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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Schleswig-Holstein gehörigen Jnsel
Nordstrand, wo sein Vater Schul-
lehrer war, verlebte nach des letzteren
frühem Tode seine Jugend in Fahre-
toft, Kreis Tondern, wo er nach sei-
ner Konfirmation (1863) Unterlehrer
wurde, verwaltete seit 1865 die zweite
Lehrerstelle in Hürup und besuchte
von Ostern 1866 ab drei Jahre lang
das Seminar in Tondern. Von
Ostern 1869 an war er 31/2 Jahre
als Lehrer in Tondern tätig, wirkte
als solcher 1870-74 in Büttjebüll u.
übernahm am 1. April 1874 bei
Gründung der "Neuen Zeitung" in
Bredstedt die Redaktion derselben.
Seit Ostern 1877 war er Lehrer an
der Missionsanstalt in Brecklum; doch
veranlaßten ihn widrige Verhältnisse
innerhalb der Missionsgesellschaft, die
hindernd auf die weitere Fortführung
des Missionsseminars wirkten, 1894
in den staatlichen Schuldienst zurück-
zukehren. Er übernahm die erste Leh-
rerstelle in Hüttenwohld (Gut Both-
kamp, Ostholstein), und hier ist er am
8. Oktbr. 1901 gestorben.

S:

Freun-
des-Grüße (Geistl. Lr.), 1876. - Ge-
denke mein! (Samml. von Gedenk-
sprüchen etc. Eigenes und Fremdes),
1888.

*Martersteig, Max,

geboren am
11. Februar 1853 in Weimar, erhielt
daselbst seine Schulbildung und wid-
mete sich dann der Pharmazie. Nach
längerer Tätigkeit in diesem Berufe
wandte er sich der theatralischen Lauf-
bahn zu und erhielt seine Ausbildung
besonders durch Otto Devrient in
Weimar. Nachdem er am 1. Mai
1874 in Döbeln in Sachsen in einer
Künstlervereinigung debütiert, ging
er nach Rostock, 1875 nach Frankfurt
a. Oder, 1876 an das Hoftheater in
Weimar, 1879 als Regisseur nach
Mainz, 1880 nach Aachen, 1882 an
das königl. Theater in Kassel, 1885
als artistischer Leiter des Hoftheaters
nach Mannheim und 1890 als Direk-
tor des Stadttheaters nach Riga.
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Mar
Diese Stellung bekleidete er bis 1896,
kehrte dann nach Berlin zurück, wurde
im Septbr. 1897 zum Oberregisseur
an die Metropolian Opera nach Neu-
york berufen, lebte 1898 als Theater-
leiter in Stuttgart u. seit 1899 wieder
in Berlin, bis er 1905 die Direktion
der vereinigten Theater in Köln über-
nahm. Jm Jahre 1909 wurde er vom
Großherzog von Sachsen zum Geh.
Hofrat ernannt und Ende 1910 zum
Jntendanten des Theaters in Leipzig
berufen, welche Stellung er 1911
antrat.

S:

Jm Pavillon (Lsp.), 1877.
- Pius Alexander Wolff (Biogr.),
1879. - Die Friedensfeier (Festsp.),
1878. - Jelta und Ruben (N. in V.),
1881. - Werner von Kuonefalk (Ep.
G.), 1884. - Aus Hessens Vorzeit
(Festsp.), 1884. - Die Protokolle des
Mannheimer Nationaltheaters unter
Dalberg a. d. I. 1781-89, hersg.,
1890. - Das deutsche Theater im 19.
Jahrhundert (Eine kulturhist. Dar-
stellung), 1904.

*Marti, Fritz, von Othmarsingen,


wurde am 26. April 1866 in Buchs
bei Aarau geboren und verlebte als
Kind armer Eltern eine harte Jugend-
zeit. Er bildete sich zum Lehrer aus,
wirkte als solcher in Schoren (Frei-
amt), 1887-92 in Ennetbaden und
ging dann als Sekundarlehrer nach
Zürich, wo er gleichzeitig 1892-94 an
der Universität Geschichte und Lite-
ratur studierte. Seit 1899 ist er
Feuilletonredakteur der "Neuen Züri-
cher Zeitung".

S:

Schmerzenskinder
(Sk. u. En.), 1889. - Sonnenglauben
(Neue Schweizeridyllen), 1896. - Das
Vorspiel des Lebens (E. in Kinder-
geschichten), 1897. - Jm Bergwirts-
haus (Touristenbild m. Ges.), 1897. -
Die Schule der Leidenschaft (R.), 1906.

Martin,

Psd. für Martin Hugo
Lange;
s. d.!

Martin, Heinrich,

Pseudon. für
Heinrich Martin Jaenicke; s. d.!

Martin im Grund,

Pseud. für
Marie Grundschöttel; s. d.!

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Mar
Schleswig-Holſtein gehörigen Jnſel
Nordſtrand, wo ſein Vater Schul-
lehrer war, verlebte nach des letzteren
frühem Tode ſeine Jugend in Fahre-
toft, Kreis Tondern, wo er nach ſei-
ner Konfirmation (1863) Unterlehrer
wurde, verwaltete ſeit 1865 die zweite
Lehrerſtelle in Hürup und beſuchte
von Oſtern 1866 ab drei Jahre lang
das Seminar in Tondern. Von
Oſtern 1869 an war er 31/2 Jahre
als Lehrer in Tondern tätig, wirkte
als ſolcher 1870‒74 in Büttjebüll u.
übernahm am 1. April 1874 bei
Gründung der „Neuen Zeitung‟ in
Bredſtedt die Redaktion derſelben.
Seit Oſtern 1877 war er Lehrer an
der Miſſionsanſtalt in Brecklum; doch
veranlaßten ihn widrige Verhältniſſe
innerhalb der Miſſionsgeſellſchaft, die
hindernd auf die weitere Fortführung
des Miſſionsſeminars wirkten, 1894
in den ſtaatlichen Schuldienſt zurück-
zukehren. Er übernahm die erſte Leh-
rerſtelle in Hüttenwohld (Gut Both-
kamp, Oſtholſtein), und hier iſt er am
8. Oktbr. 1901 geſtorben.

S:

Freun-
des-Grüße (Geiſtl. Lr.), 1876. ‒ Ge-
denke mein! (Samml. von Gedenk-
ſprüchen ꝛc. Eigenes und Fremdes),
1888.

*Marterſteig, Max,

geboren am
11. Februar 1853 in Weimar, erhielt
daſelbſt ſeine Schulbildung und wid-
mete ſich dann der Pharmazie. Nach
längerer Tätigkeit in dieſem Berufe
wandte er ſich der theatraliſchen Lauf-
bahn zu und erhielt ſeine Ausbildung
beſonders durch Otto Devrient in
Weimar. Nachdem er am 1. Mai
1874 in Döbeln in Sachſen in einer
Künſtlervereinigung debütiert, ging
er nach Roſtock, 1875 nach Frankfurt
a. Oder, 1876 an das Hoftheater in
Weimar, 1879 als Regiſſeur nach
Mainz, 1880 nach Aachen, 1882 an
das königl. Theater in Kaſſel, 1885
als artiſtiſcher Leiter des Hoftheaters
nach Mannheim und 1890 als Direk-
tor des Stadttheaters nach Riga.
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Mar
Dieſe Stellung bekleidete er bis 1896,
kehrte dann nach Berlin zurück, wurde
im Septbr. 1897 zum Oberregiſſeur
an die Metropolian Opera nach Neu-
york berufen, lebte 1898 als Theater-
leiter in Stuttgart u. ſeit 1899 wieder
in Berlin, bis er 1905 die Direktion
der vereinigten Theater in Köln über-
nahm. Jm Jahre 1909 wurde er vom
Großherzog von Sachſen zum Geh.
Hofrat ernannt und Ende 1910 zum
Jntendanten des Theaters in Leipzig
berufen, welche Stellung er 1911
antrat.

S:

Jm Pavillon (Lſp.), 1877.
‒ Pius Alexander Wolff (Biogr.),
1879. ‒ Die Friedensfeier (Feſtſp.),
1878. ‒ Jelta und Ruben (N. in V.),
1881. ‒ Werner von Kuonefalk (Ep.
G.), 1884. ‒ Aus Heſſens Vorzeit
(Feſtſp.), 1884. ‒ Die Protokolle des
Mannheimer Nationaltheaters unter
Dalberg a. d. I. 1781‒89, hersg.,
1890. ‒ Das deutſche Theater im 19.
Jahrhundert (Eine kulturhiſt. Dar-
ſtellung), 1904.

*Marti, Fritz, von Othmarſingen,


wurde am 26. April 1866 in Buchs
bei Aarau geboren und verlebte als
Kind armer Eltern eine harte Jugend-
zeit. Er bildete ſich zum Lehrer aus,
wirkte als ſolcher in Schoren (Frei-
amt), 1887‒92 in Ennetbaden und
ging dann als Sekundarlehrer nach
Zürich, wo er gleichzeitig 1892‒94 an
der Univerſität Geſchichte und Lite-
ratur ſtudierte. Seit 1899 iſt er
Feuilletonredakteur der „Neuen Züri-
cher Zeitung‟.

S:

Schmerzenskinder
(Sk. u. En.), 1889. ‒ Sonnenglauben
(Neue Schweizeridyllen), 1896. ‒ Das
Vorſpiel des Lebens (E. in Kinder-
geſchichten), 1897. ‒ Jm Bergwirts-
haus (Touriſtenbild m. Geſ.), 1897. ‒
Die Schule der Leidenſchaft (R.), 1906.

Martin,

Pſd. für Martin Hugo
Lange;
ſ. d.!

Martin, Heinrich,

Pſeudon. für
Heinrich Martin Jaenicke; ſ. d.!

Martin im Grund,

Pſeud. für
Marie Grundſchöttel; ſ. d.!

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[377/0381] Mar Mar Schleswig-Holſtein gehörigen Jnſel Nordſtrand, wo ſein Vater Schul- lehrer war, verlebte nach des letzteren frühem Tode ſeine Jugend in Fahre- toft, Kreis Tondern, wo er nach ſei- ner Konfirmation (1863) Unterlehrer wurde, verwaltete ſeit 1865 die zweite Lehrerſtelle in Hürup und beſuchte von Oſtern 1866 ab drei Jahre lang das Seminar in Tondern. Von Oſtern 1869 an war er 31/2 Jahre als Lehrer in Tondern tätig, wirkte als ſolcher 1870‒74 in Büttjebüll u. übernahm am 1. April 1874 bei Gründung der „Neuen Zeitung‟ in Bredſtedt die Redaktion derſelben. Seit Oſtern 1877 war er Lehrer an der Miſſionsanſtalt in Brecklum; doch veranlaßten ihn widrige Verhältniſſe innerhalb der Miſſionsgeſellſchaft, die hindernd auf die weitere Fortführung des Miſſionsſeminars wirkten, 1894 in den ſtaatlichen Schuldienſt zurück- zukehren. Er übernahm die erſte Leh- rerſtelle in Hüttenwohld (Gut Both- kamp, Oſtholſtein), und hier iſt er am 8. Oktbr. 1901 geſtorben. S: Freun- des-Grüße (Geiſtl. Lr.), 1876. ‒ Ge- denke mein! (Samml. von Gedenk- ſprüchen ꝛc. Eigenes und Fremdes), 1888. *Marterſteig, Max, geboren am 11. Februar 1853 in Weimar, erhielt daſelbſt ſeine Schulbildung und wid- mete ſich dann der Pharmazie. Nach längerer Tätigkeit in dieſem Berufe wandte er ſich der theatraliſchen Lauf- bahn zu und erhielt ſeine Ausbildung beſonders durch Otto Devrient in Weimar. Nachdem er am 1. Mai 1874 in Döbeln in Sachſen in einer Künſtlervereinigung debütiert, ging er nach Roſtock, 1875 nach Frankfurt a. Oder, 1876 an das Hoftheater in Weimar, 1879 als Regiſſeur nach Mainz, 1880 nach Aachen, 1882 an das königl. Theater in Kaſſel, 1885 als artiſtiſcher Leiter des Hoftheaters nach Mannheim und 1890 als Direk- tor des Stadttheaters nach Riga. Dieſe Stellung bekleidete er bis 1896, kehrte dann nach Berlin zurück, wurde im Septbr. 1897 zum Oberregiſſeur an die Metropolian Opera nach Neu- york berufen, lebte 1898 als Theater- leiter in Stuttgart u. ſeit 1899 wieder in Berlin, bis er 1905 die Direktion der vereinigten Theater in Köln über- nahm. Jm Jahre 1909 wurde er vom Großherzog von Sachſen zum Geh. Hofrat ernannt und Ende 1910 zum Jntendanten des Theaters in Leipzig berufen, welche Stellung er 1911 antrat. S: Jm Pavillon (Lſp.), 1877. ‒ Pius Alexander Wolff (Biogr.), 1879. ‒ Die Friedensfeier (Feſtſp.), 1878. ‒ Jelta und Ruben (N. in V.), 1881. ‒ Werner von Kuonefalk (Ep. G.), 1884. ‒ Aus Heſſens Vorzeit (Feſtſp.), 1884. ‒ Die Protokolle des Mannheimer Nationaltheaters unter Dalberg a. d. I. 1781‒89, hersg., 1890. ‒ Das deutſche Theater im 19. Jahrhundert (Eine kulturhiſt. Dar- ſtellung), 1904. *Marti, Fritz, von Othmarſingen, wurde am 26. April 1866 in Buchs bei Aarau geboren und verlebte als Kind armer Eltern eine harte Jugend- zeit. Er bildete ſich zum Lehrer aus, wirkte als ſolcher in Schoren (Frei- amt), 1887‒92 in Ennetbaden und ging dann als Sekundarlehrer nach Zürich, wo er gleichzeitig 1892‒94 an der Univerſität Geſchichte und Lite- ratur ſtudierte. Seit 1899 iſt er Feuilletonredakteur der „Neuen Züri- cher Zeitung‟. S: Schmerzenskinder (Sk. u. En.), 1889. ‒ Sonnenglauben (Neue Schweizeridyllen), 1896. ‒ Das Vorſpiel des Lebens (E. in Kinder- geſchichten), 1897. ‒ Jm Bergwirts- haus (Touriſtenbild m. Geſ.), 1897. ‒ Die Schule der Leidenſchaft (R.), 1906. Martin, Pſd. für Martin Hugo Lange; ſ. d.! Martin, Heinrich, Pſeudon. für Heinrich Martin Jaenicke; ſ. d.! Martin im Grund, Pſeud. für Marie Grundſchöttel; ſ. d.! *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 377. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/381>, abgerufen am 20.03.2019.