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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Lem
wurde. Außerdem ist L. Jnhaber der
Universitätsbuchhandlung der Colum-
bia Universität in Neuyork. Seinen
Wohnsitz hat er in Orange, N. J.,
nahe bei Neuyork. Er ist zurzeit Prä-
sident der "Deutschen Gesellschaft der
Stadt Neuyork", die im Jahre 1894
zum Schutze deutscher Einwanderer
und deren Nachkommen gegründet
wurde.

S:

Creation-Re-Creation
(Deutsche, engl. und franz. Ge., sowie
Übersetzgn. ins Englische, Französische
und Deutsche), 1901.

*Lemcke, Karl von,

pseud. Karl
Manno,
geb. am 26. August 1831 zu
Schwerin in Mecklenburg, besuchte
daselbst das Gymnasium und bezog
danach die Universitäten Göttingen,
München und Heidelberg. Nachdem er
mehrere Jahre in Berlin, Paris und
andern Orten, besonders aber in
München, wo er dem Dichterkreis der
"Krokodile" angehörte, seinen Studien
gelebt hatte, habilitierte er sich 1862
in Heidelberg als Privatdozent für
Ästhetik u. deutsche Literaturgeschichte.
1867 zum außerordentlichen Professor
ernannt, siedelte er später (1871) nach
München über, von wo er 1873 einem
Rufe als Professor der Ästhetik und
Kunstgeschichte an der Reichsakademie
der bildenden Künste nach Amsterdam
folgte. Seit dem Herbst 1876 wirkte
er in gleicher Eigenschaft am Poly-
technikum in Aachen, und im Jahre
1885 folgte er einem Rufe an das
Polytechnikum in Stuttgart. Jn dem-
selben Jahre verlieh ihm die Univer-
sität Padua das Ehrendiplom eines
Dr. phil. Nachdem er 1896 durch eine
Ordensverleihung den persönlichen
Adel erhalten hatte, wurde er Ende
1897 an Rustiges (s. d.!) Stelle zum
Generalinspektor der königl. Gemälde-
galerie ernannt. Jm Herbst 1903 trat
er in den Ruhestand und siedelte dann
nach München über.

S:

Lieder und
Gedichte, 1861. - Populäre Ästhetik,
1865. 6. A. 1890. - Geschichte der
deutschen Dichtung neuerer Zeit; Bd.
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Lem
I. Von Opitz bis Klopstock, 1871. 2. A.
1882. - Heinrich der Finkler (Orato-
rium, Musik von Franz Wüllner), o.
J. - Beowulf (R.), 1882. - Ein süßer
Knabe (Eine unartige Gesch.), 1884.
3. A. 1898. - Gräfin Gerhild (E.),
1892. - Jugendgenossen (R.); III,
1897.

*Lemcke, Paul,

pseudon. Hans
Lemke,
geb. am 16. Septbr. 1850 zu
Nordhausen als der Sohn eines
Arztes, widmete sich nach beendigten
Gymnasialstudien seit 1868 dem Mi-
litärstande, machte den Feldzug gegen
Frankreich mit, war dann längere Zeit
bei den Jntendanturen der 8. Division
und des 3. Armeekorps tätig, trat im
Frühjahr 1874 in württembergische
Dienste, sand dort anfangs im Kriegs-
ministerium als Bibliothekar, dann
bei der Jntendantur Beschäftigung u.
wurde darauf Jntendantursekretär in
Ulm. Jm Jahre 1884 wurde er zum
Bürgermeister in Frankenhausen in
Thüringen und 1888 zum 2. Bürger-
meister in Nordhausen erwählt, wo er
zehn Jahre wirkte, bis ihn eine hoch-
gradige Nervosität zwang, seine Pen-
sionierung nachzusuchen. Doch über-
nahm er schon im Januar 1899 das
Amt eines ersten Bürgermeisters der
Stadt Zeulenroda in Thüringen und
wurde hier 1900 zum Oberbürger-
meister ernannt. Auch war er Mit-
glied des Landesausschusses des
Fürstentums Reuß ä. L. Er starb
am 17. Mai 1909.

S:

Sekundaner
Freud und Leid (Hum.), 1878. -
Schülerlist und Lehrertücke (Hum.),
1880. - Der deutsche Kaisertraum und
der Kyffhäuser, 1887. - Schüler Lust,
Lieb u. Leid (Jugend-R.), 1891. 2. A.
1901. - Einundsiebziger im Feindes-
land (Feldzugserinnergn.), 1900.

*Lemke, Elisabeth,

wurde am 5.
Juni 1849 zu Rombitten bei Saalfeld
in Ostpreußen als das älteste von zehn
Kindern eines Rittergutsbesitzers ge-
boren u. erhielt ihre Erziehung durch
Gouvernanten im Elternhause. Von

*


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Lem
wurde. Außerdem iſt L. Jnhaber der
Univerſitätsbuchhandlung der Colum-
bia Univerſität in Neuyork. Seinen
Wohnſitz hat er in Orange, N. J.,
nahe bei Neuyork. Er iſt zurzeit Prä-
ſident der „Deutſchen Geſellſchaft der
Stadt Neuyork‟, die im Jahre 1894
zum Schutze deutſcher Einwanderer
und deren Nachkommen gegründet
wurde.

S:

Creation-Re-Creation
(Deutſche, engl. und franz. Ge., ſowie
Überſetzgn. ins Engliſche, Franzöſiſche
und Deutſche), 1901.

*Lemcke, Karl von,

pſeud. Karl
Manno,
geb. am 26. Auguſt 1831 zu
Schwerin in Mecklenburg, beſuchte
daſelbſt das Gymnaſium und bezog
danach die Univerſitäten Göttingen,
München und Heidelberg. Nachdem er
mehrere Jahre in Berlin, Paris und
andern Orten, beſonders aber in
München, wo er dem Dichterkreis der
„Krokodile‟ angehörte, ſeinen Studien
gelebt hatte, habilitierte er ſich 1862
in Heidelberg als Privatdozent für
Äſthetik u. deutſche Literaturgeſchichte.
1867 zum außerordentlichen Profeſſor
ernannt, ſiedelte er ſpäter (1871) nach
München über, von wo er 1873 einem
Rufe als Profeſſor der Äſthetik und
Kunſtgeſchichte an der Reichsakademie
der bildenden Künſte nach Amſterdam
folgte. Seit dem Herbſt 1876 wirkte
er in gleicher Eigenſchaft am Poly-
technikum in Aachen, und im Jahre
1885 folgte er einem Rufe an das
Polytechnikum in Stuttgart. Jn dem-
ſelben Jahre verlieh ihm die Univer-
ſität Padua das Ehrendiplom eines
Dr. phil. Nachdem er 1896 durch eine
Ordensverleihung den perſönlichen
Adel erhalten hatte, wurde er Ende
1897 an Ruſtiges (ſ. d.!) Stelle zum
Generalinſpektor der königl. Gemälde-
galerie ernannt. Jm Herbſt 1903 trat
er in den Ruheſtand und ſiedelte dann
nach München über.

S:

Lieder und
Gedichte, 1861. ‒ Populäre Äſthetik,
1865. 6. A. 1890. ‒ Geſchichte der
deutſchen Dichtung neuerer Zeit; Bd.
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Lem
I. Von Opitz bis Klopſtock, 1871. 2. A.
1882. ‒ Heinrich der Finkler (Orato-
rium, Muſik von Franz Wüllner), o.
J. ‒ Beowulf (R.), 1882. ‒ Ein ſüßer
Knabe (Eine unartige Geſch.), 1884.
3. A. 1898. ‒ Gräfin Gerhild (E.),
1892. ‒ Jugendgenoſſen (R.); III,
1897.

*Lemcke, Paul,

pſeudon. Hans
Lemke,
geb. am 16. Septbr. 1850 zu
Nordhauſen als der Sohn eines
Arztes, widmete ſich nach beendigten
Gymnaſialſtudien ſeit 1868 dem Mi-
litärſtande, machte den Feldzug gegen
Frankreich mit, war dann längere Zeit
bei den Jntendanturen der 8. Diviſion
und des 3. Armeekorps tätig, trat im
Frühjahr 1874 in württembergiſche
Dienſte, ſand dort anfangs im Kriegs-
miniſterium als Bibliothekar, dann
bei der Jntendantur Beſchäftigung u.
wurde darauf Jntendanturſekretär in
Ulm. Jm Jahre 1884 wurde er zum
Bürgermeiſter in Frankenhauſen in
Thüringen und 1888 zum 2. Bürger-
meiſter in Nordhauſen erwählt, wo er
zehn Jahre wirkte, bis ihn eine hoch-
gradige Nervoſität zwang, ſeine Pen-
ſionierung nachzuſuchen. Doch über-
nahm er ſchon im Januar 1899 das
Amt eines erſten Bürgermeiſters der
Stadt Zeulenroda in Thüringen und
wurde hier 1900 zum Oberbürger-
meiſter ernannt. Auch war er Mit-
glied des Landesausſchuſſes des
Fürſtentums Reuß ä. L. Er ſtarb
am 17. Mai 1909.

S:

Sekundaner
Freud und Leid (Hum.), 1878. ‒
Schülerliſt und Lehrertücke (Hum.),
1880. ‒ Der deutſche Kaiſertraum und
der Kyffhäuſer, 1887. ‒ Schüler Luſt,
Lieb u. Leid (Jugend-R.), 1891. 2. A.
1901. ‒ Einundſiebziger im Feindes-
land (Feldzugserinnergn.), 1900.

*Lemke, Eliſabeth,

wurde am 5.
Juni 1849 zu Rombitten bei Saalfeld
in Oſtpreußen als das älteſte von zehn
Kindern eines Rittergutsbeſitzers ge-
boren u. erhielt ihre Erziehung durch
Gouvernanten im Elternhauſe. Von

*
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[226/0230] Lem Lem wurde. Außerdem iſt L. Jnhaber der Univerſitätsbuchhandlung der Colum- bia Univerſität in Neuyork. Seinen Wohnſitz hat er in Orange, N. J., nahe bei Neuyork. Er iſt zurzeit Prä- ſident der „Deutſchen Geſellſchaft der Stadt Neuyork‟, die im Jahre 1894 zum Schutze deutſcher Einwanderer und deren Nachkommen gegründet wurde. S: Creation-Re-Creation (Deutſche, engl. und franz. Ge., ſowie Überſetzgn. ins Engliſche, Franzöſiſche und Deutſche), 1901. *Lemcke, Karl von, pſeud. Karl Manno, geb. am 26. Auguſt 1831 zu Schwerin in Mecklenburg, beſuchte daſelbſt das Gymnaſium und bezog danach die Univerſitäten Göttingen, München und Heidelberg. Nachdem er mehrere Jahre in Berlin, Paris und andern Orten, beſonders aber in München, wo er dem Dichterkreis der „Krokodile‟ angehörte, ſeinen Studien gelebt hatte, habilitierte er ſich 1862 in Heidelberg als Privatdozent für Äſthetik u. deutſche Literaturgeſchichte. 1867 zum außerordentlichen Profeſſor ernannt, ſiedelte er ſpäter (1871) nach München über, von wo er 1873 einem Rufe als Profeſſor der Äſthetik und Kunſtgeſchichte an der Reichsakademie der bildenden Künſte nach Amſterdam folgte. Seit dem Herbſt 1876 wirkte er in gleicher Eigenſchaft am Poly- technikum in Aachen, und im Jahre 1885 folgte er einem Rufe an das Polytechnikum in Stuttgart. Jn dem- ſelben Jahre verlieh ihm die Univer- ſität Padua das Ehrendiplom eines Dr. phil. Nachdem er 1896 durch eine Ordensverleihung den perſönlichen Adel erhalten hatte, wurde er Ende 1897 an Ruſtiges (ſ. d.!) Stelle zum Generalinſpektor der königl. Gemälde- galerie ernannt. Jm Herbſt 1903 trat er in den Ruheſtand und ſiedelte dann nach München über. S: Lieder und Gedichte, 1861. ‒ Populäre Äſthetik, 1865. 6. A. 1890. ‒ Geſchichte der deutſchen Dichtung neuerer Zeit; Bd. I. Von Opitz bis Klopſtock, 1871. 2. A. 1882. ‒ Heinrich der Finkler (Orato- rium, Muſik von Franz Wüllner), o. J. ‒ Beowulf (R.), 1882. ‒ Ein ſüßer Knabe (Eine unartige Geſch.), 1884. 3. A. 1898. ‒ Gräfin Gerhild (E.), 1892. ‒ Jugendgenoſſen (R.); III, 1897. *Lemcke, Paul, pſeudon. Hans Lemke, geb. am 16. Septbr. 1850 zu Nordhauſen als der Sohn eines Arztes, widmete ſich nach beendigten Gymnaſialſtudien ſeit 1868 dem Mi- litärſtande, machte den Feldzug gegen Frankreich mit, war dann längere Zeit bei den Jntendanturen der 8. Diviſion und des 3. Armeekorps tätig, trat im Frühjahr 1874 in württembergiſche Dienſte, ſand dort anfangs im Kriegs- miniſterium als Bibliothekar, dann bei der Jntendantur Beſchäftigung u. wurde darauf Jntendanturſekretär in Ulm. Jm Jahre 1884 wurde er zum Bürgermeiſter in Frankenhauſen in Thüringen und 1888 zum 2. Bürger- meiſter in Nordhauſen erwählt, wo er zehn Jahre wirkte, bis ihn eine hoch- gradige Nervoſität zwang, ſeine Pen- ſionierung nachzuſuchen. Doch über- nahm er ſchon im Januar 1899 das Amt eines erſten Bürgermeiſters der Stadt Zeulenroda in Thüringen und wurde hier 1900 zum Oberbürger- meiſter ernannt. Auch war er Mit- glied des Landesausſchuſſes des Fürſtentums Reuß ä. L. Er ſtarb am 17. Mai 1909. S: Sekundaner Freud und Leid (Hum.), 1878. ‒ Schülerliſt und Lehrertücke (Hum.), 1880. ‒ Der deutſche Kaiſertraum und der Kyffhäuſer, 1887. ‒ Schüler Luſt, Lieb u. Leid (Jugend-R.), 1891. 2. A. 1901. ‒ Einundſiebziger im Feindes- land (Feldzugserinnergn.), 1900. *Lemke, Eliſabeth, wurde am 5. Juni 1849 zu Rombitten bei Saalfeld in Oſtpreußen als das älteſte von zehn Kindern eines Rittergutsbeſitzers ge- boren u. erhielt ihre Erziehung durch Gouvernanten im Elternhauſe. Von *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 226. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/230>, abgerufen am 26.03.2019.