kuno von der,

ein
Sohn des durch seinen 1852 erfolg-
ten Übertritt zur katholischen Kirche
und die daraus für ihn erwachsenen
Schicksale bekannten mecklenburgisch.
Kammerherrn August Kuno Freiherr
von der K., wurde auf dem väter-
lichen Gute Matgendorf in Mecklen-
burg geboren, studierte erst in Prag
und Heidelberg die Rechte, trat dann
zu Rom in den Dominikanerorden u.
legte am 1. April 1864 im Kloster St.
Sabina die Gelübde ab.

S:

Triumph
der Hoffnung (Ein poetischer Ver-
such), 1861.

*Kettnacker, Richard,

pseudon.
Max Benno u. Jul. Stürmer,
wurde am 24. März 1843 zu Schussen-
ried, Oberamt Wallsee, in Württem-
berg geboren, widmete sich dem Post-
dienst und war mehrere Jahre Post-
meister und Bahnhofsverwalter in
Bopfingen. Später lebte er in Stutt-
gart und + dort am 21. Juli 1897.

S:

Jn Sturm u. Sonnenschein (En.
u. Nn.); II, 1877-78 (Jnhalt: Die
[Spaltenumbruch]

Keu
Kunstreiter. - Am Abgrund. - Die
Franzosenschenke. - Am Ziel. - Aller-
seelen. - Unter Palmen und Dornen.
- Jm Vaterhaus. - Unrecht Gut. -
Durch Kampf zum Sieg). - Lorelei
(R.), 1880. - Eberhard der Erlauchte
von Württemberg (Vaterl. Schsp.),
1882. - Der Kapellenhof (R.), 1882.
- Maximilian, oder: Palmen u. Dor-
nen (Tr.), 1883. - Das Glöcklein von
Jnisfär (R.), 1888. 2. Aufl. 1896. -
Der Schutzgeist (Dr.), 1889. - Hei-
mat und Fremde (R.), 1890. - Glück
auf! oder: Die wahren Sozialisten
(E.), 1892. - Freiheit und Gold
(Volkserz.), 1893. - Durch Nacht zum
Licht, oder: Die Geheimnisse von
Stuttgart (Sozialer Sittenroman),
1893. - Die Geheimnisse einer Groß-
stadt (Krim.-R.); IV, o. J.

Keuchel, Gustav,

geb. am 5. (17.
n. St.) August 1832 zu Peederküll in
Livland als der Sohn eines Arren-
dators, besuchte das Gouvern.-Gym-
nasium zu Riga, studierte von 1851
bis 1854 und von 1857-61 in Dor-
pat Medizin und Geschichte und war
in der Zwischenzeit Hauslehrer in
Staraja Russa. Von 1861 ab beglei-
tete er zwei Jahre lang den Baron
Eduard Wolff-Stromersee in die
Schweiz, das südliche Frankreich und
nach Deutschland, war 1863-66 Mit-
arbeiter an der "Rigaischen Zeitung"
und begründete dann die "Zeitung
für Stadt und Land" in Riga, die er
bis 1876 redigierte. Von 1875-83
war er Leiter von wohltätigen Er-
ziehungsanstalten des Vereins gegen
Bettelei in Eichenheim bei Riga, sie-
delte dann nach Berlin über, wo er
schriftstellerisch tätig war, und kehrte
1887 in die Ostseeprovinzen zurück,
um eine Lehrerstelle am Landesgym-
nasium in Fellin zu übernehmen.
Nach Auflösung des letzteren (1892)
wurde er Redakteur der "Dünazei-
tung" in Riga.

S:

Der alte und der
neue Glaube (Lebensbild), 1884. -
Die Kosaken (N. v. Tolstoi, übers.),

*


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Ket
von der Univerſität Marburg zum
Ehrendoktor der Rechte ernannt wur-
de. Jm Herbſt 1901 trat er in den
Ruheſtand und ſiedelte nach Berlin
über. Jn dem Vororte Steglitz iſt er
am 29. Dezbr. 1908 †.

S:

Don Joſé
von Tavora (Dr.), 1852. – Gedichte,
1854. 2. A. 1896. – König Saul (Dr.),
1860. – Der Artilleriſt in der Küche
(Schw.), 1874. 2. A. 1903. – Preu-
ßens erſtes Schwurgericht (Schſp.),
1874. Neue A. u. d. T.: Friedrichs
des Großen Schwurgericht, 1883. –
Er hat eine Schwarze geheiratet (Lſp.),
1874. – Carolina Brocchi (Schſp.),
1876. – Nach zehn Jahren (Schau-
ſpiel), 1877. – Nur keinen Studierten
(Schw.), 1877. – Der Tugendpreis
(Lſp.), 1886. – Vier Einakter (Die
Saturnalien. – Des lieben Friedens
willen. – Sie müſſen ſich operieren
laſſen. – Die Tagewähler), 1905. –
Neumann oder Schulze? (Schw.),
1909.

Kettenburg, Kuno von der,

ein
Sohn des durch ſeinen 1852 erfolg-
ten Übertritt zur katholiſchen Kirche
und die daraus für ihn erwachſenen
Schickſale bekannten mecklenburgiſch.
Kammerherrn Auguſt Kuno Freiherr
von der K., wurde auf dem väter-
lichen Gute Matgendorf in Mecklen-
burg geboren, ſtudierte erſt in Prag
und Heidelberg die Rechte, trat dann
zu Rom in den Dominikanerorden u.
legte am 1. April 1864 im Kloſter St.
Sabina die Gelübde ab.

S:

Triumph
der Hoffnung (Ein poetiſcher Ver-
ſuch), 1861.

*Kettnacker, Richard,

pſeudon.
Max Benno u. Jul. Stürmer,
wurde am 24. März 1843 zu Schuſſen-
ried, Oberamt Wallſee, in Württem-
berg geboren, widmete ſich dem Poſt-
dienſt und war mehrere Jahre Poſt-
meiſter und Bahnhofsverwalter in
Bopfingen. Später lebte er in Stutt-
gart und † dort am 21. Juli 1897.

S:

Jn Sturm u. Sonnenſchein (En.
u. Nn.); II, 1877–78 (Jnhalt: Die
[Spaltenumbruch]

Keu
Kunſtreiter. – Am Abgrund. – Die
Franzoſenſchenke. – Am Ziel. – Aller-
ſeelen. – Unter Palmen und Dornen.
– Jm Vaterhaus. – Unrecht Gut. –
Durch Kampf zum Sieg). – Lorelei
(R.), 1880. – Eberhard der Erlauchte
von Württemberg (Vaterl. Schſp.),
1882. – Der Kapellenhof (R.), 1882.
– Maximilian, oder: Palmen u. Dor-
nen (Tr.), 1883. – Das Glöcklein von
Jnisfär (R.), 1888. 2. Aufl. 1896. –
Der Schutzgeiſt (Dr.), 1889. – Hei-
mat und Fremde (R.), 1890. – Glück
auf! oder: Die wahren Sozialiſten
(E.), 1892. – Freiheit und Gold
(Volkserz.), 1893. – Durch Nacht zum
Licht, oder: Die Geheimniſſe von
Stuttgart (Sozialer Sittenroman),
1893. – Die Geheimniſſe einer Groß-
ſtadt (Krim.-R.); IV, o. J.

Keuchel, Guſtav,

geb. am 5. (17.
n. St.) Auguſt 1832 zu Peederküll in
Livland als der Sohn eines Arren-
dators, beſuchte das Gouvern.-Gym-
naſium zu Riga, ſtudierte von 1851
bis 1854 und von 1857–61 in Dor-
pat Medizin und Geſchichte und war
in der Zwiſchenzeit Hauslehrer in
Stáraja Ruſſa. Von 1861 ab beglei-
tete er zwei Jahre lang den Baron
Eduard Wolff-Stromerſee in die
Schweiz, das ſüdliche Frankreich und
nach Deutſchland, war 1863–66 Mit-
arbeiter an der „Rigaiſchen Zeitung“
und begründete dann die „Zeitung
für Stadt und Land“ in Riga, die er
bis 1876 redigierte. Von 1875–83
war er Leiter von wohltätigen Er-
ziehungsanſtalten des Vereins gegen
Bettelei in Eichenheim bei Riga, ſie-
delte dann nach Berlin über, wo er
ſchriftſtelleriſch tätig war, und kehrte
1887 in die Oſtſeeprovinzen zurück,
um eine Lehrerſtelle am Landesgym-
naſium in Fellin zu übernehmen.
Nach Auflöſung des letzteren (1892)
wurde er Redakteur der „Dünazei-
tung“ in Riga.

S:

Der alte und der
neue Glaube (Lebensbild), 1884. –
Die Koſaken (N. v. Tolſtoi, überſ.),

*
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[452/0456] Ket Keu von der Univerſität Marburg zum Ehrendoktor der Rechte ernannt wur- de. Jm Herbſt 1901 trat er in den Ruheſtand und ſiedelte nach Berlin über. Jn dem Vororte Steglitz iſt er am 29. Dezbr. 1908 †. S: Don Joſé von Tavora (Dr.), 1852. – Gedichte, 1854. 2. A. 1896. – König Saul (Dr.), 1860. – Der Artilleriſt in der Küche (Schw.), 1874. 2. A. 1903. – Preu- ßens erſtes Schwurgericht (Schſp.), 1874. Neue A. u. d. T.: Friedrichs des Großen Schwurgericht, 1883. – Er hat eine Schwarze geheiratet (Lſp.), 1874. – Carolina Brocchi (Schſp.), 1876. – Nach zehn Jahren (Schau- ſpiel), 1877. – Nur keinen Studierten (Schw.), 1877. – Der Tugendpreis (Lſp.), 1886. – Vier Einakter (Die Saturnalien. – Des lieben Friedens willen. – Sie müſſen ſich operieren laſſen. – Die Tagewähler), 1905. – Neumann oder Schulze? (Schw.), 1909. Kettenburg, Kuno von der, ein Sohn des durch ſeinen 1852 erfolg- ten Übertritt zur katholiſchen Kirche und die daraus für ihn erwachſenen Schickſale bekannten mecklenburgiſch. Kammerherrn Auguſt Kuno Freiherr von der K., wurde auf dem väter- lichen Gute Matgendorf in Mecklen- burg geboren, ſtudierte erſt in Prag und Heidelberg die Rechte, trat dann zu Rom in den Dominikanerorden u. legte am 1. April 1864 im Kloſter St. Sabina die Gelübde ab. S: Triumph der Hoffnung (Ein poetiſcher Ver- ſuch), 1861. *Kettnacker, Richard, pſeudon. Max Benno u. Jul. Stürmer, wurde am 24. März 1843 zu Schuſſen- ried, Oberamt Wallſee, in Württem- berg geboren, widmete ſich dem Poſt- dienſt und war mehrere Jahre Poſt- meiſter und Bahnhofsverwalter in Bopfingen. Später lebte er in Stutt- gart und † dort am 21. Juli 1897. S: Jn Sturm u. Sonnenſchein (En. u. Nn.); II, 1877–78 (Jnhalt: Die Kunſtreiter. – Am Abgrund. – Die Franzoſenſchenke. – Am Ziel. – Aller- ſeelen. – Unter Palmen und Dornen. – Jm Vaterhaus. – Unrecht Gut. – Durch Kampf zum Sieg). – Lorelei (R.), 1880. – Eberhard der Erlauchte von Württemberg (Vaterl. Schſp.), 1882. – Der Kapellenhof (R.), 1882. – Maximilian, oder: Palmen u. Dor- nen (Tr.), 1883. – Das Glöcklein von Jnisfär (R.), 1888. 2. Aufl. 1896. – Der Schutzgeiſt (Dr.), 1889. – Hei- mat und Fremde (R.), 1890. – Glück auf! oder: Die wahren Sozialiſten (E.), 1892. – Freiheit und Gold (Volkserz.), 1893. – Durch Nacht zum Licht, oder: Die Geheimniſſe von Stuttgart (Sozialer Sittenroman), 1893. – Die Geheimniſſe einer Groß- ſtadt (Krim.-R.); IV, o. J. Keuchel, Guſtav, geb. am 5. (17. n. St.) Auguſt 1832 zu Peederküll in Livland als der Sohn eines Arren- dators, beſuchte das Gouvern.-Gym- naſium zu Riga, ſtudierte von 1851 bis 1854 und von 1857–61 in Dor- pat Medizin und Geſchichte und war in der Zwiſchenzeit Hauslehrer in Stáraja Ruſſa. Von 1861 ab beglei- tete er zwei Jahre lang den Baron Eduard Wolff-Stromerſee in die Schweiz, das ſüdliche Frankreich und nach Deutſchland, war 1863–66 Mit- arbeiter an der „Rigaiſchen Zeitung“ und begründete dann die „Zeitung für Stadt und Land“ in Riga, die er bis 1876 redigierte. Von 1875–83 war er Leiter von wohltätigen Er- ziehungsanſtalten des Vereins gegen Bettelei in Eichenheim bei Riga, ſie- delte dann nach Berlin über, wo er ſchriftſtelleriſch tätig war, und kehrte 1887 in die Oſtſeeprovinzen zurück, um eine Lehrerſtelle am Landesgym- naſium in Fellin zu übernehmen. Nach Auflöſung des letzteren (1892) wurde er Redakteur der „Dünazei- tung“ in Riga. S: Der alte und der neue Glaube (Lebensbild), 1884. – Die Koſaken (N. v. Tolſtoi, überſ.), *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 452. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/456>, abgerufen am 20.03.2019.