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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Las
festspiel zum 50 jährigen Jubiläum
des Marien-Jnstituts in Gotha, 1886.
- Auf zwei Planeten (R.); II, 1897.
11. T. 1908. - Wirklichkeiten (Beiträge
zum Weltverständnis), 1899. 2. A.
1903. - Aspira (Der Roman einer
Wolke), 1905. 3. T. 1906. - Was ist
Kultur? (Vortrag), 1906. - Nie und
Jmmer; II, 1.-4. T. 1907 [Jnhalt:
I. Homchen (Ein Tier-M. a. d. oberen
Kreide) - II. Traumkristalle (Neue
M.)]

*Laszlo, Akos,

geb. am 10. Febr.
1871 zu Nagy-Enyed in Ungarn, be-
suchte das Gymnasium in Szegedin
und ging mit 17 Jahren nach Berlin,
um dort Musik zu studieren. Unter
harten Entbehrungen mußte er hier
als Schreiber erst sein Brot verdienen,
bis er die deutsche Sprache vollkom-
men in seiner Gewalt hatte. Dann
besuchte er die Königl. Hochschule für
Musik und wurde Schüler Joseph
Joachims. Ein Zufall machte ihn zum
Musikkritiker und dann zum ständigen
Mitarbeiter an größeren Journalen,
besonders an der Otto Kreßmannschen
"Allgemeinen Musikzeitung". Da-
neben hörte er an der Universität Vor-
lesungen über Philosophie u. Musik-
literatur. L. lebt jetzt als Komponist
u. Schriftsteller und Vorsitzender der
"Vereinigung ungarischer Künstler
Berlin" in Grunewald b. Berlin.

S:


Aus meiner Heimat (Ernste u. heitere
En. aus Ungarn, eingeleitet von Jul.
Stettenheim), 1898. Neue Folge als:
Ungarische Skizzen (Ernste u. heitere
En.), 1900.

Latendorf, Johann Friedrich
Theodor,

geb. am 6. November 1831
zu Neustrelitz in Mecklenburg als der
Sohn eines Kammer- u. Konsistorial-
pedellen, studierte nach Absolvierung
des Gymnasiums von Michaelis 1849
bis Ostern 1853 in Göttingen Philo-
logie, fand darauf Beschäftigung als
Hilfslehrer am Gymnasium in seiner
Vaterstadt, wurde Ostern 1860 Hilfs-
lehrer am Gymnasium Fridericianum
[Spaltenumbruch]

Lat
in Schwerin (Mecklenburg), kurze Zeit
darauf ordentlicher Lehrer und 1869
Oberlehrer an derselben Anstalt. Jm
Jahre 1893 trat er in den Ruhestand
und siedelte nach Schönberg in Meck-
lenburg über, wo er am 1. Mai 1898
starb.

S:

Publizistische Wahrheits-
liebe (mit Ge.), 1877. - Aus der Zeit
für die Zeit (Vaterl. Dn. aus Meck-
lenburg), 1883. - Aus Theodor Kör-
ners Nachlaß. Lieder- u. Liebesgrüße
an Antonie Adamberger; hrsg., 1884.
- Er gab heraus: Agricola's Sprich-
wörter, ihr hochdeutscher Ursprung u.
ihr Einfluß auf die deutschen und
niederländischen Sammler, 1862. -
Michael Neanders Deutsche Sprich-
wörter, 1864. - Sebastian Francks
erste namenlose Sprichwörtersamm-
lung vom Jahre 1532 in getreuem
Abdruck, 1876. - Hundert Sprüche
Luthers zum Alten Testament ....
ausgewählt, 1883. - Zur Erinnerung
an Fritz Reuter. Verschollene Gedichte
R.'s nebst .... Reuter-Studien, 1879.
- Zur Kritik und Erklärung des Rei-
neke Vos, 1865. - Zu Laurembergs
Scherzgedichten (Kritischer Beitrag zu
Lappenbergs Ausg.), 1875 und v. a.
wissenschaftliche Arbeiten.

*Latt, Annie,

pseudon. Theodor
Küster u. Paul Felsberg,
wurde
am 29. April 1851 zu Treis a. d. Mosel
geb. und hat später ihren Wohnsitz in
Trier gehabt. Jm Jahre 1871 ver-
heiratete sie sich mit dem Journalisten
und Redakteur Dr. Theodor Küster
und begann 1873 selbst ihre schrift-
stellerische Tätigkeit. Bis zum Jahre
1883 bediente sie sich als Autorin des
Namens ihres Gatten, dann schrieb sie
unter dem Namen Paul Fels, den
sie neuerdings in P. Felsberg um-
wandelte, doch ist von ihren bisher
in Zeitschriften erschienenen 25 Ro-
manen erst wenig in Buchform zur
Ausgabe gelangt. Nach dem Tode
ihres ersten Gatten verheiratete sie sich
mit dem Bildhauer Hans Latt, an
dessen Seite sie noch in Berlin lebt.

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Lás
feſtſpiel zum 50 jährigen Jubiläum
des Marien-Jnſtituts in Gotha, 1886.
‒ Auf zwei Planeten (R.); II, 1897.
11. T. 1908. ‒ Wirklichkeiten (Beiträge
zum Weltverſtändnis), 1899. 2. A.
1903. ‒ Aspira (Der Roman einer
Wolke), 1905. 3. T. 1906. ‒ Was iſt
Kultur? (Vortrag), 1906. ‒ Nie und
Jmmer; II, 1.‒4. T. 1907 [Jnhalt:
I. Homchen (Ein Tier-M. a. d. oberen
Kreide) ‒ II. Traumkriſtalle (Neue
M.)]

*László, Akós,

geb. am 10. Febr.
1871 zu Nagy-Enyed in Ungarn, be-
ſuchte das Gymnaſium in Szegedin
und ging mit 17 Jahren nach Berlin,
um dort Muſik zu ſtudieren. Unter
harten Entbehrungen mußte er hier
als Schreiber erſt ſein Brot verdienen,
bis er die deutſche Sprache vollkom-
men in ſeiner Gewalt hatte. Dann
beſuchte er die Königl. Hochſchule für
Muſik und wurde Schüler Joſeph
Joachims. Ein Zufall machte ihn zum
Muſikkritiker und dann zum ſtändigen
Mitarbeiter an größeren Journalen,
beſonders an der Otto Kreßmannſchen
„Allgemeinen Muſikzeitung‟. Da-
neben hörte er an der Univerſität Vor-
leſungen über Philoſophie u. Muſik-
literatur. L. lebt jetzt als Komponiſt
u. Schriftſteller und Vorſitzender der
„Vereinigung ungariſcher Künſtler
Berlin‟ in Grunewald b. Berlin.

S:


Aus meiner Heimat (Ernſte u. heitere
En. aus Ungarn, eingeleitet von Jul.
Stettenheim), 1898. Neue Folge als:
Ungariſche Skizzen (Ernſte u. heitere
En.), 1900.

Latendorf, Johann Friedrich
Theodor,

geb. am 6. November 1831
zu Neuſtrelitz in Mecklenburg als der
Sohn eines Kammer- u. Konſiſtorial-
pedellen, ſtudierte nach Abſolvierung
des Gymnaſiums von Michaelis 1849
bis Oſtern 1853 in Göttingen Philo-
logie, fand darauf Beſchäftigung als
Hilfslehrer am Gymnaſium in ſeiner
Vaterſtadt, wurde Oſtern 1860 Hilfs-
lehrer am Gymnaſium Fridericianum
[Spaltenumbruch]

Lat
in Schwerin (Mecklenburg), kurze Zeit
darauf ordentlicher Lehrer und 1869
Oberlehrer an derſelben Anſtalt. Jm
Jahre 1893 trat er in den Ruheſtand
und ſiedelte nach Schönberg in Meck-
lenburg über, wo er am 1. Mai 1898
ſtarb.

S:

Publiziſtiſche Wahrheits-
liebe (mit Ge.), 1877. ‒ Aus der Zeit
für die Zeit (Vaterl. Dn. aus Meck-
lenburg), 1883. ‒ Aus Theodor Kör-
ners Nachlaß. Lieder- u. Liebesgrüße
an Antonie Adamberger; hrsg., 1884.
‒ Er gab heraus: Agricola’s Sprich-
wörter, ihr hochdeutſcher Urſprung u.
ihr Einfluß auf die deutſchen und
niederländiſchen Sammler, 1862. ‒
Michael Neanders Deutſche Sprich-
wörter, 1864. ‒ Sebaſtian Francks
erſte namenloſe Sprichwörterſamm-
lung vom Jahre 1532 in getreuem
Abdruck, 1876. ‒ Hundert Sprüche
Luthers zum Alten Teſtament ....
ausgewählt, 1883. ‒ Zur Erinnerung
an Fritz Reuter. Verſchollene Gedichte
R.’s nebſt .... Reuter-Studien, 1879.
‒ Zur Kritik und Erklärung des Rei-
neke Vos, 1865. ‒ Zu Laurembergs
Scherzgedichten (Kritiſcher Beitrag zu
Lappenbergs Ausg.), 1875 und v. a.
wiſſenſchaftliche Arbeiten.

*Latt, Annie,

pſeudon. Theodor
Küſter u. Paul Felsberg,
wurde
am 29. April 1851 zu Treis a. d. Moſel
geb. und hat ſpäter ihren Wohnſitz in
Trier gehabt. Jm Jahre 1871 ver-
heiratete ſie ſich mit dem Journaliſten
und Redakteur Dr. Theodor Küſter
und begann 1873 ſelbſt ihre ſchrift-
ſtelleriſche Tätigkeit. Bis zum Jahre
1883 bediente ſie ſich als Autorin des
Namens ihres Gatten, dann ſchrieb ſie
unter dem Namen Paul Fels, den
ſie neuerdings in P. Felsberg um-
wandelte, doch iſt von ihren bisher
in Zeitſchriften erſchienenen 25 Ro-
manen erſt wenig in Buchform zur
Ausgabe gelangt. Nach dem Tode
ihres erſten Gatten verheiratete ſie ſich
mit dem Bildhauer Hans Latt, an
deſſen Seite ſie noch in Berlin lebt.

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[194/0198] Lás Lat feſtſpiel zum 50 jährigen Jubiläum des Marien-Jnſtituts in Gotha, 1886. ‒ Auf zwei Planeten (R.); II, 1897. 11. T. 1908. ‒ Wirklichkeiten (Beiträge zum Weltverſtändnis), 1899. 2. A. 1903. ‒ Aspira (Der Roman einer Wolke), 1905. 3. T. 1906. ‒ Was iſt Kultur? (Vortrag), 1906. ‒ Nie und Jmmer; II, 1.‒4. T. 1907 [Jnhalt: I. Homchen (Ein Tier-M. a. d. oberen Kreide) ‒ II. Traumkriſtalle (Neue M.)] *László, Akós, geb. am 10. Febr. 1871 zu Nagy-Enyed in Ungarn, be- ſuchte das Gymnaſium in Szegedin und ging mit 17 Jahren nach Berlin, um dort Muſik zu ſtudieren. Unter harten Entbehrungen mußte er hier als Schreiber erſt ſein Brot verdienen, bis er die deutſche Sprache vollkom- men in ſeiner Gewalt hatte. Dann beſuchte er die Königl. Hochſchule für Muſik und wurde Schüler Joſeph Joachims. Ein Zufall machte ihn zum Muſikkritiker und dann zum ſtändigen Mitarbeiter an größeren Journalen, beſonders an der Otto Kreßmannſchen „Allgemeinen Muſikzeitung‟. Da- neben hörte er an der Univerſität Vor- leſungen über Philoſophie u. Muſik- literatur. L. lebt jetzt als Komponiſt u. Schriftſteller und Vorſitzender der „Vereinigung ungariſcher Künſtler Berlin‟ in Grunewald b. Berlin. S: Aus meiner Heimat (Ernſte u. heitere En. aus Ungarn, eingeleitet von Jul. Stettenheim), 1898. Neue Folge als: Ungariſche Skizzen (Ernſte u. heitere En.), 1900. Latendorf, Johann Friedrich Theodor, geb. am 6. November 1831 zu Neuſtrelitz in Mecklenburg als der Sohn eines Kammer- u. Konſiſtorial- pedellen, ſtudierte nach Abſolvierung des Gymnaſiums von Michaelis 1849 bis Oſtern 1853 in Göttingen Philo- logie, fand darauf Beſchäftigung als Hilfslehrer am Gymnaſium in ſeiner Vaterſtadt, wurde Oſtern 1860 Hilfs- lehrer am Gymnaſium Fridericianum in Schwerin (Mecklenburg), kurze Zeit darauf ordentlicher Lehrer und 1869 Oberlehrer an derſelben Anſtalt. Jm Jahre 1893 trat er in den Ruheſtand und ſiedelte nach Schönberg in Meck- lenburg über, wo er am 1. Mai 1898 ſtarb. S: Publiziſtiſche Wahrheits- liebe (mit Ge.), 1877. ‒ Aus der Zeit für die Zeit (Vaterl. Dn. aus Meck- lenburg), 1883. ‒ Aus Theodor Kör- ners Nachlaß. Lieder- u. Liebesgrüße an Antonie Adamberger; hrsg., 1884. ‒ Er gab heraus: Agricola’s Sprich- wörter, ihr hochdeutſcher Urſprung u. ihr Einfluß auf die deutſchen und niederländiſchen Sammler, 1862. ‒ Michael Neanders Deutſche Sprich- wörter, 1864. ‒ Sebaſtian Francks erſte namenloſe Sprichwörterſamm- lung vom Jahre 1532 in getreuem Abdruck, 1876. ‒ Hundert Sprüche Luthers zum Alten Teſtament .... ausgewählt, 1883. ‒ Zur Erinnerung an Fritz Reuter. Verſchollene Gedichte R.’s nebſt .... Reuter-Studien, 1879. ‒ Zur Kritik und Erklärung des Rei- neke Vos, 1865. ‒ Zu Laurembergs Scherzgedichten (Kritiſcher Beitrag zu Lappenbergs Ausg.), 1875 und v. a. wiſſenſchaftliche Arbeiten. *Latt, Annie, pſeudon. Theodor Küſter u. Paul Felsberg, wurde am 29. April 1851 zu Treis a. d. Moſel geb. und hat ſpäter ihren Wohnſitz in Trier gehabt. Jm Jahre 1871 ver- heiratete ſie ſich mit dem Journaliſten und Redakteur Dr. Theodor Küſter und begann 1873 ſelbſt ihre ſchrift- ſtelleriſche Tätigkeit. Bis zum Jahre 1883 bediente ſie ſich als Autorin des Namens ihres Gatten, dann ſchrieb ſie unter dem Namen Paul Fels, den ſie neuerdings in P. Felsberg um- wandelte, doch iſt von ihren bisher in Zeitſchriften erſchienenen 25 Ro- manen erſt wenig in Buchform zur Ausgabe gelangt. Nach dem Tode ihres erſten Gatten verheiratete ſie ſich mit dem Bildhauer Hans Latt, an deſſen Seite ſie noch in Berlin lebt. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 194. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/198>, abgerufen am 27.03.2019.