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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Lud
berufen. Er leitete dieselbe bis
Ostern 1882, ließ sich dann pensio-
nieren u. zog sich nach seiner Vater-
stadt Münster zurück, um hinfort als
Schriftsteller zu wirken. Nach einem
zweiten Aufenthalt in England (1891)
ließ er sich in Kessenich, einem Vor-
orte Bonns, nieder. Zu Anfang
des Jahres 1896 erkrankte er schwer,
weshalb ihn sein in Münster wohnen-
der Bruder zu sich holte, und hier ist
er am 31. Mai 1898 gestorben.

S:


Elgeva, Königin von England (Tr.),
1888. - Der Heiland (Ep. G.), 1890.
2. A. 1894. - Waldmann (Tr., in
engl. Sprache), 1886.

Ludovici, E.,

Pseud. für Marie
Elisabeth Ludwig; s. d.!

Lüdt, Rosa,

Schauspielerin, geb.
in Berlin, begann ihre Bühnenlauf-
bahn 1865 am Woltersdorftheater in
Berlin, von wo sie 1866 an das Hof-
theater in Braunschweig ging. Seit
1868 ist sie ununterbrochen am Hof-
theater in Weimar tätig gewesen
und gehört zu den angesehensten
Mitgliedern desselben. Sie ist auch
das einzige weibliche Mitglied der
dortigen Hofbühne, das mit der Wei-
marer goldenen Dienstmedaille aus-
gezeichnet ist.

S:

Gedichte, 2. A. 1870.

*Lüdtke, Franz,

geb. am 5. Aug.
1882 in Bromberg, besuchte das dor-
tige kgl. Gymnasium, das er Ostern
1900 absolvierte und studierte dann
in Berlin Philosophie, Geschichte,
Erdkunde, Deutsch, Religion und
Staatswissenschaften. Nachdem er
sich im Februar 1904 die Würde
eines Dr. phil. erworben, setzte er
seine Studien in Greifswald fort u.
legte hier im Juli 1905 das Staats-
examen für das höhere Lehrfach ab.
Er unterrichtete danach einige Monate
am Realgymnasium in Bromberg,
anderthalb Jahre an der Realschule
in Wollstein (Posen) und wurde
1. Oktober 1907 als Oberlehrer am
Realgymnasium in Bromberg ange-
stellt. Vom Herbst 1910 ab weilte er
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Lud
zu Studienzwecken in Jtalien (Rom).
Außer einigen wissenschaftlichen Wer-
ken aus dem Gebiet der Geschichte,
Erdkunde und Volkswirtschaft ver-
öffentlichte er

S:

Lieder eines Su-
chenden, 1909.

Ludvigh, Samuel,

* am 13. Febr.
1801 zu Güns in Ungarn als der
Sohn eines Buchhändlers, besuchte
das Gymnasium zu Papa, erlernte
dann die Buchbinderei u. bereiste als
Gehilfe Ungarn, Österreich, Deutsch-
land und die Schweiz. Jm Jahre
1823 gründete er in Raab eine Buch-
handlung. Später wandte er sich der
Jurisprudenz zu und ließ sich nach
beendigten Studien in Pest als Ad-
vokat nieder. Dann ergriff ihn wie-
der seine Wanderlust, u. als Sekretär
des Fürsten Friedrich von Schwar-
zenberg bereiste er die Türkei, Grie-
chenland, die Wallachei und Sieben-
bürgen. Durch ein 1833 geschriebe-
nes Werk über Ungarn geriet er mit
den Behörden in Konflikt und wan-
derte deshalb 1837 nach Amerika aus.
Jn Neuyork gelandet, übernahm er
sofort die Redaktion der "Alten und
Neuen Welt" in Philadelphia, redi-
gierte später verschiedene andere
Blätter u. gründete 1849 eine Vier-
teljahrsschrift zur Verbreitung seiner
freisinnigen Jdeen, die "Fackel", mit
der er 1859 nach St. Paul und 1865
nach Cincinnati übersiedelte, wo er
dieselbe bis zu seinem am 12. Febr.
1869 erfolgten Tode herausgab.

S:


Der Roman meines Lebens; III.
1840 (Des Jünglings Fall. - Des
Freiers Beichte. - Der Dichter und
sein Verlag). - Verschiedene Romane
in der "Fackel".

*Ludwig, Friedrich August,

geb.
am 15. Januar 1865 in Waldheim
(Kgr. Sachsen), besuchte das Vitz-
thumsche Gymnasium in Dresden und
widmete sich dann dem Studium der
Musik. Obwohl er die Konservato-
rien in Berlin, Köln und München
vorübergehend besuchte, ist seine Bil-

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Lud
berufen. Er leitete dieſelbe bis
Oſtern 1882, ließ ſich dann penſio-
nieren u. zog ſich nach ſeiner Vater-
ſtadt Münſter zurück, um hinfort als
Schriftſteller zu wirken. Nach einem
zweiten Aufenthalt in England (1891)
ließ er ſich in Keſſenich, einem Vor-
orte Bonns, nieder. Zu Anfang
des Jahres 1896 erkrankte er ſchwer,
weshalb ihn ſein in Münſter wohnen-
der Bruder zu ſich holte, und hier iſt
er am 31. Mai 1898 geſtorben.

S:


Elgeva, Königin von England (Tr.),
1888. ‒ Der Heiland (Ep. G.), 1890.
2. A. 1894. ‒ Waldmann (Tr., in
engl. Sprache), 1886.

Ludovici, E.,

Pſeud. für Marie
Eliſabeth Ludwig; ſ. d.!

Lüdt, Roſa,

Schauſpielerin, geb.
in Berlin, begann ihre Bühnenlauf-
bahn 1865 am Woltersdorftheater in
Berlin, von wo ſie 1866 an das Hof-
theater in Braunſchweig ging. Seit
1868 iſt ſie ununterbrochen am Hof-
theater in Weimar tätig geweſen
und gehört zu den angeſehenſten
Mitgliedern desſelben. Sie iſt auch
das einzige weibliche Mitglied der
dortigen Hofbühne, das mit der Wei-
marer goldenen Dienſtmedaille aus-
gezeichnet iſt.

S:

Gedichte, 2. A. 1870.

*Lüdtke, Franz,

geb. am 5. Aug.
1882 in Bromberg, beſuchte das dor-
tige kgl. Gymnaſium, das er Oſtern
1900 abſolvierte und ſtudierte dann
in Berlin Philoſophie, Geſchichte,
Erdkunde, Deutſch, Religion und
Staatswiſſenſchaften. Nachdem er
ſich im Februar 1904 die Würde
eines Dr. phil. erworben, ſetzte er
ſeine Studien in Greifswald fort u.
legte hier im Juli 1905 das Staats-
examen für das höhere Lehrfach ab.
Er unterrichtete danach einige Monate
am Realgymnaſium in Bromberg,
anderthalb Jahre an der Realſchule
in Wollſtein (Poſen) und wurde
1. Oktober 1907 als Oberlehrer am
Realgymnaſium in Bromberg ange-
ſtellt. Vom Herbſt 1910 ab weilte er
[Spaltenumbruch]

Lud
zu Studienzwecken in Jtalien (Rom).
Außer einigen wiſſenſchaftlichen Wer-
ken aus dem Gebiet der Geſchichte,
Erdkunde und Volkswirtſchaft ver-
öffentlichte er

S:

Lieder eines Su-
chenden, 1909.

Ludvigh, Samuel,

* am 13. Febr.
1801 zu Güns in Ungarn als der
Sohn eines Buchhändlers, beſuchte
das Gymnaſium zu Papa, erlernte
dann die Buchbinderei u. bereiſte als
Gehilfe Ungarn, Öſterreich, Deutſch-
land und die Schweiz. Jm Jahre
1823 gründete er in Raab eine Buch-
handlung. Später wandte er ſich der
Jurisprudenz zu und ließ ſich nach
beendigten Studien in Peſt als Ad-
vokat nieder. Dann ergriff ihn wie-
der ſeine Wanderluſt, u. als Sekretär
des Fürſten Friedrich von Schwar-
zenberg bereiſte er die Türkei, Grie-
chenland, die Wallachei und Sieben-
bürgen. Durch ein 1833 geſchriebe-
nes Werk über Ungarn geriet er mit
den Behörden in Konflikt und wan-
derte deshalb 1837 nach Amerika aus.
Jn Neuyork gelandet, übernahm er
ſofort die Redaktion der „Alten und
Neuen Welt‟ in Philadelphia, redi-
gierte ſpäter verſchiedene andere
Blätter u. gründete 1849 eine Vier-
teljahrsſchrift zur Verbreitung ſeiner
freiſinnigen Jdeen, die „Fackel‟, mit
der er 1859 nach St. Paul und 1865
nach Cincinnati überſiedelte, wo er
dieſelbe bis zu ſeinem am 12. Febr.
1869 erfolgten Tode herausgab.

S:


Der Roman meines Lebens; III.
1840 (Des Jünglings Fall. ‒ Des
Freiers Beichte. ‒ Der Dichter und
ſein Verlag). ‒ Verſchiedene Romane
in der „Fackel‟.

*Ludwig, Friedrich Auguſt,

geb.
am 15. Januar 1865 in Waldheim
(Kgr. Sachſen), beſuchte das Vitz-
thumſche Gymnaſium in Dresden und
widmete ſich dann dem Studium der
Muſik. Obwohl er die Konſervato-
rien in Berlin, Köln und München
vorübergehend beſuchte, iſt ſeine Bil-

*
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[322/0326] Lud Lud berufen. Er leitete dieſelbe bis Oſtern 1882, ließ ſich dann penſio- nieren u. zog ſich nach ſeiner Vater- ſtadt Münſter zurück, um hinfort als Schriftſteller zu wirken. Nach einem zweiten Aufenthalt in England (1891) ließ er ſich in Keſſenich, einem Vor- orte Bonns, nieder. Zu Anfang des Jahres 1896 erkrankte er ſchwer, weshalb ihn ſein in Münſter wohnen- der Bruder zu ſich holte, und hier iſt er am 31. Mai 1898 geſtorben. S: Elgeva, Königin von England (Tr.), 1888. ‒ Der Heiland (Ep. G.), 1890. 2. A. 1894. ‒ Waldmann (Tr., in engl. Sprache), 1886. Ludovici, E., Pſeud. für Marie Eliſabeth Ludwig; ſ. d.! Lüdt, Roſa, Schauſpielerin, geb. in Berlin, begann ihre Bühnenlauf- bahn 1865 am Woltersdorftheater in Berlin, von wo ſie 1866 an das Hof- theater in Braunſchweig ging. Seit 1868 iſt ſie ununterbrochen am Hof- theater in Weimar tätig geweſen und gehört zu den angeſehenſten Mitgliedern desſelben. Sie iſt auch das einzige weibliche Mitglied der dortigen Hofbühne, das mit der Wei- marer goldenen Dienſtmedaille aus- gezeichnet iſt. S: Gedichte, 2. A. 1870. *Lüdtke, Franz, geb. am 5. Aug. 1882 in Bromberg, beſuchte das dor- tige kgl. Gymnaſium, das er Oſtern 1900 abſolvierte und ſtudierte dann in Berlin Philoſophie, Geſchichte, Erdkunde, Deutſch, Religion und Staatswiſſenſchaften. Nachdem er ſich im Februar 1904 die Würde eines Dr. phil. erworben, ſetzte er ſeine Studien in Greifswald fort u. legte hier im Juli 1905 das Staats- examen für das höhere Lehrfach ab. Er unterrichtete danach einige Monate am Realgymnaſium in Bromberg, anderthalb Jahre an der Realſchule in Wollſtein (Poſen) und wurde 1. Oktober 1907 als Oberlehrer am Realgymnaſium in Bromberg ange- ſtellt. Vom Herbſt 1910 ab weilte er zu Studienzwecken in Jtalien (Rom). Außer einigen wiſſenſchaftlichen Wer- ken aus dem Gebiet der Geſchichte, Erdkunde und Volkswirtſchaft ver- öffentlichte er S: Lieder eines Su- chenden, 1909. Ludvigh, Samuel, * am 13. Febr. 1801 zu Güns in Ungarn als der Sohn eines Buchhändlers, beſuchte das Gymnaſium zu Papa, erlernte dann die Buchbinderei u. bereiſte als Gehilfe Ungarn, Öſterreich, Deutſch- land und die Schweiz. Jm Jahre 1823 gründete er in Raab eine Buch- handlung. Später wandte er ſich der Jurisprudenz zu und ließ ſich nach beendigten Studien in Peſt als Ad- vokat nieder. Dann ergriff ihn wie- der ſeine Wanderluſt, u. als Sekretär des Fürſten Friedrich von Schwar- zenberg bereiſte er die Türkei, Grie- chenland, die Wallachei und Sieben- bürgen. Durch ein 1833 geſchriebe- nes Werk über Ungarn geriet er mit den Behörden in Konflikt und wan- derte deshalb 1837 nach Amerika aus. Jn Neuyork gelandet, übernahm er ſofort die Redaktion der „Alten und Neuen Welt‟ in Philadelphia, redi- gierte ſpäter verſchiedene andere Blätter u. gründete 1849 eine Vier- teljahrsſchrift zur Verbreitung ſeiner freiſinnigen Jdeen, die „Fackel‟, mit der er 1859 nach St. Paul und 1865 nach Cincinnati überſiedelte, wo er dieſelbe bis zu ſeinem am 12. Febr. 1869 erfolgten Tode herausgab. S: Der Roman meines Lebens; III. 1840 (Des Jünglings Fall. ‒ Des Freiers Beichte. ‒ Der Dichter und ſein Verlag). ‒ Verſchiedene Romane in der „Fackel‟. *Ludwig, Friedrich Auguſt, geb. am 15. Januar 1865 in Waldheim (Kgr. Sachſen), beſuchte das Vitz- thumſche Gymnaſium in Dresden und widmete ſich dann dem Studium der Muſik. Obwohl er die Konſervato- rien in Berlin, Köln und München vorübergehend beſuchte, iſt ſeine Bil- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 322. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/326>, abgerufen am 26.03.2019.