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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Kuh
nach Lima, oder: Des Lebens wechsel-
volles Spiel, 1879. 2. A. 1898. - Pater
Jeremias (Zeitgemälde a. d. Schwe-
denkriege), 1879. 2. A. 1898. - Lustig
und listig (Lsp.), 1880. 3. A. 1898. -
Robert und Leander, oder: Verschie-
dene Lebenswege, 1880. - Otto von
Wittelsbach (Dr. G.), 1880. - Die
Kinder des Rebellen (Zeitbild), 1880.
- Die mißglückte Weiberkur (Lsp.),
1881. 2. A. 1901. - Der heilige Wille-
bald (Schsp.), 1882. 2. A. 1896. -
Blicke in die Natur, 1883. - Kolping,
der Gesellenvater (Dr. Bilder), 1887.
- 400 Rätsel für jung und alt, 1890.
- Esther, oder: Jsraels Errettung
(Biblisch-histor. Schsp.), 1891. - Der
heilige Eustachius und die Seinigen
(Hist. Schsp.), 1892. - Die Hundstage
eines Fortschrittlers (Dr. Zeitbild),
1892. - Clemens Hofbauer (Dram.
Bilder), 1892. - Die Kinder des Mu-
sikers (Schsp.), 1892. - Durch Kampf
zum Sieg (Aus meinem Leben), 1895.
- Das letzte Jahr aus Erdings
Schreckenszeit (Hist. Schsp.), 1898.

*Kuhn, Karl A.,

geb. am 23. Febr.
1869 in Lindau am Bodensee als der
Sohn eines bayerischen Zollbeamten,
trat nach Absolvierung des Gymna-
siums in die Armee ein und wurde
1891 Leutnant im 17. Jnf.-Reg.
"Orff" in Germersheim a. Rh. Nach
mehreren Jahren nahm er seinen Ab-
schied und studierte in Würzburg und
München Germanistik und Philoso-
phie. Jn diese Zeit fällt sein erster
Roman "Die Heuchler" (1897), der
ihm in seinem bayerischen Vaterlande
viele Feinde machte, welche in gänzlich
falscher Auffassung den Roman für
eine Glorifizierung des gewaltsamen
Umsturzes hielten. Von der Universi-
tät trat K. an die technische Hochschule
in München über, an der er vier Se-
mester studierte, und da es ihm glückte,
auf eine Erfindung ein deutsches
Reichspatent zu erlangen, so wurden
bald industrielle Kreise auf ihn auf-
merksam. Seit 1900 war er Jngenieur
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Küh
und Abteilungschef, zuerst im Eisen-
werk München, dann in den Adler-
fahrradwerken in Frankfurt a. M. u.
1906-07 in einer Tochtergesellschaft
der Allgemeinen Elektrizitätsgesell-
schaft Berlin und schrieb in dieser Zeit
mehrere fachwissenschaftliche Werke,
von denen besonders "Das Automo-
bil und die moderne Taktik" (1906)
in ganz Europa Verbreitung fand.
Gleiches Aufsehen erregte seine Bro-
schüre "Die Opfer des Automobils"
(1907), die für die Geschichte der Au-
tomobilindustrie besonders wertvoll
ist. K. lebt jetzt in Berlin seiner schrift-
stellerischen Neigung.

S:

Die Heuchler
(Sozialer R.), 1897. - Ein Heldengrab
(Lebensroman eines braven Solda-
ten), 1906.

*Kühn, Daniel,

geb. am 28. März
1859 zu Höringen im Bezirksamt
Rockenhausen der bayerischen Pfalz,
besuchte die dortige Volksschule und
war danach ein Jahr lang als Schrei-
ber bei einem Gerichtsvollzieher tätig.
Dann nahm er seine Studien wieder
auf, indem er die lateinische Schule in
Winnweiler besuchte, wohin er von
seinem Heimatdorfe aus täglich wan-
dern mußte. Nach Absolvierung der-
selben arbeitete er seit 1877 dreiviertel
Jahre bei einem Notar, widmete sich
aber dann im Forstrevier Otterberg
durch zwei Jahre (1878-80) dem
Forstdienst. Nach Erstehung der vor-
geschriebenen Prüfung genügte er sei-
ner Militärpflicht und wurde dann
1883 als Forstgehilfe in Neuhäusel
angestellt. Hier begann er, seine Ge-
dichte in Zeitschriften und Zeitungen
zu veröffentlichen und wurde schließ-
lich durch die "Pälzer Latern", eine
Beilage zur "Pfälzischen Volkszei-
tung" auf die mundartliche Dichtung
geführt. 1885 kam K. als Forstgehilfe
nach Lemberg (Pfalz) und 1889 zur
Buchhaltung der Regierungsforstab-
teilung nach Speyer, wo er noch jetzt
als Forstsekretär lebt.

S:

Gedichte u.
Humoresken in Pfälzer Mundart,

*


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Kuh
nach Lima, oder: Des Lebens wechſel-
volles Spiel, 1879. 2. A. 1898. ‒ Pater
Jeremias (Zeitgemälde a. d. Schwe-
denkriege), 1879. 2. A. 1898. ‒ Luſtig
und liſtig (Lſp.), 1880. 3. A. 1898. ‒
Robert und Leander, oder: Verſchie-
dene Lebenswege, 1880. ‒ Otto von
Wittelsbach (Dr. G.), 1880. ‒ Die
Kinder des Rebellen (Zeitbild), 1880.
‒ Die mißglückte Weiberkur (Lſp.),
1881. 2. A. 1901. ‒ Der heilige Wille-
bald (Schſp.), 1882. 2. A. 1896. ‒
Blicke in die Natur, 1883. ‒ Kolping,
der Geſellenvater (Dr. Bilder), 1887.
‒ 400 Rätſel für jung und alt, 1890.
‒ Eſther, oder: Jsraels Errettung
(Bibliſch-hiſtor. Schſp.), 1891. ‒ Der
heilige Euſtachius und die Seinigen
(Hiſt. Schſp.), 1892. ‒ Die Hundstage
eines Fortſchrittlers (Dr. Zeitbild),
1892. ‒ Clemens Hofbauer (Dram.
Bilder), 1892. ‒ Die Kinder des Mu-
ſikers (Schſp.), 1892. ‒ Durch Kampf
zum Sieg (Aus meinem Leben), 1895.
‒ Das letzte Jahr aus Erdings
Schreckenszeit (Hiſt. Schſp.), 1898.

*Kuhn, Karl A.,

geb. am 23. Febr.
1869 in Lindau am Bodenſee als der
Sohn eines bayeriſchen Zollbeamten,
trat nach Abſolvierung des Gymna-
ſiums in die Armee ein und wurde
1891 Leutnant im 17. Jnf.-Reg.
„Orff‟ in Germersheim a. Rh. Nach
mehreren Jahren nahm er ſeinen Ab-
ſchied und ſtudierte in Würzburg und
München Germaniſtik und Philoſo-
phie. Jn dieſe Zeit fällt ſein erſter
Roman „Die Heuchler‟ (1897), der
ihm in ſeinem bayeriſchen Vaterlande
viele Feinde machte, welche in gänzlich
falſcher Auffaſſung den Roman für
eine Glorifizierung des gewaltſamen
Umſturzes hielten. Von der Univerſi-
tät trat K. an die techniſche Hochſchule
in München über, an der er vier Se-
meſter ſtudierte, und da es ihm glückte,
auf eine Erfindung ein deutſches
Reichspatent zu erlangen, ſo wurden
bald induſtrielle Kreiſe auf ihn auf-
merkſam. Seit 1900 war er Jngenieur
[Spaltenumbruch]

Küh
und Abteilungschef, zuerſt im Eiſen-
werk München, dann in den Adler-
fahrradwerken in Frankfurt a. M. u.
1906‒07 in einer Tochtergeſellſchaft
der Allgemeinen Elektrizitätsgeſell-
ſchaft Berlin und ſchrieb in dieſer Zeit
mehrere fachwiſſenſchaftliche Werke,
von denen beſonders „Das Automo-
bil und die moderne Taktik‟ (1906)
in ganz Europa Verbreitung fand.
Gleiches Aufſehen erregte ſeine Bro-
ſchüre „Die Opfer des Automobils‟
(1907), die für die Geſchichte der Au-
tomobilinduſtrie beſonders wertvoll
iſt. K. lebt jetzt in Berlin ſeiner ſchrift-
ſtelleriſchen Neigung.

S:

Die Heuchler
(Sozialer R.), 1897. ‒ Ein Heldengrab
(Lebensroman eines braven Solda-
ten), 1906.

*Kühn, Daniel,

geb. am 28. März
1859 zu Höringen im Bezirksamt
Rockenhauſen der bayeriſchen Pfalz,
beſuchte die dortige Volksſchule und
war danach ein Jahr lang als Schrei-
ber bei einem Gerichtsvollzieher tätig.
Dann nahm er ſeine Studien wieder
auf, indem er die lateiniſche Schule in
Winnweiler beſuchte, wohin er von
ſeinem Heimatdorfe aus täglich wan-
dern mußte. Nach Abſolvierung der-
ſelben arbeitete er ſeit 1877 dreiviertel
Jahre bei einem Notar, widmete ſich
aber dann im Forſtrevier Otterberg
durch zwei Jahre (1878‒80) dem
Forſtdienſt. Nach Erſtehung der vor-
geſchriebenen Prüfung genügte er ſei-
ner Militärpflicht und wurde dann
1883 als Forſtgehilfe in Neuhäuſel
angeſtellt. Hier begann er, ſeine Ge-
dichte in Zeitſchriften und Zeitungen
zu veröffentlichen und wurde ſchließ-
lich durch die „Pälzer Latern‟, eine
Beilage zur „Pfälziſchen Volkszei-
tung‟ auf die mundartliche Dichtung
geführt. 1885 kam K. als Forſtgehilfe
nach Lemberg (Pfalz) und 1889 zur
Buchhaltung der Regierungsforſtab-
teilung nach Speyer, wo er noch jetzt
als Forſtſekretär lebt.

S:

Gedichte u.
Humoresken in Pfälzer Mundart,

*
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[134/0138] Kuh Küh nach Lima, oder: Des Lebens wechſel- volles Spiel, 1879. 2. A. 1898. ‒ Pater Jeremias (Zeitgemälde a. d. Schwe- denkriege), 1879. 2. A. 1898. ‒ Luſtig und liſtig (Lſp.), 1880. 3. A. 1898. ‒ Robert und Leander, oder: Verſchie- dene Lebenswege, 1880. ‒ Otto von Wittelsbach (Dr. G.), 1880. ‒ Die Kinder des Rebellen (Zeitbild), 1880. ‒ Die mißglückte Weiberkur (Lſp.), 1881. 2. A. 1901. ‒ Der heilige Wille- bald (Schſp.), 1882. 2. A. 1896. ‒ Blicke in die Natur, 1883. ‒ Kolping, der Geſellenvater (Dr. Bilder), 1887. ‒ 400 Rätſel für jung und alt, 1890. ‒ Eſther, oder: Jsraels Errettung (Bibliſch-hiſtor. Schſp.), 1891. ‒ Der heilige Euſtachius und die Seinigen (Hiſt. Schſp.), 1892. ‒ Die Hundstage eines Fortſchrittlers (Dr. Zeitbild), 1892. ‒ Clemens Hofbauer (Dram. Bilder), 1892. ‒ Die Kinder des Mu- ſikers (Schſp.), 1892. ‒ Durch Kampf zum Sieg (Aus meinem Leben), 1895. ‒ Das letzte Jahr aus Erdings Schreckenszeit (Hiſt. Schſp.), 1898. *Kuhn, Karl A., geb. am 23. Febr. 1869 in Lindau am Bodenſee als der Sohn eines bayeriſchen Zollbeamten, trat nach Abſolvierung des Gymna- ſiums in die Armee ein und wurde 1891 Leutnant im 17. Jnf.-Reg. „Orff‟ in Germersheim a. Rh. Nach mehreren Jahren nahm er ſeinen Ab- ſchied und ſtudierte in Würzburg und München Germaniſtik und Philoſo- phie. Jn dieſe Zeit fällt ſein erſter Roman „Die Heuchler‟ (1897), der ihm in ſeinem bayeriſchen Vaterlande viele Feinde machte, welche in gänzlich falſcher Auffaſſung den Roman für eine Glorifizierung des gewaltſamen Umſturzes hielten. Von der Univerſi- tät trat K. an die techniſche Hochſchule in München über, an der er vier Se- meſter ſtudierte, und da es ihm glückte, auf eine Erfindung ein deutſches Reichspatent zu erlangen, ſo wurden bald induſtrielle Kreiſe auf ihn auf- merkſam. Seit 1900 war er Jngenieur und Abteilungschef, zuerſt im Eiſen- werk München, dann in den Adler- fahrradwerken in Frankfurt a. M. u. 1906‒07 in einer Tochtergeſellſchaft der Allgemeinen Elektrizitätsgeſell- ſchaft Berlin und ſchrieb in dieſer Zeit mehrere fachwiſſenſchaftliche Werke, von denen beſonders „Das Automo- bil und die moderne Taktik‟ (1906) in ganz Europa Verbreitung fand. Gleiches Aufſehen erregte ſeine Bro- ſchüre „Die Opfer des Automobils‟ (1907), die für die Geſchichte der Au- tomobilinduſtrie beſonders wertvoll iſt. K. lebt jetzt in Berlin ſeiner ſchrift- ſtelleriſchen Neigung. S: Die Heuchler (Sozialer R.), 1897. ‒ Ein Heldengrab (Lebensroman eines braven Solda- ten), 1906. *Kühn, Daniel, geb. am 28. März 1859 zu Höringen im Bezirksamt Rockenhauſen der bayeriſchen Pfalz, beſuchte die dortige Volksſchule und war danach ein Jahr lang als Schrei- ber bei einem Gerichtsvollzieher tätig. Dann nahm er ſeine Studien wieder auf, indem er die lateiniſche Schule in Winnweiler beſuchte, wohin er von ſeinem Heimatdorfe aus täglich wan- dern mußte. Nach Abſolvierung der- ſelben arbeitete er ſeit 1877 dreiviertel Jahre bei einem Notar, widmete ſich aber dann im Forſtrevier Otterberg durch zwei Jahre (1878‒80) dem Forſtdienſt. Nach Erſtehung der vor- geſchriebenen Prüfung genügte er ſei- ner Militärpflicht und wurde dann 1883 als Forſtgehilfe in Neuhäuſel angeſtellt. Hier begann er, ſeine Ge- dichte in Zeitſchriften und Zeitungen zu veröffentlichen und wurde ſchließ- lich durch die „Pälzer Latern‟, eine Beilage zur „Pfälziſchen Volkszei- tung‟ auf die mundartliche Dichtung geführt. 1885 kam K. als Forſtgehilfe nach Lemberg (Pfalz) und 1889 zur Buchhaltung der Regierungsforſtab- teilung nach Speyer, wo er noch jetzt als Forſtſekretär lebt. S: Gedichte u. Humoresken in Pfälzer Mundart, *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 134. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/138>, abgerufen am 23.03.2019.