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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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machte den deutsch-dänischen Feldzug
bis März 1864 als Jntendantur-Be-
amter mit, wurde dann aber als Hol-
steiner aus dem dänischen Militär-
dienst entlassen. Er wandte sich nun
der journalistischen Laufbahn zu und
war namentlich auch für skandina-
vische Blätter tätig. Nach seiner Heim-
kehr aus dem Kriege gegen Frank-
reich ließ er sich in Hamburg nieder,
wo er 1872-83 als politischer Mit-
redakteur des "Hamburg. Korrespon-
denten" und später als Schriftsteller
tätig war und am 16. Dezbr. 1891
starb.

S:

Neun Monate unter dem
Danebrog, 1864. - Aus bewegter Zeit
(Ge.), 1881. - Der Theaterkobold
(Hum.), 1886.

*Martens,

Kurt, geb. am 21. Juli
1870 in Leipzig als der Sohn des
Geh. Reg.-Rats H. O. M., absolvierte
1889 das Pädagogium Putbus, stu-
dierte in Heidelberg, Berlin u. Leipzig
Jurisprudenz, arbeitete seit 1893 als
Referendar in Dresden und Leipzig,
machte 1895 das juristische Staats-
examen, schied aber 1896 aus dem
Justizdienst u. lebte nun seinen schrift-
stellerischen Arbeiten in Leipzig. Er
war hier auch Mitbegründer der
"Literarischen Gesellschaft" (1895).
Jm Jahre 1898 siedelte er nach Dres-
den und 1899 nach München über,
wo er sich noch nachträglich (1908)
die Würde eines Dr. jur. erwarb.

S:

Sinkende Schwimmer (Novellist.
Sk.), 1892. - Wie ein Strahl ver-
glimmt (Dr.), 1895. - Die gehetzten
Seelen (Nn.), 1897. - Roman aus der
Decadence, 1898. - Aus dem Tage-
buche einer Baronesse von Treuth u.
andere Novellen, 1899. - Die Voll-
endung (R.), 1902. - Kaspar Hauser
(Dr.), 1903. - Katastrophen (Nn.),
1904. - Kreislauf der Liebe (Eine
Gesch. vom bessern Menschen), 1906. -
Der Freudenmeister (Kom.), 1907. -
Drei Novellen von adeliger Luft,
1909. - Literatur in Deutschland
(Studien und Eindrücke), 1910.

Mar
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*Martens,

Rolf Wolfgang, geb.
am 11. September 1868 in Berlin,
hatte in seiner Kindheit an schwerer,
innerer Krankheit zu leiden, so daß
er nur einen unregelmäßigen Unter-
richt genießen konnte. Seine letzte
Schulzeit verbrachte er in Eberswalde
und bezog dann 1889 die Universität
Berlin, um Philosophie mit besonde-
rer Berücksichtigung der Psychologie
zu studieren. Bald gewann das Jnter-
esse für das Theater in ihm die Ober-
hand, so daß er heimlich dramatischen
Unterricht nahm u. im Oktober 1890
zur Bühne nach Danzig ging. Weni-
ger der Wunsch, ein großer Schau-
spieler zu werden, als vielmehr das
Bestreben, das Theater und die Büh-
nentechnik bis in die kleinsten Züge
hinein zu studieren, waren für diesen
Schritt bestimmend. Jn den Som-
mermonaten pflegte er seine Studien
fortzusetzen, während er in der Win-
tersaison an Stadttheatern tätig war.
Der Tod seines Vaters (1904) machte
seine Anwesenheit in Berlin wegen
Verwaltung d. hinterlassenen Grund-
besitzes nötig, und seitdem hat er die
Bühnenlaufbahn aufgegeben u. lebt
jetzt seinen Studien u. der Schriftstel-
lerei.

S:

Karfreitagszauber (Dram.
Stimmungsbild), 1895. - Befreite
Flügel (Ge.), 1899. - Störtebecker
(Histor. Tr.), 1903. - Macchiavelli
(Tr.), 1906.

Martens, Thomas Dietrich,

geb.
am 11. Dezbr. 1838 zu Oldenswort,
Kreis Eiderstedt, in Schleswig-Hol-
stein, besuchte seit 1857 das Lehrer-
seminar in Segeberg, wirkte 1860 bis
1863 als Hauslehrer auf dem Hofe
Nagen, wurde dann Lehrer in Preetz
und wirkte seit 1864 als Hauptlehrer
u. Organist in Gelting, Kreis Flens-
burg, bis er am 1. Mai 1903 in den
Ruhestand trat. Er starb in Gelting
am 14. Juni 1910.

S:

Am Wege Ge-
pflücktes (Ge.), 1875.

*Martensen, Heinrich Emil,


geb. am 3. Februar 1847 auf der zu

*


Mar
[Spaltenumbruch]
machte den deutſch-däniſchen Feldzug
bis März 1864 als Jntendantur-Be-
amter mit, wurde dann aber als Hol-
ſteiner aus dem däniſchen Militär-
dienſt entlaſſen. Er wandte ſich nun
der journaliſtiſchen Laufbahn zu und
war namentlich auch für ſkandina-
viſche Blätter tätig. Nach ſeiner Heim-
kehr aus dem Kriege gegen Frank-
reich ließ er ſich in Hamburg nieder,
wo er 1872‒83 als politiſcher Mit-
redakteur des „Hamburg. Korreſpon-
denten‟ und ſpäter als Schriftſteller
tätig war und am 16. Dezbr. 1891
ſtarb.

S:

Neun Monate unter dem
Danebrog, 1864. ‒ Aus bewegter Zeit
(Ge.), 1881. ‒ Der Theaterkobold
(Hum.), 1886.

*Martens,

Kurt, geb. am 21. Juli
1870 in Leipzig als der Sohn des
Geh. Reg.-Rats H. O. M., abſolvierte
1889 das Pädagogium Putbus, ſtu-
dierte in Heidelberg, Berlin u. Leipzig
Jurisprudenz, arbeitete ſeit 1893 als
Referendar in Dresden und Leipzig,
machte 1895 das juriſtiſche Staats-
examen, ſchied aber 1896 aus dem
Juſtizdienſt u. lebte nun ſeinen ſchrift-
ſtelleriſchen Arbeiten in Leipzig. Er
war hier auch Mitbegründer der
„Literariſchen Geſellſchaft‟ (1895).
Jm Jahre 1898 ſiedelte er nach Dres-
den und 1899 nach München über,
wo er ſich noch nachträglich (1908)
die Würde eines Dr. jur. erwarb.

S:

Sinkende Schwimmer (Novelliſt.
Sk.), 1892. ‒ Wie ein Strahl ver-
glimmt (Dr.), 1895. ‒ Die gehetzten
Seelen (Nn.), 1897. ‒ Roman aus der
Décadence, 1898. ‒ Aus dem Tage-
buche einer Baroneſſe von Treuth u.
andere Novellen, 1899. ‒ Die Voll-
endung (R.), 1902. ‒ Kaspar Hauſer
(Dr.), 1903. ‒ Kataſtrophen (Nn.),
1904. ‒ Kreislauf der Liebe (Eine
Geſch. vom beſſern Menſchen), 1906. ‒
Der Freudenmeiſter (Kom.), 1907. ‒
Drei Novellen von adeliger Luft,
1909. ‒ Literatur in Deutſchland
(Studien und Eindrücke), 1910.

Mar
[Spaltenumbruch]
*Martens,

Rolf Wolfgang, geb.
am 11. September 1868 in Berlin,
hatte in ſeiner Kindheit an ſchwerer,
innerer Krankheit zu leiden, ſo daß
er nur einen unregelmäßigen Unter-
richt genießen konnte. Seine letzte
Schulzeit verbrachte er in Eberswalde
und bezog dann 1889 die Univerſität
Berlin, um Philoſophie mit beſonde-
rer Berückſichtigung der Pſychologie
zu ſtudieren. Bald gewann das Jnter-
eſſe für das Theater in ihm die Ober-
hand, ſo daß er heimlich dramatiſchen
Unterricht nahm u. im Oktober 1890
zur Bühne nach Danzig ging. Weni-
ger der Wunſch, ein großer Schau-
ſpieler zu werden, als vielmehr das
Beſtreben, das Theater und die Büh-
nentechnik bis in die kleinſten Züge
hinein zu ſtudieren, waren für dieſen
Schritt beſtimmend. Jn den Som-
mermonaten pflegte er ſeine Studien
fortzuſetzen, während er in der Win-
terſaiſon an Stadttheatern tätig war.
Der Tod ſeines Vaters (1904) machte
ſeine Anweſenheit in Berlin wegen
Verwaltung d. hinterlaſſenen Grund-
beſitzes nötig, und ſeitdem hat er die
Bühnenlaufbahn aufgegeben u. lebt
jetzt ſeinen Studien u. der Schriftſtel-
lerei.

S:

Karfreitagszauber (Dram.
Stimmungsbild), 1895. ‒ Befreite
Flügel (Ge.), 1899. ‒ Störtebecker
(Hiſtor. Tr.), 1903. ‒ Macchiavelli
(Tr.), 1906.

Martens, Thomas Dietrich,

geb.
am 11. Dezbr. 1838 zu Oldenswort,
Kreis Eiderſtedt, in Schleswig-Hol-
ſtein, beſuchte ſeit 1857 das Lehrer-
ſeminar in Segeberg, wirkte 1860 bis
1863 als Hauslehrer auf dem Hofe
Nagen, wurde dann Lehrer in Preetz
und wirkte ſeit 1864 als Hauptlehrer
u. Organiſt in Gelting, Kreis Flens-
burg, bis er am 1. Mai 1903 in den
Ruheſtand trat. Er ſtarb in Gelting
am 14. Juni 1910.

S:

Am Wege Ge-
pflücktes (Ge.), 1875.

*Martenſen, Heinrich Emil,


geb. am 3. Februar 1847 auf der zu

*
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[376/0380] Mar Mar machte den deutſch-däniſchen Feldzug bis März 1864 als Jntendantur-Be- amter mit, wurde dann aber als Hol- ſteiner aus dem däniſchen Militär- dienſt entlaſſen. Er wandte ſich nun der journaliſtiſchen Laufbahn zu und war namentlich auch für ſkandina- viſche Blätter tätig. Nach ſeiner Heim- kehr aus dem Kriege gegen Frank- reich ließ er ſich in Hamburg nieder, wo er 1872‒83 als politiſcher Mit- redakteur des „Hamburg. Korreſpon- denten‟ und ſpäter als Schriftſteller tätig war und am 16. Dezbr. 1891 ſtarb. S: Neun Monate unter dem Danebrog, 1864. ‒ Aus bewegter Zeit (Ge.), 1881. ‒ Der Theaterkobold (Hum.), 1886. *Martens, Kurt, geb. am 21. Juli 1870 in Leipzig als der Sohn des Geh. Reg.-Rats H. O. M., abſolvierte 1889 das Pädagogium Putbus, ſtu- dierte in Heidelberg, Berlin u. Leipzig Jurisprudenz, arbeitete ſeit 1893 als Referendar in Dresden und Leipzig, machte 1895 das juriſtiſche Staats- examen, ſchied aber 1896 aus dem Juſtizdienſt u. lebte nun ſeinen ſchrift- ſtelleriſchen Arbeiten in Leipzig. Er war hier auch Mitbegründer der „Literariſchen Geſellſchaft‟ (1895). Jm Jahre 1898 ſiedelte er nach Dres- den und 1899 nach München über, wo er ſich noch nachträglich (1908) die Würde eines Dr. jur. erwarb. S: Sinkende Schwimmer (Novelliſt. Sk.), 1892. ‒ Wie ein Strahl ver- glimmt (Dr.), 1895. ‒ Die gehetzten Seelen (Nn.), 1897. ‒ Roman aus der Décadence, 1898. ‒ Aus dem Tage- buche einer Baroneſſe von Treuth u. andere Novellen, 1899. ‒ Die Voll- endung (R.), 1902. ‒ Kaspar Hauſer (Dr.), 1903. ‒ Kataſtrophen (Nn.), 1904. ‒ Kreislauf der Liebe (Eine Geſch. vom beſſern Menſchen), 1906. ‒ Der Freudenmeiſter (Kom.), 1907. ‒ Drei Novellen von adeliger Luft, 1909. ‒ Literatur in Deutſchland (Studien und Eindrücke), 1910. *Martens, Rolf Wolfgang, geb. am 11. September 1868 in Berlin, hatte in ſeiner Kindheit an ſchwerer, innerer Krankheit zu leiden, ſo daß er nur einen unregelmäßigen Unter- richt genießen konnte. Seine letzte Schulzeit verbrachte er in Eberswalde und bezog dann 1889 die Univerſität Berlin, um Philoſophie mit beſonde- rer Berückſichtigung der Pſychologie zu ſtudieren. Bald gewann das Jnter- eſſe für das Theater in ihm die Ober- hand, ſo daß er heimlich dramatiſchen Unterricht nahm u. im Oktober 1890 zur Bühne nach Danzig ging. Weni- ger der Wunſch, ein großer Schau- ſpieler zu werden, als vielmehr das Beſtreben, das Theater und die Büh- nentechnik bis in die kleinſten Züge hinein zu ſtudieren, waren für dieſen Schritt beſtimmend. Jn den Som- mermonaten pflegte er ſeine Studien fortzuſetzen, während er in der Win- terſaiſon an Stadttheatern tätig war. Der Tod ſeines Vaters (1904) machte ſeine Anweſenheit in Berlin wegen Verwaltung d. hinterlaſſenen Grund- beſitzes nötig, und ſeitdem hat er die Bühnenlaufbahn aufgegeben u. lebt jetzt ſeinen Studien u. der Schriftſtel- lerei. S: Karfreitagszauber (Dram. Stimmungsbild), 1895. ‒ Befreite Flügel (Ge.), 1899. ‒ Störtebecker (Hiſtor. Tr.), 1903. ‒ Macchiavelli (Tr.), 1906. Martens, Thomas Dietrich, geb. am 11. Dezbr. 1838 zu Oldenswort, Kreis Eiderſtedt, in Schleswig-Hol- ſtein, beſuchte ſeit 1857 das Lehrer- ſeminar in Segeberg, wirkte 1860 bis 1863 als Hauslehrer auf dem Hofe Nagen, wurde dann Lehrer in Preetz und wirkte ſeit 1864 als Hauptlehrer u. Organiſt in Gelting, Kreis Flens- burg, bis er am 1. Mai 1903 in den Ruheſtand trat. Er ſtarb in Gelting am 14. Juni 1910. S: Am Wege Ge- pflücktes (Ge.), 1875. *Martenſen, Heinrich Emil, geb. am 3. Februar 1847 auf der zu *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 376. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/380>, abgerufen am 22.03.2019.