Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite


[Spaltenumbruch]

Lux
träge.

S:

Metamorphosen (R.). 1901.
- Jene Asra (N.), 1902. - Kismet
(Dr.), 1908.

*Lux, Joseph August,

geboren am
8. April 1871 in Wien, absolvierte
daselbst die Mittelschule und widmete
sich dann neuphilologischen Studien
in England, Frankreich und München,
war hier auch einige Zeit als Lehrer
tätig. Nach seiner Rückkehr nach
Wien (1900) wurde er Journalist u.
Redakteur verschiedener Zeitschriften,
wie der Kunstzeitschrift "Das Jnte-
rieur" und der Zeitschrift für städ-
tische Kultur "Die hohe Warte". Letz-
tere redigierte er auch noch von Dres-
den-Blasewitz aus, wohin er 1907
seinen Wohnsitz verlegt hatte. Seit
1910 lebt er in München.

S:

Da
Fink vom Weanawald (Ge. in unter-
ennsischer Mdt.), 1900. - Wiener
Sonette und andere Lieder, 1902. -
Eine Reise in Dalmatien, 1908. -
Amsel Gabesam (R.), 1910. - Che-
valier Blaubarts Liebesgarten (R.),
1910. - Die Vision der lieben Frau
(Münchner R.), 1911.

*Luzatto, Arthur,

pseud. Alfred
Söhnstorff,
wurde am 9. Novbr.
1864 in Döbling bei Wien als der
Sohn eines Kaufmanns geboren,
trat nach beendeten Gymnasialstudien
1883 in ein österreich.-ungarisches
Dragonerregiment, wurde 1886 akti-
ver Offizier und 1901 Rittmeister
im 9. Dragonerregiment in Lemberg.
Seit 1910 steht er als Major im 15.
Dragoner-Reg. in Wiener-Neustadt.
Der poetische Schimmer, der unsere
ritterliche Waffe verklärt, inspirierte
auch L., gleich Baron Torresani und
Freiherrn von Ompteda zur literari-
schen Verarbeitung soldatisch-mensch-
licher Eindrücke in Feuilletons, Skiz-
zen und Gedichten, die er seit 1890 in
Zeitschriften und selbständigen Wer-
ken veröffentlichte.

S:

Jm bunten
Rock (Nn. a. österr.-ungar. Garni-
sonen), 1899. - Halali und andere
Reitergeschichten aus Österr.-Ungarn,
[Spaltenumbruch]

Lyo
1901. - Allerlei Soldatisches und
Menschliches, 1903. - Reiterbriefe aus
Österreich (Nn.), 1905. - Jm Vorüber-
reiten (Stimmungen eines fahrenden
Gesellen), 1907. - Von der Grenze.
Nordöstliches (Sk.), 1910.

Lynar, C.,

Pseud. für Lina Rö-
mer;
s. d.!

Lyncker, Wilhelm,

* am 30. März
1831 zu Kassel als der Sohn eines
Kaufmanns, empfing nach dem frü-
hen Tode seines Vaters seinen ersten
Unterricht in der Bürgerschule zu
Kassel und trat nach seiner Konfir-
mation 1845 als Schreiber beim Ju-
stizamt zu Wolfhagen ein. Nebenbei
erlernte er die Stenographie u. fand
1848 in der Ständekammer als Ste-
nograph Beschäftigung. Später über-
nahm er die Stelle eines Buchhalters
in einem kaufmännischen Geschäfte,
wurde 1854 Korrespondent und Se-
kretär bei der französischen Berg-
werksgesellschaft zu Ramsbeck und
1855 Sekretär und Bibliothekar am
Hoftheater in Kassel. Als solcher
starb er am 30. Januar 1862.

S:


Drei Weihnachtsgeschichten von Ernst
Koch, W. L. ("Der eiserne Mann") u.
K. Altmüller, 1859. - Verschiedene
Novellen unter dem Namen R.
Kleyn im "Kasseler Sonntagsblatt"
(1857).

*Lyon, Otto,

geb. am 10. Janr.
1853 in Spittewitz bei Meißen als
der Sohn eines Lehrers, widmete sich
im Lehrerseminar zu Nossen dem Be-
rufe seines Vaters und war dann als
Lehrer an einer Volksschule tätig.
Nach rühmlich bestandener Wahl-
fähigkeitsprüfung ging er nach Leip-
zig, um an der Universität Pädagogik,
deutsche Sprache und Literatur und
Kunstgeschichte zu studieren, erwarb
sich hier das Zeugnis für das höhere
Lehramt u. die Würde eines Dr. phil.,
wurde 1878 Oberlehrer am Real-
gymnasium in Leipzig, 1879 in Dö-
beln und 1884 an dem Annen-Real-
gymnasium in Dresden, wo er 1898

*


[Spaltenumbruch]

Lux
träge.

S:

Metamorphoſen (R.). 1901.
‒ Jene Aſra (N.), 1902. ‒ Kismet
(Dr.), 1908.

*Lux, Joſeph Auguſt,

geboren am
8. April 1871 in Wien, abſolvierte
daſelbſt die Mittelſchule und widmete
ſich dann neuphilologiſchen Studien
in England, Frankreich und München,
war hier auch einige Zeit als Lehrer
tätig. Nach ſeiner Rückkehr nach
Wien (1900) wurde er Journaliſt u.
Redakteur verſchiedener Zeitſchriften,
wie der Kunſtzeitſchrift „Das Jnte-
rieur‟ und der Zeitſchrift für ſtäd-
tiſche Kultur „Die hohe Warte‟. Letz-
tere redigierte er auch noch von Dres-
den-Blaſewitz aus, wohin er 1907
ſeinen Wohnſitz verlegt hatte. Seit
1910 lebt er in München.

S:

Da
Fink vom Weanawald (Ge. in unter-
ennſiſcher Mdt.), 1900. ‒ Wiener
Sonette und andere Lieder, 1902. ‒
Eine Reiſe in Dalmatien, 1908. ‒
Amſel Gabeſam (R.), 1910. ‒ Che-
valier Blaubarts Liebesgarten (R.),
1910. ‒ Die Viſion der lieben Frau
(Münchner R.), 1911.

*Luzatto, Arthur,

pſeud. Alfred
Söhnſtorff,
wurde am 9. Novbr.
1864 in Döbling bei Wien als der
Sohn eines Kaufmanns geboren,
trat nach beendeten Gymnaſialſtudien
1883 in ein öſterreich.-ungariſches
Dragonerregiment, wurde 1886 akti-
ver Offizier und 1901 Rittmeiſter
im 9. Dragonerregiment in Lemberg.
Seit 1910 ſteht er als Major im 15.
Dragoner-Reg. in Wiener-Neuſtadt.
Der poetiſche Schimmer, der unſere
ritterliche Waffe verklärt, inſpirierte
auch L., gleich Baron Torreſani und
Freiherrn von Ompteda zur literari-
ſchen Verarbeitung ſoldatiſch-menſch-
licher Eindrücke in Feuilletons, Skiz-
zen und Gedichten, die er ſeit 1890 in
Zeitſchriften und ſelbſtändigen Wer-
ken veröffentlichte.

S:

Jm bunten
Rock (Nn. a. öſterr.-ungar. Garni-
ſonen), 1899. ‒ Halali und andere
Reitergeſchichten aus Öſterr.-Ungarn,
[Spaltenumbruch]

Lyo
1901. ‒ Allerlei Soldatiſches und
Menſchliches, 1903. ‒ Reiterbriefe aus
Öſterreich (Nn.), 1905. ‒ Jm Vorüber-
reiten (Stimmungen eines fahrenden
Geſellen), 1907. ‒ Von der Grenze.
Nordöſtliches (Sk.), 1910.

Lynar, C.,

Pſeud. für Lina Rö-
mer;
ſ. d.!

Lyncker, Wilhelm,

* am 30. März
1831 zu Kaſſel als der Sohn eines
Kaufmanns, empfing nach dem frü-
hen Tode ſeines Vaters ſeinen erſten
Unterricht in der Bürgerſchule zu
Kaſſel und trat nach ſeiner Konfir-
mation 1845 als Schreiber beim Ju-
ſtizamt zu Wolfhagen ein. Nebenbei
erlernte er die Stenographie u. fand
1848 in der Ständekammer als Ste-
nograph Beſchäftigung. Später über-
nahm er die Stelle eines Buchhalters
in einem kaufmänniſchen Geſchäfte,
wurde 1854 Korreſpondent und Se-
kretär bei der franzöſiſchen Berg-
werksgeſellſchaft zu Ramsbeck und
1855 Sekretär und Bibliothekar am
Hoftheater in Kaſſel. Als ſolcher
ſtarb er am 30. Januar 1862.

S:


Drei Weihnachtsgeſchichten von Ernſt
Koch, W. L. („Der eiſerne Mann‟) u.
K. Altmüller, 1859. ‒ Verſchiedene
Novellen unter dem Namen R.
Kleyn im „Kaſſeler Sonntagsblatt‟
(1857).

*Lyon, Otto,

geb. am 10. Janr.
1853 in Spittewitz bei Meißen als
der Sohn eines Lehrers, widmete ſich
im Lehrerſeminar zu Noſſen dem Be-
rufe ſeines Vaters und war dann als
Lehrer an einer Volksſchule tätig.
Nach rühmlich beſtandener Wahl-
fähigkeitsprüfung ging er nach Leip-
zig, um an der Univerſität Pädagogik,
deutſche Sprache und Literatur und
Kunſtgeſchichte zu ſtudieren, erwarb
ſich hier das Zeugnis für das höhere
Lehramt u. die Würde eines Dr. phil.,
wurde 1878 Oberlehrer am Real-
gymnaſium in Leipzig, 1879 in Dö-
beln und 1884 an dem Annen-Real-
gymnaſium in Dresden, wo er 1898

*
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="index" n="1">
        <p><pb facs="#f0338" n="334"/><lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Lux</hi></fw><lb/>
träge. </p>
      </div><lb/>
      <div type="bibliography" n="1">
        <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
        <p> Metamorpho&#x017F;en (R.). 1901.<lb/>
&#x2012; Jene A&#x017F;ra (N.), 1902. &#x2012; Kismet<lb/>
(Dr.), 1908.</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<hi rendition="#b">Lux,</hi> Jo&#x017F;eph Augu&#x017F;t,</head>
        <p> geboren am<lb/>
8. April 1871 in Wien, ab&#x017F;olvierte<lb/>
da&#x017F;elb&#x017F;t die Mittel&#x017F;chule und widmete<lb/>
&#x017F;ich dann neuphilologi&#x017F;chen Studien<lb/>
in England, Frankreich und München,<lb/>
war hier auch einige Zeit als Lehrer<lb/>
tätig. Nach &#x017F;einer Rückkehr nach<lb/>
Wien (1900) wurde er Journali&#x017F;t u.<lb/>
Redakteur ver&#x017F;chiedener Zeit&#x017F;chriften,<lb/>
wie der Kun&#x017F;tzeit&#x017F;chrift &#x201E;Das Jnte-<lb/>
rieur&#x201F; und der Zeit&#x017F;chrift für &#x017F;täd-<lb/>
ti&#x017F;che Kultur &#x201E;Die hohe Warte&#x201F;. Letz-<lb/>
tere redigierte er auch noch von Dres-<lb/>
den-Bla&#x017F;ewitz aus, wohin er 1907<lb/>
&#x017F;einen Wohn&#x017F;itz verlegt hatte. Seit<lb/>
1910 lebt er in München. </p>
      </div><lb/>
      <div type="bibliography" n="1">
        <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
        <p> Da<lb/>
Fink vom Weanawald (Ge. in unter-<lb/>
enn&#x017F;i&#x017F;cher Mdt.), 1900. &#x2012; Wiener<lb/>
Sonette und andere Lieder, 1902. &#x2012;<lb/>
Eine Rei&#x017F;e in Dalmatien, 1908. &#x2012;<lb/>
Am&#x017F;el Gabe&#x017F;am (R.), 1910. &#x2012; Che-<lb/>
valier Blaubarts Liebesgarten (R.),<lb/>
1910. &#x2012; Die Vi&#x017F;ion der lieben Frau<lb/>
(Münchner R.), 1911.</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<hi rendition="#b">Luzatto,</hi> Arthur,</head>
        <p> p&#x017F;eud. <hi rendition="#g">Alfred<lb/>
Söhn&#x017F;torff,</hi> wurde am 9. Novbr.<lb/>
1864 in Döbling bei Wien als der<lb/>
Sohn eines Kaufmanns geboren,<lb/>
trat nach beendeten Gymna&#x017F;ial&#x017F;tudien<lb/>
1883 in ein ö&#x017F;terreich.-ungari&#x017F;ches<lb/>
Dragonerregiment, wurde 1886 akti-<lb/>
ver Offizier und 1901 Rittmei&#x017F;ter<lb/>
im 9. Dragonerregiment in Lemberg.<lb/>
Seit 1910 &#x017F;teht er als Major im 15.<lb/>
Dragoner-Reg. in Wiener-Neu&#x017F;tadt.<lb/>
Der poeti&#x017F;che Schimmer, der un&#x017F;ere<lb/>
ritterliche Waffe verklärt, in&#x017F;pirierte<lb/>
auch L., gleich Baron Torre&#x017F;ani und<lb/>
Freiherrn von Ompteda zur literari-<lb/>
&#x017F;chen Verarbeitung &#x017F;oldati&#x017F;ch-men&#x017F;ch-<lb/>
licher Eindrücke in Feuilletons, Skiz-<lb/>
zen und Gedichten, die er &#x017F;eit 1890 in<lb/>
Zeit&#x017F;chriften und &#x017F;elb&#x017F;tändigen Wer-<lb/>
ken veröffentlichte. </p>
      </div><lb/>
      <div type="bibliography" n="1">
        <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
        <p> Jm bunten<lb/>
Rock (Nn. a. ö&#x017F;terr.-ungar. Garni-<lb/>
&#x017F;onen), 1899. &#x2012; Halali und andere<lb/>
Reiterge&#x017F;chichten aus Ö&#x017F;terr.-Ungarn,<lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Lyo</hi></fw><lb/>
1901. &#x2012; Allerlei Soldati&#x017F;ches und<lb/>
Men&#x017F;chliches, 1903. &#x2012; Reiterbriefe aus<lb/>
Ö&#x017F;terreich (Nn.), 1905. &#x2012; Jm Vorüber-<lb/>
reiten (Stimmungen eines fahrenden<lb/>
Ge&#x017F;ellen), 1907. &#x2012; Von der Grenze.<lb/>
Nordö&#x017F;tliches (Sk.), 1910.</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head><hi rendition="#b">Lynar,</hi> C.,</head>
        <p> P&#x017F;eud. für <hi rendition="#g">Lina Rö-<lb/>
mer;</hi> &#x017F;. d.!</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head><hi rendition="#b">Lyncker,</hi> Wilhelm,</head>
        <p> * am 30. März<lb/>
1831 zu Ka&#x017F;&#x017F;el als der Sohn eines<lb/>
Kaufmanns, empfing nach dem frü-<lb/>
hen Tode &#x017F;eines Vaters &#x017F;einen er&#x017F;ten<lb/>
Unterricht in der Bürger&#x017F;chule zu<lb/>
Ka&#x017F;&#x017F;el und trat nach &#x017F;einer Konfir-<lb/>
mation 1845 als Schreiber beim Ju-<lb/>
&#x017F;tizamt zu Wolfhagen ein. Nebenbei<lb/>
erlernte er die Stenographie u. fand<lb/>
1848 in der Ständekammer als Ste-<lb/>
nograph Be&#x017F;chäftigung. Später über-<lb/>
nahm er die Stelle eines Buchhalters<lb/>
in einem kaufmänni&#x017F;chen Ge&#x017F;chäfte,<lb/>
wurde 1854 Korre&#x017F;pondent und Se-<lb/>
kretär bei der franzö&#x017F;i&#x017F;chen Berg-<lb/>
werksge&#x017F;ell&#x017F;chaft zu Ramsbeck und<lb/>
1855 Sekretär und Bibliothekar am<lb/>
Hoftheater in Ka&#x017F;&#x017F;el. Als &#x017F;olcher<lb/>
&#x017F;tarb er am 30. Januar 1862. </p>
      </div><lb/>
      <div type="bibliography" n="1">
        <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
        <p><lb/>
Drei Weihnachtsge&#x017F;chichten von Ern&#x017F;t<lb/>
Koch, W. L. (&#x201E;Der ei&#x017F;erne Mann&#x201F;) u.<lb/>
K. Altmüller, 1859. &#x2012; Ver&#x017F;chiedene<lb/>
Novellen unter dem Namen R.<lb/><hi rendition="#g">Kleyn</hi> im &#x201E;Ka&#x017F;&#x017F;eler Sonntagsblatt&#x201F;<lb/>
(1857).</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<hi rendition="#b">Lyon,</hi> Otto,</head>
        <p> geb. am 10. Janr.<lb/>
1853 in Spittewitz bei Meißen als<lb/>
der Sohn eines Lehrers, widmete &#x017F;ich<lb/>
im Lehrer&#x017F;eminar zu No&#x017F;&#x017F;en dem Be-<lb/>
rufe &#x017F;eines Vaters und war dann als<lb/>
Lehrer an einer Volks&#x017F;chule tätig.<lb/>
Nach rühmlich be&#x017F;tandener Wahl-<lb/>
fähigkeitsprüfung ging er nach Leip-<lb/>
zig, um an der Univer&#x017F;ität Pädagogik,<lb/>
deut&#x017F;che Sprache und Literatur und<lb/>
Kun&#x017F;tge&#x017F;chichte zu &#x017F;tudieren, erwarb<lb/>
&#x017F;ich hier das Zeugnis für das höhere<lb/>
Lehramt u. die Würde eines <hi rendition="#aq">Dr. phil.,</hi><lb/>
wurde 1878 Oberlehrer am Real-<lb/>
gymna&#x017F;ium in Leipzig, 1879 in Dö-<lb/>
beln und 1884 an dem Annen-Real-<lb/>
gymna&#x017F;ium in Dresden, wo er 1898<lb/>
<fw type="sig" place="bottom">*</fw><lb/></p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[334/0338] Lux Lyo träge. S: Metamorphoſen (R.). 1901. ‒ Jene Aſra (N.), 1902. ‒ Kismet (Dr.), 1908. *Lux, Joſeph Auguſt, geboren am 8. April 1871 in Wien, abſolvierte daſelbſt die Mittelſchule und widmete ſich dann neuphilologiſchen Studien in England, Frankreich und München, war hier auch einige Zeit als Lehrer tätig. Nach ſeiner Rückkehr nach Wien (1900) wurde er Journaliſt u. Redakteur verſchiedener Zeitſchriften, wie der Kunſtzeitſchrift „Das Jnte- rieur‟ und der Zeitſchrift für ſtäd- tiſche Kultur „Die hohe Warte‟. Letz- tere redigierte er auch noch von Dres- den-Blaſewitz aus, wohin er 1907 ſeinen Wohnſitz verlegt hatte. Seit 1910 lebt er in München. S: Da Fink vom Weanawald (Ge. in unter- ennſiſcher Mdt.), 1900. ‒ Wiener Sonette und andere Lieder, 1902. ‒ Eine Reiſe in Dalmatien, 1908. ‒ Amſel Gabeſam (R.), 1910. ‒ Che- valier Blaubarts Liebesgarten (R.), 1910. ‒ Die Viſion der lieben Frau (Münchner R.), 1911. *Luzatto, Arthur, pſeud. Alfred Söhnſtorff, wurde am 9. Novbr. 1864 in Döbling bei Wien als der Sohn eines Kaufmanns geboren, trat nach beendeten Gymnaſialſtudien 1883 in ein öſterreich.-ungariſches Dragonerregiment, wurde 1886 akti- ver Offizier und 1901 Rittmeiſter im 9. Dragonerregiment in Lemberg. Seit 1910 ſteht er als Major im 15. Dragoner-Reg. in Wiener-Neuſtadt. Der poetiſche Schimmer, der unſere ritterliche Waffe verklärt, inſpirierte auch L., gleich Baron Torreſani und Freiherrn von Ompteda zur literari- ſchen Verarbeitung ſoldatiſch-menſch- licher Eindrücke in Feuilletons, Skiz- zen und Gedichten, die er ſeit 1890 in Zeitſchriften und ſelbſtändigen Wer- ken veröffentlichte. S: Jm bunten Rock (Nn. a. öſterr.-ungar. Garni- ſonen), 1899. ‒ Halali und andere Reitergeſchichten aus Öſterr.-Ungarn, 1901. ‒ Allerlei Soldatiſches und Menſchliches, 1903. ‒ Reiterbriefe aus Öſterreich (Nn.), 1905. ‒ Jm Vorüber- reiten (Stimmungen eines fahrenden Geſellen), 1907. ‒ Von der Grenze. Nordöſtliches (Sk.), 1910. Lynar, C., Pſeud. für Lina Rö- mer; ſ. d.! Lyncker, Wilhelm, * am 30. März 1831 zu Kaſſel als der Sohn eines Kaufmanns, empfing nach dem frü- hen Tode ſeines Vaters ſeinen erſten Unterricht in der Bürgerſchule zu Kaſſel und trat nach ſeiner Konfir- mation 1845 als Schreiber beim Ju- ſtizamt zu Wolfhagen ein. Nebenbei erlernte er die Stenographie u. fand 1848 in der Ständekammer als Ste- nograph Beſchäftigung. Später über- nahm er die Stelle eines Buchhalters in einem kaufmänniſchen Geſchäfte, wurde 1854 Korreſpondent und Se- kretär bei der franzöſiſchen Berg- werksgeſellſchaft zu Ramsbeck und 1855 Sekretär und Bibliothekar am Hoftheater in Kaſſel. Als ſolcher ſtarb er am 30. Januar 1862. S: Drei Weihnachtsgeſchichten von Ernſt Koch, W. L. („Der eiſerne Mann‟) u. K. Altmüller, 1859. ‒ Verſchiedene Novellen unter dem Namen R. Kleyn im „Kaſſeler Sonntagsblatt‟ (1857). *Lyon, Otto, geb. am 10. Janr. 1853 in Spittewitz bei Meißen als der Sohn eines Lehrers, widmete ſich im Lehrerſeminar zu Noſſen dem Be- rufe ſeines Vaters und war dann als Lehrer an einer Volksſchule tätig. Nach rühmlich beſtandener Wahl- fähigkeitsprüfung ging er nach Leip- zig, um an der Univerſität Pädagogik, deutſche Sprache und Literatur und Kunſtgeſchichte zu ſtudieren, erwarb ſich hier das Zeugnis für das höhere Lehramt u. die Würde eines Dr. phil., wurde 1878 Oberlehrer am Real- gymnaſium in Leipzig, 1879 in Dö- beln und 1884 an dem Annen-Real- gymnaſium in Dresden, wo er 1898 *

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/338
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 334. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/338>, abgerufen am 20.03.2019.