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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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berg, wo er jetzt noch im Amte steht
und zwar seit 1905 als Lehrerob-
mann an der Simultanschule. Auf
seine dichterische Entwickelung waren
besonders ein Aufenthalt in Thürin-
gen zum Besuch der Jenenser Ferien-
kurse (1901) und eine Reise mit seiner
Familie nach Jtalien (1902) von
wesentlichem Einfluß. Die Begeiste-
rung für die Schönheit des überall
Geschauten trieb ihn zu tieferen lite-
rarischen Studien und schließlich zu
poetischer Darstellung.

S:

Gedichte,
1905.

*Maier, Wilhelm,

geb. am 15.
Februar 1845 zu Wurmannsquick
(Bayern), widmete sich auf dem Gym-
nasium und im Priesterseminar zu
Passau, sowie auf der Universität
München in den Jahren 1857-69
dem Studium der Theologie, war
von da ab Hilfspriester in Obern-
zell, in Untergriesbach, Altötting,
Pfarrkirchen, wurde 1891 Pfarrer in
Postmünster und wirkt als solcher seit
1898 in Kastl bei Altötting. Außer
einigen topographischen, theologischen
und sozialpolitischen Schriften ver-
öffentlichte er

S:

Moses (Bibl. Ep.),
1889.

*Mailänder, Lucy,

pseud. Lucy
Malden,
wurde am 12. Aug. 1886
in Fürth in Bayern geboren, wo ihr
Vater eine vor den Toren der Stadt
gelegene Brauerei besitzt, besuchte 10
Jahre lang ein Privatinstitut in
Fürth und vollendete ihre Schulbil-
dung im großherzoglichen Jnstitut in
Mannheim, wo sie noch ein Jahr
weilte. Später unternahm sie wieder-
holt Reisen nach Jtalien, welche nicht
ohne Einfluß auf ihr Dichten geblie-
ben sind. Sie lebt noch jetzt in Fürth.

S:

Gedichte, 1908.

Majer, Erasmus Joseph Otto,


wurde als der Sohn eines österreichi-
schen Offiziers auf einer Reise seiner
Eltern am 25. Juni 1816 in München
geboren, besuchte das Gymnasium in
Jnnsbruck, machte die philosophischen
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Studien in Linz und die juridischen
an der Wiener Universität u. erwarb
sich während des Besuchs der letzteren
seine Mittel durch Privatunterricht.
Mitte der sechziger Jahre war er Kor-
rektor der kaiserl. Schulbücher-Ver-
lags-Direktion in Wien.

S:

Wald-
Jasmin (En. f. die Jugend), 1856. -
- Rosen. Unserer lieben Frau geweiht
(Rel.-episch. G.), 1856.

*Majerszky, Adalbert von,

geb.
am 1. Aug. 1866 auf dem väterlichen
Gute Pjechow bei Trentschin in Un-
garn als der Sohn eines Husaren-
rittmeisters a. D., verlebte seine Ju-
gend in ländlicher Einsamkeit, in der
sich seine Neigung zur Lektüre und
zum Studieren besonders stark ent-
wickelte, kam mit 13 Jahren auf das
Gymnasium in Preßburg und bezog
schon mit 15 Jahren die dortige juri-
dische Akademie, an der er seinem Va-
ter zuliebe sich vier Jahre lang den
Rechtswissenschaften widmete. Er
verfolgte indessen die praktische Lauf-
bahn des Juristen nicht, sondern
kehrte in die Heimat zurück, um auf
dem väterlichen Gute den Betrieb der
Landwirtschaft kennen zu lernen. Die
Liebe zu den Eltern, deren einziges
Kind er war, hielt ihn hier fest, ob-
wohl sein Geist in der Umgebung und
in der Gesellschaft seiner Heimat we-
nig Anregung u. Nahrung fand; doch
gönnte er sich 1887 einen längeren
Aufenthalt in Wien und hin u. wie-
der kleinere Reiseausflüge. Nach dem
Tode seines Vaters (März 1892)
konnte er aber seinen Zielen mit mehr
Nachdruck und Erfolg zustreben. Er
übernahm das Präsidium der "Jnter-
nationalen Korrespondenz-Assozia-
tion" u. die Herausgabe des Organs
derselben "Jcara", und im Dezember
1893 erwarb er das 1880 von Paul
Heinze gegründete "Deutsche Dichter-
heim", als dessen Herausgeber er
teils in Pjechow, teils in Bolleso im
Waagtal (Ungarn) lebte. Zuletzt
hatte er seinen Wohnsitz in Baden bei

*


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Mai
berg, wo er jetzt noch im Amte ſteht
und zwar ſeit 1905 als Lehrerob-
mann an der Simultanſchule. Auf
ſeine dichteriſche Entwickelung waren
beſonders ein Aufenthalt in Thürin-
gen zum Beſuch der Jenenſer Ferien-
kurſe (1901) und eine Reiſe mit ſeiner
Familie nach Jtalien (1902) von
weſentlichem Einfluß. Die Begeiſte-
rung für die Schönheit des überall
Geſchauten trieb ihn zu tieferen lite-
rariſchen Studien und ſchließlich zu
poetiſcher Darſtellung.

S:

Gedichte,
1905.

*Maier, Wilhelm,

geb. am 15.
Februar 1845 zu Wurmannsquick
(Bayern), widmete ſich auf dem Gym-
naſium und im Prieſterſeminar zu
Paſſau, ſowie auf der Univerſität
München in den Jahren 1857‒69
dem Studium der Theologie, war
von da ab Hilfsprieſter in Obern-
zell, in Untergriesbach, Altötting,
Pfarrkirchen, wurde 1891 Pfarrer in
Poſtmünſter und wirkt als ſolcher ſeit
1898 in Kaſtl bei Altötting. Außer
einigen topographiſchen, theologiſchen
und ſozialpolitiſchen Schriften ver-
öffentlichte er

S:

Moſes (Bibl. Ep.),
1889.

*Mailänder, Lucy,

pſeud. Lucy
Malden,
wurde am 12. Aug. 1886
in Fürth in Bayern geboren, wo ihr
Vater eine vor den Toren der Stadt
gelegene Brauerei beſitzt, beſuchte 10
Jahre lang ein Privatinſtitut in
Fürth und vollendete ihre Schulbil-
dung im großherzoglichen Jnſtitut in
Mannheim, wo ſie noch ein Jahr
weilte. Später unternahm ſie wieder-
holt Reiſen nach Jtalien, welche nicht
ohne Einfluß auf ihr Dichten geblie-
ben ſind. Sie lebt noch jetzt in Fürth.

S:

Gedichte, 1908.

Majer, Erasmus Joſeph Otto,


wurde als der Sohn eines öſterreichi-
ſchen Offiziers auf einer Reiſe ſeiner
Eltern am 25. Juni 1816 in München
geboren, beſuchte das Gymnaſium in
Jnnsbruck, machte die philoſophiſchen
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Maj
Studien in Linz und die juridiſchen
an der Wiener Univerſität u. erwarb
ſich während des Beſuchs der letzteren
ſeine Mittel durch Privatunterricht.
Mitte der ſechziger Jahre war er Kor-
rektor der kaiſerl. Schulbücher-Ver-
lags-Direktion in Wien.

S:

Wald-
Jasmin (En. f. die Jugend), 1856. ‒
‒ Roſen. Unſerer lieben Frau geweiht
(Rel.-epiſch. G.), 1856.

*Majerszky, Adalbert von,

geb.
am 1. Aug. 1866 auf dem väterlichen
Gute Pjechow bei Trentſchin in Un-
garn als der Sohn eines Huſaren-
rittmeiſters a. D., verlebte ſeine Ju-
gend in ländlicher Einſamkeit, in der
ſich ſeine Neigung zur Lektüre und
zum Studieren beſonders ſtark ent-
wickelte, kam mit 13 Jahren auf das
Gymnaſium in Preßburg und bezog
ſchon mit 15 Jahren die dortige juri-
diſche Akademie, an der er ſeinem Va-
ter zuliebe ſich vier Jahre lang den
Rechtswiſſenſchaften widmete. Er
verfolgte indeſſen die praktiſche Lauf-
bahn des Juriſten nicht, ſondern
kehrte in die Heimat zurück, um auf
dem väterlichen Gute den Betrieb der
Landwirtſchaft kennen zu lernen. Die
Liebe zu den Eltern, deren einziges
Kind er war, hielt ihn hier feſt, ob-
wohl ſein Geiſt in der Umgebung und
in der Geſellſchaft ſeiner Heimat we-
nig Anregung u. Nahrung fand; doch
gönnte er ſich 1887 einen längeren
Aufenthalt in Wien und hin u. wie-
der kleinere Reiſeausflüge. Nach dem
Tode ſeines Vaters (März 1892)
konnte er aber ſeinen Zielen mit mehr
Nachdruck und Erfolg zuſtreben. Er
übernahm das Präſidium der „Jnter-
nationalen Korreſpondenz-Aſſozia-
tion‟ u. die Herausgabe des Organs
derſelben „Jcara‟, und im Dezember
1893 erwarb er das 1880 von Paul
Heinze gegründete „Deutſche Dichter-
heim‟, als deſſen Herausgeber er
teils in Pjechow, teils in Bolleſo im
Waagtal (Ungarn) lebte. Zuletzt
hatte er ſeinen Wohnſitz in Baden bei

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[348/0352] Mai Maj berg, wo er jetzt noch im Amte ſteht und zwar ſeit 1905 als Lehrerob- mann an der Simultanſchule. Auf ſeine dichteriſche Entwickelung waren beſonders ein Aufenthalt in Thürin- gen zum Beſuch der Jenenſer Ferien- kurſe (1901) und eine Reiſe mit ſeiner Familie nach Jtalien (1902) von weſentlichem Einfluß. Die Begeiſte- rung für die Schönheit des überall Geſchauten trieb ihn zu tieferen lite- rariſchen Studien und ſchließlich zu poetiſcher Darſtellung. S: Gedichte, 1905. *Maier, Wilhelm, geb. am 15. Februar 1845 zu Wurmannsquick (Bayern), widmete ſich auf dem Gym- naſium und im Prieſterſeminar zu Paſſau, ſowie auf der Univerſität München in den Jahren 1857‒69 dem Studium der Theologie, war von da ab Hilfsprieſter in Obern- zell, in Untergriesbach, Altötting, Pfarrkirchen, wurde 1891 Pfarrer in Poſtmünſter und wirkt als ſolcher ſeit 1898 in Kaſtl bei Altötting. Außer einigen topographiſchen, theologiſchen und ſozialpolitiſchen Schriften ver- öffentlichte er S: Moſes (Bibl. Ep.), 1889. *Mailänder, Lucy, pſeud. Lucy Malden, wurde am 12. Aug. 1886 in Fürth in Bayern geboren, wo ihr Vater eine vor den Toren der Stadt gelegene Brauerei beſitzt, beſuchte 10 Jahre lang ein Privatinſtitut in Fürth und vollendete ihre Schulbil- dung im großherzoglichen Jnſtitut in Mannheim, wo ſie noch ein Jahr weilte. Später unternahm ſie wieder- holt Reiſen nach Jtalien, welche nicht ohne Einfluß auf ihr Dichten geblie- ben ſind. Sie lebt noch jetzt in Fürth. S: Gedichte, 1908. Majer, Erasmus Joſeph Otto, wurde als der Sohn eines öſterreichi- ſchen Offiziers auf einer Reiſe ſeiner Eltern am 25. Juni 1816 in München geboren, beſuchte das Gymnaſium in Jnnsbruck, machte die philoſophiſchen Studien in Linz und die juridiſchen an der Wiener Univerſität u. erwarb ſich während des Beſuchs der letzteren ſeine Mittel durch Privatunterricht. Mitte der ſechziger Jahre war er Kor- rektor der kaiſerl. Schulbücher-Ver- lags-Direktion in Wien. S: Wald- Jasmin (En. f. die Jugend), 1856. ‒ ‒ Roſen. Unſerer lieben Frau geweiht (Rel.-epiſch. G.), 1856. *Majerszky, Adalbert von, geb. am 1. Aug. 1866 auf dem väterlichen Gute Pjechow bei Trentſchin in Un- garn als der Sohn eines Huſaren- rittmeiſters a. D., verlebte ſeine Ju- gend in ländlicher Einſamkeit, in der ſich ſeine Neigung zur Lektüre und zum Studieren beſonders ſtark ent- wickelte, kam mit 13 Jahren auf das Gymnaſium in Preßburg und bezog ſchon mit 15 Jahren die dortige juri- diſche Akademie, an der er ſeinem Va- ter zuliebe ſich vier Jahre lang den Rechtswiſſenſchaften widmete. Er verfolgte indeſſen die praktiſche Lauf- bahn des Juriſten nicht, ſondern kehrte in die Heimat zurück, um auf dem väterlichen Gute den Betrieb der Landwirtſchaft kennen zu lernen. Die Liebe zu den Eltern, deren einziges Kind er war, hielt ihn hier feſt, ob- wohl ſein Geiſt in der Umgebung und in der Geſellſchaft ſeiner Heimat we- nig Anregung u. Nahrung fand; doch gönnte er ſich 1887 einen längeren Aufenthalt in Wien und hin u. wie- der kleinere Reiſeausflüge. Nach dem Tode ſeines Vaters (März 1892) konnte er aber ſeinen Zielen mit mehr Nachdruck und Erfolg zuſtreben. Er übernahm das Präſidium der „Jnter- nationalen Korreſpondenz-Aſſozia- tion‟ u. die Herausgabe des Organs derſelben „Jcara‟, und im Dezember 1893 erwarb er das 1880 von Paul Heinze gegründete „Deutſche Dichter- heim‟, als deſſen Herausgeber er teils in Pjechow, teils in Bolleſo im Waagtal (Ungarn) lebte. Zuletzt hatte er ſeinen Wohnſitz in Baden bei *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 348. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/352>, abgerufen am 27.03.2019.