Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite


[Spaltenumbruch]

Loch
die Folge als Schriftstellerin zu be-
tätigen, weil sie bei dieser Arbeit
zu vergessen hoffte, was das Leben
ihr an Freuden versagt hatte. Sie
lebt seit vielen Jahren in Breslau.

S:

Spät gereift (4 Nn.), 1878.

Lochner von Hüttenbach, Os-
kar
Max Anselm Maria Freiherr,


pseud. Max von Theuern, geb.
am 9. Nov. 1868 in Regensburg, Dr.
phil.,
(1897) Lyzeal-Professor in Eich-
stätt.

S:

Absalom (Bibl. Tr.), 1896.
- Herzogin Barbara (Münchener
Lg., Schsp.), 1896. - Die Sklaven des
Scheik von Moezzia (Schsp.), 1901.

Loen, August Friedr. Oger Frei-
herr von,

wurde am 27. Janr. 1828
zu Dessau geboren, wo sein Vater,
preußischer Major a. D., zuletzt die
Stelle eines Oberhofmarschalls am
dortigen Hofe bekleidete. Nach dem
Besuche des Dessauer Gymnasiums
und der Schule zu Zerbst wurde er
1846 Offizier im Regimente Anhalt,
machte 1849 den Feldzug in Schles-
wig mit und nahm dann wiederholt
längeren Urlaub zu Reisen nach Eng-
land, Frankreich, dem Orient etc. Jm
Jahre 1851 wurde L. Kammerjunker,
1854 Kammerherr, 1857 persönlicher
Adjutant des damaligen Erbprinzen
von Anhalt, den er auch in den Krieg
gegen Dänemark 1864 begleitete,
wurde nach Dingelstedts Abgang
von Weimar zum Jntendanten des
dortigen Hoftheaters und der Hof-
kapelle berufen (1867) und bald dar-
auf zum Generalintendanten beför-
dert. Am Feldzuge 1870 nahm er
als Johanniterritter teil. L. war
auch stellvertretender Vorsitzender der
deutschen Schiller-Stiftung und Vor-
sitzender des geschäftsführenden Aus-
schusses der deutschen Shakespeare-
Gesellschaft. Ebenso hatte er Anteil
an der Begründung der Goethe-Ge-
sellschaft in Weimar (1885) u. wurde
zum 2. Vizepräsidenten sowie zum
Vorsitzenden des geschäftsführenden
Ausschusses derselben erwählt. Jm
[Spaltenumbruch]

Löf
Jahre 1886 zum Wirkl. Geh. Rat mit
dem Prädikat Exzellenz ernannt, +
er in Jena am 28. April 1887.

S:


Bühne und Leben (R.), 1864. - Ver-
loren und nie besessen (R.); II, 1877.
- Kampf um Liebe (2 En.), 1884.

*Löffel, Wilhelm,

wurde am 25.
Februar 1871 in Stuttgart geboren,
zur Zeit, als sein Vater noch im Felde
gegen die Franzosen stand. Ein Vier-
teljahr später starb seine Mutter, doch
fand er, als sein Vater im Juni 1872
die Tochter einer Weingärtners- und
Gemeinderatswitwe als Gattin heim-
führte, in derselben ein Wesen, das
ihm durch Liebe seine Jugend ver-
schönte. Nach Besuch der Bürger-
schule in Stuttgart folgte er 1885
dem Berufe seines Vaters und wurde
Weingärtner. Als solcher war er bis
nach dem Tode seiner Mutter (1904)
im Anwesen seines Vaters tätig,
worauf er sich selbständig machte und
in Degerloch auf den Höhen Stutt-
garts ankaufte. Neben seinem Be-
rufe huldigte er mit besonderer Vor-
liebe der schwäbischen Volksdichtung.

S:

Wilde Rosen (Ernste, heitere und
sat. Ge.), 1906. - Stuttgarter Origi-
nale (Humor. Ge.), 1906. - Der Ma-
növerhauptmann (Humor.), 1906. -
Vom Jmmenhofen (Poet. Sammlg.
wahrer Begebenheiten), 1906. - Oine
vom Stand (Schwäb. Komödie),
1906. - Charles (Dr. mit Ges.), 1906.
- Alle vorstehenden Schr. vereinigt
u. d. T.: Witz und Humor, sowie
allerhand aus der Stadt und vom
Land! 1906.

Löffler, Franz,

geb. 1808 in
Brügge bei Soldin in der Neumark
-- daher sein Pseudonym Angelus
Neomarchicus
-- studierte Theo-
logie und lebte seit 1838 als Schrift-
steller in Berlin, wo er am 17. Mai
1880 starb.

S:

Ut'n Hangbutten-
strukh (Lr. u. Ge. in plattd. Mdt.),
1862. - Aus dem Schlehenbusch (Lr.
und Ge.), 1862.

*Löffler, Johann Heinrich,

geb. am

*


[Spaltenumbruch]

Loch
die Folge als Schriftſtellerin zu be-
tätigen, weil ſie bei dieſer Arbeit
zu vergeſſen hoffte, was das Leben
ihr an Freuden verſagt hatte. Sie
lebt ſeit vielen Jahren in Breslau.

S:

Spät gereift (4 Nn.), 1878.

Lochner von Hüttenbach, Os-
kar
Max Anſelm Maria Freiherr,


pſeud. Max von Theuern, geb.
am 9. Nov. 1868 in Regensburg, Dr.
phil.,
(1897) Lyzeal-Profeſſor in Eich-
ſtätt.

S:

Abſalom (Bibl. Tr.), 1896.
‒ Herzogin Barbara (Münchener
Lg., Schſp.), 1896. ‒ Die Sklaven des
Scheik von Moëzzia (Schſp.), 1901.

Loën, Auguſt Friedr. Oger Frei-
herr von,

wurde am 27. Janr. 1828
zu Deſſau geboren, wo ſein Vater,
preußiſcher Major a. D., zuletzt die
Stelle eines Oberhofmarſchalls am
dortigen Hofe bekleidete. Nach dem
Beſuche des Deſſauer Gymnaſiums
und der Schule zu Zerbſt wurde er
1846 Offizier im Regimente Anhalt,
machte 1849 den Feldzug in Schles-
wig mit und nahm dann wiederholt
längeren Urlaub zu Reiſen nach Eng-
land, Frankreich, dem Orient ꝛc. Jm
Jahre 1851 wurde L. Kammerjunker,
1854 Kammerherr, 1857 perſönlicher
Adjutant des damaligen Erbprinzen
von Anhalt, den er auch in den Krieg
gegen Dänemark 1864 begleitete,
wurde nach Dingelſtedts Abgang
von Weimar zum Jntendanten des
dortigen Hoftheaters und der Hof-
kapelle berufen (1867) und bald dar-
auf zum Generalintendanten beför-
dert. Am Feldzuge 1870 nahm er
als Johanniterritter teil. L. war
auch ſtellvertretender Vorſitzender der
deutſchen Schiller-Stiftung und Vor-
ſitzender des geſchäftsführenden Aus-
ſchuſſes der deutſchen Shakeſpeare-
Geſellſchaft. Ebenſo hatte er Anteil
an der Begründung der Goethe-Ge-
ſellſchaft in Weimar (1885) u. wurde
zum 2. Vizepräſidenten ſowie zum
Vorſitzenden des geſchäftsführenden
Ausſchuſſes derſelben erwählt. Jm
[Spaltenumbruch]

Löf
Jahre 1886 zum Wirkl. Geh. Rat mit
dem Prädikat Exzellenz ernannt, †
er in Jena am 28. April 1887.

S:


Bühne und Leben (R.), 1864. ‒ Ver-
loren und nie beſeſſen (R.); II, 1877.
‒ Kampf um Liebe (2 En.), 1884.

*Löffel, Wilhelm,

wurde am 25.
Februar 1871 in Stuttgart geboren,
zur Zeit, als ſein Vater noch im Felde
gegen die Franzoſen ſtand. Ein Vier-
teljahr ſpäter ſtarb ſeine Mutter, doch
fand er, als ſein Vater im Juni 1872
die Tochter einer Weingärtners- und
Gemeinderatswitwe als Gattin heim-
führte, in derſelben ein Weſen, das
ihm durch Liebe ſeine Jugend ver-
ſchönte. Nach Beſuch der Bürger-
ſchule in Stuttgart folgte er 1885
dem Berufe ſeines Vaters und wurde
Weingärtner. Als ſolcher war er bis
nach dem Tode ſeiner Mutter (1904)
im Anweſen ſeines Vaters tätig,
worauf er ſich ſelbſtändig machte und
in Degerloch auf den Höhen Stutt-
garts ankaufte. Neben ſeinem Be-
rufe huldigte er mit beſonderer Vor-
liebe der ſchwäbiſchen Volksdichtung.

S:

Wilde Roſen (Ernſte, heitere und
ſat. Ge.), 1906. ‒ Stuttgarter Origi-
nale (Humor. Ge.), 1906. ‒ Der Ma-
növerhauptmann (Humor.), 1906. ‒
Vom Jmmenhofen (Poet. Sammlg.
wahrer Begebenheiten), 1906. ‒ Oine
vom Stand (Schwäb. Komödie),
1906. ‒ Charles (Dr. mit Geſ.), 1906.
‒ Alle vorſtehenden Schr. vereinigt
u. d. T.: Witz und Humor, ſowie
allerhand aus der Stadt und vom
Land! 1906.

Löffler, Franz,

geb. 1808 in
Brügge bei Soldin in der Neumark
— daher ſein Pſeudonym Angelus
Neomarchicus
— ſtudierte Theo-
logie und lebte ſeit 1838 als Schrift-
ſteller in Berlin, wo er am 17. Mai
1880 ſtarb.

S:

Ut’n Hangbutten-
ſtrukh (Lr. u. Ge. in plattd. Mdt.),
1862. ‒ Aus dem Schlehenbuſch (Lr.
und Ge.), 1862.

*Löffler, Johann Heinrich,

geb. am

*
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="index" n="1">
        <p><pb facs="#f0294" n="290"/><lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Loch</hi></fw><lb/>
die Folge als Schrift&#x017F;tellerin zu be-<lb/>
tätigen, weil &#x017F;ie bei die&#x017F;er Arbeit<lb/>
zu verge&#x017F;&#x017F;en hoffte, was das Leben<lb/>
ihr an Freuden ver&#x017F;agt hatte. Sie<lb/>
lebt &#x017F;eit vielen Jahren in Breslau.<lb/></p>
      </div><lb/>
      <div type="bibliography" n="1">
        <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
        <p> Spät gereift (4 Nn.), 1878.</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head><hi rendition="#b">Lochner von Hüttenbach,</hi><hi rendition="#g">Os-<lb/>
kar</hi> Max An&#x017F;elm Maria Freiherr,</head>
        <p><lb/>
p&#x017F;eud. <hi rendition="#g">Max von Theuern,</hi> geb.<lb/>
am 9. Nov. 1868 in Regensburg, <hi rendition="#aq">Dr.<lb/>
phil.,</hi> (1897) Lyzeal-Profe&#x017F;&#x017F;or in Eich-<lb/>
&#x017F;tätt. </p>
      </div><lb/>
      <div type="bibliography" n="1">
        <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
        <p> Ab&#x017F;alom (Bibl. Tr.), 1896.<lb/>
&#x2012; Herzogin Barbara (Münchener<lb/>
Lg., Sch&#x017F;p.), 1896. &#x2012; Die Sklaven des<lb/>
Scheik von Mo<hi rendition="#aq">ë</hi>zzia (Sch&#x017F;p.), 1901.</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head><hi rendition="#b">Lo<hi rendition="#aq">ë</hi>n,</hi><hi rendition="#g">Augu&#x017F;t</hi> Friedr. Oger Frei-<lb/>
herr von,</head>
        <p> wurde am 27. Janr. 1828<lb/>
zu De&#x017F;&#x017F;au geboren, wo &#x017F;ein Vater,<lb/>
preußi&#x017F;cher Major a. D., zuletzt die<lb/>
Stelle eines Oberhofmar&#x017F;challs am<lb/>
dortigen Hofe bekleidete. Nach dem<lb/>
Be&#x017F;uche des De&#x017F;&#x017F;auer Gymna&#x017F;iums<lb/>
und der Schule zu Zerb&#x017F;t wurde er<lb/>
1846 Offizier im Regimente Anhalt,<lb/>
machte 1849 den Feldzug in Schles-<lb/>
wig mit und nahm dann wiederholt<lb/>
längeren Urlaub zu Rei&#x017F;en nach Eng-<lb/>
land, Frankreich, dem Orient &#xA75B;c. Jm<lb/>
Jahre 1851 wurde L. Kammerjunker,<lb/>
1854 Kammerherr, 1857 per&#x017F;önlicher<lb/>
Adjutant des damaligen Erbprinzen<lb/>
von Anhalt, den er auch in den Krieg<lb/>
gegen Dänemark 1864 begleitete,<lb/>
wurde nach Dingel&#x017F;tedts Abgang<lb/>
von Weimar zum Jntendanten des<lb/>
dortigen Hoftheaters und der Hof-<lb/>
kapelle berufen (1867) und bald dar-<lb/>
auf zum Generalintendanten beför-<lb/>
dert. Am Feldzuge 1870 nahm er<lb/>
als Johanniterritter teil. L. war<lb/>
auch &#x017F;tellvertretender Vor&#x017F;itzender der<lb/>
deut&#x017F;chen Schiller-Stiftung und Vor-<lb/>
&#x017F;itzender des ge&#x017F;chäftsführenden Aus-<lb/>
&#x017F;chu&#x017F;&#x017F;es der deut&#x017F;chen Shake&#x017F;peare-<lb/>
Ge&#x017F;ell&#x017F;chaft. Eben&#x017F;o hatte er Anteil<lb/>
an der Begründung der Goethe-Ge-<lb/>
&#x017F;ell&#x017F;chaft in Weimar (1885) u. wurde<lb/>
zum 2. Vizeprä&#x017F;identen &#x017F;owie zum<lb/>
Vor&#x017F;itzenden des ge&#x017F;chäftsführenden<lb/>
Aus&#x017F;chu&#x017F;&#x017F;es der&#x017F;elben erwählt. Jm<lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Löf</hi></fw><lb/>
Jahre 1886 zum Wirkl. Geh. Rat mit<lb/>
dem Prädikat Exzellenz ernannt, &#x2020;<lb/>
er in Jena am 28. April 1887. </p>
      </div><lb/>
      <div type="bibliography" n="1">
        <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
        <p><lb/>
Bühne und Leben (R.), 1864. &#x2012; Ver-<lb/>
loren und nie be&#x017F;e&#x017F;&#x017F;en (R.); <hi rendition="#aq">II,</hi> 1877.<lb/>
&#x2012; Kampf um Liebe (2 En.), 1884.</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<hi rendition="#b">Löffel,</hi> Wilhelm,</head>
        <p> wurde am 25.<lb/>
Februar 1871 in Stuttgart geboren,<lb/>
zur Zeit, als &#x017F;ein Vater noch im Felde<lb/>
gegen die Franzo&#x017F;en &#x017F;tand. Ein Vier-<lb/>
teljahr &#x017F;päter &#x017F;tarb &#x017F;eine Mutter, doch<lb/>
fand er, als &#x017F;ein Vater im Juni 1872<lb/>
die Tochter einer Weingärtners- und<lb/>
Gemeinderatswitwe als Gattin heim-<lb/>
führte, in der&#x017F;elben ein We&#x017F;en, das<lb/>
ihm durch Liebe &#x017F;eine Jugend ver-<lb/>
&#x017F;chönte. Nach Be&#x017F;uch der Bürger-<lb/>
&#x017F;chule in Stuttgart folgte er 1885<lb/>
dem Berufe &#x017F;eines Vaters und wurde<lb/>
Weingärtner. Als &#x017F;olcher war er bis<lb/>
nach dem Tode &#x017F;einer Mutter (1904)<lb/>
im Anwe&#x017F;en &#x017F;eines Vaters tätig,<lb/>
worauf er &#x017F;ich &#x017F;elb&#x017F;tändig machte und<lb/>
in Degerloch auf den Höhen Stutt-<lb/>
garts ankaufte. Neben &#x017F;einem Be-<lb/>
rufe huldigte er mit be&#x017F;onderer Vor-<lb/>
liebe der &#x017F;chwäbi&#x017F;chen Volksdichtung.<lb/></p>
      </div><lb/>
      <div type="bibliography" n="1">
        <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
        <p> Wilde Ro&#x017F;en (Ern&#x017F;te, heitere und<lb/>
&#x017F;at. Ge.), 1906. &#x2012; Stuttgarter Origi-<lb/>
nale (Humor. Ge.), 1906. &#x2012; Der Ma-<lb/>
növerhauptmann (Humor.), 1906. &#x2012;<lb/>
Vom Jmmenhofen (Poet. Sammlg.<lb/>
wahrer Begebenheiten), 1906. &#x2012; Oine<lb/>
vom Stand (Schwäb. Komödie),<lb/>
1906. &#x2012; Charles (Dr. mit Ge&#x017F;.), 1906.<lb/>
&#x2012; Alle vor&#x017F;tehenden Schr. vereinigt<lb/>
u. d. T.: Witz und Humor, &#x017F;owie<lb/>
allerhand aus der Stadt und vom<lb/>
Land! 1906.</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head><hi rendition="#b">Löffler,</hi> Franz,</head>
        <p> geb. 1808 in<lb/>
Brügge bei Soldin in der Neumark<lb/>
&#x2014; daher &#x017F;ein P&#x017F;eudonym <hi rendition="#g">Angelus<lb/>
Neomarchicus</hi> &#x2014; &#x017F;tudierte Theo-<lb/>
logie und lebte &#x017F;eit 1838 als Schrift-<lb/>
&#x017F;teller in Berlin, wo er am 17. Mai<lb/>
1880 &#x017F;tarb. </p>
      </div><lb/>
      <div type="bibliography" n="1">
        <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
        <p> Ut&#x2019;n Hangbutten-<lb/>
&#x017F;trukh (Lr. u. Ge. in plattd. Mdt.),<lb/>
1862. &#x2012; Aus dem Schlehenbu&#x017F;ch (Lr.<lb/>
und Ge.), 1862.</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<hi rendition="#b">Löffler,</hi> Johann Heinrich,</head>
        <p> geb. am<lb/>
<fw type="sig" place="bottom">*</fw><lb/></p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[290/0294] Loch Löf die Folge als Schriftſtellerin zu be- tätigen, weil ſie bei dieſer Arbeit zu vergeſſen hoffte, was das Leben ihr an Freuden verſagt hatte. Sie lebt ſeit vielen Jahren in Breslau. S: Spät gereift (4 Nn.), 1878. Lochner von Hüttenbach, Os- kar Max Anſelm Maria Freiherr, pſeud. Max von Theuern, geb. am 9. Nov. 1868 in Regensburg, Dr. phil., (1897) Lyzeal-Profeſſor in Eich- ſtätt. S: Abſalom (Bibl. Tr.), 1896. ‒ Herzogin Barbara (Münchener Lg., Schſp.), 1896. ‒ Die Sklaven des Scheik von Moëzzia (Schſp.), 1901. Loën, Auguſt Friedr. Oger Frei- herr von, wurde am 27. Janr. 1828 zu Deſſau geboren, wo ſein Vater, preußiſcher Major a. D., zuletzt die Stelle eines Oberhofmarſchalls am dortigen Hofe bekleidete. Nach dem Beſuche des Deſſauer Gymnaſiums und der Schule zu Zerbſt wurde er 1846 Offizier im Regimente Anhalt, machte 1849 den Feldzug in Schles- wig mit und nahm dann wiederholt längeren Urlaub zu Reiſen nach Eng- land, Frankreich, dem Orient ꝛc. Jm Jahre 1851 wurde L. Kammerjunker, 1854 Kammerherr, 1857 perſönlicher Adjutant des damaligen Erbprinzen von Anhalt, den er auch in den Krieg gegen Dänemark 1864 begleitete, wurde nach Dingelſtedts Abgang von Weimar zum Jntendanten des dortigen Hoftheaters und der Hof- kapelle berufen (1867) und bald dar- auf zum Generalintendanten beför- dert. Am Feldzuge 1870 nahm er als Johanniterritter teil. L. war auch ſtellvertretender Vorſitzender der deutſchen Schiller-Stiftung und Vor- ſitzender des geſchäftsführenden Aus- ſchuſſes der deutſchen Shakeſpeare- Geſellſchaft. Ebenſo hatte er Anteil an der Begründung der Goethe-Ge- ſellſchaft in Weimar (1885) u. wurde zum 2. Vizepräſidenten ſowie zum Vorſitzenden des geſchäftsführenden Ausſchuſſes derſelben erwählt. Jm Jahre 1886 zum Wirkl. Geh. Rat mit dem Prädikat Exzellenz ernannt, † er in Jena am 28. April 1887. S: Bühne und Leben (R.), 1864. ‒ Ver- loren und nie beſeſſen (R.); II, 1877. ‒ Kampf um Liebe (2 En.), 1884. *Löffel, Wilhelm, wurde am 25. Februar 1871 in Stuttgart geboren, zur Zeit, als ſein Vater noch im Felde gegen die Franzoſen ſtand. Ein Vier- teljahr ſpäter ſtarb ſeine Mutter, doch fand er, als ſein Vater im Juni 1872 die Tochter einer Weingärtners- und Gemeinderatswitwe als Gattin heim- führte, in derſelben ein Weſen, das ihm durch Liebe ſeine Jugend ver- ſchönte. Nach Beſuch der Bürger- ſchule in Stuttgart folgte er 1885 dem Berufe ſeines Vaters und wurde Weingärtner. Als ſolcher war er bis nach dem Tode ſeiner Mutter (1904) im Anweſen ſeines Vaters tätig, worauf er ſich ſelbſtändig machte und in Degerloch auf den Höhen Stutt- garts ankaufte. Neben ſeinem Be- rufe huldigte er mit beſonderer Vor- liebe der ſchwäbiſchen Volksdichtung. S: Wilde Roſen (Ernſte, heitere und ſat. Ge.), 1906. ‒ Stuttgarter Origi- nale (Humor. Ge.), 1906. ‒ Der Ma- növerhauptmann (Humor.), 1906. ‒ Vom Jmmenhofen (Poet. Sammlg. wahrer Begebenheiten), 1906. ‒ Oine vom Stand (Schwäb. Komödie), 1906. ‒ Charles (Dr. mit Geſ.), 1906. ‒ Alle vorſtehenden Schr. vereinigt u. d. T.: Witz und Humor, ſowie allerhand aus der Stadt und vom Land! 1906. Löffler, Franz, geb. 1808 in Brügge bei Soldin in der Neumark — daher ſein Pſeudonym Angelus Neomarchicus — ſtudierte Theo- logie und lebte ſeit 1838 als Schrift- ſteller in Berlin, wo er am 17. Mai 1880 ſtarb. S: Ut’n Hangbutten- ſtrukh (Lr. u. Ge. in plattd. Mdt.), 1862. ‒ Aus dem Schlehenbuſch (Lr. und Ge.), 1862. *Löffler, Johann Heinrich, geb. am *

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/294
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 290. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/294>, abgerufen am 26.03.2019.