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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Kle
Freiwilligen, 1887. - Berliner Gauner
(Kriminal. Sk.), 1887. 3. A. 1899. -
Vom Stift bis zum Chef, 1888. 3. A.
1890. - Memoiren eines Offizier-
burschen, 1889. - Der Humor im
deutschen Heere (Kulturgesch.-patriot.
Versuch); II, 1889-95. - Memoiren
eines Kellners, 1890. - Pique-Aß
(Krim.-R.), 1892. - Eingezogen (Er-
lebnisse eines Landwehrmanns), 1894.
- Die polnische Gräsin und andere
Militärhumoresken, 1895. - Aus dem
Tagebuche eines Kriegshundes und
andere Humoresken, 1896. - Die
reiche Braut (Oberschles. Bergwerks-
R.); II, 1899. - Matte Wetter (Eine
Bergmannsgesch.), 1903. - Betrogene
Betrüger (Krimin.-Geschn.), 1904. -
Arsenik (Eine Familiengesch.), 1904.
- Aus dem deutschen Sagenschatz,
1904. - Vesuvius, der Feuerberg
(Szenen aus der letzten Vesuvkata-
strophe), 1906. - "Schlagende Wet-
ter" (Episoden a. d. Leben eines jun-
gen Bergmanns), 1906.

*Klee, Elisabeth,

wurde am 19. Juli
1842 zu Posen geboren, wo ihr Vater
Geh. Oberregierungsrat und Kon-
sistorialpräsident war, verlebte eine
glückliche harmonische Kindheit, die
nur durch den 1855 erfolgten Tod
des Vaters getrübt wurde, und kam
dann mit ihrer Familie nach Halle
a. S., wo sie 1858 auch ihre Mutter
verlor. Jm September 1859 trat sie
in das Gouvernanten-Jnstitut zu
Droyssig ein, um sich zur Erzieherin
auszubilden, mußte aber schon Ostern
1860 dasselbe wegen eines heftigen
Leidens verlassen und beschäftigte sich
nun bis zum Herbste 1866 mit dem
Unterricht und der Erziehung der
Jugend im Hause von Freunden und
Verwandten. Nachdem sie darauf ihr
Lehrerinnenexamen in Danzig absol-
viert, wirkte sie als Erzieherin in der
Nähe von Nakel, seit Ostern 1867 als
Lehrerin in Danzig, mußte aber diese
Tätigkeit im Oktbr. 1868 wieder auf-
geben und im Süden Heilung von
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Kle
ihrem Leiden suchen. Dort, im Hoch-
gebirge Bayerns und Tirols oder in
Jtalien verweilte sie auch noch all-
jährlich mehrere Monate, nachdem sie
1874 ihren dauernden Wohnsitz in
Dresden genommen hatte. Hier kam
dann auch ihr Jugendsehnen, lite-
rarisch wirken zu können, zu voller,
freier Entfaltung und Befriedigung,
und erst im letzten Jahrzehnt ihres
Lebens hinderte sie zunehmende Krank-
heit an der ihr lieb gewordenen Tätig-
keit. Sie starb am 10. Septbr. 1897
in der Heilanstalt Untergöltsch bei
Rodewisch (Sachs.).

S:

Überwunden
(E.), 1878. - Die Heimat im Hoch-
land, 1880. - Durch! (E.), 1880. -
Ein Vermächtnis (E.), 1880. - Lehr-
jahre des Lebens (E.), 1881. - Sein
und Schein (E.), 1885. - Ein Vier-
blatt (E.), 1886. - Durchs Bild zum
Leben u. andere Erzählungen. Neue
Ausg. 1904.

*Kleebeck, Katharine,

* 30. April
1856 in Münster i. W., verlebte dort
ihre Kindheit und Jugend, bildete sich
auf d. dortigen Seminar zur Lehrerin
aus und erhielt mit 19 Jahren ihre
erste Anstellung an einer weltent-
legenen Schule inmitten einer öden
Heide. Die Stille und Einsamkeit
und der gänzliche Mangel an passen-
der Gesellschaft ließ sie Unterhaltung
im Studium, im Dichten und in der
Schriftstellerei suchen, und ist sie der-
selben auch treu geblieben, als sie
später in einen größeren Ort versetzt
wurde. Sie wirkt jetzt (1908) in
Coesfeld (Westfalen).

S:

Der Aus-
zug aus Ägypten (Schsp.), 1895. -
Widukind, der Sachsenführer (Schsp.),
1896. - Die Zerstörung Jerusalems
(Tr.), 1897. - Ruth, die gute Schwie-
gertochter (Schsp. m. Ges.). 1902.

Kleeberg, Minna,

geb. Cohen,
wurde am 21. Juli 1841 zu Elms-
horn in Holstein als die Tochter eines
Arztes geboren, der ihre Erziehung
mit treuester Fürsorge leitete. Nach-
dem sie seit 1861 an der Seite ihres

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Kle
Freiwilligen, 1887. – Berliner Gauner
(Kriminal. Sk.), 1887. 3. A. 1899. –
Vom Stift bis zum Chef, 1888. 3. A.
1890. – Memoiren eines Offizier-
burſchen, 1889. – Der Humor im
deutſchen Heere (Kulturgeſch.-patriot.
Verſuch); II, 1889–95. – Memoiren
eines Kellners, 1890. – Pique-Aß
(Krim.-R.), 1892. – Eingezogen (Er-
lebniſſe eines Landwehrmanns), 1894.
– Die polniſche Gräſin und andere
Militärhumoresken, 1895. – Aus dem
Tagebuche eines Kriegshundes und
andere Humoresken, 1896. – Die
reiche Braut (Oberſchleſ. Bergwerks-
R.); II, 1899. – Matte Wetter (Eine
Bergmannsgeſch.), 1903. – Betrogene
Betrüger (Krimin.-Geſchn.), 1904. –
Arſenik (Eine Familiengeſch.), 1904.
– Aus dem deutſchen Sagenſchatz,
1904. – Veſuvius, der Feuerberg
(Szenen aus der letzten Veſuvkata-
ſtrophe), 1906. – „Schlagende Wet-
ter“ (Epiſoden a. d. Leben eines jun-
gen Bergmanns), 1906.

*Klee, Eliſabeth,

wurde am 19. Juli
1842 zu Poſen geboren, wo ihr Vater
Geh. Oberregierungsrat und Kon-
ſiſtorialpräſident war, verlebte eine
glückliche harmoniſche Kindheit, die
nur durch den 1855 erfolgten Tod
des Vaters getrübt wurde, und kam
dann mit ihrer Familie nach Halle
a. S., wo ſie 1858 auch ihre Mutter
verlor. Jm September 1859 trat ſie
in das Gouvernanten-Jnſtitut zu
Droyſſig ein, um ſich zur Erzieherin
auszubilden, mußte aber ſchon Oſtern
1860 dasſelbe wegen eines heftigen
Leidens verlaſſen und beſchäftigte ſich
nun bis zum Herbſte 1866 mit dem
Unterricht und der Erziehung der
Jugend im Hauſe von Freunden und
Verwandten. Nachdem ſie darauf ihr
Lehrerinnenexamen in Danzig abſol-
viert, wirkte ſie als Erzieherin in der
Nähe von Nakel, ſeit Oſtern 1867 als
Lehrerin in Danzig, mußte aber dieſe
Tätigkeit im Oktbr. 1868 wieder auf-
geben und im Süden Heilung von
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Kle
ihrem Leiden ſuchen. Dort, im Hoch-
gebirge Bayerns und Tirols oder in
Jtalien verweilte ſie auch noch all-
jährlich mehrere Monate, nachdem ſie
1874 ihren dauernden Wohnſitz in
Dresden genommen hatte. Hier kam
dann auch ihr Jugendſehnen, lite-
rariſch wirken zu können, zu voller,
freier Entfaltung und Befriedigung,
und erſt im letzten Jahrzehnt ihres
Lebens hinderte ſie zunehmende Krank-
heit an der ihr lieb gewordenen Tätig-
keit. Sie ſtarb am 10. Septbr. 1897
in der Heilanſtalt Untergöltſch bei
Rodewiſch (Sachſ.).

S:

Überwunden
(E.), 1878. – Die Heimat im Hoch-
land, 1880. – Durch! (E.), 1880. –
Ein Vermächtnis (E.), 1880. – Lehr-
jahre des Lebens (E.), 1881. – Sein
und Schein (E.), 1885. – Ein Vier-
blatt (E.), 1886. – Durchs Bild zum
Leben u. andere Erzählungen. Neue
Ausg. 1904.

*Kleebeck, Katharine,

* 30. April
1856 in Münſter i. W., verlebte dort
ihre Kindheit und Jugend, bildete ſich
auf d. dortigen Seminar zur Lehrerin
aus und erhielt mit 19 Jahren ihre
erſte Anſtellung an einer weltent-
legenen Schule inmitten einer öden
Heide. Die Stille und Einſamkeit
und der gänzliche Mangel an paſſen-
der Geſellſchaft ließ ſie Unterhaltung
im Studium, im Dichten und in der
Schriftſtellerei ſuchen, und iſt ſie der-
ſelben auch treu geblieben, als ſie
ſpäter in einen größeren Ort verſetzt
wurde. Sie wirkt jetzt (1908) in
Coesfeld (Weſtfalen).

S:

Der Aus-
zug aus Ägypten (Schſp.), 1895. –
Widukind, der Sachſenführer (Schſp.),
1896. – Die Zerſtörung Jeruſalems
(Tr.), 1897. – Ruth, die gute Schwie-
gertochter (Schſp. m. Geſ.). 1902.

Kleeberg, Minna,

geb. Cohen,
wurde am 21. Juli 1841 zu Elms-
horn in Holſtein als die Tochter eines
Arztes geboren, der ihre Erziehung
mit treueſter Fürſorge leitete. Nach-
dem ſie ſeit 1861 an der Seite ihres

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[479/0483] Kle Kle Freiwilligen, 1887. – Berliner Gauner (Kriminal. Sk.), 1887. 3. A. 1899. – Vom Stift bis zum Chef, 1888. 3. A. 1890. – Memoiren eines Offizier- burſchen, 1889. – Der Humor im deutſchen Heere (Kulturgeſch.-patriot. Verſuch); II, 1889–95. – Memoiren eines Kellners, 1890. – Pique-Aß (Krim.-R.), 1892. – Eingezogen (Er- lebniſſe eines Landwehrmanns), 1894. – Die polniſche Gräſin und andere Militärhumoresken, 1895. – Aus dem Tagebuche eines Kriegshundes und andere Humoresken, 1896. – Die reiche Braut (Oberſchleſ. Bergwerks- R.); II, 1899. – Matte Wetter (Eine Bergmannsgeſch.), 1903. – Betrogene Betrüger (Krimin.-Geſchn.), 1904. – Arſenik (Eine Familiengeſch.), 1904. – Aus dem deutſchen Sagenſchatz, 1904. – Veſuvius, der Feuerberg (Szenen aus der letzten Veſuvkata- ſtrophe), 1906. – „Schlagende Wet- ter“ (Epiſoden a. d. Leben eines jun- gen Bergmanns), 1906. *Klee, Eliſabeth, wurde am 19. Juli 1842 zu Poſen geboren, wo ihr Vater Geh. Oberregierungsrat und Kon- ſiſtorialpräſident war, verlebte eine glückliche harmoniſche Kindheit, die nur durch den 1855 erfolgten Tod des Vaters getrübt wurde, und kam dann mit ihrer Familie nach Halle a. S., wo ſie 1858 auch ihre Mutter verlor. Jm September 1859 trat ſie in das Gouvernanten-Jnſtitut zu Droyſſig ein, um ſich zur Erzieherin auszubilden, mußte aber ſchon Oſtern 1860 dasſelbe wegen eines heftigen Leidens verlaſſen und beſchäftigte ſich nun bis zum Herbſte 1866 mit dem Unterricht und der Erziehung der Jugend im Hauſe von Freunden und Verwandten. Nachdem ſie darauf ihr Lehrerinnenexamen in Danzig abſol- viert, wirkte ſie als Erzieherin in der Nähe von Nakel, ſeit Oſtern 1867 als Lehrerin in Danzig, mußte aber dieſe Tätigkeit im Oktbr. 1868 wieder auf- geben und im Süden Heilung von ihrem Leiden ſuchen. Dort, im Hoch- gebirge Bayerns und Tirols oder in Jtalien verweilte ſie auch noch all- jährlich mehrere Monate, nachdem ſie 1874 ihren dauernden Wohnſitz in Dresden genommen hatte. Hier kam dann auch ihr Jugendſehnen, lite- rariſch wirken zu können, zu voller, freier Entfaltung und Befriedigung, und erſt im letzten Jahrzehnt ihres Lebens hinderte ſie zunehmende Krank- heit an der ihr lieb gewordenen Tätig- keit. Sie ſtarb am 10. Septbr. 1897 in der Heilanſtalt Untergöltſch bei Rodewiſch (Sachſ.). S: Überwunden (E.), 1878. – Die Heimat im Hoch- land, 1880. – Durch! (E.), 1880. – Ein Vermächtnis (E.), 1880. – Lehr- jahre des Lebens (E.), 1881. – Sein und Schein (E.), 1885. – Ein Vier- blatt (E.), 1886. – Durchs Bild zum Leben u. andere Erzählungen. Neue Ausg. 1904. *Kleebeck, Katharine, * 30. April 1856 in Münſter i. W., verlebte dort ihre Kindheit und Jugend, bildete ſich auf d. dortigen Seminar zur Lehrerin aus und erhielt mit 19 Jahren ihre erſte Anſtellung an einer weltent- legenen Schule inmitten einer öden Heide. Die Stille und Einſamkeit und der gänzliche Mangel an paſſen- der Geſellſchaft ließ ſie Unterhaltung im Studium, im Dichten und in der Schriftſtellerei ſuchen, und iſt ſie der- ſelben auch treu geblieben, als ſie ſpäter in einen größeren Ort verſetzt wurde. Sie wirkt jetzt (1908) in Coesfeld (Weſtfalen). S: Der Aus- zug aus Ägypten (Schſp.), 1895. – Widukind, der Sachſenführer (Schſp.), 1896. – Die Zerſtörung Jeruſalems (Tr.), 1897. – Ruth, die gute Schwie- gertochter (Schſp. m. Geſ.). 1902. Kleeberg, Minna, geb. Cohen, wurde am 21. Juli 1841 zu Elms- horn in Holſtein als die Tochter eines Arztes geboren, der ihre Erziehung mit treueſter Fürſorge leitete. Nach- dem ſie ſeit 1861 an der Seite ihres *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 479. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/483>, abgerufen am 25.03.2019.