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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Man
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1860. - Die dreyfach Hochzitt em
Bäsäthal (O.), 1863. - Malbrogh (uf
Colmererditsch), o. J. - D'r Hans
on's Grethälä em Ehstand (O.), 1869.
- Colmerditschi Gedichtler, 1. Teil,
1875. Gesamtausgabe, 1896.

*Mankowski, Hermann, psd. Dr.
Justus,

* am 8. April 1854 zu Cabie-
nen im Kreise Rössel (Ostpreußen) als
der Sohn eines Lehrers, wurde nach
seiner Entlassung aus der Schule für
den Beruf eines Bildhauers bestimmt,
trat aber auf besonderen Wunsch der
Mutter 1873 in das Lehrerseminar
in Braunsberg ein, das er 1876 ab-
solvierte. Als junger Lehrer begann
er schon seine schriftstellerische Tätig-
keit, und übernahm 1888 nach dem
Ausscheiden aus dem Amte die Re-
daktion der "Posener Morgenzei-
tung". Jm Jahre 1890 ließ er sich
als freier Schriftsteller in seinem Ge-
burtsorte nieder, übernahm 1896 die
Vertretung des Allensteiner "Volks-
blatt", später der "Wermia" in Heils-
berg und lebt seit 1901 als Schrift-
steller in Danzig, wo er nebenbei
seit 1905 die "Bürgerzeitung" redi-
giert.

S:

Unter Nordlands Eichen
(Historisch-romant. Schsp.), 1896.
- Der Tod des heiligen Adalbert
(Hymnus), 1897. - Ein Gang durch
den Stadtwald Allenstein (Ge.), 1897.
- Die Belagerung von Marienburg
(Histor.-romant. Schsp.), 1901. - Die
Jungfrau von Orleans (Geschichtl.
Tr.), 1902. - Der Nibelungen Heu-
nenfahrt (Altgerm. Tr.), 1907. - Das
Stiftungsfest (Schsp.), 1907. - Der
Geburtstag des Veteranen (Schsp.),
1908 (Sv.). - Der heilige Bonifatius
im Kampf mit dem Heidentum (Dr.),
1911. - Kaja (Dram. Gemälde), 1911.

*Mann, Heinrich,

entstammt einer
alten Kaufmannsfamilie mit hun-
dertjähriger Überlieferung u. wurde
am 27. März 1871 als ältester Sohn
des Kaufmanns und Senators Hein-
rich M. in Lübeck geboren. Von Kind-
heit an interessierte er sich für nichts

Man
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anderes, als für gute Bücher und
schöne Bilder. Seine Studien wur-
den dadurch sehr unregelmäßig. Das
meiste hat er in Jtalien gelernt, wo-
hin er 1893 zum erstenmal ging, und
das Jahr 1895, in welchem er Rom
betrat, betrachtet er als das schick-
salsvollste seines Lebens; es rief
auch seine Schrift "Das Wunderbare
und andere Novellen" hervor, die
eine erste Auslese seiner italienischen
Erlebnisse bietet. Jn Deutschland
hatte M. gewöhnlich seinen Wohnsitz
in München, bis er ihn 1906 nach
Augsburg und 1907 nach Polling bei
Weilheim (Oberbayern) verlegte.

S:


Das Wunderbare und andere Novel-
len, 1897. - Jn einer Familie (R.),
1894. - Ein Verbrechen und andere
Geschichten, 1898. - Jm Schlaraffen-
land (Ein R. unter seinen Leuten),
1900. - Die Göttinnen, oder: Die
drei Romane der Herzogin von Assy;
III, 1903 (Jnhalt: 1. Diana. - 2.
Minerva. - 3. Venus) - Die Jagd nach
Liebe (R.), 1903. - Flöten u. Dolche
(Nn.), 1905. - Professor Unrat, oder:
Das Ende eines Tyrannen (R.),
1905. - Eine Freundschaft. Gustave
Flaubert und George Sand, 1905. -
Schauspielerin (N.), 1906. - Stür-
mische Morgen (Nn.), 1906. 3. T.
1907. - Mnais und Ginevra, 1906.
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4. A. 1908. - Die Bösen (Nn.), 1908.
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1911. - Variete (Dr.), 1910.

*Mann, Thomas,

Bruder des
Vorigen, geboren am 6. Juni 1875
in Lübeck als der Sohn eines Groß-
kaufmanns und Senators, wuchs
in den reichen bürgerlichen Verhält-
nissen einer hanseatischen Patrizier-
familie auf und erhielt seine Bildung
in den Realklassen des dortigen Ka-
tharineums. Nach dem Tode des
Vaters (1893) siedelten die Mutter u.
die Geschwister nach München über,
und ein Jahr später ging auch Tho-
mas dorthin, um als Volontär in die

*


Man
[Spaltenumbruch]
1860. ‒ Die dreyfach Hochzitt em
Bäſäthal (O.), 1863. ‒ Malbrogh (uf
Colmererditſch), o. J. ‒ D’r Hans
on’s Grethälä em Ehſtand (O.), 1869.
‒ Colmerditſchi Gedichtler, 1. Teil,
1875. Geſamtausgabe, 1896.

*Mankowski, Hermann, pſd. Dr.
Juſtus,

* am 8. April 1854 zu Cabie-
nen im Kreiſe Röſſel (Oſtpreußen) als
der Sohn eines Lehrers, wurde nach
ſeiner Entlaſſung aus der Schule für
den Beruf eines Bildhauers beſtimmt,
trat aber auf beſonderen Wunſch der
Mutter 1873 in das Lehrerſeminar
in Braunsberg ein, das er 1876 ab-
ſolvierte. Als junger Lehrer begann
er ſchon ſeine ſchriftſtelleriſche Tätig-
keit, und übernahm 1888 nach dem
Ausſcheiden aus dem Amte die Re-
daktion der „Poſener Morgenzei-
tung‟. Jm Jahre 1890 ließ er ſich
als freier Schriftſteller in ſeinem Ge-
burtsorte nieder, übernahm 1896 die
Vertretung des Allenſteiner „Volks-
blatt‟, ſpäter der „Wermia‟ in Heils-
berg und lebt ſeit 1901 als Schrift-
ſteller in Danzig, wo er nebenbei
ſeit 1905 die „Bürgerzeitung‟ redi-
giert.

S:

Unter Nordlands Eichen
(Hiſtoriſch-romant. Schſp.), 1896.
‒ Der Tod des heiligen Adalbert
(Hymnus), 1897. ‒ Ein Gang durch
den Stadtwald Allenſtein (Ge.), 1897.
‒ Die Belagerung von Marienburg
(Hiſtor.-romant. Schſp.), 1901. ‒ Die
Jungfrau von Orleans (Geſchichtl.
Tr.), 1902. ‒ Der Nibelungen Heu-
nenfahrt (Altgerm. Tr.), 1907. ‒ Das
Stiftungsfeſt (Schſp.), 1907. ‒ Der
Geburtstag des Veteranen (Schſp.),
1908 (Sv.). ‒ Der heilige Bonifatius
im Kampf mit dem Heidentum (Dr.),
1911. ‒ Kaja (Dram. Gemälde), 1911.

*Mann, Heinrich,

entſtammt einer
alten Kaufmannsfamilie mit hun-
dertjähriger Überlieferung u. wurde
am 27. März 1871 als älteſter Sohn
des Kaufmanns und Senators Hein-
rich M. in Lübeck geboren. Von Kind-
heit an intereſſierte er ſich für nichts

Man
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anderes, als für gute Bücher und
ſchöne Bilder. Seine Studien wur-
den dadurch ſehr unregelmäßig. Das
meiſte hat er in Jtalien gelernt, wo-
hin er 1893 zum erſtenmal ging, und
das Jahr 1895, in welchem er Rom
betrat, betrachtet er als das ſchick-
ſalsvollſte ſeines Lebens; es rief
auch ſeine Schrift „Das Wunderbare
und andere Novellen‟ hervor, die
eine erſte Ausleſe ſeiner italieniſchen
Erlebniſſe bietet. Jn Deutſchland
hatte M. gewöhnlich ſeinen Wohnſitz
in München, bis er ihn 1906 nach
Augsburg und 1907 nach Polling bei
Weilheim (Oberbayern) verlegte.

S:


Das Wunderbare und andere Novel-
len, 1897. ‒ Jn einer Familie (R.),
1894. ‒ Ein Verbrechen und andere
Geſchichten, 1898. ‒ Jm Schlaraffen-
land (Ein R. unter ſeinen Leuten),
1900. ‒ Die Göttinnen, oder: Die
drei Romane der Herzogin von Aſſy;
III, 1903 (Jnhalt: 1. Diana. ‒ 2.
Minerva. ‒ 3. Venus) ‒ Die Jagd nach
Liebe (R.), 1903. ‒ Flöten u. Dolche
(Nn.), 1905. ‒ Profeſſor Unrat, oder:
Das Ende eines Tyrannen (R.),
1905. ‒ Eine Freundſchaft. Guſtave
Flaubert und George Sand, 1905. ‒
Schauſpielerin (N.), 1906. ‒ Stür-
miſche Morgen (Nn.), 1906. 3. T.
1907. ‒ Mnais und Ginevra, 1906.
‒ Zwiſchen den Raſſen (R.), 1907.
4. A. 1908. ‒ Die Böſen (Nn.), 1908.
‒ Die kleine Stadt (R.), 1909. 4. A.
1911. ‒ Variété (Dr.), 1910.

*Mann, Thomas,

Bruder des
Vorigen, geboren am 6. Juni 1875
in Lübeck als der Sohn eines Groß-
kaufmanns und Senators, wuchs
in den reichen bürgerlichen Verhält-
niſſen einer hanſeatiſchen Patrizier-
familie auf und erhielt ſeine Bildung
in den Realklaſſen des dortigen Ka-
tharineums. Nach dem Tode des
Vaters (1893) ſiedelten die Mutter u.
die Geſchwiſter nach München über,
und ein Jahr ſpäter ging auch Tho-
mas dorthin, um als Volontär in die

*
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[359/0363] Man Man 1860. ‒ Die dreyfach Hochzitt em Bäſäthal (O.), 1863. ‒ Malbrogh (uf Colmererditſch), o. J. ‒ D’r Hans on’s Grethälä em Ehſtand (O.), 1869. ‒ Colmerditſchi Gedichtler, 1. Teil, 1875. Geſamtausgabe, 1896. *Mankowski, Hermann, pſd. Dr. Juſtus, * am 8. April 1854 zu Cabie- nen im Kreiſe Röſſel (Oſtpreußen) als der Sohn eines Lehrers, wurde nach ſeiner Entlaſſung aus der Schule für den Beruf eines Bildhauers beſtimmt, trat aber auf beſonderen Wunſch der Mutter 1873 in das Lehrerſeminar in Braunsberg ein, das er 1876 ab- ſolvierte. Als junger Lehrer begann er ſchon ſeine ſchriftſtelleriſche Tätig- keit, und übernahm 1888 nach dem Ausſcheiden aus dem Amte die Re- daktion der „Poſener Morgenzei- tung‟. Jm Jahre 1890 ließ er ſich als freier Schriftſteller in ſeinem Ge- burtsorte nieder, übernahm 1896 die Vertretung des Allenſteiner „Volks- blatt‟, ſpäter der „Wermia‟ in Heils- berg und lebt ſeit 1901 als Schrift- ſteller in Danzig, wo er nebenbei ſeit 1905 die „Bürgerzeitung‟ redi- giert. S: Unter Nordlands Eichen (Hiſtoriſch-romant. Schſp.), 1896. ‒ Der Tod des heiligen Adalbert (Hymnus), 1897. ‒ Ein Gang durch den Stadtwald Allenſtein (Ge.), 1897. ‒ Die Belagerung von Marienburg (Hiſtor.-romant. Schſp.), 1901. ‒ Die Jungfrau von Orleans (Geſchichtl. Tr.), 1902. ‒ Der Nibelungen Heu- nenfahrt (Altgerm. Tr.), 1907. ‒ Das Stiftungsfeſt (Schſp.), 1907. ‒ Der Geburtstag des Veteranen (Schſp.), 1908 (Sv.). ‒ Der heilige Bonifatius im Kampf mit dem Heidentum (Dr.), 1911. ‒ Kaja (Dram. Gemälde), 1911. *Mann, Heinrich, entſtammt einer alten Kaufmannsfamilie mit hun- dertjähriger Überlieferung u. wurde am 27. März 1871 als älteſter Sohn des Kaufmanns und Senators Hein- rich M. in Lübeck geboren. Von Kind- heit an intereſſierte er ſich für nichts anderes, als für gute Bücher und ſchöne Bilder. Seine Studien wur- den dadurch ſehr unregelmäßig. Das meiſte hat er in Jtalien gelernt, wo- hin er 1893 zum erſtenmal ging, und das Jahr 1895, in welchem er Rom betrat, betrachtet er als das ſchick- ſalsvollſte ſeines Lebens; es rief auch ſeine Schrift „Das Wunderbare und andere Novellen‟ hervor, die eine erſte Ausleſe ſeiner italieniſchen Erlebniſſe bietet. Jn Deutſchland hatte M. gewöhnlich ſeinen Wohnſitz in München, bis er ihn 1906 nach Augsburg und 1907 nach Polling bei Weilheim (Oberbayern) verlegte. S: Das Wunderbare und andere Novel- len, 1897. ‒ Jn einer Familie (R.), 1894. ‒ Ein Verbrechen und andere Geſchichten, 1898. ‒ Jm Schlaraffen- land (Ein R. unter ſeinen Leuten), 1900. ‒ Die Göttinnen, oder: Die drei Romane der Herzogin von Aſſy; III, 1903 (Jnhalt: 1. Diana. ‒ 2. Minerva. ‒ 3. Venus) ‒ Die Jagd nach Liebe (R.), 1903. ‒ Flöten u. Dolche (Nn.), 1905. ‒ Profeſſor Unrat, oder: Das Ende eines Tyrannen (R.), 1905. ‒ Eine Freundſchaft. Guſtave Flaubert und George Sand, 1905. ‒ Schauſpielerin (N.), 1906. ‒ Stür- miſche Morgen (Nn.), 1906. 3. T. 1907. ‒ Mnais und Ginevra, 1906. ‒ Zwiſchen den Raſſen (R.), 1907. 4. A. 1908. ‒ Die Böſen (Nn.), 1908. ‒ Die kleine Stadt (R.), 1909. 4. A. 1911. ‒ Variété (Dr.), 1910. *Mann, Thomas, Bruder des Vorigen, geboren am 6. Juni 1875 in Lübeck als der Sohn eines Groß- kaufmanns und Senators, wuchs in den reichen bürgerlichen Verhält- niſſen einer hanſeatiſchen Patrizier- familie auf und erhielt ſeine Bildung in den Realklaſſen des dortigen Ka- tharineums. Nach dem Tode des Vaters (1893) ſiedelten die Mutter u. die Geſchwiſter nach München über, und ein Jahr ſpäter ging auch Tho- mas dorthin, um als Volontär in die *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 359. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/363>, abgerufen am 26.03.2019.